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Aquarium sinnvoll?

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Auch in unserem Aquaristik-Forum fühlen wir uns selbstverständlich den Zielen und Werten verpflichtet, die uns alle zu erfolgreichen Aquarianern machen sollen und ein konstruktives und respektvolles Miteinander garantieren.
Fabian Szabo

22.03.2016, 08:37
 

Aquarium sinnvoll? (Einrichtung)

Hallo!
(Weiter unten stehen meine Fragen)
(Kurze Vorgeschichte: )
Ich habe seit 8 Jahren ein Aquarium, jedoch habe ich die ersten 7 nicht wirklich eine Ahnung davon gehabt und es hat immer entsprechend schlecht ausgesehen. Ich hatte ein 60cm Aquarium mit 15 Watt Beleuchtung, keine CO2-Zufuhr, keine regelmäßigen Wasserwechsel.

Dann vor einem Jahr habe ich beschlossen richtig anzufangen. Habe ein wirklich schönes Aquarium eingerichtet, immer mit Osmosewasser betrieben, CO2 verwendet, 2x24 Watt Beleuchtung für das 60cm Aquarium.
Aber es ging trotz meiner Bemühungen den Bach runter:
Das Wasser fing an zu stinken, obwohl die Wasserwerte passten.
Eine der Pflanzenhat dauernd nur Blätter verloren bis ich sie entfernt habe.
Die anderen Pflanzen waren mit der Zeit mit braunen Algen voll. (Bis auf meine Ludvigia, die war immer schön)

Vor kurzem habe ich aufgegeben und diesen Mittwoch wird das Aquarium abgebaut (Habe für die Fische jemanden gefunden)

Ich bin mir sicher, dass ich sehr viel falsch gemacht habe, aber ich habe neben der Uni nicht mehr so viel Zeit und Geduld, immer die Osmoseanlage anzuschließen und abzunehmen, mich um mein Aquarium sorgen machen und so weiter. Aber ohne ein Aquarium fehlt etwas, daher dachte ich, ich stelle hier meine Fragen rein, denn hier gibt es sicher einige langjährige Aquariumliebhaber.

Meine eigentlichen Fragen:
1. Ist es möglich/sinnvoll ein ~30 Liter Aquarium ohne CO2 und mit hartem Wasser (Werte stehen unten) zu betreiben, ohne das die Pflanzen nur so dahinsterben?

2. Ist es überhaupt sinnvoll bei meinen Werten ohne Osmoseanlage ein Aquarium zu halten?

Ich habe noch weitere Fragen, bezüglich der Technik, aber die stelle ich dann später.

Werte:
ph: 7,4 bis 7,9
dh: 16 bis 18
kh: 12 bis 13
nitrat: 0 bis 20 (nur selten über 0)
nitrit: 0
chlor: fraglich (entweder meine Teststreifen sind schlecht oder man kann 3+ mg/l nicht riechen oder schmecken)

Vielen vielen Dank für alle antworten!!

ehemaliger User

22.03.2016, 09:22

@ Fabian Szabo

Aquarium sinnvoll?

Hallo Fabian,

das ist ja schon fast flüssiger Beton der da aus Deiner Leitung kommt ;)

Natürlich kann man auch bei den Wasserwerten vernünftig ein Aquarium betreiben. Meine Empfehlung ist ja immer, die Art des Aquariums auch nach den Wasserwerten aus der Leitung auszurichten. Bei den Werten würde ich bspw. erst gar nicht über Südamerika nachdenken. Der Aufwand das Wasser aufzubereiten ist zwar für ein 60er Becken überschaubar, aber trotzdem mit Aufwand und oder Kosten verbunden.

Bei Deinen Werten fallen mir als erstes Malawi und Tanganjika ein. Ob das allerdings in einem 30 l Cube zu realisieren ist, müssen Dir die Spezialisten aus dem Bereich sagen. Pflanzen kommen in solchen Becken wenn überhaupt eher wenige in Frage.

Generell würde ich nicht zu einem kleineren Becken tendieren, umso größer das Becken ist umso einfacher die Pflege. Da eine größere Menge Wasser dann doch mal den ein oder Anderen "Fehler" oder "Futterklumpen" zu viel verzeiht.

