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Ein "paar" Anfängerfragen...

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Auch in unserem Aquaristik-Forum fühlen wir uns selbstverständlich den Zielen und Werten verpflichtet, die uns alle zu erfolgreichen Aquarianern machen sollen und ein konstruktives und respektvolles Miteinander garantieren.
Johannes B.

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26.03.2009, 21:50
 

Ein "paar" Anfängerfragen... (Besatz)

Hallo liebe Aquaristik-Freunde,

vielleicht erinnert ihr euch noch an die Zeit kurz vor eurem ersten Becken? Voller Vorfreude und Tatendrang, mit tausend Fragen im Kopf, und vielleicht auch ein bisschen Angst ob alles so hinhaut wie man es sich wünscht...

Nun :) In dieser Phase befinde ich mich gerade. Und da um mich herum schon alle genervt sind *grinst*, dachte ich mir: Wendest du dich am besten an Gleichgesinnte, die das (hoffentlich?) verstehen können :P!

Um das Eis ein wenig zu brechen möchte ich mich kurz vorstellen: Mein Name ist Johannes, ich bin Mitte 20 und derzeit noch Student. Aquarien mochte ich schon immer sehr (kann da stundenlang reingucken), und irgendwie dachte ich es wäre jetzt mal an der Zeit mir selber eines zuzulegen.

Becken habe ich schon organisiert (110 Literbecken 80 x 35 x 40 Juwel Aquarium Rekord 800 mit Filter und Heizung), doch das war wohl noch der einfachste Teil :).

Ich habe mir ettliche Einrichtungsbeispiele durchgesehen, die Bewertungen dazu gelesen, auf allen möglichen anderen Internetseiten nach "Fischhaltungstipps" gesucht und versucht schonmal möglichst viel über "meine" neuen Fische herauszufinden.
Dennoch bin ich mir unsicher und habe noch ein paar Fragen, vielleicht habt ihr ja auch noch ein paar Tipps und Anregungen für mich (die Fische sollen sich ja wohl bei mir fühlen).

Derzeit habe ich folgende Werte geplant:
26°C Wassertemperatur
PH 7
Leider sehr hartes Wasser (konkrete Werte weiß ich nicht, habe noch keine Messstreifen :)) und eine Osmose-/Entsalzeranlage ist mir zu teuer.

Am ehesten passt vermutlich ein Mittel-/Südamerikabecken dachte ich mir, und habe mal folgende Fische geplant (leider sind sich die meisten Internetseiten nicht wirklcih einig darüber, welcher Härtegrad für die Fische nun am besten/verträglich ist):

- Platy (evtl. auch Guppy, bin auch für andere Fische offen falls ihr einen guten Tipp habt, nur Black Mollys muss ich ausschließen (die mag meine Freundin nicht ;))) als kleinen Schwarm von vielleicht 10 Fischen?

- Panzerwelse (evtl. Panda, sicher bin ich mir aber noch nicht) auch als kleinen Schwarm von vielleicht 7 Fischen

- Ein Pärchen „Brauner Antennenwels“ oder hübscher L-Wels (wobei die ganz schön teuer zu sein scheinen, den 134er finde ich äußerst hübsch – aber keine Ahnung wie das dann von den Wasserwerten passt, habe hierzu nur sehr spärliche Informationen gefunden). Brauner Antennenwels wurde mir jetzt von Bekannten aber aufs schärfste abgeraten, die sollen sich wohl vermehren wie die Karnickel. Ist eine Einzelhaltung artgerecht oder kann man zwei gleichgeschlechtliche Tiere halten?

- Red Fire Garnelen (vielleicht auch Crystal Red oder Red Bee (teuer -.-)), ca. 10 Stück. Wobei ich da noch sehr am überlegen bin – Amerikabecken kann ich es dann wohl nicht mehr nennen (brauchbare amerikanische Garnelen habe ich aber nicht gefunden). Hoffe auch, dass nicht gleich alle aufgefuttert werden – zu üppig vermehren sollen sie sich allerdings auch nicht.


