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Blogartikel 'Cruiser Brunos Malawi-Projekt -5- Inbetriebnahme des Beckens

von Cruiser Bruno
Offline (Zuletzt 09.05.2014)BlogInfoKarte
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12107 Berlin / Deutschland
Aquarianer seit: 
nach 15 Jahre Abstinenz wieder seit 2/2012


Cruiser Brunos Malawi-Projekt -5- Inbetriebnahme des Beckens

 
Hallo, Juni 2013

hier nun meine Erfahrungen zur Inbetriebnahme und Einlaufphase des Beckens

Vorbereitung - Deko:

Nach dem Bau des Unterschrankes (Blog 2), der Fertigung der Seiten- und Rückwand (Blog 3) sowie der Aufstellung des Beckens geht es nun an´s Dekorieren .

Mit dem Dekorieren habe ich, nach dem Einkleben der Rück- und Seitenwand, fast die ganze letzte Maiwoche verbracht. Steine rein, Steine raus – Riffplatten rein, Riffplatten raus und alles wieder von vorn. Als ich es für gut befand kamen die Rockzolid Module. Den großen River Stone J (56x39x34) in zwei Teile (1/3, 2/3) mit der Flex zerteilt und hintere Bereiche freigeschnitten. Somit sind die Teile auch hinterschwimmbar. Das Rockzolid Stone Module D (32x13x13) wurde mit Kabelbinder unter die mittlere Querstrebe befestigt. Alles nochmals neu arrangiert und mit 35 Kilo gemischtem Sand befüllt (25 Kilo beiger Sand 0,7-1,2 und 10 Kilo schwarzer Aquariensand 0,4-0,6). An der linken Beckenseite will ich wenige Vallisnerien pflanzen und habe deshalb ca. 3cm hoch groben Kies eingebracht ( 1-2mm).

Das Becken stellt einen Übergangsbereich des Malawisees dar. Vom rechten Teil des Beckens mit Steinen und Höhlen, übergehend in eine Sand- und Riffzone.

Vorbereitung- Filter: (siehe auch Blog 4)

Der Fluval FX 6 ist ein echtes Monstrum. Man sollte unbedingt auf die Abmessungen achten, er könnte sonst nicht in den Unterschrank passen. Bei mir gab es da keine Probleme. Der Ansaugkorb befindet sich links im Becken und ist in die Rückwand integriert. Der Rücklauf vom Filter ist oben rechts. Die Schläuche mit etwas Zugabe zurechtgeschnitten und erst einmal „trocken“ zusammengebaut. Der eigentliche Filter fasst 20 Liter, er hat drei übereinander liegende Filterkörbe die variabel bestückt werden können. Das Aquariumwasser fließt von unten, seitlich an den mit Schaumstoff umkleideten Filterkörben nach oben und dann wieder von oben durch die Filterkörbe nach unten um zurück ins Becken geleitet zu werden.

Den oberen Filterkorb habe ich mit Vorfiltermaterial und grobem Schaumstoffpad bestückt. Er nimmt neben den äußeren Schaumstoffummantelungen die Grobfilterung vor. Der mittleren Korb ist mit Biomax zur organischen Filterung bestückt. Der untere Korb mit Lewatit, für die chemische Filterung. Der Filter wird nun mit ca. 8-10 Liter Wasser befüllt, der Deckel aufgesetzt und verschraubt und in den Unterschrank gestellt. Die Schläuche mit den Ein- und Auslassventilen aufgesteckt und wenn das Becken gefüllt ist gestartet. Die Ansaugautomatik übernimmt dann den Rest.

Vorbereitung – Abdeckung: (siehe auch Blog 4)

Befüllung und Einfahren des Beckens (05.06. + 06.06.2013):

Das Becken hat ein Brutto-Volumen von 540 Liter. Um einmal exakt herauszufinden wie viel Wasser ins Becken passt, nach dem Einsetzen der Rückwände, dem Dekorieren und Sand einbringen, habe ich mir die Mühe gemacht einmalig das Becken mit einem 10l Eimer zu befüllen. Ich wollt´s nicht glauben.... nur 400 Liter gingen rein. Man sollte also nicht unterschätzen was so Dekoration, Wände, Steine und Sand an Volumen verdrängen. Warum umständlich wenn´s auch einfacher geht, einfach Kaltwasseruhr ablesen. Der Tipp erreichte mich leider erst nachdem ich schon mühsam befüllt hatte.

1-2 Stunden nach der Befüllung wurde das Becken milchig. Das ist wohl normal, hoffe das es keine langwierige Bakterienblüte wird.