Bis dann

Wolfgang N

22.03.2016, 10:05

@ Fabian Szabo

Aquarium sinnvoll?

Hallo Fabian,

das Aquarium wird abgebaut? Trotzdem suchst Du Hilfe? Aber für ein nur halb so großes Becken?

Sorry, aber das macht keinen Sinn. Je kleiner die Wassermenge, desto schwieriger ist ein quasistationärer Zustand zu erreichen. Wenn es Dir nicht gelungen ist, das 60er Becken vernünftig am Laufen zu halten, dann wirst Du mit dem 30er auch kein Glück haben.

Ich habe damals auch mit einem 60er Aquarium angefangen. Die Wasserwerte identisch mit Deinen. Trotzdem hat es funktioniert. Warum? Wegen eines einzigen Unterschiedes: Ich hatte einen Ratgeber.

Mein Tipp für Dich: Behalte das 60er Becken. Erzähle uns erst mal was da überhaupt drin ist (Fische/Pflanzen). Dann zähle mal Deine Technik auf. Bilder sind sehr hilfreich. Wahrscheinlich wird ein Teil (oder alle?) der Fische besser in einem Aquarium mit anderen Wasserwerten aufgehoben sein. Da Du schon einen Abnehmer gefunden hast, bist Du diese Sorge schon los.

Danach solltest Du den Rat von Tobias beherzigen und den neuen Besatz nach den Wasserwerten aussuchen. Dann sparst du Dir die Wasseraufbereitung und kannst einfach "aus der Leitung" wechseln. Bei Deinen Wasserwerten sind Fische aus Mittelamerika prädestiniert. Die meisten davon leben in genau so einem Wasser. Malawi oder Tanganjika sind nicht optimal, die leben in "Natronwasser" (KH > GH) Sorry Tobias. ;-)

Ein vernünftiger Besatz für ein 60er mittelamerika-Becken sind beispielsweise Guppys oder Platys. Als Bepflanzung eignen sich Vallisnerien, Hornkraut und Cryptocoryne wendtii. Auf eine CO2-Versorgung kann verzichtet werden.

Ein Aquarium in dieser Konstellation läuft mit recht wenig Aufwand und ist einfach zu realisieren. Lass es Dir noch mal in Ruhe durch den Kopf gehen.

Viele Grüße

Wolfgang

ehemaliger User

22.03.2016, 10:39

@ Wolfgang N

Aquarium sinnvoll?

Hi Wolfgang,

kein Problem mit den Werten, deswegen hatte ich ja geschrieben er soll einen Spezialisten fragen ......

Bis dann

Fabian Szabo

22.03.2016, 16:28

@ Wolfgang N

Aquarium sinnvoll?

Vielen dank für die ehrlichen Antworten! Falls ich unbegründete Behauptungen aufstelle oder etwas falsch verstanden habe, bitte einfach korrigieren :)

Ja ich werde es auf keinen Fall übereilen, erst mal alles planen und wenn wirklich alles passt dann umsetzen.

Ich hab schon an mittelamerikanische Fische gedacht, die sind auch sehr leicht zu pflegen. Aber die Fische sind eigentlich zweitrangig finde ich. Ich brauch halt ein Becken, das ich leicht pflegen kann und daher dachte ich an ein kleineres Becken, denn da brauch ich nicht so viel Wasser wechseln (in Liter).

Die Malavi-Aquarien habe ich mir schon länger überlegt, aber ich mache mir sorgen, dass es ohne Pflanzen komplett veralgt und anfängt zu stinken.

Und es gibt noch ein allgemeines Problem:
Ich hab für das Aquarium nur mindestens 10 Meter vom nächsten Wasserhahn. Es ist daher recht schwer für mich größere Mengen Wasser nachzufüllen. (Ich will mich auf keinen Fall wegen dem zurückhalten lassen, ich habe es ja 8 Jahre machen können)

ehemaliger User

22.03.2016, 16:42

@ Fabian Szabo

Aquarium sinnvoll?

Hallo,

wie einermeiner und Wolfgang schon schrieb, umso kleiner das Becken umso schwieriger das stabil zum Laufen zu bringen.

Und der Wasserwechsel bei einem 60er Becken ist doch nicht das Problem? Bei einem 50%igen Wasserwechsel reden wir hier von ca. 3 Putzeimer Wasser. Schlauch rein, ansaugen Eimer läuft voll, ab in die Toilette damit.
Dreimal Eimer mit frischem Wasser füllen, ab ins Becken damit.