Meint ihr die Zusammenstellung passt so in etwa, ist dann noch Platz? Gerne hätte ich noch so ein Fischpärchen wie z.B. Schmetterlingsbuntbarsch o.ä., aber fürchte das haut nicht ganz hin (die sollen ja angeblich die armen Panzerwelse jagen, die Garnelen verspeisen und den anderen Fischen (v.a. Guppys) die Flossen abkauen). Knurrender Zwerggurami habe ich mir kurz überlegt – aber der kommt ja aus Asien und es sollte doch ein Amerikabecken werden...
Gar nicht so einfach alles :), aber ich möchte mir auch keine Fische kaufen die ich dann hinterher wieder abgeben muss, oder die mir gar eingehen/sich gegenseitig auffressen.

Auf was muss ich dann noch achten? Folgende Punkte erschienen mir besonders wichtig:

- Sandboden für die Welse zum Buddeln

- Wurzel (Welche Sorte? Oder egal?) für die Welse zum Raspeln

- Höhlen/Versteckmöglichkeiten aus Steinen oder Kokusnuss/Holz (wie befestige ich die am besten im Becken? Brauche ich eine „Untermatte“ oder kann ich die einfach auf den Sand legen?)

- 4-6 Wochen Einlaufzeit wegen den Wasserwerten (ich würde dann erstmal die Welse, anschließend die Garnelen einsetzen, nochmal eine Woche warten und dann die anderen Fische.

- Viele Pflanzen zum Verstecken und für die Wasserwerte. V.a. Javamoos sollen ja die Garnelchen lieben, den Rest würde ich als „Pflanzset“ kaufen oder mich im Zoogeschäft beraten lassen (oder vielleicht hat hier jemand noch ein paar Tipps ;))?

Soweit erstmal zum Plan :). Wäre über Anregungen/Kritik/Vorschläge wirklich sehr dankbar!

Vielen Dank im Voraus,

Johannes

ehemaliger User

Homepage 

27.03.2009, 08:08

@ Johannes B.

Ein "paar" Anfängerfragen...

Hallo Johannes,
willkommen im nassen Hobby :-)
>> Becken habe ich schon organisiert

Ist eine recht gute Wahl. Schwachstelle ist manchmal der Leuchtbalken, der seinen Geist aufgibt, aber viele haben auch Glück.
Beim Innenfilter scheiden sich die Geister, aber er verrichtet durchaus seinen Dienst (ich selber liebe Innenfilter), aber schmeiße als allererstes den Nitrat- und den Kohleschwamm raus und tausche diese gegen den normalen blauen Filterschwamm.


>> 26°C Wassertemperatur (24-25°C sind oft genug auch ausreichend)
>> PH 7 (Klammere Dich nicht an diesem angeblichen "Idealwert" fest. Gerade bei einer hoher KH ist nicht möglich ohne Manipulation, die ins negative umschlagen kann (z.B. CO2-Zugabe), diesen pH-Wert zu erreichen. Zudem ist der pH-Wert ein dynamischer Wert, der tageszeitliche Schwankungen mitmacht. Zudem wird der pH-Wert für die weichsauren Fische oftmals hoffnungslos überbewertet. Sehr vielen Fischen (Es gibt zwar Mimosen, hauptsächlich Wildfänge oder andere selterne Fische, also nicht unbedingt im Handel so einfach zu finden), ist es völlig schnuppe, ob sie in pH von 7 oder in einem pH-Wert von 7,5 schwimmen.
>> Leider sehr hartes Wasser (konkrete Werte weiß ich nicht, habe noch keine
>> Messstreifen :))
Messtreifen sind recht ungenau. Vielleicht hast Du ja noch ein wenig Geld für Tröpfchentests übrig. Wichtig sind KH, pH und vor allem Nitrit am Anfang. Den Rest kann man sich erst mal am Anfang sparen.
Wobei Du Dir auch den GH-Test schenken kannst. Wenn Du keinerlei kalkhaltige Dinge im Becken hast und nicht mit ionenaustauschenden Dingen wie Torf experimentierst, verändert sich der GH Wert nicht. Viele Wasserwerke geben auf ihren Homepages die Wasserwerte an. Kannst ja mal nach Deiner Stadt schauen.
Auch eine Möglichkeit ist es, mit einer Wasserprobe zum Händler zu gehen und dort mal die GH messen zu lassen.

