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Algenfressende Fische

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Auch in unserem Aquaristik-Forum fühlen wir uns selbstverständlich den Zielen und Werten verpflichtet, die uns alle zu erfolgreichen Aquarianern machen sollen und ein konstruktives und respektvolles Miteinander garantieren.
G&G

23.01.2014, 14:25
 

Algenfressende Fische (Besatz)

Ich habe in einem Forum über die Notwendigkeit von algenfressenden Fischen im AQ gelesen und folgendes statement fand ich ganz gut (aus dem Gedächtnis zitiert):
"...Man sollte Fische im Aquarium nicht wegen Ihrer "Funktion" halten, sondern nur, weil man sie haben möchte. Schließlich benötigt jeder Fisch seine Pflege und eine entsprechende Umgebung. Außerdem sind die meissten Fische (Otocinclus, L-Welse...) Bewuchs-Fresser (oder so ähnlich) und grasen nicht oder nur teilweise Algen ab.
Wenn man aber einen reinen Algenfresser hat, muß man auch für entsprechende permanente Algenvorkommen sorgen..."
Wir haben darauf hin beschlossen unsere Indischen Algenfresser, die wir aus emotionaler Sicht nicht so toll finden, aus dem Becken zu nehmen und, damit der Besatz im Becken nicht zu bunt wird, Zebra-Rennschnecken eingesetzt.

Da wir aber immer noch Neulinge sind, würde mich Eure Meinung hierzu interessieren!

Tom

Homepage

25.01.2014, 09:12

@ G&G

Algenfressende Fische

Hallo,

ich sehe das genauso. Zu viele Algen sind ein Indikator für Probleme mit der Nährstoffversorgung, der Beleuchtung, etc. Diese Probleme lassen sich nicht mit Fischen lösen, die das Symptom fressen. Es gibt außerdem eine große Zahl unterschiedlicher Algenarten. In der Praxis treten meist die Algen vermehrt auf, die von den Algenfressern nicht gefressen werden.

Ist also aus meiner Sicht so, dass man das Problem beheben sollte. Es gibt einige algenfressende Fische, die man tatsächlich auch gerne halten darf, aber eben deshalb weil man gerade diese Fische hübsch findet.

Grüße, Tom.

G&G

27.01.2014, 17:02

@ Tom

Algenfressende Fische

Hallo Tom,

danke Dir für die Bestätigung. Als Neuling muß man sich manchmal auf sein Gespür verlassen, da die Erfahrung fehlt und die Meinungen in den Foren auseinander gehen.
Wir haben beim Einlaufen des Beckens, wahrscheinlich durch ein kurzfristiges Nährstoff-Überangebot, ein Algenproblem bekommen. Der Händler hat uns, da wir es mit änfangermäßiger Panik geschildert hatten, dann auch direkt eine Wels-Armee verkaufen wollen.
5 Panzerwelse (allgemein) und 1 Zwerg-Schilderwels (als Algenfresser) passen auch unter optischen und harmonischen Gesichtspunkten hervorragend in unser 360 Liter Becken. Die 3 indischen Algenfresser, welche ihrem Namen wirklich alle Ehre machen, sind aber viel, viel zu wuselig und knabbern unsere Skalare an, kann sein, dass das sogar Körperpflege ist (?), und passen mit ihrem Temperament eher nicht ins Becken.
Außerdem gefielen sie uns einfach nicht. Da man aber nichts falsch machen möchte und es natürlich immer noch Algenwachstum gibt, habe ich dann viel gelesen und fand oben zitierten Beitrag einfach am konsequentesten.
Mit 5 Zebra-Rennschnecken haben wir unser Becken dann doch wesentlich entschleunigt und so auch einer zu großen Artenvielfalt Einhalt geboten.

