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Beckenheizung über WW-Anlage des Hauses

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Jörg - Hamburg

12.08.2015, 18:08
(editiert von joerg1, 12.08.2015, 18:34)
 

Beckenheizung über WW-Anlage des Hauses (Technik)

Moin moin @ all.

Ich bin auf der Suche nach einem Rat oder tragbaren (reproduzierbaren) Erfahrungswerten bzgl. der Beheizung eines Beckens über die WW- oder Heizanlage des Hauses.

Meine Idee war, mir für mein Becken einen "Heizkörper" zu bauen und diesen dann mit Thermostat und Fernfühler ausgerüstet in eine separate Klarwasserkammer des Filters zu stellen. Der Heizkörper sollte aus aufgerolltem Edelstahlrohr bestehen. Durch dieses läuft mein Heizungswasser. Ausserhalb des Beckens dann das Ganze normal in Kupfer.

Was mir nun schwer fällt ist einzuschätzen, wieviel laufende Meter Rohr ich benötige je 100 Liter Aquarieninhalt.

Meine erste Idee (Techniker und Ingenieure bitte nicht lachen) war ein Vergleich mit einem einlagigen Typ 10- Heizkörper, der ohne Vergrößerung der Oberfläche über seine Außenfläche heizt. Um mal ein Gefühl für die Leistung zu bekommen. Hier hat eine 60x60cm Platte mit einer Gesamtoberfläche von ca. 7.200 cm² bei 55 / 45 Grad nicht einmal 200 Watt bei 20 Grad Raumtemperatur. Hört sich für mich recht wenig an. Der o.g. Heizkörper hat aber auch nur ca. 1,8 Liter Wasserinhalt.

Mir ist durchaus klar, dass das Aufheizverhalten von Luft und Wasser zwei Paar Schuhe sind, aber bezüglich der zu erwartenden Leistung schneidet Wasser da ja eher noch schlechter ab.

Um eine Oberfläche von 7.200 cm² mit einer Rohrkonstruktion hinzubekommen, müßte ich bei einem 1,2cm Rohr gut 20 Meter Lauflänge im Becken unterbringen, um dann eine doch recht dürftige Leistung zu erhalten. PS. das Rohr hätte dann auch nur etwas mehr als 2 Liter Wasser, kaum mehr als der Heizkörper. Auch lässt sich die Lauflänge ja nicht beliebig verlängern.

Das Becken, an dem ich derzeit rumplane, hat die ca. Größe 220 x 60 x 60. Die Empfehlung scheint wohl zu sein Beckeninhalt : 2 = Heizungsleistung in Watt. Das wären dann 400 Watt.

Ich habe viel in Foren gelesen und dort gibt es Berichte, wo 1.200 Literbecken mit "einem Meter Edelstahl-Flexschlauch" beheizt werden. Da bin ich ein ganzes Stück von weg gefühlt.

Mein Becken soll im (Keller)Büro stehen. Temperatur dort wohl so um 19 Grad, Beckentemperatur so um 26 / 27 Grad.

Soweit meine Überlegungen und die Rahmendaten. Vielleicht hat ja jemand einen Rat, nachdem er sich die Lachtränen aus dem Augenwinkel gewischt hat. :-D

Freue mich auf ein Feedback oder einen Link zum Lesen.

Grüsse ans Board
Jörg

Wolfgang N

12.08.2015, 20:45

@ Jörg - Hamburg

Beckenheizung über WW-Anlage des Hauses

Hallo Jörg,

wie der Zufall so spielt, bin ich gerade dabei genau so eine Anlage zu pfriemeln. :-) Gib mir noch so 3-4 Wochen, dann werde ich alles in der Beschreibung zu meinem Becken ausführlich dokumentieren. Ich schreibe dann auch dazu, warum ich manche Dinge so gewählt habe und nicht anders.

