Betta macrostoma
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Wasserwerte:
PH: 5-6
GH: 1-5
KH: 1-3
NO2: nn
NO3: nn
PO4: nn
Fe: nn
Temp.: 24 bis 25°C
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Die bekannte natürliche Herkunft der Betta macrostoma ist der Oberlauf des Mendaram-Flusses (Sungai Mendaram) im Sultanat Brunei, welches sich im Norden der Sunda-Insel Borneo(Kalimantan) befindet.
Man nimmt an, dass sich das Verbreitungsgebiet aber noch weiter ausstreckt als man bis her vermutet.
Eine dieser Annahmen ist, dass die Tiere auch in Urwaldbächen von Sarawak(malayischer Staat) vorkommen, somal
diese Region schon bei der Erstbeschreibung von B. macrostoma im Jahre 1910 durch C. Tate Regan pauschal als Fundort angegeben wurde.
In schneller fließenden Gewässern mit kleineren Wasserfällen finden sich immer wieder Abschnitte (meistens bis etwa 2 Meter tiefe Felswannen mit reichlich Versteckmöglichkeiten) in denen die Strömung geringer ist.
Der Boden besteht hier anscheinend hauptsächlich aus Kies und Steinen in verschiedenen Größen. sowie Laub aus der umliegenden Vegetation. Die Wassertemperatur beträgt etwa 24°C, die Härte ist nicht messbar und der pH - Wert liegt bei ca. 5,6(Wobei ich in einem Fangbericht auch von einem pH,der bei 4,8 lag gelesen habe). Das Wasser in diesen Bachläufen ist ast klar, obwohl es durch Huminsäuren auch einen leichten Braunton zu haben scheint. Als reinen Schwarzwasserfisch würde ich die Macrostoma nicht bezeichnen.
Mitbewohner dieser Bachläufe sind auch viele Garnelen (Macrobrachium), die den Fischen als Nahrung dienen.
Das große Maul der Fische führte zur Namensgebung: macrostoma = großmäulig.
Die Färbung von Betta macrostoma ist sehr variabel.
Aus Fangberichten ist bekannt, dass nur dominante Männchen ihre volle Farbenpracht zeigen. Diese Tiere findet man nur in den tieferen Regionen mit vielen Versteckmöglichkeiten, wohingegen sich unterlegenere Männchen eher in flachen Gewässerbereichen aufhalten und eine wesentlich hellere Körperfärbung aufweisen. (Wohl auch Tarnung gegenüber Fressfeinden am Ufer)
Weibchen und Jungtiere sind schlichter gefärbt und tragen meist zwei dunkle Längsstreifen auf heller Färbung.
Ein Artenebcken für diese Tiere sollte Standard sein.
Wie bei anderen maulbrütenden Kampffischen sollte das Becken hierbei so groß wie möglich sein. Die oftmals angegebenen 80cm Kantenlänge halte ich selbst bei einer zu erreichbaren Endgröße von 12-15cm für weitaus zu klein. Oftmals werden sie aber auch mit 8-10 cm als ausgewachsen angegeben.
Je nach Beckengröße sollte man die Tiere nur paarweise halten.
Die Tiere haben in der Natur
saures und sehr weiches Wasser, welches extrem keimarm ist(Wasserwerte s.o.).
Gerade B.macrostoma zeigen eine
hohe Empfindlichkeit geenüber Infektionen, wenn man es nicht so ernst mit der Wasserqualität nimmt. Deswegen sollte man der Wassraufbereitung, bzw der Filterung, höchste Sorgsamkeit widmen. Eine biologische Filterung halte ich für die sinnvollste.
Auf grund des Bewohnens von Bergbächen sollte man den Tieren im heimischen Aquarium eine mittelstarke Oberflächenströmung gönnen. Eine gute Abdeckung ist wie bei allen anderen Kampffischarten Pflicht.
Macrostoma sind Maulbrüter im männlichen Geschlecht. Balz und Paarung ähneln der anderer maulbrütender Bettaarten.
Das Weibchen nimmt den befruchteten Laich von der Afterflosse des Männchens ins Maul und übergibt ihm diesen anschließend direkt ins Maul(anders als bei den anderen maulbrütenden Betta !)
Das Weibchen bewacht das Männchen anscheinend über die gesamte Zeit der Maulbrutpflege, welche zwei bis vier Wochen dauert. Die ca 20 bis 40 Jungfische werden zum Teil über Tage verteilt aus dem Maul des Männchens entlassen.
Die Jungtiere sind hierbei 7-9mm groß und nehmen bald darauf eine Längsstreifenfärbung an, welche sich für Jungitere dieser Art als üblich erweist.
Die Aufzucht der Jungfische erfolgt über kleines Lebendfutter.
Die Geschlechtsreife erlangen die jungen Macrostoma mit einem Alter von um die sechs Monate.
Ein Problem bei der Nachzucht ist das Durchhaltevermögen der Männchen beim Brüten.
Die Tiere laichen problemlos und oft ab, solange das Wasser keimarm ist und die Tiere sich sonst wohl fühlen. Wildfänge sollten bei artgerechter Haltung problemlos Brutpflege betreiben.
Ein
separates Füttern des Männchens und eine kleine "Diät" des Weibchens verhindern, dass sich zu schnell wieder Laich ansetzt und das Männchen sich auch mal ausruhen kann.
Die Macrostoma stehen seit 1996 auf der roten Liste gefährdeter und bedrohter Arten (der IUCN Red List of Threatened Species).
Der Lebensraum der Fische ist durch großflächige Brandrodungen für den darauf folgenden Anbau von Kautschuk- und Ölpalmenplantagen stark bedroht bzw. bereits zerstört.
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*01.05.2011: Fertigstellung des Blogs
*01.02.2012: Aktualisierung + Fotoupload: Vielen Dank an Speedy Beepoint für die Erlaubnis die Fotos hier nutzen zu dürfen! :)
*15.03.2012: Text-Update
http://www.bee-point.de/blog/
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LG
Thomas