Im Regelfall fällt der Wasserwechsel ja nur alle zwei Wochen an. Oder du machst alternativ anstatt 50% alle zwei Wochen 30% jede Woche oder so.

So viel Aufwand sollte das einem schon wert sein.

Sofern du in Richtung Mittelamerika bzw. in eine Richtung gehst die zu den Wasserwerten aus der Leitung passen fällt ja auch die Aufbereitung weg.

Es gibt ganz viele Becken die ohne Pflanzen nicht stinken, es kommt mehr auf den Filter und die Wasserbewegung an.

Aber vielleicht berichtest Du einfach mal genauer von Deinem alten Becken, denke, dann kann Dir besser geholfen werden. Weil man dann sicher auch sieht wo das Problem bestand / besteht.

Bis dann

Wolfgang N

22.03.2016, 17:30

@ Fabian Szabo

Aquarium sinnvoll?

Hallo Fabian,

Aquarien ohne Pflanzen müssen nicht zwangsläufig veralgen. Sonst würde das ja keiner machen. :-) Tendenziell kann man aber durchaus sagen, dass ein Aquarium mit Pflanzen leichter zu stabilisieren ist. Letztendlich entscheidet aber der geplante Besatz wie es mal wird.

Wasserwechsel mit längeren Wegen kenne ich auch. Mein Büro-Aquarium ist etwa 7-8 Meter vom nächsten Wasseranschluss (im Bad) entfernt. Meine Lösung sieht so aus: Ein ausreichend langer Gartenschlauch und ein Schlauchstutzen mit 3/4 Zoll Gewinde. Wenn ich das Wasser ablaufen lasse, liegt das Schlauchende in der Dusche. Wenn ich Wasser zulaufen lasse, schraube ich den Duschkopf ab und den Schlauchstutzen dran. Dauert maximal 30 Sekunden. Dann heißt es: Wasser marsch! So sind auch große Wasserwechsel ruckzuck erledigt.

Du siehst: Für jedes Problem gibt es eine oder mehrere Lösungen. :-)

Noch mal meine Aufforderung von vorhin: Gib uns einen umfassenden Überblick über den aktuellen Besatz, Einrichtung, Technik usw. Ich bin mir sicher, da lassen sich gleich mehrere Stellen finden, wo Du den Hebel ansetzen kannst. Oder was Du beim nächsten Mal anders machst.

Viele Grüße

Wolfgang

Fabian Szabo

22.03.2016, 23:53

@ Wolfgang N

Aquarium sinnvoll?

Ja das mit dem Schlauch habe ich mir bisher nicht überlegt, aber werde ich auf jeden fall mal ausprobieren, wenn nicht sind die 2-3 Eimer Wasser auch nicht unmöglich.

Was ich derzeit besitze:
1x Juwel Rio 180 mit der Standardausrüstung im Keller. Aber das war auch nur ein Projekt das nach ~6 Monaten gescheitert ist (Dank meiner jugendlichen Inkompetenz damals)

1x 60cm Aquarium (Ich habe da noch die Standard-Beleuchtung im Keller herumstehen), ganz normal ca 54 Liter.

2x 24 Watt Lampen (Kann man so ans Glas hängen seitlich.)

1x JBL i80 Innenfilter
(Ich hab den von JBL verwendet in den letzten 2-3 Jahren, aber die Fixierung ist zum schmeißen, die Saugnäpfe von Eheim halten bombenfest)
1x Eheim Pickup Innenfilter

1x Klassischer Heizstab von Tetra (50 Watt)

1x JBL Osmose 120

1x Ventil für JBL Einweg-CO2-Flaschen (Und dann noch halt den CO2-Ausgang innen, keine Ahnung welches Teil das ist, glaub eines von tropica oder so {falls die überhaupt sowas haben})

Das ist alles was mir soweit einfällt was ich habe. Die Fische sind mir derzeit eher zweitrangig, denn es gibt keine Art, die ich nicht gern daheim hätte. Die einfachsten Fische finde ich mindestens so toll wie die aufwändigsten. Ich mache mir halt um das Gesamtbild des Aquariums sorgen. Ich möchte ein Becken, das sichtbar gut läuft. Also keine mageren Pflanzen mit 3-4 Blättern, oder auf dem Kopf schwimmende Fische ;)