(leider sind sich die meisten
>> Internetseiten nicht wirklcih einig darüber, welcher Härtegrad für die
>> Fische nun am besten/verträglich ist):

Für sehr viele der so genannte Weichwasserfische, die im Handel als Nachzuchten zu haben sind, sind GH-Werte von 15-20 durchaus verträglich. Sie werden weder öfters krank, noch sterben sie früher, sie vermehren sich halt nur nicht. Da ich selber in einem Gebiet mit recht hoher Härte (16 GH) lebe, weiß ich wovon ich rede. Und ich betreibe dieses Hobby schon seit weit über 20 Jahren.
>>
>> - Platy (evtl. auch Guppy, bin auch für andere Fische offen falls
>> ihr einen guten Tipp habt, nur Black Mollys muss ich ausschließen (die mag
>> meine Freundin nicht ;))) als kleinen Schwarm von vielleicht 10 Fischen?
Nun ja, ich selber mag Lebendgegärende nicht so gerne. Die vermehren sich halt zu sehr. Alle vier Wochen von einem Weibchen Nachwuchs, der durchaus um die 100 Stück betragen kann, ist halt nicht so prickend. Es werden nicht unbedingt alle gefressen.
Falls Du also damit liebäugelst, sollten die Weibchen auf jeden Fall mehr sein als die Männchen. Verhältnis 1 zu 3 ist recht gut.
Ich würde aber lieber zu einem großen Schwarm Salmler tendieren. :-)
>>
>> - Panzerwelse (evtl. Panda, sicher bin ich mir aber noch nicht)
>> auch als kleinen Schwarm von vielleicht 7 Fischen
Pandas haben sich teilweise als recht empfindlich erwiesen. Gute Einsteigerpanzerwelse sind der Corydoras paleatus und der Corydoras aeneus.
Davon aber besser so 8-10 einsetzen.
>>
>> - Ein Pärchen „Brauner Antennenwels“ oder hübscher
>> L-Wels (wobei die ganz schön teuer zu sein scheinen, den 134er
>> finde ich äußerst hübsch – aber keine Ahnung wie das dann von den
>> Wasserwerten passt, habe hierzu nur sehr spärliche Informationen
>> gefunden). Brauner Antennenwels wurde mir jetzt von Bekannten aber aufs
>> schärfste abgeraten, die sollen sich wohl vermehren wie die Karnickel. Ist
>> eine Einzelhaltung artgerecht oder kann man zwei gleichgeschlechtliche
>> Tiere halten?
Deine Bekannten haben Recht. Sind Karnickel. Gleichgeschlechtliche Haltung ist aber möglich, dann aber 2 Weibchen, da die Kerle sich untereinander ganz schön bekriegen können. Aber Vorsicht: diese Fische raspeln gerne Echinodoren ab. Die Pflanzen werden dann löchrig.
>>
muss splitten, da kein Platz mehr.

ehemaliger User

Homepage 

27.03.2009, 08:09

@ ehemaliger User

Ein "paar" Anfängerfragen...

Weiter gehts:
>> - Red Fire Garnelen (vielleicht auch Crystal Red oder Red Bee
>> (teuer -.-)), ca. 10 Stück. Wobei ich da noch sehr am überlegen bin –
>> Amerikabecken kann ich es dann wohl nicht mehr nennen (brauchbare
>> amerikanische Garnelen habe ich aber nicht gefunden). Hoffe auch, dass
>> nicht gleich alle aufgefuttert werden – zu üppig vermehren sollen sie
>> sich allerdings auch nicht.
Wenn Du keine Massenvermehrung haben möchtest, sind Garnelen des primitiven Fortpflanzungtyps wie Amanogarnelen zu empfehlen. Diese können sich im Süßwasser nicht vermehren.

