Logo von Einrichtungsbeispiele.de
Hier werden 8.454 Aquarien mit 145.768 Bildern und 1.595 Videos von 17.594 Aquarianern vorgestellt
Wir werden unterstützt von:
Einrichtungsbeispiele.de wird unterstützt von Kölle-Zoo
Login Aquaristik-Werbung Teichbeispiele Terrariumbeispiele Top-Aquariums
Partner für Aquarienbau
Partner für Aquarientiere
Partner für Aquariumlicht
Partner für HMF-Filter

Ein Phänomen, das ich nicht erklären kann...

log in | registrieren

Auch in unserem Aquaristik-Forum fühlen wir uns selbstverständlich den Zielen und Werten verpflichtet, die uns alle zu erfolgreichen Aquarianern machen sollen und ein konstruktives und respektvolles Miteinander garantieren.
Milehigh H

Homepage 

19.08.2010, 16:50
 

Ein Phänomen, das ich nicht erklären kann... (Technik)

Hallo zusammen.

Ich erlebe derzeit in meinem einen Becken etwas, wofür mir so garkeine Erklärung einfällt: Ich habe neulich weil mein Päarchen ZBB so dunkel war "eben schnell" die Wasserwerte genommen- und dabei festgestellt, dass mein pH-Wert auf 7,4 hoch war. Ok dachte ich mir, vllt. sind die Pflanzen einfach krass gewachsen und haben ne Menge CO2 aus dem Wasser gesogen und es so basischer gemacht. Ich habe dann mit pH-Minus von JBL (auf Eichenextrakt basierend) gegengesteuert bis ich wieder bei meinem Ursprungswert war. heute morgen habe ich dann wieder 7,2 drin gehabt.
Dann habe ich eben einen TWW mit Osmosewasser gemacht, nach dem ich immer noch bei pH 7 lag. Diesen habe ich dann nochmal gedrückt mit pH-Minus, immerhin auf 6,2 runter. Zusätzlich habe ich vor 24 Std. eine Bio CO2 Anlage von JBL drangehängt, die ja so ca. seit 12 Std. produzieren sollte (der Ausströmer-Stein gibt regelmäßig Bläschen ab). Trotzdem habe ich jetzt, 4 Stunden später schon wieder einen pH von 6,6.

Ins Becken ist fast (*) nichts neues gekommen, keine Steine, keine neuen Pflanzen, kein neuer Dünger, nicht mehr Dünger, nicht mehr Licht, keine anderen Fische oder weniger Besatz, kein anderer Filter.
Das einzige, was neu ist, ist ein LED Nachtlicht- aber das sollte jawohl nicht den pH-Wert anheben, oder? Auch neu, aber eben erst jetzt und als Gegenmaßnahme ist die CO2 Anlage- und auch die sollte den pH-Wert ja eigentlich nach unten bewegen, nicht hoch.

KH ist bei 3. Die war zwischendurch bei knapp 4, ist jetzt satt bei 3.

Vielleicht fällt ja jemandem was dazu ein, woran ich vllt. nicht gedacht habe oder was ich übersehen habe.

Freu mich auf eure Antworten, LG Bernd

ehemaliger User

Homepage 

19.08.2010, 19:00

@ Milehigh H

Ein Phänomen, das ich nicht erklären kann...

Hallo Bernd,

>> Ich erlebe derzeit in meinem einen Becken etwas, wofür mir so garkeine
>> Erklärung einfällt: Ich habe neulich weil mein Päarchen ZBB so dunkel
>> war "eben schnell" die Wasserwerte genommen- und dabei festgestellt, dass
>> mein pH-Wert auf 7,4 hoch war.

Ph-Wert-Angabe ohne Tageszeitangabe ist sinnlos. Ein einzelner Wert am Tag gemessen ist leider null aussagekräftig. Wenn man den pH-Wert misst (über eine längere Zeit), dann ist dieser nur aussagefähig, wenn er genau zur selben Zeit und zu den genau den selben Bedingungen gemacht wird. Und zwar für mehrere Werte am Tag. (Ansonsten kann man sich die Messerei fast sparen.) Denn eine pH-Wert-Schwankung von etwa 0,5 Einheiten ist in Pflanzenbecken ohne CO2-Zugabe sehr häufig zu finden. Und Du hattest ja bisher keine CO2-Anlage.

