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Blogartikel 'Biotope...oder wie einrichten...???Teil7 -Rift Valley

von Falk
einrichtungsbeispiele.de-Moderator
Moderatorenbereiche: West- / Zentralafrika, Südamerika, Mittelamerika, Asien/Australien, Gesellschaftsbecken, Aquascaping, Meerwasser
Offline (Zuletzt 21.10.2016)BlogInfoKarte
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Ort / Land: 
Corralejo/Fuerteventura / Spain


Biotope...oder wie einrichten...???Teil7 -Rift Valley

 
Hallo Leute

Da ich hier schon einige Biotope vorgestellt habe ,so soll der Malawisee, einer der 3 wichtigsten Seen des sogenannten „Rift-Valley“ heut auch nochmal zur Sprache kommen.

Rift-Valley deshalb, weil das gesamte Ostafrika-Becken mit den tiefen Schluchten ,die sich durchs Land ziehen ,so bezeichnet wird.

Das Wasser der Seen ist sehr klar und auf Grund ,das wegen ihrer Größe eine enorme Wassermenge vorhanden ist ,so ist hier ein enormer Puffer zur Stabilisierung der Wasserwerte gegeben.

Wer mit der Materie vertraut ist, weis das es zwar einige Zuflüße gibt ,aber nur einen Abfluß,den Fluß „Shire“. Es besteht also eine gewisse natürliche „Sperre“ um das Fische verschiedener Arten „einvölkern“ bzw. „ausvölkern“ können.

Dies nur am Rande....

Die Eigenart der im See befindlichen Arten hat sich im Laufe der mill. Jahre so spezifiziert, das es bei unseren heißgeliebten Fischis Arten gibt ,die ein Leben lang nie ein Korn Sand gesehen haben, andere nie an der Uferhohen Zone zu sehen sind.

Auch ist nach Gelehrtenmeinung (geologisch) gesehen ,der Wasserstand des Sees mehrfach verschieden gewesen,was wiederum dazu geführt hat,das selbst im See eine „Hybridisierung „stattgefunden hat,welche verantwortlich zeichnet,das manche Arten auch heutzutage nicht eindeutig zu klassifizieren sind.

Auch Gebiete haben sich von Sandgebieten in Felsengebiete verwandelt ,welches die Evolution in der oben genannten Art und Weise beeinflußt hat.

Bevor man ein Becken für Malawis einrichtet ,sollte man wissen ,.das die Werte im becken sehr konstant gehalten werden müßen.

Hier kommt zum Ausdruck sehr starke ,überdimmensionierte Filter zu verwenden,auch der Einsatz von UV-Klärern ist sinnvoll,umm keimfreises Wasser zu erhalten.

Die Frage der Filter hatten wir im Forum ja schon.

Die meisten Fische ,welche gehalten werden sind in der Ufer-Sand-Geröllzone zu finden,von daher sollte der Bodengrund aus sand bestehen,je feiner ,um so besser

Als Kulisse eigenen sich Kieselsteine ,die in Farbe dem Granit ähneln sollten. mittlerweile gibt es ja Nachbildungen, die es im Geschäft zu kaufen gibt.

Auch sollte man nicht nur eine komplette Rückwand „zementieren“ es ist und bleibt eine meist Geröllzone ,wo im See von tonnenschweren Blöcken bis zu faustgroßen Stücken alles durcheinander ist und den Fischen tausende Verstecke bietet.

Da es sich hier um einen Grabensee handelt so ergibt sich logischerweise ein e Kulisse welche am Uferrand beginnt (Felsen) und sich in die Tiefe zieht,also Dekoration bis zum Beckenrand !!!

Eine sandfläche mit einem hang über die ganze AQ-Länge, oder ein Seitwärts immitierter Geröllhang ,es ist egal wierum,Hauptsache Geröllhang.

Pflanzen gibt es nur Vallisnerien im See und wer hier biotopgerecht bleiben will ,nur diese verwenden und immer auf Sandfläche...

Die farbe des Gesteins sollte überwiegend mit grauen Tönen und als Akzent geht auch graubraune Farbtöne

Wer wie ich Kieselsteine verwendet ,die sich nebenbei noch sehr gut stapeln lassen,so empfehle ich auch verschiedene größere Brocken beim Einrichten mit ein paar Siliconkleksen zu sichern.