>> Schmetterlingsbuntbarsch o.ä., aber fürchte das haut nicht ganz hin
Sind hyperempfindlich und es gibt kaum gesunde Tiere im Handel. Für Anfänger halte ich die für nicht geeignet.
>>
>> - Sandboden für die Welse zum Buddeln
Jepp oder eine Sandecke geht auch.
>>
>> - Wurzel (Welche Sorte? Oder egal?) für die Welse zum Raspeln
Welse kommen mit weichen Holz wie Moorkien besser zurecht. Mopaniwurzeln können Dir Deine Garnelen killen.
>>
>> - Höhlen/Versteckmöglichkeiten aus Steinen oder Kokusnuss/Holz (wie
>> befestige ich die am besten im Becken? Brauche ich eine „Untermatte“
>> oder kann ich die einfach auf den Sand legen?)
Nur große schwere Steine oder Aufbauten müssen unterpolstert werden. Ansonsten darauf achten, dass die Steine nicht untergraben werden können.
>>
>> - 4-6 Wochen Einlaufzeit wegen den Wasserwerten (ich würde dann erstmal
>> die Welse, anschließend die Garnelen einsetzen, nochmal eine Woche warten
>> und dann die anderen Fische.
Ich bin ein absoluter Gegner für eine 6 wöchige Einlaufphase. Aber das steht auf einem anderen Blatt.
>>
>> - Viele Pflanzen zum Verstecken und für die Wasserwerte. V.a. Javamoos
>> sollen ja die Garnelchen lieben, den Rest würde ich als „Pflanzset“
>> kaufen oder mich im Zoogeschäft beraten lassen (oder vielleicht hat hier
>> jemand noch ein paar Tipps ;))?
Je mehr Grün, desto besser. :-D
lg
Beate

Johannes B.

Homepage 

27.03.2009, 22:26

@ ehemaliger User

Ein "paar" Anfängerfragen...

Hallo Beate,

vielen lieben Dank für die schnelle Antwort und die vielen Ratschläge / Tipps! Habe doch noch ein paar Euronen für den Wassertest geopfert, das erschreckende Ergebnis und den aktuellen Stand der Dinge habe ich nun bei "meinem Becken" gepostet.

>>Ich würde aber lieber zu einem großen Schwarm Salmler tendieren. :-)
Ob ein kleines Barschpärchen sich wohl um den Nachwuchs der Lebendgebärenden kümmern könnte ohne den Bestand allzusehr zu dezimieren? Selbiges bei den Garnelen?
Riskantes Spiel :), ich denke du hast Recht und ich sollte mich erstmal nach ein paar Salmlern umschauen.

>>Pandas haben sich teilweise als recht empfindlich erwiesen. Gute Einsteigerpanzerwelse sind der Corydoras paleatus und der Corydoras aeneus.
Oh danke für den Tipp, die marmorierten finde ich auch ganz hübsch - die Metallernen gefallen mir allerdings nicht soo...

>>Antennenwels[...] diese Fische raspeln gerne Echinodoren ab
Ich hoffe er nagt lieber an seiner Moorkienwurzel :) Naja zur not muss eben eine andere Pflanze dann her

>>Wenn Du keine Massenvermehrung haben möchtest, sind Garnelen des primitiven Fortpflanzungtyps wie Amanogarnelen zu empfehlen. Diese können sich im Süßwasser nicht vermehren.
Hm aber dann muss ich mir ja auch ständig welche nachkaufen... Warum können die nicht Geburtenkontrolle einführen und "sinnvoll" Nachkommen kriegen, so dass sie nur ihren Bestand halten ;)?

>> Schmetterlingsbuntbarsch o.ä. [...] Sind hyperempfindlich und es gibt kaum gesunde Tiere im Handel. Für Anfänger halte ich die für nicht geeignet.
Ist das bei allen kleinen Barschen so :/? Gefallen mir die meisten sehr gut...

>>Nur große schwere Steine oder Aufbauten müssen unterpolstert werden. Ansonsten darauf achten, dass die Steine nicht untergraben werden können.
Öh wie kann ich denn verhindern, dass die Steine untergraben werden?

>>Ich bin ein absoluter Gegner für eine 6 wöchige Einlaufphase. Aber das steht auf einem anderen Blatt.
Ich wollte nur auf NUmmer sicher gehen :o) Was meinst du wie lange man warten muss? Einfach täglich Nitrit messen und nach dem Peak die Fischli holen?

Soweit erstmal :)

:o) Danke nochmals und bis denn,


Johannes

ehemaliger User

Homepage 

28.03.2009, 09:03
(editiert von laufer, 28.03.2009, 09:16)

@ Johannes B.