Ok dachte ich mir, vllt. sind die Pflanzen
>> einfach krass gewachsen und haben ne Menge CO2 aus dem Wasser gesogen und
>> es so basischer gemacht. Ich habe dann mit pH-Minus von JBL (auf
>> Eichenextrakt basierend) gegengesteuert bis ich wieder bei meinem
>> Ursprungswert war.

PH-minus hört sich immer recht nett an, ist aber mit Vorsicht zu genießen. Viele Aquarianer verstehen nämlich die Funktion nicht. Und wundern sich dann, dass der pH-Wert nach kurzer Zeit wieder ansteigt. ;-) Was ja auch bei Dir passiert ist.
Hier die Auflösung: pH-Minus wirkt über die KH-Senkung, dabei wird CO2 frei, dieses wird natürlich wieder entweder von den Pflanzen aufgenommen oder entweicht auf natürlichem Weg über die Wasseroberfläche. Wenn dieses CO2 weg ist, steigt natürlich auch wieder der pH-Wert.
Um mit ph-Minus eine dauerhafte pH-Wert-Senkung zu erreichen, muss die KH massiv runter. Eine Halbierung der KH bringt eine ph-Wert Senkung von 0.3 Einheiten. Dazu braucht man aber nicht diese teure Zeug aus dem Laden. Salzsäure funktioniert da wunderbar.
Ach ja: Ursprungswert, von welchem Wert redest Du da? Wann, wie oft und unter welchen Bedingungen gemessen?

Zusätzlich habe ich vor 24 Std. eine Bio CO2
>> Anlage von JBL drangehängt, die ja so ca. seit 12 Std. produzieren sollte
>> (der Ausströmer-Stein gibt regelmäßig Bläschen ab).

Ein normaler Ausströmer ist so ziemlich das uneffektivste Gerät, um CO2 im Wasser zu lösen.

Trotzdem habe ich
>> jetzt, 4 Stunden später schon wieder einen pH von 6,6.
>> KH ist bei 3. Die war zwischendurch bei knapp 4, ist jetzt satt bei 3.

Ein ph-Wert von 6.6 bei einer KH von 3 ist eigentlich immer noch viel zu niedrig, die wenigsten Aquarianer schaffen dies ohne weitere Maßnahmen. Dein pH-Wert müsste sich eigentlich in einem Bereich von 6.9-7.4 einpendeln. Bei einer effektiven CO2 Zugabe von 15mg/l schaffst Du es auf einen ph-Wert von 6.7. Bei einer CO2 Zufuhr von 10mg/l liegt der ph-Wert bei 6.9.
lg
Beate
P.S. Obrige Rechnungen sind nur dann richtig, wenn Du wirklich eine KH von 3 hast. KH Tests im Aquarium messen nämlich nicht die KH, sondern das Säurebindungsvermögen im Aquarium und das ist nicht immer gleichzusetzen mit der KH.

Milehigh H

Homepage 

19.08.2010, 23:20

@ ehemaliger User

Ein Phänomen, das ich nicht erklären kann...

Hallo Beate und danke für die Umfangreiche Antwort.

Meine Ausgangswerte waren bisher immer stabil KH gut 3 und pH 6,5 (ein klein wenig mehr, aber einen genaueren Test habe ich erst jetzt). Gemessen habe ich bisher immer mit Tröpfchen Tests von JBL.

Habe mir jetzt durch dieses Vorkommnis einen genaueren Test besorgt, der nur den Bereich zwischen 6,0 und 7,6 abdeckt.

Naja, das ein Auströmerstein sicherlich nicht der Weisheit letzter Schluß ist, das hatte ich mir fast gedacht, aber das Ding war eben schnell verfügbar und ich hatte gehofft, das es als Sofortmaßnahme hilft.

Danke zu dem Hinweis bzgl. pH-Minus, mit der Erklärung verstehe ich dann natürlich auch, warum die Wirkung zwar sofort eintritt, aber eben nicht anhält.

Wenn ich dich recht verstanden habe, dann sind meine bisherigen Werte pauschal ja relativ ungewöhnlich. Kannst du dir denn vlt. einen Reim drauf machen, warum ich erst jetzt "im Grunde normale" Werte habe und nicht von Anfang an?

