Logo von Einrichtungsbeispiele.de
Hier werden 8.454 Aquarien mit 145.825 Bildern und 1.597 Videos von 17.596 Aquarianern vorgestellt
Wir werden unterstützt von:
Einrichtungsbeispiele.de wird unterstützt von Kölle-Zoo
Login Aquaristik-Werbung Teichbeispiele Terrariumbeispiele Top-Aquariums
Partner für Aquarienbau
Partner für Aquarientiere
Partner für Aquariumlicht
Partner für HMF-Filter

Blogartikel 'Algen Problem --> was nun

von Fireman
Offline (Zuletzt 19.09.2012)BlogBeispielWebKarte
Userbild von Fireman
Ort / Land: 
01324 Dresden / Deutschland
Aquarianer seit: 
2007 nach 5Jahre Unterbrechung


Algen Problem --> was nun

 
Kieselalgen (Diatomeen, "Braunalgen")

Erkennen (Diagnose)

Flächige oder fleckenweise auftretende Beläge auf Pflanzen, Dekoration und Aquarienscheiben. Die Algen lassen sich einfach mit einem Schwamm oder Klingenreiniger entfernen. Fährt man mit dem Finger über dem Belag, bleibt ein brauner Film auf der Haut zurück. Der braune Belag zwischen Aquarienscheibe und Kies sind z.B. Kieselalgen und kein Mulm, wie oft fälschlicherweise angenommen wird. Die Algen können dort wachsen, weil Licht durch das Glas durch Brechung in diesen an und für sich "lichtlosen" Bereich gelangt. Der Belag schadet dort nicht, lässt sich aber einfach mit einem Schwamm entfernen (aufpassen, dass man die Aquariumscheibe mit Kies nicht zerkratzt!). Kieselalgen können auch zusammen mit anderen Algen als Mischbefall auftreten und dann nur per Mikroskop bestimmbare flächige Überzüge bilden.

Ursache

Verschlechterung der Beleuchtungsverhältnisse, Überalterte Neonröhren, CO2-Mangel, zu wenig Konkurrenz durch schnellwachsende Pflanzen, zu wenig Algenfresser, zu geringe Teilwasserwechsel, zu hoher Silikat-Gehalt im Ausgangswasser

Abhilfe

Scheibenreiniger verwenden (Klingenreiniger), Teilwasserwechsel regelmäßig und umfangreicher durchführen, überalterte Röhren austauschen, ausgewogene Lichtfarben wählen, Reflektoren zur Erhöhung der Lichtmenge verwenden, Standort des Aquariums ändern, CO2-Düngung installieren, Schnecken oder Saugwelse der Gattungen Otocinclus, Farlowella oder Ancistrus einsetzen ( man sollte jedoch nicht Fische nur wegen den Algen einsetzen)

Zur Verminderung des Silikatgehaltes kann man im Ausgangswasser, das von Kieselalgen zum Aufbau verwendet wird, Aquariumwasser mit Osmosewasser verschneiden oder silikatentfernendes Filtermaterial (Silikatfilter) verwenden

**************************

Bartalgen (Rotalgen)

Erkennen (Diagnose)

Dunkelgrüne bis graugrüne, hundehaarartige, dunkle, fadendicke Triebe, die sich mit zunehmender Länge ein wenig kräuseln; jüngere Algen könnten mit Pinselalgen verwechselt werden. Diese sind allerdings schwarz und werden nur etwa 1 cm lang. Bartalgen können bis 15 cm lange Fäden bilden und entwickeln sich gerne in der Filterströmung.

Ursache

CO2-Mangel, Einschleppung mit Pflanzen, fehlende Algenfresser, spontaner Lichtwechsel (plötzliche Veränderung der Lichtqualität und Quantität)

AbhilfeCO2-Düngung, Aufwickeln der Fäden auf eine dünne Flaschenbürste und Abreissen; Entfernen befallener Blätter, Wurzeln und Steine aus dem Aquarium herausnehmen und auskochen; die meisten Fische mögen diese Algenart nicht, ev. Garnelen (C. japonica) einsetzen. Ein sehr guter Bartalgenfresser ist die Siamesische Rüsselbarbe (C. siamensis). Auch eine Veränderung der Strömungsrichtung kann Abhilfe bringen, ebenfalls eine Verringerung der Strömung selber, wenn damit nicht die Sauerstoffversorgung der Fische gefährdet wird. Auch Apfelschnecken können bei der Bekämpfung hilfreich sein.

