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Artentafel - Aulonocara guentheri

Artentafel - Aulonocara guentheri
Lebensraum

Aulonocara guentheri gehört zu den sandbewohnenden Aulonocaras und lebt bevorzugt in den von Schilf geränderten Biotopen grosser Buchten am Südende des Malawisees. Das Sandbiotop ist von verstreut herumliegenden Steinen durchzogen und wird durch Valisnerien- und Hornkrautstände charakterisiert.


Wassertiefe der Guentheri-Habitate

Die Habitate des A. guentheri liegen in einer Wassertiefe zwischen 4 und 10 Meter.


Ernährung

Die hier beschriebene Art zählt zu den carnivoren Cichliden. Über die aulonocara-typischen Sinnesgruben auf dem Kopf ortet A. guentheri Wirbellose und Krebstierchen im Sediment, welche dann durch einen zielgenauen Stoss in den Sand erbeutet werden. Oftmals stehen grosse Gruppen Aulonocaras minutenlang völlig bewegungslos einige Zentimeter über dem Sediment, um dann plötzlich blitzschnell mit der Schnauze im Sand einzutauchen – ein tolles Schauspiel!


Besonderheiten

Sämtliche Aulonocara-Arten sind in 4 Gruppen (Komplexe) unterteilt:
1. Sandbewohnende Gruppe
2. Chitande Gruppe
3. Jacobfreibergi Gruppe
4. Stuartgranti Gruppe

A. guentheri gehört in die sandbewohnende Gruppe.

Wichtig: Die Art wird von der IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Ressources) als nicht gefährdet eingestuft.


Verhalten

Geschlechtsreife Männchen graben oftmals kleine Höhlen in den Sand unter Steine, oder bauen an Steine angelehnte Laichkrater, welche dann als ihre Brut-Reviere verteidigt werden. Paarungswillige Weibchen werden in die Reviere gelockt, wo dann direkt über dem sandigen Untergrund abgelaicht wird.

Weibchen und juvenile Männchen sind häufig in kleinen Gruppen bis zu 10 Tieren unterwegs. Sie stehen bewegungslos ca. 10 cm über dem Sediment ihres Biotopes und „horchen“ nach Beute. Oftmals mischen sich solch kleine Gruppen auch unter Gruppen anderer sandbewohnender Arten und ziehen mit denen gemeinsam durch das Biotop. Dieses sich anderen Gruppen anschliessen ist ein wirkungsvoller Schutz gegen Räuber. Je grösser eine Gruppe Fische ist, desto schwieriger wird es für einen Räuber, sich auf ein einzelnes Beutetier zu konzentrieren. Wir sprechen hier also von reinen Zweck-Gemeinschaften.


Populationen

Aulonocara guentheri konnte bis anhin in 5 unterschiedlichen Populationen beobachtet werden. Vier davon im Südostarm des Sees, eine einzige an der Südwestküste in der Senga Bay:

>> Kadango
>> Makanjila Point
>> Monkey Bay
>> Thumbi East Island
>> Senga Bay


Haltung im Aquarium

Für die Haltung im Aquarium bietet sich die Gestaltung einer grossen Sandfläche an, welche durch einzelne grössere Felsbrocken unterbrochen wird. Der Bepflanzung eines Guentheri-Beckens ist nichts entgegenzusetzen. Aber es ist absolute Pflicht, viele offene Sandflächen zu belassen, welche von den Guentheri‘s ständig nach fressbarem durchsucht werden.

A. guentheri kann in Becken ab 400 Litern gehalten werden, sofern eine Mindestkantenlänge von 150 Zentimeter gewährleistet ist.. Ich empfehle, aufgrund des natürlichen Gruppenverhaltens, diese Art immer in grösseren Gruppen (mind. 3m/7w) zu pflegen. Natürlich ist auch einer Haremshaltung (1m/2-3w) nichts entgegen zu setzen.


Vergesellschaftung

Aulonocara guentheri ist ein ruhiger und eher durchsetzungsschwacher Cichlide, welcher nicht mit zu aggressiven Arten vergesellschaftet werden sollte. Optimal wäre die Vergesellschaftung mit Arten aus der Sandzone, aber auch solchen aus der auslaufenden Übergangszone. Nachfolgend einige Beispiele:

>> Lethrinops-Arten
>> Placidochromis-Arten
>> Cyrtocara moorii
>> Nyassachromis-Arten
>> ruhige Copadichromis-Arten (z.Bsp. Azureus)


Beckenbeleuchtung

In den natürlichen Habitaten von A. guentheri werden die Spektralfarben BLAU, GRÜN, GELB und sogar noch ORANGE stark reflektiert. Die Absorption von ORANGE beginnt erst in einer Tiefe von 10 Metern. ROT wird ab ca. 5 Metern total absorbiert und ist demenstprechend in den oberen Bereichen der Guentheri-Habitate immer noch vorhanden.

Optimal wäre also ein Lichtspektrum mit dominanten GELB- und ORANGE-, sowie etwas abgeschwächten GRÜN- und BLAU-Anteilen. Ein reduzierter ROT-Peak wäre bei der Wahl der Leuchtmittel empfehlenswert.

Für eine naturnahe Beleuchtung eines Guentheri-Beckens würden sich folgende Leuchtmittel (siehe auch BLOG "Lichtverhältnisse im Wasser / Malawisee") empfehlen:

>> SERA Daylight brilliant
>> Dennerle Trocal Color Plus
>> HAGEN Aqua GLO
>> HAGEN Power GLO
>> JBL ULTRA Solar Nature
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