Ein "paar" Anfängerfragen...

Hallo Johannes,
Darf ich fragen, in welcher Gegend Du wohnst? Du hast ja wirklich Flüssigbeton. :-( So krasse Werte sind ja echt selten.
Was ich Dir in Bezug auf den Besatz raten würde: Suche Dir unbedingt Aquarianer in Deiner Gegend und frage da nach, was bei denen bei diesen Werten funktioniert.
Was auf jeden Fall gehen wird, sind Guppys. Diese kann man sogar in Meerwasser schmeißen. ;-)
Diese würde ich mir dann aber von Privat holen, denn die Tiere im Handel sind oftmals so überzüchtet, dass sie sehr schnell sterben.
Jetzt sage ich Dir auch etwas unter der Hand, was bei vielen ohne Probleme funktioniert, aber oft verpönt wird: zur Geburtenkontrolle kann man sehr gut eine reine Männergruppe bei den Guppys halten.
Zu den Zwergbuntbarscharten, Panzerwelsen und Salmlern: da musst Du wirklich in Deiner Umgebung nachfragen, ob die gehen. Da lehne ich mich nicht aus dem Fenster und sage geht gar nicht oder geht.
Die Erfahrungen mit der Härte enden oft bei 30° GH, da höhere Werte wirklich selten sind.
Was allerdings auch recht schwierig ist, ist die Pflanzenpflege bei dieser hohen KH. Ich denke, ohne CO2- Düngung wirst Du bei dieser hohen KH nicht so richtig glücklich werden. Zudem kann es, wenn es bei Dir zu einer biogenen Entkalkung kommt, wirklich gefährlich werden. Bei so einer hohen KH kann der pH-Wert dann astronomische Höhen von über 10 erreichen.
Aber selbst mit CO2 ist es oftmals schwer, einen vernünftigen Pflanzenwuchs zu erreichen. Muss man sehen, aber es gibt im Handel einige Pflanzen, von denen man weiß, dass sie eine hohe Härte tolerieren.
Da wäre der Javafarn, Hyrophila polysperma, Anubien, Bacopa monnieri, Ceratophyllum demersum, Cryptocoryna affinis, C. aponogetifolia, C. beckettii, C. balansae, C. undulata, C. wendtii, viele Echinodoren, Hygrophila corymbosa, Ludwigia repens, Sagittarien, Vallisnerien.
Das sind so die Pflanzen, die man recht häufig bekommt, gibt aber auch noch andere.

>
>> Hm aber dann muss ich mir ja auch ständig welche nachkaufen...
Nein, Amanogarnelen sind sehr langlebig. 6 Jahre und älter sind keine Seltenheit.
>

>> Ansonsten darauf achten, dass die Steine nicht untergraben werden können.
>> Öh wie kann ich denn verhindern, dass die Steine untergraben werden?
Einfach auf dem Beckenboden legen. Aber das Untergraben machen natürlich nur Fische, die gerne im Boden graben.

>> Ich wollte nur auf NUmmer sicher gehen :o) Was meinst du wie lange man
>> warten muss? Einfach täglich Nitrit messen und nach dem Peak die Fischli
>> holen?
Ja, so würde ich es Dir empfehlen. (aber bitte wirklich erst nach und nach besetzen, wie Du das vorhast, fällt nämlich doch öfters schwer,und man kauft dann doch zu viele Fische auf einmal).
Das Problem bei zu langer Einlaufphase ist, dass, wenn der Peak schon nach 2 Wochen da ist, und man dann noch 4 Wochen wartet, die Bakterien in diesen 4 Wochen sich überwiegend verabschieden, da die meisten verhungern. Zudem kommt ein Becken erst dann so richig biologisch in Gang, wenn die Fische drin sind. Auch für die Pflanzen kann so eine lange Einlaufphase kritisch werden, da je nach Ausgangssituation diese in einem Makronährstoffmangel rutschen können.
lg
Beate

Johannes B.

Homepage 

28.03.2009, 23:13

@ ehemaliger User

Ein "paar" Anfängerfragen...