Und- gibt es außer CO2 noch einen anderen sinnvollen Weg den pH-Wert wieder abzusenken? Wie sieht es mit erlenzäpfchen aus?

LG Bernd

ehemaliger User

Homepage 

20.08.2010, 07:53
(editiert von laufer, 20.08.2010, 08:07)

@ Milehigh H

Ein Phänomen, das ich nicht erklären kann...

Hallo Bernd,
was ich jetzt schreibe ist recht spekulativ. Kann so sein, muss aber nicht.
1. Szenario:
Du hast ja recht hohe Härtewerte in Deinem Leitungswasser.
Wasserwerke schauen, wie sie die Korrosion in den Leitungen herabsetzen können.
Hohe KH und GH-Werte bedingen ein hohes Risiko, dass Kalk ausfällt.
Kalk ist schlecht.
Wie kann man verhindern, dass Kalk ausfällt?
Man schaut, dass genügend CO2 im Wasser ist, das die Hydrogencarbonate in Lösung hält. Je höher die Härte, desto mehr CO2 ist dafür nötig.
Du hast eine Osmoseanlage.
Osmoseanlagen können keine Gase zurückhalten. Du verwendest ja fast pures Osmosewasser, die 1,5 l Leitungswasser sind ja nicht allzuviel.
Das CO2 verbleibt im Permeat und gelangt auch so ins Aquarium. Durch den hohen CO2 Gehalt ist der pH-Wert niedrig. Am Anfang, wenn die Pflanzen noch nicht so groß sind, dauert es länger, bis dieser CO2-Gehalt abgebaut wird.
Doch je größer die Pflanzen und je mehr Pflanzen, desto größer der CO2 Bedarf.
Nun steigt der ph-Wert halt schneller nach oben.
Deshalb ist es ja so wichtig zu wissen, wann dieser niedrige pH-Wert gemessen wurde. Kurz nach dem Wasserwechsel, nur 1x in der Woche, zu welcher Tageszeit?

2. Szenario
Du hast Wurzeln, die ansäuern im Becken. Mit der Zeit laugen diese aus, der ph-Wert senkende Effekt lässt nach.

Nochmals: alles spekulativ. Gerade beim pH-Wert kann man ohne eine Testreihe über einen gewissen Zeitraum praktisch gar nichts sagen. Aber selbst dann, wenn man diese Kurve hat, müssen die Schlussfolgerungen warum die Kurve so verläuft und nicht anders, nicht unbedingt richtig sein.
Im Aquarium gibt es viel zu viel, was den pH-Wert beeinflusst (Filter, Pflanzen, Fütterung, Wurzeln, Besatz etc, etc.).
Und je weicher das Wasser, desto stärker können pH-Wert-Schwankungen auftreten.

lg
Beate
EDITH: Erlenzapfen sind in der Regel nicht in der Lage, großartig den pH-Wert zu senken. Du brauchst Du etwas, das richtig ansäuert, dabei geht aber auch die KH runter. Torf wäre eine Möglichkeit, anorganische Säuren das andere.
CO2 ist eine Ausnahme, bei Zugabe sinkt eben nicht die KH. Allerdings ist CO2 eine Pflanzendüngung, eine pH-Wert-Senkung über die empfohlenen CO2-Werte (10-30mg/l) hinaus, sehe ich sehr kritisch. Ist aber meine persönliche Meinung. ;-)

Milehigh H

Homepage 

20.08.2010, 22:58

@ ehemaliger User

Ein Phänomen, das ich nicht erklären kann...

Hallo zurück.
Du scheinst dich damit ja echt ordentlich auszukennen- ist da ein beruflicher Hintergrund vorhanden, oder einfach langjährige Aquarianer-Erfahrung?

Ich nehme mal Bezug, auf das, was du geschrieben hast.