Als Vorabinfo für Dich: Rohrbündelwärmetauscher (V4A) aus der Pooltechnik im Hauptstrom für den Mattenfilter. Theoretische Übertragungsleistung bei 90°C maximal 45kW. Unter meinen Einbaubedingungen deutlich geringer. Heißwasserzufuhr über eigene Zirkulationspumpe vom Profilux angesteuert. Zusätzlich Magnetventil zum Unterbrechen des Heißwasserstrangs. Natürlich alles im Keller. Zum Glück hatte ich beim Aquarienbau diese Möglichkeit vorgesehen... ;-)

Wenn es die nächste Zeit weiter so heiß bleibt, kann es sein, dass ich keine Lust zum Bauen habe. Dann wird's halt länger dauern. Wie Du mir erzählt hast, kommt Dein Hausbau erst demnächst. Da werde ich bestimmt immer noch rechtzeitig fertig. :-)

Bis dann

Wolfgang

Jörg - Hamburg

13.08.2015, 11:31
(editiert von joerg1, 13.08.2015, 12:36)

@ Wolfgang N

Beckenheizung über WW-Anlage des Hauses

Moin moin Wolfgang,

schön dass Du da bist und hier mal rein schaust.

Dass Du Dich auch gerade mit dem Thema befasst, ist ja ein Glück für die Mitleser hier. Da kann man eine praxisfeste Lösung erwarten.

Mit dem Hausbau stimmt. Das ist am Werden. Mein Becken wird dann wohl in einem Jahr stehen. Ich habe es aber gern geordnet. Ich mag es so garnicht, wenn ich "im Laufenden Galopp" Entscheidungen treffe / treffen muss.
Die Kollegen haben gestern hier im Office schon gelacht, dass ich Fliesenverlegepläne und Leitungspläne etc. fertig habe, obwohl ich noch nicht mal eine Bodenplatte liegen habe. ... Naja so hat jeder seinen "Sockenschuß" :-D

Die Idee mit den Rohrbündel- Wärmetauschern finde ich gut, da gibt es wirklich Teile welche komplett aus Edelstahl gefertigt sind, zu noch bezahlbaren Preisen (so um EUR 250,-). Was mich nur wundert, diese sollen bei ca. 40cm Länge und 12 cm im Durchmesser dann 18 kW haben bei 50 Grad Vorlauf.

Mir erscheint diese hohe Leistung suspekt. Wobei ich schon davon ausgehe, dass Sie als veröffentlichte Produktbeschreibung in Online-Katalogen durchaus korrekt ist. Ich habe mir mal Schnitt-Zeichnungen gesucht von diesen kleineren Tauschern. Da sind ca. 10 bis 15 kleine Röhren verbaut. Da komme ich auf 3,5 bis 4,5 Meter "Lauflänge". Auch nicht mehr als bei der Idee mit dem aufgewickelten Flexschlauch.

Die Frage nun, wo kommt diese beachtlich hohe Leistung her? 18 kW auf ca. 5 Meter Lauflänge bei nur 50 Grad Vorlauf, bei einer höheren Vorlauftemperatur entsprechend mehr ... das ist schon mal eine Ansage. Die sich dann stellende Frage, was will jemand mit einem 1.000 Liter Becken mit so viel Power? Selbst bei Deinem Mega- Tank wären 18 kW noch deutlich zu viel. Vor allem bei den von Dir festgestellten, geringen Schwankungen. Für 1 oder 2 Grad nächtlicher Verlust bei 5.000 Liter würden doch zusammen mit der Beleuchtung, welche ja auch Wärme abgibt, Heizer mit ca. 1,5 kW sicher reichen, oder?

Ist das gut für ein solches System, wenn es nur 20 oder 30 min je Tag laufen müsste? Gedacht sind die Tauscher je eher dafür "Becken mit 30 und mehr m³ zu heizen. Oder hats Du eine Idee, die Leistung zu reduzieren?

Ich warte dann mal gespannt auf Deine Rückmeldung, wenn Du mit dem Rumpfriemeln fertig bist ;-)

LG aus HH
Jörg

Wolfgang N

13.08.2015, 19:07

@ Jörg - Hamburg

Beckenheizung über WW-Anlage des Hauses

Hallo Jörg,

ich finde das richtig gut, dass Du dir vorher schon über alles Gedanken machst. Wir haben damals auch schon vor dem eigentlichen Hausbau geplant und kalkuliert wie die Verrückten. Haufenweise Skizzen und Kalkulationen. :-)

Das Ende vom Lied: Der ganze Hausbau ging bemerkenswert stressarm über die Bühne. Dank unserer Vorarbeiten. Bestimmt hab ich auch einen Sockenschuß. :-)

Den Rohrbündelwärmetauscher hab ich bei Amazon für deutlich unter 200 Euro gekriegt. Gegen Plattentauscher habe ich eine tiefe Abneigung. Daher diese Bauart.