VG

Gerd

G&G

02.03.2014, 11:22

@ G&G

Algenfressende Fische

.... nach der 2ten Algenexplosion muß ich meine Meinung zum Thema ändern. Über den möglichst optimal einzustellenden Nährstoffkreislauf hinaus, denke ich nun doch, dass Algenfresser ihre Berechtigung im AQ haben. Selbstverständlich sollten die Tiere einem gefallen und die Haltung berücksichtigt werden, aber der Nutzen scheint doch erheblich zu sein, siehe:
www.tropica.com/de.../algenbekaempfung.aspx
Ich habe jetzt 1 L-Wels, 5 Otocinclus und 3 Amanogarnelen, die jeweils unterschiedliche Regionen und damit auch unterschiedliche Algen "klein halten". Ein starkes Ungelichgewicht kann damit bestimmt nicht kompensiert werden, aber der immer vorhandene Grundstock an Algen wird auf jeden Fall reduziert und trägt zur Pflege der Pflanzen bei.
Das gilt nur solange Algen da sind, danach muss man für Zusatznahrung sorgen, sonst kann es sein, dass die Tiere an die Pflanzen gehen.
VG Gerd

Maclya

11.03.2014, 11:07

@ G&G

Algenfressende Fische

>> .... nach der 2ten Algenexplosion muß ich meine Meinung zum Thema ändern.
>> Über den möglichst optimal einzustellenden Nährstoffkreislauf hinaus,
>> denke ich nun doch, dass Algenfresser ihre Berechtigung im AQ haben.
>> Selbstverständlich sollten die Tiere einem gefallen und die Haltung
>> berücksichtigt werden, aber der Nutzen scheint doch erheblich zu sein,
>> siehe:
>> www.tropica.com/de.../algenbekaempfung.aspx
>> Ich habe jetzt 1 L-Wels, 5 Otocinclus und 3 Amanogarnelen, die jeweils
>> unterschiedliche Regionen und damit auch unterschiedliche Algen "klein
>> halten". Ein starkes Ungelichgewicht kann damit bestimmt nicht kompensiert
>> werden, aber der immer vorhandene Grundstock an Algen wird auf jeden Fall
>> reduziert und trägt zur Pflege der Pflanzen bei.
>> Das gilt nur solange Algen da sind, danach muss man für Zusatznahrung
>> sorgen, sonst kann es sein, dass die Tiere an die Pflanzen gehen.
>> VG Gerd

Hallo Gerd,

eine Nährstoffexplosion bei Neueinrichtung wird in den meisten Aquarien
anfangs auftreten., das würde ich schon fast als normal ansehen.

eine 2te Algenexplosion hat andere Ursachen, diese gilt es zu finden.
Natürlich gibt es algefressende Fische, nur fressen die meistens nicht
die Algen welche man gerade hat, auch hier gibt es Unterschiede ;-)

Man sollte nach der Ursache suchen....z.b. Thema Licht:
* zuviel
* zuwenig
* falsches Licht
* bekommt das Becken tagsüber Tageslicht ab?, wenn ja wielange etc.

oder auch Thema Besatz:
*zuviel

wie sehen die WW aus, was macht der Nitratgehalt, wie kommt das
Wasser aus der Leitung etc etc.

Du siehst es gibt ne menge Faktoren, die obigen sind nur ein Teil davon,
es gibt noch wesentlich mehr.

Ein Zoohändler lebt vom Umsatz= Verkauf, hier werden dann Mittelchen, algenfressende
Fische, Schnecken angeboten, gut damit kann man die Symthome lindern, aber du möchtest
ja die Ursache bekämpfen , nicht Symthome lindern, also heisst es Ursachenforschung
betreiben.

Ein guter Händler sollte Dir z.b. raten schnellwüchsigen Pflanzen (Stengelpflanzen) einzusetzen, gerade in der Einfahr/Anfangsphase, der Fischbesatz soll nur ganz langsam
gesteigert werden z.b. etc. etc.....

Diese schnellwüchsigen Stengelpflanzen verbrauchen genügend Nährstoffe und müssen
regelmässig zurück geschnitten werden, später wenn das Becken stabil läuft kann man
diese gegen langsam wachsende Pflanzen austauschen. Oft befinden sich Pflanzen und Algen
in einer Art Wettbewerb, der Pfleger kann hier unterstützend eingreifen.

