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| Typ: |
Victoria |
| Grösse: |
160 x 60 x 60 = 576 Liter
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| Letztes Update: |
16.01.2003 |
| Besonderheiten: |
- Selbstbaubecken in Edelstahlrahmen
- später nachgebohrter Bodenablauf
- selbstgebaute Rückwand
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| Bodengrund: |
heller Kies mit Korallensand
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| Pflanzen: |
künstliche Pflanzen (siehe Bilder) als Rückzugsdekoration für Jungfische
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| Weitere Einrichtung: |
Rückwand (Felsnachbildung: Bauanleitung liegt vor - diese Rückwand ist seit Jahren "in Betrieb" ohne schädliche Wirkungen auf den Besatz), Granitsteine, Hartholzstück
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| Beleuchtung: |
2x 38 W Leuchtstoffröhren (11 h)
- Osram Lichtfarbe 11
- Dennerle African-Lake
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| Filterung: |
Biologische und schnelle Filterung:
- Eheim Prof. II 2227 - 700 L./h (Siporax)
- Kammerfilter (200 Liter Untertischbecken)
Der Mehrkammerfilter hat neben der Einlauf- und der Klarwasserkammer drei weitere Filterkammern, die mit Schaumstoffmatten (blau: fein und mittel), Tonröhrchen, Siporax und Korallenbruch (grob) befüllt sind. Das Wasser wird mittels Eheim Kreiselpumpe Typ 1250 (1.200 L/h) ins Becken zurückgeführt.
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| Weitere Technik: |
Bodenheizung:
- Dupla 50 W mit Jäger Thermoregler
Die Wassertemperatur im Viktoriabarschbecken wird bei mir auf 22° - 24° C. gehalten. Nachts fällt die Temperatur auf ca. 20° bis 22° ab (je nach Raumtemperatur).
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endemische Buntbarsche des Viktoriasees:
- Haplochromis sp. "Red Tail" CH44 (1/3/4)
- Haplochr. (Astatotilapia) sp. "Flameback", Uganda (2/7/5+)
[Erklärung der Zahlen: (männlich/weiblich/jung)]
Daneben ist ein Haplochr. (Astatotilapia) nubila (nicht endemisch, aber im geograf. Viktoriaseebecken vorkommend) im Becken, den der Händler mir wegen seines ursprünglich schlechten Zustandes überlassen hatte. Der Fisch lebt und ist wieder fit und bekommt allmählich sein typisch dunkle Farbe mit den rötlichen Flossen.
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pH 7,5 bis 8,3 (Tunze pH Kontroller)
Hartwasser (> 12° dGH, >6 °dKH)
Meersalzzugabe alle drei Wochen (1 EL/50L)
Zugabe von Härtebildnern und Carbonatpuffer
Leitwert: 600 bis 1.200 Mikrosiemens/cm (25°C.)
Teilwasserwechsel wöchentlich: ca. 200 L.
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Granulatfutter und Frostfutter:
- Aquafarm AF2001 und Granulat, vorher mit Spirulinapulver angereichert und befeuchtet, als Grundfutter
- 2-3x wöchentlich Frostfutter (vitaminisiert): Artemia, Mysis (gewässert), Weiße Mücke, Chichlidenmix abwechselnd
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Die beiden Haplochromisarten (Leitarten des Aquariums) sind taxonomisch noch nicht abschließend beschrieben, daher "species"/"subspecies" (sp.) nach dem Gattungsnamen. Der "Flameback" und der "Red Tail" sind endemische Arten des Viktoriasees. Wegen der unterschiedlichen Streifenmusterung der Weibchen kommt es zu keiner intraspezifischen Hybridisierung, auch sind die Weibchen der einen und der anderen Art auf ihr jeweiliges artspezifisches Männchen ausgerichtet.