Ich bin bisher gescheitert und möchte daher meine Erwartungen so weit wie möglich runterschrauben, aber mich fasziniert ein Aquarium so sehr. Ich möchte das Aquarium dem Leitungswasser entsprechend einrichten, denn die Osmoseanlage ist so ein großer Aufwand für mich. (Also ein Aquarium nur mit Osmosewasser betreiben will ich nicht mehr :-/ )

Nochmals vielen dank für die Unterstützung, ich schätze das sehr :)

Wolfgang N

23.03.2016, 01:12

@ Fabian Szabo

Aquarium sinnvoll?

Hallo Fabian,

na, siehst Du, mit den Infos kann man schon mal ein paar Eckpunkte abstecken.

>> Ja das mit dem Schlauch habe ich mir bisher nicht überlegt, aber werde ich
>> auf jeden fall mal ausprobieren, wenn nicht sind die 2-3 Eimer Wasser auch
>> nicht unmöglich.

Die Nummer mit dem Schlauch lässt sich noch etwas verbessern. Mit einem Ansaugrohr für Außenfilter. Also so ein Ding:
[image]
Damit verhinderst Du, dass der Schlauch aus dem Aquarium rutscht und die Hütte wässert. Mach bei der Gelegenheit gleich noch einen Ansaugkorb drauf, damit Du keine Fische ansaugst.

>> Was ich derzeit besitze:
>> 1x Juwel Rio 180 mit der Standardausrüstung im Keller. Aber das war auch
>> nur ein Projekt das nach ~6 Monaten gescheitert ist (Dank meiner
>> jugendlichen Inkompetenz damals)

Mit 180 Litern hast Du natürlich ganz andere Möglichkeiten. Ich mein, wenn das Teil doch schon mal da ist... ;-)

>> 2x 24 Watt Lampen (Kann man so ans Glas hängen seitlich.)

Wenn das Licht von oben ins Aquarium fällt ist das OK. Von der Seite nicht. 1 x 24 Watt sollten bereits für ein 60er ohne CO2 ausreichen.

>> 1x JBL i80 Innenfilter
>> (Ich hab den von JBL verwendet in den letzten 2-3 Jahren, aber die
>> Fixierung ist zum schmeißen, die Saugnäpfe von Eheim halten bombenfest)
>> 1x Eheim Pickup Innenfilter

Vom Eheim Pickup gibt's 3 verschiedene Größen (45, 60, 160) Empfehlenswert ist von den dreien eigentlich nur der 160. Unabhängig davon würde ich den JBL bevorzugen

>> 1x Klassischer Heizstab von Tetra (50 Watt)

Reicht für ein 60er in normalen Wohnräumen völlig aus.

Wenn Du Dich für Mittelamerika entscheidest, sparst Du Dir die Osmose. Verzichte auf CO2-hungrige Pflanzen und es wird noch etwas einfacher.

Hier ist noch ein Thread, in dem die Frage nach solchen Pflanzen gestellt wurde: Pflanzen ohne CO2 Zugabe?

Viele Grüße

Wolfgang

Fabian Szabo

23.03.2016, 08:24

@ Wolfgang N

Aquarium sinnvoll?

Hallo,

die Lampen sind die Scaper's Light von Dennerle, aber ich weiß nicht ob eines wirklich reicht, weil die ja doch recht wenig Fläche überdecken.

Ich überlege einen neuen Filter zu kaufen, der alte will ja nicht mehr wirklich halten, aber dann würde ich eher einen i60 oder sowas kaufen, der nicht so schwer zum herausnehmen ist (Vor allem wenn ich Deko oder Pflanzen in der nähe vom Filter habe ist der i80 extrem unhandlich, weil ich ihn kippen muss sonst geht die Luft nicht richtig raus und der macht Lärm.)

Danke für den Tipp mit den Pflanzen!

Eine Frage bleibt mir aber offen:
Wieso fängt ein Aquarium zu stinken an? (So ein komischer Schimmelgeruch)
Wie kann ich sowas am besten vorbeugen?

ehemaliger User

23.03.2016, 09:18

@ Fabian Szabo

Aquarium sinnvoll?