Algenfressende Fische fressen nur die Algen welche auch in ihrem Habitat vorkommen
und natürlich meistens nicht nur diese Algen, auch diese Tiere sollten wie alle anderen
Pfleglinge nach ihren Pflegeansprüchen gehältert werden, nicht weil diese irgendwelche
Algen fressen *könnten'

Grüsse

Matthias

G&G

01.04.2014, 12:44
(editiert von gerd5, 01.04.2014, 12:53)

@ Maclya

Algenfressende Fische

Hallo Matthias,

Du hast mit Deinen Argumenten auf jeden Fall recht. Anbei meine Maßnahmen zum Thema Algen und damit auch zu den Fischen:

Da die Algen ein Bestandteil des AQs sind (in wechselnder Dichte), habe ich beschlossen Sie als Teil der kleinen Unterwasserwelt zu akzeptieren, was nichts mit Resignation zu tun hat.
Meine Strategie (eigentlich steht alles hier auf EB, aber das Thema geht nahtlos vom wissentschaftlichen ins philosophische über):

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
VORNE WEG: KEINE CHEMIE GEGEN ALGEN!!
(sollte Ehrensache sein, außerdem killen die Mittel alle Pflanzen und schädigen die Bewohner)
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

1. Wasserwechsel, Wasserwechsel, Wasserwechsel
Ich hatte gehofft durch meine Konstruktion ein in sich funktionierendes Becken zu bauen, welches seine Selbstreinigungskraft in Form von seltenen (alle 2-3 Wochen) WW dankt.
ICH HABE MICH GETÄUSCHT!!! (*Grummel*)
Wasserwechsel sind anscheinend nur durch Wasserwechsel zu ersetzen. Ich habe dutzende von Foren gelesen und alles, was mir seriös erschien, hat den WW als Hauptmittel zur ausgeglichenen Wasserchemie (jaja, ist eigentlich logisch....).
Deshalb Schlauchset kaufen (funktioniert tatsächlich und ist garnicht mal so billig!(ca. 60,- €) ) und die Eimerschlepperei ist keine Ausrede mehr.
2. Hornkraut
Stellvertretend für alle schnellwachsenden Pflanzen, die in direkte Konkurrenz zu den Algen treten und ordentlich Nähr- und Schadstoffe aus dem Wasser ziehen. (Auch deshalb wieder WW für parallele Entgiftung/Nachschub Spurenelemente)
3.Unkraut zupfen
Nicht jeden Tag bis zu den Achseln im Becken hängen. Je nach Algenbefall aber ruhig bis zu 2x die Woche:
- befallene Pflanzen beschneiden
- Algen auf Holzstab wickeln und entfernen
- Scheiben reinigen

4. Algenfressende Fische
Die Arbeit hast Du sowieso. Die kleinen können einen aber unterstützen und besetzen Räume im Becken die eher wenig von anderen Fischen genutzt werden (in einem Gesellschaftsbecken z.B.) Ich würde es eher Pflanzen- oder Beckenpflege nennen, als Algenbekämpfung!
Schnecken: auch nicht falsch
Garnelen: fressen Algen, sind aber Geschmackssache (mit Knoblauch immer gerne ;-)
5. Futter
Eigene Futtertaktik überdenken. Weniger ist mehr und solange man keine reinen Räuber hat, schadet ein Algensalat zwischendurch den Kleinen nicht. Ich füttere im Moment 4 x die Woche, werde das aber wieder auf 6 x hochfahren.
6. Düngung
Auch hier ist weniger mehr. Die Profs hier steuern anscheind über die Düngung das Verhältnis von Pflanzen- zu Algenwachstum. Mein Erfahrungshorizont reicht dafür noch nicht, darum dünge ich kleine Mengen zu, denn nur wachsende Pflanzen sind ernsthafte Konkurrenz für die Algen!
7.Geduld und die gute Laune nicht verlieren!
Ist nicht immer einfach, aber dafür betreibt man sein Hobby schließlich ;-)

Ich habe jetzt:
9 x Otocinclus
1 x L-Wels
3 x Amarno Garnelen
5 x Zebra Rennschnecken

Allesamt schöne Tiere, die die WG im Becken bereichern, egal welche Algen gerade auf dem Speiseplan stehen :-)

Welche Fische ich allgemein wirklich empfehlen kann, sind die indischen Algenfresser. In Kleinen Gruppen ab 3-5 Tieren gehalten, fressen sie gefühlte 17 Stunden am Tag alles an Algen weg. Sind halt sehr, sehr aktive Schwimmer. Mir waren sie aber (leider) zu unruhig!

VG Gerd

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