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Blaualgen mit Bakterien bekämpfen

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Auch in unserem Aquaristik-Forum fühlen wir uns selbstverständlich den Zielen und Werten verpflichtet, die uns alle zu erfolgreichen Aquarianern machen sollen und ein konstruktives und respektvolles Miteinander garantieren.
Herki

10.04.2013, 19:23
 

Blaualgen mit Bakterien bekämpfen (Pflanzen)

Hallo zusammen,

ich habe seit einiger Zeit ein kleines Problem mit Blaualgen. Sie treten derzeit lokal begrenzt an einigen Stellen der Rückwand auf und es sind auch nicht soo viele. Sauge das meiste beim wöchentlichen Wasserwechsel ab, aber es soll nicht zur Dunkelkur kommen!Habe den Filter schon etwas gedrosselt, mehr Pflanzen eingesetzt und eine schnellwachsende Art kommt noch dazu.

Jetzt zur eigentlichen Frage. Im Netz habe ich gelesen, das man die Algen mit "guten" Bakterien aus Weiherschlamm oder Aufguss von Walderde bekämpfen kann. Hier hab ich aber Angst, mir etwas Schlimmeres einzufangen. Hat hier jemand Erfahrungen? Meine Überlegung wäre, ob man nicht auch die lebenden Bakterien BioCool ins Wasser geben kann und so risikoloser die guten Bakterien in den Kampf schicken kann? Was meint ihr?

Tanja B.

12.04.2013, 11:13

@ Herki

Blaualgen mit Bakterien bekämpfen

Hallo Herki,

ich würde versuchen, ersteinmal heraus zu finden, was denn diese "guten Bakterien" wirklich sind. Und wenn du dann einen Namen hast, kannst du auch die entsprechenden Präparate dazu suchen. Vielleicht gibt es ja auch schon Mittelchen gegen Blaualgen, in denen eben diese Bakterien enthalten sind? Evtl. mal die Firmen dazu anschreiben?

Ich würde von einem Erdaufguss oder vom Weiherschlamm absehen. Natürlich könnte es funktionieren, es gibt ja auch Erdquarien, aber bei Entnahme aus der Natur weißt du eben nciht, was sonst noch darin ist. Gerade beim Weiher kann da Düngemittel aus den Feldern oder manch ein Krankheitserreger darin sein, gegen den dein Beckenbesatz nicht immun ist.

Das selbe gilt für den Erdaufguss. Bei gekaufter Erde aus dem Baumarkt sind außerdem Düngestoffe drin, die dein jetzt eingependeltes System durcheinander werfen könnten.

Ich würde die Bakterien namentlich recherchieren und dann speziell nach diesen Suchen. Vielleicht sind diese ja auch schon in einem einfachen Wasserstarter-Präparat drin.

Viel Glück!
Tanja

Herki

12.04.2013, 16:40

@ Tanja B.

Blaualgen mit Bakterien bekämpfen

Hallo Tanja, hallo zusammen,

das mit dem Waldboden und dem Weiherschlamm ist mir ja auch suspekt. Bleibt als Plan B im Hinterkopf. Dann würde ich aber Mulm aus dem Gartenteich meiner Eltern nehmen. Da weiß ich wo es herkommt und keine Felder von Bauern wo gedüngt werden könnte weit und breit.

Erstmal hab ich jetzt heute was gegärtnert, 2 Bund Rotala Rotundifolia eingesetzt, in die oberste Kammer des Filters Siporax statt den Eheim Kugeln gegeben und kleinen Wasserwechsel mit absaugen der Blaualgen gemacht. Zum guten Schluß hab ich jetzt mal eine Dose BioCool von Söll mit lebenden Bakterien rein gegeben. Gleich kommt noch Seemandelbaumrinde rein. Werde berichten.

Herki

Frank H.

24.04.2013, 15:10

@ Herki

Blaualgen mit Bakterien bekämpfen

>> Erstmal hab ich jetzt heute was gegärtnert, 2 Bund Rotala Rotundifolia
>> eingesetzt, in die oberste Kammer des Filters Siporax statt den Eheim
>> Kugeln gegeben und kleinen Wasserwechsel mit absaugen der Blaualgen
>> gemacht. Zum guten Schluß hab ich jetzt mal eine Dose BioCool von Söll
>> mit lebenden Bakterien rein gegeben. Gleich kommt noch Seemandelbaumrinde
>> rein. Werde berichten.

