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Die Gattung Nanochromis und Congochromis

Hallo ,

hier mal was über die Gattung Congochromis , diese Gattung wurde neu erstellt da früher alle diese Fische der Gattung Nanochromis angehörten , aber nach einer Wissenschaftlichen Untersuchung von Stiassny & Schliewen, 2007 wurden einige Arten aus der Gattung Nanochromis herausgenommen und für sie eine neue Gattung erstellt.
In dieser sind nun :
Congochromis dimidiatus
Congochromis pugnatus
Congochromis sabinae
Congochromis squamiceps
Congochromis spec. Lezas


Die Gattung Nanochromis setzt sich aus folgenden Arten zusammen :
Nanochromis nudiceps
Nanochromis consortus
Nanochromis parilus
Nanochromis transvestitus
Nanochromis teugelsi ( vormals spec. Kasai )


Anton Lamboj hat die Gattung Nanochromis in seinem Buch „ Die Cichliden des Westlichen Afrikas „ in zwei Gruppen unterteilt , in Gruppe 1 stellt er die Nanochromisarten die mit dem Typusart der Gattung, Nanochromis nudiceps, gleiche Kennzeichen aufweist .
Die Kennzeichen der Gruppe wären , eine graue und / oder blaue Grundfärbung , keinen Längsstreifen in der Körpermitte , Artabhängig können auch dunkele Querbänder zu sehen sein , entweder über die ganze Höhe oder nur am Rücken sichtbar .
Der Körper ist schlank und langgestreckt.
Auch ist diese Gruppe als mäßig reophil eingestuft da sie in stärker durchströmten Gewässern vorkommt.
Die Fische aus der Gattung Congochromis sind wohl eher in ruhigeren Gewässern bzw. Gewässerbereichen zu finden .

Die Geschlechter kann man bei den Tieren die in der Gattung Nanochromis zusammengefasst sind äusserlich sehr gut unterscheiden , Männchen werden immer größer als die Weibchen , auch sind die Weichstrahlen in ihre Dorsale , Anale und Ventralen immer lang und spitz ausgezogen .
Die Caudale ist meistens auch anderes oder größer entwickelt.
Weibchen sind im Gegensatz zu den Männchen kleiner , bei Laichreife ist ihr Bauch außergewöhnlich stark gerundet und zeigt eine auffällige Färbung .
Bei Weibchen kann es vorkommen das der erste Strahl in der Ventrale der längste ist – beim Männchen immer – aber meistens sind erster und zweiter Strahl gleich lang so das die Ventrale leicht gerundet erscheint .

Die Geschlechtsunterschiede bei der Gattung Congochromis sind noch deutlicher , hier sind die Männchen immer größer als die Weibchen , haben kräftiger entwickelte Beflossung und entweder farbige Punkte oder Striche in den Weichstrahlen der Dorsale und der Anale .
Die Caudale weißt ebenfalls ein farbiges Muster aus Punkten oder Strichen auf .
Beim Weibchen fehlen diese , bei ihnen sind die Flossen farblos klar oder einfarbig gefärbt.
Die Weibchen haben eine gerundete Bauchpartie während sie beim Männchen gerade verläuft.

Alle diese Arten egal ob Nanochromis oder Congochromis kommen aus dem Einzugsbereich des Kongo-Flusses , und somit aus der Demokratischen Republik Kongo , der Volksrepublik Kongo , und der Zentralafrikanischen Republik .
Ferner sind alle Arten – soweit bekannt- paarbildende Höhlenbrüter bei denen sich in der Hauptsache das Weibchen um Eier und Larven kümmert .
Das Männchen verteidigt in dem Stadium das Revier , nach dem Freischwimmen der Jungen beteiligt sich auch das Männchen intensiv an Führung und Verteidigung der Jungfische .
Die Jungfische tragen in den ersten Lebenswochen ein unregelmäßig hell – dunkel geflecktes Zeichnungsmuster .
Die Balz wird wie bei fast allen Höhlenbrütern Arten der chromidotilapiinen Cichliden überwiegend vom Weibchen eingeleitet , hierbei präsentiert es dem Männchen seinen rot bis violett gefärbten Bauch die Bauchflossen sind dabei eng am Körper angelegt .
Der Körper wird vor dem Männchen „ U“ förmig gebogen und dabei die nach außen gekrümmte Bauchseite präsentiert , was von heftigem Körperrütteln begleitet wird .
Der Kopf ist dabei vom Männchen weggedreht .

