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Benitochromis - ein Maulbrüter aus Westafrika

Benitochromis - ein Maulbrüter aus Westafrika
Hallo alle zusammen ,

so nach einer kleinen Pause schreib ich mal was zu der Gattung Benitochromis,diese
wurden früher alle unter der Bezeichnung Chromidotilapia geführt, bis Mag.Dr. Anton Lamboj diese
Gattung einer Revision unterzog und heraus kam die Gattung Benitochromis.
Es handelt sich bei dieser Gattung um Ovophile und larvophile Maulbrüter,eine der höchsentwickelten Formen
der Brutpflege,die Größe liegt bei 12 cm. Es ist eine sehr interessante Gattung, wenn also jemand Maulbrüter sucht aber keine Malawicichliden halten will sondern Westafrikaner, hier sind sie.
Sie leben in kleinen und mittelgroßen Fließgewässer in Kamerun und dort in Ufernahen Bereichen oder Bereiche mit viel Versteckmöglichkeiten.
Alle sind Paarbildend (monogam) und mäßig Agressiv gegenüber Artfremden Fischen und lassen sich gut mit größeren Fischen wie Salmlern,Barben,Schmetterlingsfischen
großen Leuchtaugen wie Procantopus Arten und ausgewachsenen Epiplatys dageti vergesellschaften.
Das Aquarium sollte schon eine Kantenlänge von mindestens 120 cm für ein Pärrchen haben.
Die Einrichtung ist wie bei allen Westafrikanern, Sand als Bodengrund,Steine,Wurzeln,Laub,und auch bei den großen können
Pflanzen eingebracht werden, sie werden nicht behelligt.

Die Arten um die es hier geht heißen ,Benitochromis nigrodorsalis (Bild 2 und 3), Benitochromis riomuniensis,Benitochromis ufermanni,
Benitochromis finleyi ( Bild 4 ),Benitochromis conjunctus (Bild 1),Benitochromis batesii ( Bild 5 ).
Die Art Chromidotilapia beinhaltet die Arten, Chromidotilapia guntheri guntheri,Chromiditilapia cavalliensis,
Chromidotilapia kingsleyae,Chromidotilapia elongata,Chromidotilapia linkei,Chromidotilapia melaniae,
Chromidotilapia mamonekenei,Chromidotilapia mrac,Chromidotilapia nana,Chromidotilapia regani,Chromidotilapia schoutedeni
Chromidotilapia sp." Lundu" und sp." Shiloango" diese werde ich aber in einem gesonderten Blog behandeln.

Kommen wir jetzt zu den Arten,als erstes die Art Benitochromis nigrodorsalis.

Benitochromis nigrodorsalis wird 12 cm lang,er bewohnt die Küstennahen Bereiche Westkameruns.Seine Körperfärbung ist mittel-
bis dunkelbraun,Kiemendeckel,Wangen und Kehle haben ein leicht türkisen Glanz.Beide Geschlechter zeigen einen rosa gefärbten
Bauch,bei den Weibchen ist diese Färbung aber intensiver und auf größerer Fläche zu sehen.
Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal zwischen den Geschlechtern ist ein breites metallisch glänzendes Band im oberen Teil der Dorsale das sich auch in den Weichstrahligen oberen Teil der Caudale fortsetzt,dieses Merkmal haben nur die Weibchen.
Bei den Weibchen ist die Schwarzfärbung der Dorsale immer deutlich zu sehen und mehr flächig, bei den Männchen nicht so deutlich und mehr Streifencharakter.
Bei den Männchen sind im Weichstrahligen Teil der Dorsale in der Caudale und der Anale immer einige Reihen senkrechter Tüpfel zu sehen.
Ab und zu können zwei dunkle Längsstreifen oder vier bis fünf dunkle Querbänder zu sehen sein.
An der Größe der Beflossung lassen sich die Gechlechter kaum unterscheiden.
Bei Jungtieren ist im hinteren Teil der Dorsale kurz vor dem Weichstrahligen Teil ein Fleck zu sehen der sogenannte Tilapia-Fleck.

Die innerartliche Agression ist sehr hoch, ich würde empfehlen keine zwei Arten oder zwei Pärrchen in einem Aquarium zu halten,außer es ist sehr groß und bietet viel Versteckmöglichkeiten aber auf die Haltung zweier verschiedener Benitochromis Arten in einem Aquarium würde ich verzichten da es zu Hybriden kommen kann, die Weibchen von Benitochromis Arten sehen sich sehr ähnlich.