Hat's denn gefruchtet? Würde mich aus gegebenem Anlass brennend interessieren! ;-)

Herki

18.05.2013, 02:29

@ Frank H.

Blaualgen mit Bakterien bekämpfen

Ich habe jetzt verschiedene Sachen in Kombi ausprobiert:

- BioCool
- schnellwachsende Pflanzen
- mehr Seemandelbaumblätter/rinde, Erlenzapfen
- Montags Regentag, ohne Beleuchtung, nur das von Draussen einfallende Tageslicht
- Filterleistung gedrosselt. In den Auslaufschlauch des Filters ein Gardena T-Stück eingebaut und somit 2 Einlaufquellen ins Becken.
- Einsatz von Amano-Garnelen
- "Weiherschlamm"

Direkt messbar sind die Massnahmen ja nicht, daher hier meine Einschätzung:
- BioCool hat keine sichtbaren Ergebnise gebracht.
- da ich vorher fast ausschliesslich langsam wachsende Pflanzen gepflegt habe, vermute ich hier den Ursprung der beginnenden Algenplage. Jetzt habe ich zwar mehr Arbeit, da ich wöchentlich gärtnern muss, aber es hat eine Verbesserung gebracht. (und mir gefällt das Aquarium auch besser)
- die Seemandelbaumblätter etc. haben in Bezug auf Algen keinen sichtbaren Effekt gehabt, aber sind sonst halt nützlich im Wasser.
- Ob die Algen jetzt den Regentag nicht mögen, kann ich nicht beurteilen, aber den Pflanzen scheint es richtig gut zu bekommen. Wachsen noch besser und wirken "satter".
- Umbau am Filter erscheint mir sinnvoll, da die Umwälzleistung des Filters im Verhältniss zur Beckengrösse ziemlich gross ist. Jetzt kann der Filter mehr biologisch arbeiten und der Strömungsverlauf wirkt ruhiger. Da das Algenproblem auch nur lokal begrenzt war, erscheint mir die Änderung des Strömungsverlaufes auch ein wichtiger Punkt zu sein.
- Die Amano-Garnelen schwebten mir schon länger vor, da ich früher ein reines 54l Garnelen-Becken hatte und ich die Garnelen schon so "vermisst" hatte, das ich mir wieder ein extra Becken anschaffen wollte. Sie tragen sicherlich zur Algenverminderung bei, würden bei einem massiven Algenproblem (was ich Gott-sei-Dank noch nicht hatte) aber wohl alleine auch nicht helfen. Aus meiner Erfahrung wusste ich, dass sich z.B. die Red-Fire-Garnelen so stark vermehren, das das 54l Becken schon an die Grenzen kam. Von daher sind die Amanos super, da die "Larven" im Anfangsstadium Salzwasser zur Entwicklung brauchen und sich die Art somit im Süsswasser nicht vermehrt. Hatte bisher einmal Larven im Wasser schwirren und das schien ein Festtag für die Kakdus und die Neons zu sein...
- Zum Weiherschlamm. Ich habe letzte Woche einen 50%igen Wasserwechsel gemacht. Vorher hatte ich bei meinem Vater aus dem Gartenteich etwas Bodengrund gemopst. Hier konnte ich sicher sein, dass das Wasser nicht durch Düngung von Bauern belastet ist und das mein Vater auch noch nie nennenswert Algen in seinem Teich hatte. Das Teichwasser (ca. 2 l) habe ich mit den Bodengrund aus dem Teich durch ein altes, feinmaschiges Aquariumnetz in einen Eimer gegeben und mit normalem, temperierten Leitungswasser ausgespült, so dass der 10l Eimer wieder voll war. Dieses Wasser habe ich dann beim Auffüllen des Beckens dazugegeben. Am Anfang bekommt man natürlich einen Riesenschreck, denn es sieht wirklich schön schmuddelig im Becken aus. Nach einem halben Tag wirkte das Wasser aber wieder klar und nach einem Tag war es richtig klar. Vielleicht klarer als je zuvor? Bei den Fischen und Garnelen waren auf jeden Fall zu keinem Zeitpunkt Anzeichen von Unbehagen festzustellen..
Von allen Massnahmen erscheint mir Diese die Beste gewesen zu sein, denn die Algen sind seit dem massiv in der Defensive und gehen sichtbar zurück.

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