Die Gattung Nanochromis ist Aquaristisch schon gut bekannt aber doch eher selten gepflegt , mit Ausnahme von Nanochromis parilus brauchen alle weiches und leicht saures Wasser, vor allem wenn es mit der Zucht klappen soll.
In der Natur kommen diese Arten in Gewässern mit nicht messbarer Leitfähigkeit und einem pH Wert von 4,0 vor.
Für die reine Pflege reicht auch etwas härteres Wasser, wichtig ist ein regelmäßiger Wasserwechsel und eine ballaststoffreiche Ernährung da die fische sonst leicht erkranken .
Die Gruppe 1 ist innerartlich ziemlich aggressiv , deshalb sollte man für viele Verstecke sorgen damit sich unterlegene Fische Verstecken können.
Bei Paaren die schon miteinander abgelaicht haben ist es auch nicht sicher das die Bindung immer stabil und harmonisch bleibt .
Es ist daher sinnvoll für die Pflege von Nanochromis Arten ein relativ großes und versteckreich eingerichtetes Aquarium zu verwenden damit sich die unterlegenen Tiere zurückziehen können.

Nanochromis consortus kommt aus der Demokratischen Republik Kongo aus dem Unterlauf des Kongo – Flusses , er wird bis zu 9 cm groß und hat einen sehr schlanken Körper.
Diese Art zeigt eine große Ähnlichkeit zu Nanochromis parilus und Nanochromis nudiceps, ein sicheres Unterscheidungsmerkmal ist der schwarze Strich in der unteren Kante der Anale der bei den beiden anderen genannten Arten nicht vorhanden ist .
Beim Männchen ist die Caudale leicht lanzettlich und im oberen Teil etwas vergrößert , bei den Weibchen eher rundlich.
Die Weichstrahlen der Dorsale , Anale und Ventrale beim Männchen können sehr stark verlängert sein.
Die Körperfärbung dieser Art ist ein blaugrau , im vorderen Bereich der Seiten auch leicht türkis.
Manche Tiere zeigen an Kehle , Brust , Schnauze eine zarte Orangefärbung .
Männchen zeigen im Weichstrahligen Teil von Dorsale und Anale eine dichte Reihe von farbigen Tüpfeln , die Caudale ist fast komplett mit diesen Tüpfeln übersät bis auf einen schmalen weißen Rand am oberen Ende der Flosse .
Die Körperschuppen sind dunkel gerandet .Bei Laichreifen Weibchen ist der Bauch intensiv violettrot gefärbt.
Pflege und Zucht siehe oben unter Gattung Nanochromis.

Nanochromis nudiceps auch diese Art kommt aus der Demokratischen Republik Kongo , auch er wird bis zu 9 cm groß , diese Art wurde früher oft mit Nanochromis parilus verwechselt oder eben Nanochromis parilus mit Nanochromis nudiceps .
In älterer Literatur wurden oft Nanochromis parilus abgebidet und mit dem falschen Namen Nanochromis nudiceps beschriftet.
Auch ihr Körper ist schlank aber der Kopf wirkt ziemlich wuchtig , die Caudale ist meistens gerundet es kann aber auch Männchen geben bei denen der obere Strahl leicht verlängert ist .
Geschlechtsunterschiede siehe oben Gattung Nanochromis.
Der Körper ist graubraun bis blaugrau gefärbt , an den Seiten kann auch eine leichte Türkisfärbung sichtbar sein.
Je nach Stimmung der Tiere können auch einige dunkle Querbinden die vom Rücken ausgehen und zum Bauch hin schwächer werden zu sehen sein .
Die Rotfärbung über den Augen ist bei beiden Geschlechtern vorhanden , kann aber beim Weibchen intensiver und großflächiger sein fast bis in den Rücken hinein.
Die Flossen der Männchen zeigen im Weichstrahligen Teil eine Reihe von weißen und roten Tüpfeln , die Caudale zeigt diese Tüpfel fast über ihre gesamte Größe bis auf zwei dünne weiße Randlinien im oberen Teil der Caudale die aber auch beim Weibchen sichtbar sind .
Der Bauch laichreifer Weibchen violettrot , beide Geschlechter haben dunkel gerandete Schuppen.