Zugegeben, das Teil hat eine riesige Übertragungsleistung. Zumindest für ein Aquarium. Das war auch nicht der Kaufgrund. Eher das Material (V4A), die strömungsgünstige Konstruktion und die zu erwartende Lebensdauer.

Es ist übrigens eine Kleinigkeit, die übertragene Wärmemenge pro Zeit zu reduzieren. Der Profilux bietet die Möglichkeit der frei programmierbaren Puls-Schaltung. Wenn man will kann man während der Heizphase eine Pulslänge von einer Minute "ein" und neun Minuten "aus" schalten. Schon hast Du die Heizleistung auf etwa ein Zehntel reduziert... ;-)

Bei meinem Becken habe ich die Beleuchtung momentan bei etwa 35 % im Maximum und weniger als 30 % im Durchschnitt gedimmt. Natürlich schwankt das je nach aktuell simulierter Jahreszeit. Für die Pflanzen reicht das, also lasse ich es so. Zum Heizen ist es etwas knapp. Im Sommer naturgemäß noch kein Problem, habe ich beobachtet, dass die beiden Heizstäbe sich in der Übergangszeit gelegentlich und im Winter täglich zuschalten. Das sind dann 2 x 300 Watt extra. Die schaffen es im Extremfall, das Becken nach zwei Tagen Dauerbetrieb auf 34° C zu treiben. (War ein Vorversuch ohne Fische) Mehr Heizleistung brauche ich für den Wärmetauscher also auch nicht. Mal sehen, wie ich die Taktung im praktischen Betrieb dann einstelle.

Damit das Wasser in der Zuleitung im Sommer nicht wochenlang stagniert, werde ich unabhängig von der Beckentemperatur täglich eine "Spülminute" einlegen. Das bisschen ungefragte Wärme kriegen die Ventilatoren schon in den Griff. Schließlich haben die selbst bei den diesjährigen Sommertemperaturen das Aquarium zuverlässig gekühlt. Notfalls auch unter die Raumtemperatur.

Keine Angst, ich werde berichten... ;-)

Viele Grüße

Wolfgang

Jörg - Hamburg

15.08.2015, 17:59
(editiert von joerg1, 15.08.2015, 18:08)

@ Wolfgang N

Beckenheizung über WW-Anlage des Hauses

.
Moin Moin Wolfgang,

schön von Dir zu lesen.

Ich habe die letzten zwei Tage genutzt und auch eine Menge über Heiztechnik gelesen. Habe auch verschiedene Berechnungstools gefunden (von verschiedenen Ing.-Büros) mit denen man die Leistung und Dimensionierung von Wärmetauschern berechnen kann. Meistens aus der Pool-Planungs-Ecke.

Die Leistung des Tauschers lässt sich (nach meinem bisherigen Kenntnisstand ;-) ) recht gut regeln über die Zirkulationspumpe. Hocheffizienz- Pumpen gibt es so ab 100,- EUR die für 5 bis 20 Watt / h bis zu 2.000 Liter / h in Umlauf bringen können. Nutzt man hier den Bereich von „300 bis 500 Liter“ wird der Verbrauch wohl unter 10 Watt bleiben.

Als Tauscher habe ich mir eine sehr einfache Konstruktion ausgedacht. Ein HT- Rotstrich- Rohr erhält im Inneren eine aufgerollte Solarleitung als Heisswasserleitung. Eine Seite des HT- Rohres wird mit einer handelsüblichen HT- Klappe verschlossen, in die ich einen 20 oder 25mm Bogen einkleben werde. Hierauf wird ein TLH gesetzt. Der darf mit regulierbaren 200 bis 400 Litern / h die Kaltwasserseite bedienen. Die andere Seite des HT- Rohres bleibt offen.

Das V4A- Edelstahl- Flexrohr wird durch 2 oben liegende Bohrungen des HT- Rohres geführt. Der Heißwasserzufluss ist an dem Ende, wo der Abfluss der Kaltwasserseite ist. Fertig ist der Gegenstrom- Wärmeübertrager (so meine Hoffnung).