Ihre Nahrung besteht zum größten Teil aus Algen, Detritus,Aufwuchs, Garneleneier selten Insekten oder Krebstiere.
Im Aquarium kann man sie mit Flockenfutter (Pflanzlich) und Frostfutter ernähren,Mückenlarven,Artemia, Daphnien, Mysis usw.

Benitochromis nigrodorsalis ist ein ovophiler Maulbrüter, das heißt,er setzt sein Gelege auf einer möglichst waagerecht stehenden Unterlage ab,nach jeder Ablage von Eiern werden diese vom Männchen befruchtet und sofort vom Weibchen ins Maul aufgenommen.Bei dieser Gattung teilen sich die Elternteile die Brutpflege,Männchen und Weibchen erbrüten das Gelege im Maul.
Das gesammte Gelege ist dabei nur immer im Maul eines Elterntieres aber die Maulbrutpflege wechselt mehrmals am Tag,dabei stehen sich die Eltern in schräger Körperhaltung und mit dem Kopf nach unten gegenüber,der Brutpflegende Partner spuckt jetzt die Brut aus und das andere Elternteil nimmt sie dann sofort ins Maul auf.
Man sollte daher beim Kauf darauf achten das man ein schon bestehendes Paar kauft oder eine kleine Gruppe aus der sich ein Paar finden kann,nur wenn sich die Eltern verstehen klappt die Laichübergabe reibungslos.
Die Jungfische werden bis zu drei Wochen bei Gefahr oder in der Nacht ins Maul aufgenommen,die gesammte Brutpflege kann bis zu zwei Monate dauern.Die Brutpflege ist sehr intensiv.Zur Zucht reicht mittelhartes Wasser mit einem PH Wert von 7,0 dieses gilt auch für Benitochromis conjunctus,Benitochromis finleyi,Benitochromis riomuniensisund Benitochromis ufermanni.



Als nächstes die Art Benitochromis conjunctus,er wird ebenfalls 12 cm groß und kommt auch aus Kamerun,er kommt zwar im gleichen Flußsystem wie Benitochromis nigrodorsalis vor aber nie mit ihnen zusammen.
Die Körperfärbung ist ein gelbbraun bis ocker,dabei ist die Bauchregion heller. Er zeigt auch ab und an zwei Längsstreifen die sich in der Körpermitte entweder ganz oder fast miteinander vereinigen.
Die Wangen und Kiemen sind grünlich bis türkis gefärbt.Weibchen haben ebenfalls wie Benitochromis einen rosa Fleck am Bauch , auch sie haben im oberen Teil der Dorsale ein Metallisch glänzendes Band das Weißlich bis bläulich gefärbt ist,diese Färbung setzt sich im oberen Teil der Caudale in einem waagerechtem Streifenmuster fort.
Männchen zeigen wieder eine Punktzeichnung in Dorsale,Caudale und Anale die aber ansonsten farblos sind.

Das Ablaich und Brutverhalten ist genaus so wie bei Benitochromis nigrodorsalis darum verzichte ich darauf es nochmal zu schreiben.


Dann kommen wir zu Benitochromis finleyi,auch 12 cm groß und kommt auch aus Kamerun.Er kommt zwar auch im gleichen Flußsystem vor aber nie mit den beiden oben genannten Arten gemeinsam.
Er ist gelbbraun bis rotbraun gefärbt dabei sind Bauch und Brust etwas heller,Wangen und Kiemendeckel sind bläulich ab und zu auch seitliche Bereiche des Vorderkörpers.
Weibchen zeigen wieder im oberen Bereich der Dorsale ein glänzendes Band das rosa bis weißlich ist, Männchen haben dieses nicht oder nur sehr schmal dafür wieder Tüpfelungen in Dorsale,Caudale und Anale auch sie haben keine Färbung in den zuvor genannten Flossen.

Ablaich und Brutverhalten siehe Benitochromis nigrodorsalis.