>> 1. Szenario:
>> Du hast ja recht hohe Härtewerte in Deinem Leitungswasser.
>> Wasserwerke schauen, wie sie die Korrosion in den Leitungen herabsetzen
>> können.
>> Hohe KH und GH-Werte bedingen ein hohes Risiko, dass Kalk ausfällt.
>> Kalk ist schlecht.
>> Wie kann man verhindern, dass Kalk ausfällt?
>> Man schaut, dass genügend CO2 im Wasser ist, das die Hydrogencarbonate in
>> Lösung hält. Je höher die Härte, desto mehr CO2 ist dafür nötig.
>> Du hast eine Osmoseanlage.
>> Osmoseanlagen können keine Gase zurückhalten. Du verwendest ja fast
>> pures Osmosewasser, die 1,5 l Leitungswasser sind ja nicht allzuviel.
>> Das CO2 verbleibt im Permeat und gelangt auch so ins Aquarium. Durch den
>> hohen CO2 Gehalt ist der pH-Wert niedrig. Am Anfang, wenn die Pflanzen noch
>> nicht so groß sind, dauert es länger, bis dieser CO2-Gehalt abgebaut
>> wird.
>> Doch je größer die Pflanzen und je mehr Pflanzen, desto größer der CO2
>> Bedarf.
>> Nun steigt der ph-Wert halt schneller nach oben.
>> Deshalb ist es ja so wichtig zu wissen, wann dieser niedrige pH-Wert
>> gemessen wurde. Kurz nach dem Wasserwechsel, nur 1x in der Woche, zu
>> welcher Tageszeit?

Demnach müsste ich bei meinem Wasserversorger doch erfragen können (bzw. der Wasseranalyse entnehmen können (http://www.wvgn.de/downloads/WWFE1.PDF) ob das mit dem CO2 so seien könnte. Die Pflanzen SIND größer geworden, ohne Frage -aber ich gärtnere schon dagegen an.
Natürlich kann es ja sein, das sie mit der Zeit mehr CO2 verbrauchen- aber das das so plötzlich eintritt, DAS wundert mich. Ich habe alle meine Werte relativ regelmäßig gemessen, min. einmal pro Woche, manchmal auch mehr. Oft habe ich das vor dem WW gemacht, um an den NO3 Werten abschätzen zu können, ob mein Interval in Ordnung ist. Und über ein gutes halbes Jahr habe ich eben doch sehr konstant immer pH 6,5 (wie gesagt- manchmal ein wenig dunkler, aber def heller als 7) gehabt. Tageszeit der Messungen variiert- jedoch meist im Vormittagsbereich, weil da zumindest ein Kind nicht da ist und ein wenig mehr Ruhe herrscht.


>> 2. Szenario
>> Du hast Wurzeln, die ansäuern im Becken. Mit der Zeit laugen diese aus,
>> der ph-Wert senkende Effekt lässt nach.

Richtig, ich habe zwei Stücke Mangrove im Becken, die ich vorher auch nicht ewig gewässert habe. Aber wäre das Nachlassen des Säuerns nicht auch hier ein schleichender Prozess- und kein abruptes stoppen?


>> EDITH: Erlenzapfen sind in der Regel nicht in der Lage, großartig den
>> pH-Wert zu senken. Du brauchst Du etwas, das richtig ansäuert, dabei geht
>> aber auch die KH runter. Torf wäre eine Möglichkeit, anorganische Säuren
>> das andere.

Mit anorganischer Säure wollte ich eigentlich nicht rumdoktern. Außerdem (man macht sich ja so seine Gedanken) wäre es dann ja genauso wie mit einem pH-Minus Produkt, das nur ein temporärer Effekt zu erzielen wäre, oder? Über Torf filtern habe ich mir schon überlegt, ich benutze eh Tropol als Wasseraufbereiter- dies macht das Wasser leicht gelblich. Da sollte ein leichter Torfstich auch ncht mehr viel machen, oder?

>> CO2 ist eine Ausnahme, bei Zugabe sinkt eben nicht die KH. Allerdings ist
>> CO2 eine Pflanzendüngung, eine pH-Wert-Senkung über die empfohlenen
>> CO2-Werte (10-30mg/l) hinaus, sehe ich sehr kritisch. Ist aber meine
>> persönliche Meinung. ;-)

Kritisch, weil die Gefahr der Gasblasenkrankheit steigt?
Also wenn ich mir mal so eine KH/ pH Tabelle anschaue, sehe ich, das bei KH3 und pH6,6 26mg/L CO2 im Wasser sind (ist ne ca. Angabe nehme ich mal an...?) Das sollte doch ein Wert sein, mit dem ich ganz gut zurechtkommen müsste, oder?
Die Frage ist jetzt- wie erreiche ich den... Mit einer richtigen CO2 Anlage? Wie kontrolliere ich den CO2 - Gehalt dauerhaft? Es gibt da irgendwie so einen Dauertest, oder? Ist das genau- und macht es Sinn?
Dann könnte man da ja relativ schnell regulieren, wenn man in die eine Oder andere Richtung abdriftet.