Materialkosten wären für die Kunststoffteile im Sanitärhandel ca. 12,- EUR und für das Solarrohr ca. 3 EUR je laufenden Meter. Das kann man in der benötigten Länge am Stück kaufen.

Der Vorteil = keine Verschraubungen etc im Becken + einfach demontierbar, da nur gesteckt bzw. gewickelt. Nachteil ist der Platzbedarf.
Der sich aus den Biegeradien und notwendigen Querschnitten der Solarleitung ergebende Durchmesser des HT- Rohres wird wohl zu einem 90mm HT- Rohr führen. Das ist nicht mehr ganz so einfach in 60cm Beckentiefe zu verstecken. Die Länge von ca. 60cm empfinde ich hingegen nicht als Problem. Wie groß ist dein Tauscher eigentlich?

Angenehm empfände ich ein 60mm- Rohr bei 80cm Länge … mal sehen, vielleicht komme ich da noch hin.

Gesamtkosten des Tauschers sind dann ca. EUR 30,- zzgl. natürlich der Kosten für die heizungsseitig zu installierenden Teile (Zirku- Pumpe) und die Regelung. Sollte sich aber insgesamt trotzdem unter EUR 250,- auslaufen.

Mit einem ca. 5 Meter langen Flexrohr sollte man je nach Vorlauftemperatur und Volumenstrom des Vorlaufes „Leistungen“ von 1 bis 2 kW erreichen, auch wenn ich gelernt habe, dass eine Tauscher eigentlich keine genaue Leistung hat, sollte der Wert für Vergleiche mit Glasstabheizern reichen.

Bin mal gespannt, welche Werte die Praxis dann bringen wird. Ich werde auf jeden Fall mein Becken erst einmal 2 Monate ohne Fische einlaufen lassen und schauen, ob sich meine Heizung erwartungsgemäß verhält. Nicht dass ich ungewollt "50 Grad Badetemperatur" erzeuge ;-)

So das solls von mir und meinen Ideen für heute gewesen sein.

Einen Guß an Dich und an eventuelle Mitleser.
Jörg

PS. der Aufbau wird sich sicher noch ein paar mal ändern, wie ich mich so kenne ...

Wolfgang N

15.08.2015, 18:59

@ Jörg - Hamburg

Beckenheizung über WW-Anlage des Hauses

Hallo Jörg,

eine regelbare Zirkulationspume hab ich auch genommen und natürlich wird die nur auf der niedrigsten Einstellung betrieben. Weil der Tauscher so eine riesige Leistung hat, ist es besser jedes Mittel auszuschöpfen.

Eine Eigenbaulösung des Tauschers hatte ich mir auch überlegt. Allerdings muss der etwa drei Meter Wassersäule aushalten. Vom ersten bis zum letzten Tag. Wenn da was schief läuft, hab ich im worst case das gesamte Beckenvolumen im Keller. :-( Und die Umwälzpumpe beschleunigt das dann noch.

Also bin ich lieber auf Nummer sicher gegangen. Bin halt ein Feigling. :-)

Mein Tauscher ist der kleinste V4A-Röhrentauscher, den ich zu diesem Preis gefunden habe. Länge 450 mm, Durchmesser 76 mm. Die Transferfläche beträgt 0,33 m². Mehr als ausreichend.

Davon abgesehen bin ich überzeugt, dass Deine Selbstbaulösung funktionieren wird. Warum auch nicht? Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass Du bei einer Vorlauftemperatur von 50°C Heizleistungen von deutlich über 1-2 kW erzielen wirst. Macht aber nix. Das kannst Du runterregeln. Oder alles noch mal ganz anders planen. :-)

Viele Grüße

Wolfgang

Wolfgang N

11.09.2015, 20:48

@ Wolfgang N

Beckenheizung über WW-Anlage des Hauses

Hallo Jörg,

es ist vollbracht! :-) Ich habe jetzt alles montiert und angeschlossen. Morgen werde ich den Krempel in Betrieb nehmen und ein bisschen testen.

Die Beschreibung dazu und auch die Bilder kommen in den nächsten Tagen bei meinem Einrichtungsbeispiel. Die Fotos mach ich aber erst, wenn ich wieder alles sauber gemacht habe. Damit ich mich nicht so schämen muss. :-)

Viele Grüße

Wolfgang

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