Es ist bei der Vergesellschaftung von verschiedener "Haplochromis"-Arten stets darauf zu achten, dass es zu keinen zwischenartenlichen Bastardisierungen kommt. Dies wird vermieden durch a) unterschiedliche Streifenmusterung der Männchen (quer, längs), signifikant unterschiedliche Färbungen der Männchen und b) durch einen deutlichen Überhang an Weibchen im Verhältnis mE von 1:3 bis 1:4 und höher.
Haplochromisarten verlangen große Becken von nicht unter 450 Liter und nicht unter 150 cm Beckenlänge, da diese Fische im Durchschnitt und Vergleich (!) größere innerartliche und zwischenartliche Aggressivitäten aber auch mehr Scheu zeigen als die Mehrheit der "Malawis" und der "Tanganjikaseebarsche". In kleinen Becken treten meist zur Geschlechtsreife Unruhe, Scheu (vor dem Betrachter), Beißereien der Männchen etc. auf. Daran hat man dann keine Freude. Ist das Aquarium ausreichend groß, versteckreich dekoriert, artgerecht besetzt und sind die Wasserwerte und die Fütterung entsprechend abgestimmt, entfalten die männlichen "Victorians" atemberaubende Färbungen und artgerechtes Verhalten zur Freude des Pflegers bzw. der Pflegerin.
Abschließend möchte ich noch auf 2 Dinge hinweisen:
1. Was auch für viele andere ostafrikanische Cichliden gilt hat für "Victorians" besondere Bedeutung: Im Fachgeschäft zeigen die Männchen fast nie ihre Farben. Weibchen und Jungtiere sind ohnehin blass. Erst bei entsprechend eingerichteten Becken und entsprechender Pflege zuhause entwickeln die Tiere erst ihre "Leuchtkraft" und Farbenpracht. Ihr stiefmütterliches Dasein im Fachgeschäft haben daher diese Cichliden nicht verdient. Jedem Käufer ist daher anzuraten, sich mittels Fachliteratur und Internetsuche über die wahren Farben der Tiere zu informieren. Die Händler sollten ihrerseits an die Verkaufsbecken Fotos erwachsener ausgefärbter Tiere hängen, denn ohne Werbung geht es offenbar nicht.
2. Ich empfehle die nachfolgende (leider englische) Literatur (tolle Fotos):
- Mark Phillip Smith: Lake Victoria Basin Cichlids (Barrons Verlag)
- Ole Seehausen: Lake Victoria Rock Cichlids (Verlag Verduijn Cichlids).
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| Moderatoren-Empfehlung: | | Optik | |
| Passt die Dekoration zweckmäßig zum Besatz? |          | | Besatz | |
| Passt der Besatz zur Beckengröße? |           | | Passt der Besatz vom Verhalten, Aggression, Ansprüchen zueinander? |          | | Technik | |
| Wird das Becken richtig beleuchtet? |           | | Ist die Filterung ausreichend? |           | | Wasserwerte | |
| Sind die Werte für den Besatz artgerecht? |        | | Futter | |
| Ist das Futter für den gepflegten Besatz passend? |           | | | | Gesamt |          | |
Hinweise zur Empfehlung: Insgesamt ein schönes Becken, aber diese Plastikpflanzen... Die Mischung aus dem Korallensand und Kies ist nicht ideal, Victorias brauchen eigentlich Sand. Bei Victoriaseecichliden ist Salzzugabe nicht nötig. Die Beschreibung der Fische ist ausführlich, spiegelt, aber leider, die allgemeinen Vorurteile gegenüber Victorias. Wie in jedem See gibt es agressive und weniger agressive Art, z. B. das was unter CH44/Thick Skin verkauft wird, ist wirklich agressiv. Andere Arten, wie hier aufgeführter Haplochromis sp. "Flamback Uganda" sind eh scheu und werden sicherlich von CH44 unterdrückt. | |
Letzte Bearbeitung am 27.08.2004 um 12:02:23 Uhr
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