Hallo Beate,

habe gerade noch deinen Blogeintrag "alte hasen" gelesen ;). Da hab ich's ja richtig gut mittlerweile als Einsteiger (und meine Fischli hoffentlich auch ;)) wenn man das so hört!

>> Darf ich fragen, in welcher Gegend Du wohnst? Du hast ja wirklich
>> Flüssigbeton. :-( So krasse Werte sind ja echt selten.
:o) Würzburg... Wir sind bekannt für unser hartes Wasser, naja vielleicht freut sich wenigstens die Schnecke drüber :o).

>> Was ich Dir in Bezug auf den Besatz raten würde: Suche Dir unbedingt
>> Aquarianer in Deiner Gegend und frage da nach, was bei denen bei diesen
>> Werten funktioniert.
Hm also habe schon ziemlich viel hier im Würzburgerraum gesehen -- schien alles ganz gut zu funktionieren. Sogar Neons (die ja glaube ich recht empfindlich sein sollen was die Wasserhärte betrifft) sind weit verbreitet und halten sich gut.
Vielleicht driftet man ja mittlerweile ein bisschen in das andere Extrem ab und überbewertet die WW etwas :) Nachdem man sich früher wohl nicht viel um sie kümmen konnte.

>> Was auf jeden Fall gehen wird, sind Guppys. Diese kann man sogar in
>> Meerwasser schmeißen. ;-)
:o) Das klingt als hättest du das schonmal versucht :P Die Beichte fehlt noch im "alte Hasen"-Blog *zwinker*.

>> Diese würde ich mir dann aber von Privat holen, denn die Tiere im Handel
>> sind oftmals so überzüchtet, dass sie sehr schnell sterben.
Ok, werde mich mal umschauen

>> Jetzt sage ich Dir auch etwas unter der Hand, was bei vielen ohne Probleme
>> funktioniert, aber oft verpönt wird: zur Geburtenkontrolle kann man sehr
>> gut eine reine Männergruppe bei den Guppys halten.
Dachte die gehen sich dann an die Flossen? Naja vielleicht nur wenn Weibchen da sind um ihnen zu imponieren :).

>> Zu den Zwergbuntbarscharten, Panzerwelsen und Salmlern: da musst Du
>> wirklich in Deiner Umgebung nachfragen, ob die gehen. Da lehne ich mich
>> nicht aus dem Fenster und sage geht gar nicht oder geht.
>> Die Erfahrungen mit der Härte enden oft bei 30° GH, da höhere Werte
>> wirklich selten sind.
*g* Ich werde berichten was so läuft...

>> Was allerdings auch recht schwierig ist, ist die Pflanzenpflege bei dieser
>> hohen KH. Ich denke, ohne CO2- Düngung wirst Du bei dieser hohen KH nicht
>> so richtig glücklich werden.
Ohje :) und ich hatte mich schon gefreut dass sie "nur" 15 ist :)

>> Zudem kann es, wenn es bei Dir zu einer
>> biogenen Entkalkung kommt, wirklich gefährlich werden. Bei so einer hohen
>> KH kann der pH-Wert dann astronomische Höhen von über 10 erreichen.
Urgh... In welchem Intervall sollte ich den PH überprüfen? Wöchentlich oder öfter?

>> Aber selbst mit CO2 ist es oftmals schwer, einen vernünftigen
>> Pflanzenwuchs zu erreichen. Muss man sehen, aber es gibt im Handel einige
>> Pflanzen, von denen man weiß, dass sie eine hohe Härte tolerieren.
>> Da wäre der Javafarn, Hyrophila polysperma, Anubien, Bacopa monnieri,
>> Ceratophyllum demersum, Cryptocoryna affinis, C. aponogetifolia, C.
>> beckettii, C. balansae, C. undulata, C. wendtii, viele Echinodoren,
>> Hygrophila corymbosa, Ludwigia repens, Sagittarien, Vallisnerien.
>> Das sind so die Pflanzen, die man recht häufig bekommt, gibt aber auch
>> noch andere.
Ok muss ich dann mal nachschlagen, die meisten Namen sagen mir nicht viel.