Hiho,

für welches Aquarium entscheidest Du Dich denn? Wie Wolfgang schon schrieb, würde auch ich das Juwel 180 bevorzugen. Ab solch einer Größe fängt der Spaß doch erst richtig an.

Dann wäre der i60 aber deutlich zu klein bemessen! Würde dann eher einen Außenfilter nehmen, das ist von der Wartung für solch ein Becken am angenehmsten. Und da dann auch eher eine Nummer größer wie vom Hersteller empfohlen. Das erhöht die Standzeit vom Filter und minimiert den Aufwand.

Was Gestank ist, ist von Nase zu Nase anders. Auch mein Becken riecht, wenn ich mit der Nase schnuppere. Stinken tut es allerdings nicht und schon wenn die Abdeckung zu ist nehme ich den Geruch nicht mehr wahr.

Wenn es natürlich extrem stinkt ist im wahrsten Sinne des Wortes was faul ;)

Hast Du nicht irgendwelche Bilder und Beschreibungen von Deinem Becken? Dann läßt sich das alles viel einfacher einschätzen.

Bis dann

Wolfgang N

23.03.2016, 11:08

@ Fabian Szabo

Aquarium sinnvoll?

Hallo Fabian,

die Scaper's Light waren ursprünglich für Nanoaquarien gedacht. Bei einem 60er wird es mit nur einer Leuchte in den Randbereichen natürlich etwas dunkler. Da brauchst Du wohl doch beide.

Überlege Dir in Ruhe, ob Su einen Innen- oder Außenfilter haben willst. Kläre was für Dich wichtig ist. Standzeit? Wartung? Reinigung? Preis? Optik? Platzbedarf? Jedes Konzept hat seine spezifischen Vor- und Nachteile. Du musst Dir überlegen, was für Dich wichtig ist.

Bei Innenfiltern hast Du die Wahl zwischen Motor- oder Luftheberbetriebenen Modellen sowie Fertiglösungen oder einem Mattenfilter. Das Angebot an Außenfiltern ist kaum überschaubar. Egal was Du nimmst, die Umwälzleistung sollte auf jeden Fall deutlich mehr als das doppelte Beckenvolumen pro Stunde betragen. Drosseln kannst du immer noch. Es ist nur blöd, wenn die Pumpe kapituliert, bloß weil etwas Mulm im Filter sitzt. Lediglich beim Mattenfilter ist die Obergrenze der Strömung innerhalb der Matte zu beachten.

Zum Geruch: Ein Aquarium darf auf gar keinen Fall stinken! Wie Tobias auch schon geschrieben hat. Dann stimmt etwas nicht.

Ein gesundes Aquarium hat einen kaum wahrnehmbaren Geruch, der irgend wo im Bereich "feuchter Kies", "Waldboden", "frischer Regen" angesiedelt ist. Aber nicht unangenehm.

Wenn Dein Aquarium trotzdem müffelt, dann hast Du möglicherweise einen oder mehrere Fäulnisherde. Das kann gammelndes Holz sein oder Verwesung im Bodengrund. Welche Korngröße hast du beim Kies/Sand? Hast Du Turmdeckelschnecken? Hast du ein Stück Holz, das merkwürdig riecht? Wäre zumindest denkbar.

Ein weiterer (der häufigste?) Grund für ein Miefbecken sind Blaualgen (Cyanophyceen). Wie sieht's damit aus?

Viele Grüße

Wolfgang

Fabian Szabo

23.03.2016, 12:57

@ Wolfgang N

Aquarium sinnvoll?

[image]
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Hier habe ich mal ein paar Bilder dazu. Das letzte davon war im Dezember. Mir sind 2 Pflanzen eingegangen wie man auf Bild 3 vielleicht sieht :-(

Der Geruch hat nach 2 Monaten angefangen. Falls die Blaualgen eigentlich braun sind und wie ein Belag auf den Blättern, dann hatte ich welche.

Für das 180 Liter Aquarium fehlt mir derzeit der Platz. Ich habe das damals einfach auf einen Kasten draufgestellt, jedoch hatte ich darunter noch eine Holzplatte weil der Kasten zu klein war. Und in den Kasten konnte ich auch nichts reingeben denn den brauche ich für Kleidung.