Unterstützen kann man die umgesetzten Maßnahmen noch durch Torffilterung (Ansäuerung), die durch die Veränderung des Lichtes im Aquarium (gelbliche Färbung) allgemein algenhemmend wirkt.

Vor dem Einsatz von Algenmitteln sollte man erst die angeführten Maßnahmen ausprobieren. Durch Zufall konnte ich einmal Bartalgen im Zuge einer Medikamentenbehandlung mit Tetra General Tonic beseitigen, ein Präparat von dem bekannt ist, dass es feinfiedrige Pflanzen schädigen kann.

*************************

Fadenalgen (Grünalgen)

Erkennen (Diagnose)

Grüne Algen verschiedener Algenarten, die sich überall im Aquarium verbreiten können, hauptsächlich jedoch an Pflanzen und Dekorationsgegenständen. Die Erscheinungsformen können fadendick langfädig (bis 20 cm), wattebauschartig bis spinnwebenartig dünnfädig, polsterartig, kurzfädig büschelig (bis 5 cm) oder kurzfädig flächig (Pelzalgen, bis 5 mm) sein

Ursache

Wuchsstockungen der Aquariumpflanzen durch plötzliche Änderung der Beleuchtungsverhältnisse, Überbeleuchtung, zu lange Beleuchtungszeiten, zu kurze Beleuchtungszeiten, HQI-Strahler mit Meerwasserbrennern, direkter Sonnenlichteinfall, Überalterte Neonröhren, falsch gewählte Lichtfarben bei den Neonröhren (sog. "Gro"-Röhren), Nährstoffüberangebot, mangelnde Kieshöhe, CO2-Mangel, Luftpumpe in Betrieb, Sonnenlichteinfall ins Aquarium oder eine Kombination aus mehreren dieser Faktoren

Prinzipiell kann man sagen, dass Grünalgen - wenn man "nur" ein Problem mit langfädigen Arten hat - Indikatoren für gute Wasserqualität sind: Grünalgen der oben beschriebenen Wuchsformen besitzen ähnliche Ansprüche an die Wuchsbedingungen wie Aquariumpflanzen. In ungepflegten Aquarien mit Nitratwerten ab 40 mg / Liter wachsen Grünalgen nicht mehr oder nur sehr schlecht.

Grundvoraussetzung für ein starkes Grünalgenwachstum ist ein stockendes Pflanzenwachstum bei gleichzeitigem Überangebot an Nährstoffen, wobei in manchen Fällen Algenwachstum UND Pflanzenwachstum sehr "gut" sein können - in diesem Fall können die Algen recht einfach durch Absammeln und Einsetzen von Algenfressern bekämpft werden. Oft ist auch "zuviel" Licht verantwortlich für Grünalgenwachstum - besonders HQI-Strahler können das Wachstum der Algen stark fördern.

Man sollte versuchen, den Pflanzen mit schwachen Wachstumsförderern den entscheidenden Wuchsvorteil zu geben, z.B. durch Zugabe von Enzymen und Spurenelementen (Dennerle S7) oder allgemein wachstumsfördernden Tokia wie z.B. Dennerle Pflanzengold 7. Die Summe kleiner Massnahmen wird in diesem im Ungleichgewicht stehenden Aquarium die Pflanzen fördern, während Algenmittel ohne Änderung der "Rahmenbedingungen" nur kurzfristig erfolgversprechend sein werden.

Weitere Gegenmaßnahmen

UV C Wasserklärer tötet Algensporen ab und verlangsamt so die Ausbreitung der Fadenalgen; CO2-Düngung installieren. Durch die Förderung des Pflanzenwuchses wird das Algenwachstum nachhaltig reduziert; Algenfresser einsetzen; Dennerle Biotrop-Stabilisator verwenden; Bodenheizkabel verwenden; Nitrat- und phophatreduzierende Filtermassen verwenden; Mechanische Entfernung, indem man die Algen auf eine dünne Flaschenbürste aufwickelt; algenhemmende Neonröhren mit UV-Stop verwenden; Aufstellungsort des Aquariums ändern (vom Fenster weg); Lichtintensität vermindern (nach Röhrentausch); befallene Javamoos-Polster, die auf Wurzeln oder Steine gebunden wurden und dicht unter der Beleuchtung stehen, entfernen; Beleuchtungsdauer auf etwa 12 Stunden reduzieren; Mittagspause bei der Beleuchtung von 2 Stunden einlegen - die Summe der Beleuchtung muss aber wieder 11,5 bis 12 Stunden ergeben