>>
>> >
>> >> Hm aber dann muss ich mir ja auch ständig welche nachkaufen...
>> Nein, Amanogarnelen sind sehr langlebig. 6 Jahre und älter sind keine
>> Seltenheit.
Oh :) Eine gute Nachricht, dann werde ich mich mal nach Amanos umschauen

>>
>> >> Ansonsten darauf achten, dass die Steine nicht untergraben werden
>> können.
>> Einfach auf dem Beckenboden legen. Aber das Untergraben machen natürlich
>> nur Fische, die gerne im Boden graben.
-.- Ja stimmt wenn der Stein schon ganz unten liegt kann niemand mehr drunter graben... Da hätte ich auch drauf kommen können ;)

>> Das Problem bei zu langer Einlaufphase ist, dass, wenn der Peak schon
>> nach 2 Wochen da ist, und man dann noch 4 Wochen wartet, die Bakterien in
>> diesen 4 Wochen sich überwiegend verabschieden, da die meisten verhungern.
>> Zudem kommt ein Becken erst dann so richig biologisch in Gang, wenn die
>> Fische drin sind. Auch für die Pflanzen kann so eine lange Einlaufphase
>> kritisch werden, da je nach Ausgangssituation diese in einem
>> Makronährstoffmangel rutschen können.
Umso besser :) Kanns eh kaum erwarten meine Fischli zu holen

Danke abermals für die Tipps :)

Grüßle,

Johannes

ehemaliger User

Homepage 

29.03.2009, 16:16

@ Johannes B.

Ein "paar" Anfängerfragen...

Hallo Johannes,

>> vielleicht freut sich wenigstens die Schnecke drüber :o).
Ganz bestimmt, und hege und pflege das Tierchen gut, Schnecken sind nützlich. Lass Dir bloß nicht einreden, Schnecken müsste man bekämpfen, am besten noch mit Prachtschmerlen oder Kugelfischen. :-D


>> Hm also habe schon ziemlich viel hier im Würzburgerraum gesehen -- schien
>> alles ganz gut zu funktionieren. Sogar Neons (die ja glaube ich recht
>> empfindlich sein sollen was die Wasserhärte betrifft) sind weit verbreitet
>> und halten sich gut.
>> Vielleicht driftet man ja mittlerweile ein bisschen in das andere Extrem
>> ab und überbewertet die WW etwas :) Nachdem man sich früher wohl nicht
>> viel um sie kümmen konnte.
Es stimmt, dass Wasserwerte teilweise viel zu hoch bewertet werden, aber man darf jetzt nicht denken, dass Wasserwerte völlig egal sind. Das sind sie nicht, denn sie sind ein Teil der Haltungsbedingungen unserer Pfleglinge (und dazu gehören nicht nur die Fische, auch Pflanzen sind Lebewesen), aber eben nur ein Teil. Es spielen da noch weitere wichtige Dinge eine Rolle. Sehr viele Fische sind sehr anpassungsfähig und zeigen auch bei "unpassenden" Wasserwerten keinerlei Unwohlsein oder gesteigerte Krankheitsanfälligkeit.

Es ist natürlich durchaus erstrebenswert, wenn man versucht, seinen Fischen in etwa die Bedingungen zu schaffen, die sie auch in der Natur vorfinden.
Aber dies zum Dogma zu erklären ist gerade bei Anfängern häufig mit Frust verbunden. Sie haben dann das Gefühl, Tierquäler zu sein. Sie haben gerade in der Anfangszeit genug zu lernen und dann kommt dann noch jemand und sagt: "Hör mal, Deine GH ist 8, aber die ideale GH liegt bei Deinen Salmlern bei 5 GH".

Dies kann und darf einfach nicht sein. Übersteigerte Ansprüche verleiden einem Neuling recht schnell das neue Hobby, vor allem, wenn die "Idealwerte" für einen nur mit erheblichen Aufwand zu erreichen sind. Und eine Fixierung auf die Wasserwerte versperrt den Blick auf die weiteren wichtigen Dinge, wie richtige Vergesellschaftung, Fütterung, Wasserhygiene etc.



>
>> :o) Das klingt als hättest du das schonmal versucht :P Die Beichte fehlt
>> noch im "alte Hasen"-Blog *zwinker*.
Nö, keine Beichte, sondern Realität. Guppys sind nun mal ideale Futterfische, nicht nur für Süßwasserraubfische. Auch im Meerwasserbereich sind die Tierchen recht beliebt. Pech nur, wenn die Räuber dann nicht alle fressen und die Guppys munter im Meerwasser ihre Runden drehen.