Eines noch- ich habe vor ca. 4 Wochen eine Behandlung mit Furanol abgeschlossen. Anders als in der Packungsbeilage empfohlen, habe ich das Filtermaterial im Becken gelassen- aus dem ganz einfach Grund, das sich die Bakterien, die ich loswerden wollte ja def. auch dort aufhalten. Außerdem habe ich ja auf relativ wenig Besatz eine relativ große Menge Pflanzen, die ja auch eine Filterleistung haben. Ohne Frage sind aber bei der Behandlung ein großer Teil der Filterbakterien drauf gegangen- und da du oben weiter etwas von "Filter" geschrieben hattest, dachte ich mir, dass ich das nochmal eben schnell erwähne.

LG Bernd

ehemaliger User

Homepage 

21.08.2010, 10:13

@ Milehigh H

Ein Phänomen, das ich nicht erklären kann...

Hallo
>> Du scheinst dich damit ja echt ordentlich auszukennen- ist da ein
>> beruflicher Hintergrund vorhanden, oder einfach langjährige
>> Aquarianer-Erfahrung?
Kein beruflicher Hintergrund, reines Interesse an diesen Dingen. ;-)


>> Natürlich kann es ja sein, das sie mit der Zeit mehr CO2 verbrauchen-
>> aber das das so plötzlich eintritt, DAS wundert mich. Ich habe alle meine
>> Werte relativ regelmäßig gemessen, min. einmal pro Woche, manchmal auch
>> mehr. Oft habe ich das vor dem WW gemacht, um an den NO3 Werten abschätzen
>> zu können, ob mein Interval in Ordnung ist. Und über ein gutes halbes
>> Jahr habe ich eben doch sehr konstant immer pH 6,5 (wie gesagt- manchmal
>> ein wenig dunkler, aber def heller als 7) gehabt. Tageszeit der Messungen
>> variiert- jedoch meist im Vormittagsbereich, weil da zumindest ein Kind
>> nicht da ist und ein wenig mehr Ruhe herrscht.

>>
>>
>> >> 2. Szenario
>> >> Du hast Wurzeln, die ansäuern im Becken. Mit der Zeit laugen diese
>> aus,
>> >> der ph-Wert senkende Effekt lässt nach.
>>
>> Richtig, ich habe zwei Stücke Mangrove im Becken, die ich vorher auch
>> nicht ewig gewässert habe. Aber wäre das Nachlassen des Säuerns nicht
>> auch hier ein schleichender Prozess- und kein abruptes stoppen?

Okay, es ist ja anscheinend wirklich abrupt geschehen, also muss zwingend irgendetwas passiert sein.
>>
>> >> EDITH: Erlenzapfen sind in der Regel nicht in der Lage, großartig den
>> >> pH-Wert zu senken. Du brauchst Du etwas, das richtig ansäuert, dabei
>> geht
>> >> aber auch die KH runter. Torf wäre eine Möglichkeit, anorganische
>> Säuren
>> >> das andere.
>>
>> Mit anorganischer Säure wollte ich eigentlich nicht rumdoktern. Außerdem
>> (man macht sich ja so seine Gedanken) wäre es dann ja genauso wie mit
>> einem pH-Minus Produkt, das nur ein temporärer Effekt zu erzielen wäre,
>> oder?
Nicht direkt, jede KH-Senkung bedingt eine pH-Wert-Senkung. Nur die Mittel im Handel sind halt meist so niedrig dosiert, dass man da schon ordentlich reinschütten muss, um die KH abzusenken. Ich verwende z.B. 30%ige technische Salzsäure. Da reichen gerade mal 12 Tropfen. (Ist aber ein anderes Thema, da die pH-Wert-Senkung bei mir nicht im Vordergrund steht.)


Über Torf filtern habe ich mir schon überlegt, ich benutze eh
>> Tropol als Wasseraufbereiter- dies macht das Wasser leicht gelblich. Da
>> sollte ein leichter Torfstich auch ncht mehr viel machen, oder?

