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Artentafel - Iodotropheus declivitas

Artentafel - Iodotropheus declivitas
Lebensraum

Iodotropheus declivitas zählt wie I. sprengerae zu den primitivsten Cichliden des Malawi-Sees. Auch er ist absolut unspezialisiert und hat dementsprechend auch keine klar definierte Biotop-Vorliebe. Die Art ist in der sedimentlosen Fels- und Geröllzone ebenso zuhause wie auch in der Übergangszone.


Wassertiefe des Declivats-Habitats

Das Habitat des Declivitas liegt in Wassertiefen zwischen 4 und rund 40 Metern


Ernährung

Ebenso wie der Sprengerae ist I. declivitas ein omnivorer Cichlide. Untersuchungen der Mägen einiger Tiere ergaben, dass sich die Art durch eine grosse Vielfalt verschiedenster Nahrungspartikel ernährt. Neben den Wirbellosen, dem Zooplankton und Insektenlarven, welche in den Mägen gefunden wurden, kann der Declivitas auch immer wieder am Aufwuchs nippend beobachtet werden.

Wichtig: trotz der omnivoren Ernährungsweise dieser Art, sollte dennoch, wie bei allen Mbunas, darauf geachtet werden, dass nicht zu proteinhaltig gefüttert wird.


Besonderheiten

Iodotropheus declivitas ist wahrscheinlich eine der ältesten Arten im Malawi-See, welche typischerweise nur in geografisch isolierten Populationen überlebt haben.

Bei der hier beschriebenen Art besteht nur ein geringer Geschlechtsdimorphismus: die Färbung männlicher und weibliche Tiere ist fast identisch, wobei die Weibchen aber meist weniger intensiv gezeichnet sind. Zur sicheren Geschlechtsunterscheidung kann der „Genitalpapillen-Grössenvergleich“ beigezogen werden.

Die Wissenschaft ist sich bislang nicht einig geworden, ob der I. declivitas wirklich eine eigene Art darstellt, oder ob es sich lediglich um eine Population von Iodotropheus sprengerae handelt, bei welcher es einfach messbare morphologische Unterschiede gibt.

Fact ist, dass der Sprengerae und der Declivitas rein äusserlich absolut identisch zu sein scheinen. Lediglich zwei Unterschiede deuten auf eine andere Art hin: die Boadzulu-Population (I. declivitas) hat eine viel grössere Anzahl Zähne auf dem unteren Schlundknochen als die Populationen bei Chinyankwazi und Chinyamwezi Island (I. sprengerae). Des weiteren ist das Verhalten des Declivitas auffallend aggressiver als dasjenige des I. sprengerae.

Alle Tiere, welche im deutschsprachigen Europa als WF oder DNZ angeboten werden, stammen vom Makokola Reef vor Boadzulu Island. Hierbei handelt es sich offensichtlich um Iodotropheus declivitas, welche aber leider immer noch als Iodotropheus sprengerae im Fachhandel gelistet sind.

Wichtig: Iodotropheus declivitas gilt wie I. sprengerae als bedroht und wurde von der IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Ressources) als gefährdet eingestuft.


Verhalten

I. declivitas lebt eher einzelgängerisch und ist ausserhalb des Brutgeschäfts absolut nicht territorial. Die Tiere wandern ständig einzeln oder in sehr losen kleinen Gruppen durch ihr Biotop und verweilen nie lange an einem Ort. Wie bei allen nicht-territorialen Arten, werden die Weibchen sofort bei Begegnung von den Männchen angebalzt. Das Paarungsritual findet direkt zwischen Steinen und Felsen in ihrem Biotop statt, meist ohne dass sich das Paar speziell abgrenzt. Während des Balz- und Paarungsrituals, respektive sobald reife Weibchen in der Nähe sind, werden die Böcke auffallend aggressiv und versuchen alle anderen Fische aus der nächsten Umgebung zu verjagen.

Wichtig: in den beengten Verhältnissen unserer Wohnzimmer-Aquarien besteht aufgrund der allgemeinen Haltungsregeln (Harems / Gruppen) ein erhöhtes Aggressions-Potential, da hier der oder die Böcke ständig von geschlechtsreifen Weibchen umgeben sind.


Populationen

Der Iodotropheus declivitas lebt ausschliesslich am Makokola Reef vor der Insel Boadzulu. Die fast identische Art, der Iodotropheus sprengerae, als welche der I. declivitas oft auch fälschlicherweise bezeichnet wird, hat sein Verbreitungsgebiet etwas weiter nördlich im Unterwasser-Nationalpark:

Iodotropheus declivitas = Falscher Iodotropheus sprengerae
>> Boadzulu Island
>> Makokola Reef

Durch die Gefährdungs-Einstufung der IUCN und den Fact, dass sich die Habitate des echten Sprengerae im Nationalpark befinden, werden die meisten für den Export bestimmten Tiere, sofern überhaupt noch Wildfänge exportiert werden können, am Makokola Reef gefangen. Dementsprechend handelt es sich dabei also um I. declivitas.


Haltung im Aquarium

Für die Haltung im Aquarium empfiehlt sich die Nachbildung einer sedimentreicheren Übergangszone – steile Felsbarrieren mit einigen Höhlen dazwischen im Hintergrund (Rückzugsmöglichkeiten für schwächere Tiere) und ein von einigen verstreut liegenden grossen Steinen charakterisierter Vordergrund. Der Bodengrund sollte mit möglichst feinem dunklem Sand realisiert werden.

Iodotropheus declivitas kann in Becken ab 200 Litern gehalten werden, sofern es sich um ein Artenbecken handelt. In Vergesellschaftung mit anderen Arten empfiehlt es sich nicht, Becken unter 300 Liter zu verwenden. Als optimal wäre die Haltung kleiner Gruppen (3m/7w) zu bezeichnen. Die Art kann aber auch in Harems (mind. 1m/3w) gepflegt werden. Wie beschrieben, Arten der Gattung Iodotropheus leben wenn, dann nur in sehr losen lockeren Gruppen.


Vergesellschaftung

Die Declivitas sind weitaus weniger friedlich als die „echten“ Iodotropheus sprengerae, weshalb nur mit robusten und auch wehrhaften Cichliden vergesellschaftet werden sollten. Empfehlenswert wäre aber auf jeden Fall Arten, welche in den Fels- und Geröllzonen leben und ähnliche Ernährungsansprüche stellen:

Mbunas:
>> Cynotilapia-Arten
>> Melanochromis-Arten
>> Metriaclima-Arten
>> Pseudotropheus-Arten


Kann aber aufgrund der Ernährungsansprüche auch gut mit einigen Non-Mbunas aus der Fels- und Übergangszone vergesellschaftet werden.

Non-Mbunas:
>> diverse Utakas

Wichtig: die meisten im Handel als I. sprengerae angebotenen Tiere gehören eigentlich der Art I. declivitas an und fallen oft negativ durch ihr ziemlich ungestümes und aggressives Verhalten auf!


Beckenbeleuchtung

Da sich die Lebensräume des Declivitas in einer riesigen Spannweite von 4 – 40 Metern Tiefe befinden, kann keine allgemeine Aussage über die bevorzugten Lichtverhältnisse gemacht werden. Ausgeschlossen werden können aber ROTE Lichtwellen, da diese bereits im seichten 5 Meter tiefen Wasser komplett absorbiert werden.

Für eine naturnahe Beleuchtung des Aquariums sollte sich am Beibesatz und dessen bevorzugten Wassertiefen orientiert werden.
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