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Blogartikel '

von Palo
Ort / Land: 
85716 Unterschleissheim / Deutschland
Aquarianer seit: 
1989 aber mit Unterbrechungen... jetzt wieder neu


 
 
Kategorie: "Mein Einrichtungsbeispiel" zuletzt bearbeitet am 10.01.2008 um 23:25 Uhr
 
 
Kommentare:
 
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Geschrieben am 17.01.2008 um 21:18 von Palo
Juhu, das Harz ist da!

Es liegt eine Beschreibung dabei, es ist im Aquarienbereicht getestet und als absolut unbedenklich bestätigt!

Jetzt kommt meine Rückwand doch rein...

Und nochmal tausend Dank an Klaus ausm Forum, der mir das ermöglicht hat! Ohne seinen Hinweis und sein Angebot hätte ich das wohl nicht gemacht...
 
 
Geschrieben am 16.01.2008 um 10:35 von Palo
Hab wieder Hoffnung. Ein Mann aus dem Fach hat mir doch Epoxydharz empfohlen. Dämpfe würden keine entstehen.

Hmmm...

Ich bekomm wohl bald ne Kiste damit, und dann versuch ich das.

Och, das wär echt sooo toll...

 
 
Geschrieben am 10.01.2008 um 13:25 von Palo
Okay... Entscheidung ist gefallen...

Ich finde zu viele Widersprüche und habe zu grosse Bedenken, was die Versiegelung meiner Rückwand angeht:

Epoxydharz ist für mich wegen der gifitgen Dämpfe (es wird sogar empfohlen eine Maske zu tragen) während der Verarbeitung nicht in Frage gekommen.
Ich habe nämlich keine Möglichkeit, das alles draussen zu machen, sondern muss das im Wohnzimmer erledigen.

In vielen Foren und auf Homepages fand ich eine weitere Alternative:

Akryllack

Akryllacke gibt es in wasserlöslicher Form, die soll unschädlich sein.
Auf der Dose steht drauf: Speichelfest, Wasserfest, Wetterfest...

Ich habe mich beim Hersteller erkundigt, und die erklärten mir:

ALLE Lacke sind auf Lösemittelbasis. Die wasserlöslichen Varianten sind lediglich wasser-VERDÜNNBAR.
ALLE Lacke (auch die wetterfesten!) geben im Laufe der Zeit, wenn sie LÄNGER unter Wasser gelagert sind, giftige Stoffe an das Wasser ab.

ES GIBT KEINEN UNBEDENKLICHEN LACK!!!

Ein anderer Hersteller versicherte mir, ich könne jeden beliebigen wasserlöslichen Lack nehmen.
Dem traue ich einfach nicht, das wirkt nicht kompetent, v.a. da dieselbe Person dann noch behauptet hat, Zement würde das Wasser ansäuern...

Es gäbe dann noch Autolacke, Bootslacke, u.s.w., die mir alle im Baumarkt empfohlen worden sind.

Aber die enthalten Fungizide, Herbizide, Bakterizide...
Und auch die geben weitere Dinge ab, wenn sie eine Weile im Wasser gelagert werden. Laut Hersteller!
Also auch nix, was ich im Aquarium haben will.

Auch Epoxyd-Harz kann (im ausgehärteten Zustand) immer noch sehr giftig sein, nämlich wenn man beim Mischen des 2 Komponenten-Zeugs nicht ganz genau arbeitet.

Eine weitere Alternative war, die Rückwand unbehandelt zu lassen, also Zement gut trocknen lassen, laaaaange wässern (über einen Monat oder besser über 2 Monate), bis er das Wasser nicht mehr so stark aufhärtet.

Aaaaber: Ich habe am trockenen Zement eine Kratzprobe gemacht:
Mit dem Fingernagel ist es wirklich sehr einfach, kleine Stückchen abzubröckeln.
Das schafft auch jeder Wels.
Was ist, wenn jetzt einer der Welse das Styropor freilegt?
(Ganz abgesehen davon, dass ich nicht glaube, dass es so toll ist, wenn ein Fisch dieses Zementpulver oder gar das Styropor frisst oder so)

Styropor saugt sich langsam aber sicher mit Wasser voll, entwickelt sich zu einer Bakterienbrutstätte und gibt eben leider auch Giftstoffe an das Wasser ab, wenn es zersetzt wird.

Da ich also nicht ausschliessen kann, dass irgendwo das Styropor freigelegt wird, blieb mir nur eine Entscheidung: zwar schmerzlich aber eindeutig:

Eine selbergebaute Rückwand kommt bei mir nicht in Frage, leider.

Ich weiss, dass viele Aquarianer seit Jahren selbergebaute Rückwände in ihren Becken haben.
Es sieht einfach umwerfend aus, einmalig und einzigartig.
Aber mir ist das Wohl der Fische wichtiger.
Ich selber habe nicht das Wissen, das Risiko einzuschätzen, also lass ich die Finger davon.
Ich will keine unkalkulierbare Zeitbombe in meinem Becken.

In diesem Sinne,

Palo
(immer noch mit blutendem Herzen an die wunderschöne Rückwand denkend)
 
 


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