Benitochromis riomuniensis wird ebenfalls 12 cm groß kommt auch aus Kamerun.
Seine Färbung ist gelbbraun bis rotbraun,Brust und Bauch sind heller,auch bei ihnen kann man ab und zu zwei dunkele Längsstreifen sehen.Wangen,Kiemendeckel und Kehle sind gelblich,die Dorsale der Weibchen zeigt im oberen Bereich eine glänzende gelbliche Färbung die im oberen Bereich der Caudale auch sichtbar ist.
Der Bauchbereich der Weibchen ist meist leicht rötlich.
Die Männchen zeigen - wie bei den anderen Arten- wieder eine Tüpfelung in Dorsale,Caudale und Anale,sie haben entweder nur ein sehr schmales oder gar kein glänzendes Band im oberen Bereich der Dorsale , bei ihnen ist die Dorsale bis auf das kleine glänzende Band durchsichtig gelblich .Die Körperschuppen der Männchen - auch die der vorrangegangenen Arten - zeigen eine dunkele Umrahmung.

Ablaich und Brutverhalten siehe Benitochromis nigrodorsalis.


Nun zu Benitochromis ufermanni,er wird nur 10 cm groß kommt - wie sollte es anders sein - aus Kamerun.
Bei dieser Art kann man Männchen und Weibchen relativ gut von einander unterscheiden.
Die Färbung der Fische ist ein dunkeles braun ,der Bauch ist heller.
Er hat eine rundliche Kopfform,die Flossen sind schwach ausgezogen, er zeigt vier bis sechs dunkele Querbänder die sichtbar sind,ab und zu können zwei Längsstreifen sichtbar sein.
Kimendeckel und Wangen sind schwach türkis bis grünlich.Männchen zeigen wieder die typische Tüpfelung in der Caudale manchmal auch in der Dorsale und Anale.
Weibchen zeigen wieder das glänzende Band im oberen Teil der Dorsale das weiß bis gelblich ist ,der obere Teil der Caudale zeigt waagerechte glänzende Streifen die hellblau bis weiß sind.
Der Bauch Laichreifer Weibchen ist gelb bis Orange gefärbt.Diese Art kann man mit den vier oben genannten Arten zusammen halten.

Weibchen und Männchen betreiben gemeinsam Brutpflege wobei das Männchen sich aber nicht so stark beteiligt wie es bei den anderen Arten der Fall ist, Eier und Larven befinden sich meistens im Maul des Weibchens.




Als letzte Art dieser Gattung wird Benitochromis batesii beschrieben , er wird 12 cm groß , kommt in Kamerun und Nordgabun vor.Er ist die einzige Art dieser Gattung der ein paarbildender Larvophiler Maulbrüter ist.Auch diese Art läßt sich mit den oben genannten Arten zusammen in einem entsprechend großen Aquarium halten.
Bei dieser Art sind die Geschlechtsunterschiede sehr gering.Die Färbung ist mittel bis dunkelbraun,der Körper eiförmig ,mäßig hochrückig Kopf groß und Caudale gerundet.Auf dem Körper sind fünf oder sechs dunkele Querbänder zu sehen, der Bauch ist heller als der Rücken.Die Beflossung des Männchen ist nur wenig stärker auch wird er nur ein wenig größer als das Weibchen.Männchen haben rötliche Tupfen und Striche im weichstrahligen Teil der Dorsale,Caudale und Anale außerdem sind ihre Körperschuppen dunkel umrahmt. Weibchen zeigen wieder ein chromglänzenden Bereich in der Dorsale der auch im oberen Teil der Caudale zu sehen ist.Ansonsten ist die Färbung bei beiden Geschlechtern gleich. Es gibt noch eine weitere Form die aber wesentlich farbiger ist, Männchen dieser Form haben bläuliche Wangen und Kiemendeckel, sie zeigen im weichstrahligen Bereich der Dorsale,Caudale und Anale sehr viele dunkele Tupfen.Weibchen dieser Form haben einen gelborangen Bauch.Diese Form stammt aus Eseka.

Als einzige Art dieser Gattung laicht Benitochromis batesii in Höhlen oder anderen höhlenähnlichen Verstecken ab.
Es ist darauf zu achten das die Höhle einen großen Eingang haben sollte.Das Weibchen betreut das Gelege, wenn die Larven schlüpfen werden sie vom Weibchen ins Maul aufgenommen und auch von ihr bis zum Freischwimmen getragen. Das Männchen beteiligt sich nur selten an der Maulbrutpflege.
die Jungen werden nach dem Freischwimmen noch einen Monat von den Eltern betreut und bei Gefahr ins Maul aufgenommen.


Wie ihr seht gibt es auch Maulbrüter ausserhalb des Malawisees.
So das wars wieder mal , ich hoffe dieser Bericht gefällt.

Bis dann
Detlef












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