Nanochromis parilus diese Art kommt in der Demokratischen Republik Kongo und der Volksrepublik Kongo vor ,wird ebenfalls 9 cm groß .
Die Männchen dieser Art haben länger ausgezogene Flossenstrahlen von Dorsale ,Anale und Ventrale als weibliche Tiere .
Die Schwanzflosse männlicher Tiere kann ab und zu im oberen Bereich eine leichte Verlängerung der Flossenstrahlen aufweisen wodurch sie dann lappenartig wirkt.
Ältere dominante Männchen können einen leichten Kopfbuckel ausbilden .
Die obere Körperhälfte bei beiden Geschlechtern ist graublau gefärbt die untere türkisblau .
In der Dorsale ist ein weiß – schwarzer Rand , bei Weibchen ist der weiße , submarginale Streifen breiter als bei Männchen .
Laichreife Weibchen haben einen sehr dicken violett gefärbten Bauch.
Diese Art unterscheidet sich von Nanochromis nudiceps durch ein Streifenmuster in der oberen Hälfte der Caudale , diese ist bei beiden Geschlechtern ein waagerechtes gelb- schwarzes Zeichnungsmuster .
Männchen zeigen in der unteren Hälfte der Caudale ein individuelles variables Muster mit allen Zwischenstufen aus senkrechten Reihen roter Tüpfel oder beinahe einfarbig durchsichtig violett wie es bei Weibchen der fall ist .
Diese variable Färbung der Caudale bei Männchen nennt man Polymorphismus.
Nanochromis parilus kommt aus den strömungsärmeren Randzonen des Kongos und dessen Nebenflüssen vor.
Sie wagen sich nicht oder nur selten in die Stromschnellenbereiche auch wenn sie als mäßig reophil gelten.
Nanochromis parilus kommt auch mit härterem Wasser und pH Werten bis 8,0 zurecht und schreitet auch zur Fortpflanzung.

Nanochromis tranvestitus diese Art kommt aus der Demokratischen Republik Kongo genauer gesagt aus dem Lac Mai Ndombe und umgebenen Bereichen.
Sie ist mit 6 cm Körpergröße wohl die kleinste Nanochromisart , Männchen haben auch hier länger ausgezogene Weichstrahlen in Dorsale, Anale und Ventrale und werden auch größer als die Weibchen .
Männchen wie Weibchen haben eine Körperzeichnung aus weiß- schwarzen senkrechten Streifen , Weibchen besitzen dieses Streifenmuster auch in der Dorsale , Anale und Caudale.
Männchen haben dieses Streifenmuster in den Flossen nie oder nur sehr undeutlich .
Laichreife Weibchen haben einen intensiv rot gefärbten Bauch .
Zur Zucht ist sehr weiches und saures Wasser mit einem pH Wert von 4,5 nötig, diese Art ist sehr intolerant gegenüber unzureichenden Wasserbedingungen und reagiert sofort mit starker Krankheitsanfälligkeit.

Congochromis dimidiatus kommt in der Demokratischen Republik Kongo , Volksrepublik Kongo und der Zentralafrikanischen Republik vor, diese Art der neuen Gattung wird nur 7 cm groß und zählt damit zu den kleineren der Gattung .
Männchen haben eine kräftig entwickelte Beflossung die immer zugespitzt ist , bei den Weibchen ist diese schwächer entwickelt und gerundet.
Der Körper ist gestreckt und Schnauze sowie Caudale sind bei beiden Geschlechtern gerundet .
Die Körperfärbung ist graubraun , manche Tiere zeigen in der Dorsale und Anale eine kräftig rote Färbung am Körper seltener.
Je nach Stimmung können zwei dunkle Längsbänder am Körper sichtbar sein , ab und zu sind diese auch in Reihen dunkler Punkte aufgelöst.
In der Dorsale tragen die Weibchen ein breiteres silbrig-weißes Band als die Männchen , bei laichreifen Weibchen ist der Bauch gelborange gefärbt.
In den weichstrahligen Teilen von Dorsale und Anale sowie in der gesamten Caudale tragen die Männchen ein Muster in Form von Reihen aus hellen Tupfen.
Es sind paarbildende Höhlenbrüter mit einer intensiven Bindung zwischen den Partnern.
Die Zucht ist nicht besonders schwer wenn das Wasser nicht zu hart ist .

Congochromis squamiceps er kommt aus dem mittleren bis oberen Einzug des Kongo – Flusses der Demokratischen Republik Kongo , er wird 8 cm groß .
Geschlechtsunterschiede sind wie bei der oben genannten Art , Weibchen bleiben kleiner und haben eine schwächer entwickelte Beflossung.
Die Caudale ist bei beiden Geschlechtern gerundet , die Ventralen nur bei den Weibchen.
Bei der Körperfärbung variiert die Färbung von mittelbraun bis hin zu orangerot , wobei die Rotanteile individuell und populationsbezogen in der Intensität als auch in der flächigen Ausdehnung unterschiedlich sein können.
Die Schuppen beim Männchen dunkel gerandet und die untere Körperregion ist etwas heller gefärbt.
Die Dorsale , Anale sowie die Caudale bei Männchen weisen eine Reihe dunkler Tüpfel auf .
Der Bauch bei laichreifen Weibchen ist rosaviolett mit einer bis mehreren Reihen silbern glänzender Schuppen darum , ebenfalls individuell variirend.

Nun ich hoffe dieser Artikel gefällt euch und hilft euch auch ein wenig , es ist nur ein kleiner Auszug aus den Arten die es gibt .
Es sind sehr schöne und interessante Fische.

LG
Detlef

P.S. Ein Beitrag von African-guru.de einzig für unsere Partnerseite einrichtungsbeispiele.de
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