Wer runde Steine verwendet in verschiedener Größe ,bekommt automatisch genügend verstecke für seine Tiere .

Tipp : manche arten bestzen ein ganzes Leben eine Spalte oder Höhle ,hier sollte pro Fisch ein Versteck da sein..!unabdingbar!!!

Über die arten lass ich mich nicht aus ,hier im Forum gibt’s genug gute Leute ,die dazu was sagen können.

Zur Beleuchtung ist folgendes zu sagen :

Da die Arten in unterschiedlichen Wassertiefen vorkommen,und sich das Wetter im Regen/Trockenzeitrythmus widerspiegelt, so sollte ,da ebenfalls kein Pflanzenwuchs vorliegt,eine eher nicht so starke Beleuchtung vorhanden sein..dies kann man so gestalten ,das ohne mal an teure Regensimmulationen etc. zu denken,dies auch mit eine verschiebbaren Platte über dem Becken unter der beleuchtung zu erreichen ist, diese kann man dann so hin und her schieben ,das ews dunkel nicht so dunkel oder wie auch immer anders beleuchtet ist.

es geht auch ein kleiner motorischer Antrieb,der die Platte mit einem Steuerteil einfach programmiert, veränderte Lichteinflüße immitiert...



viel Spass beim Einrichten...

 
Kategorie: "Biotope" zuletzt bearbeitet am 02.06.2009 um 18:32 Uhr
 
 
Kommentare:
 
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Geschrieben am 03.06.2009 um 12:02 von Flo - Malawi
@Detlef....

na so war dies net gemeint,und ausserdem endlich mal einer der die Fahne für die Westafrikaner trägt....;-))

Ich weiss ja auch net alles...wäre auch vermessen sowas zu behaupten ,und was ich schrieb diente ja auch mehr als Ergänzung zu deinem und Falks Text;-)

Lg

Der Guru
(Flo)
 
 
Geschrieben am 03.06.2009 um 11:39 von Didi
Hi Guru ,

recht hast du , es sollten schon noch Nischen und Höhlen vorhanden sein .
Sollte doch besser bei meinen Westafrikanern bleiben :).
Hatte zwar auch mal Malawis aber nicht sehr lange, also hält sich mein Wissen über sie in Grenzen :).
 
 
Geschrieben am 03.06.2009 um 11:28 von Flo - Malawi
Hallo Falk....

Also das hast du sehr schön geschrieben ,ja sicherlich gibts dann noch unterschiede wie Detlef geschrieben hat.

@Detlef
Allerdings sollte man bei NonMbunas nicht nur hier und dort ein paar Steine setzen ,NonMbunas benötigen auch einige Spalten das heißt das Feintuning ist da sehr wichtig...wenn die Nons in Balz sind können die für eine kurze Zeit Reviere bilden und dann nehmen sie ein ganzes Stück des Beckens in Besitz!
Andere Arten die dann dort leben ziehen sich dann schnell in Spalten zurück(eigene Erfahrung)wenn der balzende Bock dann seine " 5 Minuten" bekommt....!

Aber sehr schön geschrieben mein lieber Falk....wie eh und je!!!!!
;-))

Der Guru
 
 
Geschrieben am 02.06.2009 um 09:22 von Falk
@ Detlef

Ja, Du darfst gern...ich wollt nur den "Grundriss" bringen...hab auch noch mal zur Beleuchtung meinen Senf gegeben...

Grüßle
 
 
Geschrieben am 02.06.2009 um 09:14 von Didi
Hi Falk ,

jetzt gibst du aber Gas :) .

Sehr schön beschrieben , wenn es erlaubt ist hätte ich eine kleine Anmerkung , es ist für das Gesamtbild der Geröllzone besser ein paar große Steine zu nehmen als viele kleine .

Wer die Geröllzone einrichtet sollte nur Mbunas ( Felsencichliden ) pflegen keine Non Mbunas dazusetzen die können sich gegen die Mbunas nicht durchsetzen .
Die Non Mbunas und Cichliden der Sandzone und nur diese pflegt man am besten in einem Becken das den übergangsbereich von Felslitoral zur Sandzone nachbildet , Sand als Bodengrund vereinzelt ein paar Steine und Pflanzen (Vallisnerien) fertig .

Hoffe das war jetzt nicht zu viel Anmerkung .

Gruß Detlef
 
 


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