>> Dachte die gehen sich dann an die Flossen? Naja vielleicht nur wenn
>> Weibchen da sind um ihnen zu imponieren :).
Dies kann durchaus passieren, aber die meisten haben damit keine Probleme.
>>

>> Ohje :) und ich hatte mich schon gefreut dass sie "nur" 15 ist :)
Okay, im Verhältnis zur GH ist die wirklich "niedrig", aber leider doch recht hoch. Das Problem ist halt, dass es bei einer KH von über 12 recht schnell zu einer Ausfällung von Carbonaten kommt, da mehr freies CO2 nötig ist, um diese in Lösung zu halten.


>> Urgh... In welchem Intervall sollte ich den PH überprüfen? Wöchentlich
>> oder öfter?
1x wöchentlich reicht erst mal. Normalerweise ist eine biogene Entkalkung recht schnell auch per Auge zu sehen (Kalkablagerungen auf den Pflanzen).
Da bei einer hohen KH aber eben auch sehr schnell ohne biogene Entkalkung Carbonate ausfällen, muss man schon ein bisschen wachsam sein.
Übrigens ist Bio CO2 eine recht gute Möglichkeit, um eine CO2-Düngung mal auszuprobieren. Es muss nicht eine 300 Euro teure Anlage sein.:-D
Obwohl der Komfort so einer Anlage später nicht zu verachten ist. (Geht dann aber auch wesentlich preiswerter).
lg
Beate

Johannes B.

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31.03.2009, 07:28

@ ehemaliger User

Ein "paar" Anfängerfragen...

Hallo Beate,

danke abermals für deine Antwort :)!

>> >> vielleicht freut sich wenigstens die Schnecke drüber :o).
>> Ganz bestimmt, und hege und pflege das Tierchen gut, Schnecken sind
>> nützlich. Lass Dir bloß nicht einreden, Schnecken müsste man bekämpfen,
>> am besten noch mit Prachtschmerlen oder Kugelfischen. :-D
Gestern hat sie sich fast selber umgebracht... Ist genau in die Strömung vom Filter gekrabbelt und hat dann da fast ihr Haus verloren. Scheint eine besonders dumme oder selbstmörderisch veranlagte Schnecke zu sein...

>> Es stimmt, dass Wasserwerte teilweise viel zu hoch bewertet werden, aber
>> man darf jetzt nicht denken, dass Wasserwerte völlig egal sind.
Ja, ich werde die Werte auf jeden Fall im Auge behalten und schauen was sich da machen lässt.

>>
>> Es ist natürlich durchaus erstrebenswert, wenn man versucht, seinen
>> Fischen in etwa die Bedingungen zu schaffen, die sie auch in der Natur
>> vorfinden.
>> Aber dies zum Dogma zu erklären ist gerade bei Anfängern häufig mit
>> Frust verbunden. Sie haben dann das Gefühl, Tierquäler zu sein. Sie haben
>> gerade in der Anfangszeit genug zu lernen und dann kommt dann noch jemand
>> und sagt: "Hör mal, Deine GH ist 8, aber die ideale GH liegt bei Deinen
>> Salmlern bei 5 GH".
:) Ja, ich hatte schon Angst hier in der Luft zerissen zu werden, so nach dem Motto: GH 45? Fische? Das kannst vergessen!

Hm das mit einer Bio CO2 Anlage werde ich wohl überdenken müssen... Aber mal schauen wie die Wasserwerte sich so entwickeln. Ist es eigentlich normal, dass immernoch kein Nitrit nachweisbar ist? Müsste ja langsam mal der Peak kommen...

Grüßle,

Johannes

ehemaliger User

Homepage 

03.09.2010, 15:32

@ Johannes B.

Ein "paar" Anfängerfragen...

Hallo,

du könntest mal versuchen die Wasserhärte via Salzsäure zu senken.
Ich selbst hab es noch nicht probiert, aber auch schon von anderen Quellen davon gehört/gelesen.

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