Fadenalgen lassen sich gut mit verschiedenen Fachhandelspräparaten (Algenmitteln) bekämpfen. Bewährt hat sich eine Algenkur über eine Woche mit ESHA Protalon 707. Bei diesem Präparat werden Pflanzen kaum geschädigt. Andere Produkte können feinfiedrige Pflanzen wie Cabomba aquatica (Haarnixe) oder Ceratophyllum demersum (Hornblatt) soweit schädigen, dass sie die Blätter "über Nacht" abwerfen. Zu beachten ist, dass nur die langfristige Änderung der Bedingungen zugunsten der Pflanzen ein algenfreies Aquarium verspricht - die Bekämpfung ohne begleitende wachstumsverbessernde Maßnahmen für besseres Pflanzenwachstum verspricht dagegen meistens nur einen kurzfristigen Erfolg.

ACHTUNG DIE FISCHE WELCHE HIER ZUM TEIL AUFGEFÜHRT WERDEN WELCHE DIE ALGEN FRESSEN BZW VERRINGERN SIND NICHTS FÜR BECKEN DIE IHRER GRÖSSE NICHT PASSEN

BEISPIEL EINE SIAM-RÜSSELBARBE HAT NIX IN EINE 54L-PFÜTZE ZU SUCHEN

WELCHE FISCHE FÜR WELCHES BECKEN SCHUT EINFACH MAL HIER NACH ES GIBTR VIELE INTERESANTE BLOGS DARÜBER


Fazit: Algen sind leicht zu vermeiden (gehören jedoch in ein Bitop) wenn man die Gründe kennt warum Ich ausgerecht diese Algen haben

Nicht immer Gleich die Chemie-Keule anwenden

PS und solltet ihr doch mal zuviel haben fragt mal eure Frauen ob die was wollen die geben sonst auch immer viel Geld aus für den Schönheitswahn (algenpackung, Algentee etc) *scherz*

 
Algen Problem --> was nun
 
Kategorie: "Mein Einrichtungsbeispiel" zuletzt bearbeitet am 13.02.2011 um 11:17 Uhr
 
 
Kommentare:
 
Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich anmelden.
 


Zurück

Du willst dein eigenes Aquarium kostenlos vorstellen?
Login:
Passwort:
 
Themen im Forum:
Dringendes Problem von Scaper Letzte Antwort am 10.12.2016 um 14:57 Uhr
Mittelamerika barsche vergesellschaften? von Basti@ Letzte Antwort am 07.12.2016 um 08:31 Uhr
Ein Stück Peru ... von Nico S Letzte Antwort am 03.12.2016 um 19:38 Uhr
Innovative Marine Fusion Nano 20 - hat das noch wer? von Barbara Kahlfuss Letzte Antwort am 25.11.2016 um 08:56 Uhr
Themenseiten von Tom Letzte Antwort am 24.11.2016 um 20:53 Uhr
Scheue Fische wegen Strömungspumpe von Tanja F. Letzte Antwort am 24.11.2016 um 19:40 Uhr
Folge uns auf...
Facebook
YouTube
Twitter
Google+
EB als App

Hol dir jetzt die Einrichtungsbeispiele.de-App für dein Smartphone, Tablet, etc.!

Hol dir dir Einrichtungsbeispiele.de-AppHol dir dir Einrichtungsbeispiele.de-App
Statistik
Besucher Gesamt:
27.970.653
Heute
596
Gestern:
11.516
Maximal am Tag:
17.612
Maximal gleichzeitig online:
1.220
Aquarien:
8.454
User:
17.596
Fotos:
145.825
Videos:
1.597
Aquaristikartikel:
772
Zierfischbeschreibungen:
109
Aquaristikinterviews:
7
Aquaristikshops:
470
Themenseiten:
814