Für das 60 cm Aquarium hatte ich die letzten 2 Jahre den Kasten der auf den Bildern zu sehen ist.

Ich werde sicher erst einmal alles gründlich planen damit nicht wieder was schief geht.

Hans-Hubert

23.03.2016, 16:54

@ Fabian Szabo

Aquarium sinnvoll?

hallo,

meiner Erfahrung nach ist der FIlter extrem wichtig. Habe in meinem 54er Becken mit dem Eheim Biopower 160 gute Wasserqualität (lt. Hersteller für Aqurien von 80-160l geeignet). Dieses Biofiltermaterial das in diesem enthalten ist - oder natürlich auch Sera Siporax Mini - macht viel aus.
Habe auch ähnliche Wasserwerte und wollte ein pflegeleichtes Becken.
Habe dank gutem Filter und schwacher Beleuchtung keine Algen und gute Wasserwerte - ganz ohne Pflanzen (aber dafür wenig Besatz). Vorher hatte ich extrem viele Pflanzen drin und trozdem Algen - insbesondere immer wieder Pinselalgen. Ich war es leid nach den Gründen zu suchen (habe ziemlich viel probiert) und hab es dann umgebaut - mit Erfolg.

Ein funktionierendes Aquarium ist defintiv ohne allzugroßen Aufwand möglich. Musst halt schauen dass du Fische findest die in mittelhartem/harten Wasser klar kommen, aber da gibts auch genug.

Gruß Sven

Fabian Szabo

24.03.2016, 23:27

@ Hans-Hubert

Aquarium sinnvoll?

Danke für die Info :)

Scheint als wär der Beitrag hier tot, ich leg das Projekt Aquarium dann auch auf Eis.
Solange ich nicht weiß, wie ich meine Fehler vorbeugen kann werde ich kein neues Aquarium einrichten, sonst endet es noch wie das letzte.

Wolfgang N

25.03.2016, 14:10

@ Fabian Szabo

Aquarium sinnvoll?

Hallo Fabian,

sorry, dass ich erst jetzt wieder die Zeit finde Dir zu antworten.

Wenn der Belag braun war, handelte es sich wohl eher um Kieselalgen. Blaualgen sind schleimig und haben einen ausgeprägten Geruch.

Ich denke, dass die Beleuchtung einen großen Anteil an deinem Problem hatte. Eine Lichtleistung von 48 Watt für ein 60er Aquarium ist sehr heftig.

Die Pflanzen versuchen dieses Überangebot an Licht für ihre Photosynthese zu nutzen. Dabei verbrauchen sie alles an CO2 was zu greifen ist. Danach beginnt die biogene Entkalkung. Das können aber nicht alle Pflanzen. Manche bleiben da auf der Strecke.

Algen haben es in solchen Situationen einfacher. Die wittern dann ihre große Chance und übernehmen die Macht. So geschehen bei Deinen Kieselalgen. Die bilden sich normalerweise nur während der Einfahrphase eines Aquariums um dann auf Nimmerwiedersehen zu verschwinden.

Wenn ein Teil der Pflanzen abstirbt und der andere Teil am Vegetationslimit entlangschrappt, fällt eine Menge tote organische Substanz an. Für solche Extremsituationen ist ein relativ kleiner Innenfilter nicht mehr ausreichend. Er schafft den Abbau einfach nicht. Die Zersetzung findet vermehrt im Wasser statt. Und das riecht.

Das müsste die Situation in deinem Aquarium gewesen sein. So weit ich das aus der Ferne abschätzen kann.

Mein erstes Aquarium war auch ein 60er. Allerdings nur mit einer 15 Watt Leuchtstoffröhre. Ein luftbetriebener Schaumstofffilter. Kein CO2. Prügelhartes Wasser. Ein paar lebendgebärende Zahnkarpfen, Vallisnerien und Cryptocorynen. Das lief jahrelang völlig ohne Probleme.

Wenn Du das 60er noch mal verwenden willst, solltest du es mit einem ähnlichen (Beleuchtungs-)Layout versuchen. Ich würde eher zu dem Rio180 tendieren, dann aber mit einem voluminösen Außenfilter.

Falls Du es Dir mit dem ausstieg doch noch anders überlegst und weitere Fragen hast - melde Dich

Viele Grüße

Wolfgang

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