Bei dem Einlassen des Wassers kann es je nach dem eingebrachten Bodengrund zu einer Wassertrübung kommen. Diese kommt trotz Waschung des Bodengrundes zu Stande, da es viele kleine Teilchen enthält, die durch das Wasser aufgeschwemmt werden.

Diese Trübung setzt sich nach und nach im Becken ab und große Teile werden vom Filter aufgenommen. Ich habe nach ein, zwei Tagen eine grobe Filterreinigung durchgeführt um einer eventuellen Verstopfung des Filters vorzubeugen.

Kurz darauf war das Wasser klar. Nun, nachdem ich am 15.06. das Lewatit im Filter hatte, ist es glasklar.

Die Werte am 12.6.13:

KH 13° / PH 7,5 / Nitrit <0,01 / Nitrat 2 / FE 0,02 / Co2 13

Die Werte am 16.6.2013:

KH 11° / PH 7,7 / Nitrit n.m. / Nitrat 5 / FE 0,02 / Co2 8

Beim Einfahren sind nur sehr wenige Bakterien vorhanden, die Schadstoffe abbauen. Das Becken ist eingefahren, wenn sich genügend Bakterien vermehrt haben, die die Schadstoffe abbauen, sodass bei Wasserwechseln die Wasserwerte für die Fische unbedenklich sind. Die wichtigsten Schadstoffe sind wohl Nitrit und Ammoniak.

Um diese Werte zu messen gibt es Wassertests, ich messe mit JBL – Kombi Test (Tröpfchentest) die Teststreifen sind wohl zu ungenau.

Ich habe das Aquarium komplett eingerichtet, Pflanzen eingesetzt und mit Wasser befüllt. Hin und wieder habe ich kleingeriebenes Futter in das Aquarium gegeben, als Nahrung für die erwünschten Bakterien. Man kann auch Starterbakterien in flüssigform aus dem Handel ins Becken geben um somit die Einfahrzeit zu verkürzen. Den Erfahrungen nach beträgt die Einfahrzeit 3-5 Wochen. Um diese zu beschleunigen habe ich aus meinem Testbecken Wasser hinzugefügt sowie die Filterschwämme zweimal kräftig im neuen Becken ausgedrückt. Das Becken könnte nun schon nach ca. 3 Tagen eingefahren sein. Dennoch habe ich den Nitritwert verfolgt und werde die Einfahrzeit von mindestens 3 bis 4 Wochen beachten.

Habe auch gelesen das es die radikale Methode des „rein pinkeln“ gibt um genug Nitrit ins Becken zu bekommen, habe aber darauf verzichtet. Auch das Einsetzen von Schnecken soll hilfreich sein.

Ein Nitritpeak war bei mir bisher nicht feststellbar, was eventuell an der Verwendung des Wassers und des Filterschlammes aus dem Testbecken liegen könnte.

Nach ca. 3 Wochen und gleichbleibenden Wasserwerten habe ich aus meinem Testbecken die Fische umgesiedelt, die ins große Becken übernommen werden sollen.

Es schwimmen nun 6 Synodontis Petricola, 3 Aulonocara Firefish und ein Aulonacara Stuartgranti Ngara im Becken.

Fortsetzung folgt.......

 
Cruiser Brunos Malawi-Projekt -5- Inbetriebnahme des BeckensCruiser Brunos Malawi-Projekt -5- Inbetriebnahme des Beckens
 
Kategorie: "Mein Einrichtungsbeispiel" zuletzt bearbeitet am 30.06.2013 um 14:44 Uhr
 
 
Kommentare:
 
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Geschrieben am 18.06.2013 um 16:57 von Tom
Hallo Bruno,

klasse Dokumentation und noch wichtiger: Ich denke, dass das ein toll geplantes und richtig geiles Aquarium wird.

Grüße, Tom.
 
 
Geschrieben am 08.06.2013 um 19:58 von Cruiser Bruno
Hi Heiko,
Danke für´s "Schulter klopfen" tut gut.
Genau das ist mein Anliegen, Einsteigern und Aktiven meine Erfahrungen, Tipps, Tricks und auch Fehler mitzuteilen. Ich selbst habe hier und im Netz soviel profitiert, da kann und sollte man auch seine Erfahrungen weitergeben. Freue mich auf jeden Fall auf Resonanz, positives, negatives, auf Fehler hinweisen und Tipps geben alles ist wichtig um aus der Aquaristik eintolles Hobby zu machen.
Gruß der Bruno
 
 


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