Jetzt wird es kompliziert. Tropol kenne ich zwar nicht, habe aber mal kurz bei JBL reingeschaut. Da steht was von Torf. Torf verhindert durch seine Inhaltsstoffe eine korrekte Messung der KH mit Hilfe der Tröpfchentests. Es funktioniert einfach nicht.Von daher muss man davon ausgehen, dass Deine Angabe von KH 3 nicht stimmt. Da aber ein gesetzmäßiger Zusammenhang zwischen KH/ph/ CO2 besteht, kann man diese Gesetzmäßigkeit bei Dir nicht mehr als Grundlage für irgendwelche Berechnungen nehmen. Denn ein falscher Wert bedingt automatisch die falsche Berechnung eines anderen Wertes.

Grr, zu viele Zeichen. Muss splitten.

ehemaliger User

Homepage 

21.08.2010, 10:33
(editiert von laufer, 21.08.2010, 10:41)

@ ehemaliger User

Ein Phänomen, das ich nicht erklären kann...

Weiter gehts:
>> >> CO2 ist eine Ausnahme, bei Zugabe sinkt eben nicht die KH. Allerdings
>> ist
>> >> CO2 eine Pflanzendüngung, eine pH-Wert-Senkung über die empfohlenen
>> >> CO2-Werte (10-30mg/l) hinaus, sehe ich sehr kritisch. Ist aber meine
>> >> persönliche Meinung. ;-)
>>
>> Kritisch, weil die Gefahr der Gasblasenkrankheit steigt?

Nein, ich sehe das kritisch, da bei einer hohen KH die benötigte Menge von CO2 sehr hoch sein muss, um den pH-Wert auf 7 oder darunter zu drücken. Da Fische definitiv kein CO2 zum Leben brauchen, sehe ich da auch keinen Sinn drin, diese mit so hohen CO2-Werten zu beglücken. Auch wenn diese damit anscheinend? kein Problem haben. Bei einer niedrigen KH ist dieser Punkt natürlich hinfällig.

>> Also wenn ich mir mal so eine KH/ pH Tabelle anschaue, sehe ich, das bei
>> KH3 und pH6,6 26mg/L CO2 im Wasser sind (ist ne ca. Angabe nehme ich mal
>> an...?) Das sollte doch ein Wert sein, mit dem ich ganz gut zurechtkommen
>> müsste, oder?

Ist soweit korrekt, aber wie oben angeführt, ist Deine reelle KH höchstwahrscheinlich nicht 3, sondern niedriger.

>> Die Frage ist jetzt- wie erreiche ich den... Mit einer richtigen CO2
>> Anlage? Wie kontrolliere ich den CO2 - Gehalt dauerhaft? Es gibt da
>> irgendwie so einen Dauertest, oder? Ist das genau- und macht es Sinn?
>> Dann könnte man da ja relativ schnell regulieren, wenn man in die eine
>> Oder andere Richtung abdriftet.

Es gibt zwei Arten von Dauertests, welche die man mit Aquarienwasser mischen muss, und welche die man pur verwendet.
Tests, die man pur verwenden kann (Dennerle-Ei) sind durch ihre fest definierte KH den anderen Tests weit überlegen, da diese durch andere Säuren oder Nitrat nicht beeinflusst werden können.
>>
>> Eines noch- ich habe vor ca. 4 Wochen eine Behandlung mit Furanol
>> abgeschlossen. Anders als in der Packungsbeilage empfohlen, habe ich das
>> Filtermaterial im Becken gelassen- aus dem ganz einfach Grund, das sich die
>> Bakterien, die ich loswerden wollte ja def. auch dort aufhalten.

Eine sehr interessante Information. Es kann durchaus sein, dass Du Deine Mikrobiologie durch das Mittel komplett durcheinander gebracht hast. Es gibt das Phänomen der so genannten pH-geregelten Denitrifikation. Das bedeutet, der pH-Wert stellt sich unabhängig von den Wasserpflegemaßnahmen (sprich Wasserwechsel) auf einen recht konstanten Wert ein. Verantwortlich dafür ist die Mikrobiologie im Becken. Zerstört man diese, gerät dieses fein abgestimmte System aus den Fugen und der ph-Wert kann sich abrupt ändern.

lg
Beate
P.S. Ich werde Dir nicht explizit raten, was Du machen sollst. Funktionieren tut so einiges. Entscheiden musst Du selber.

RSS Feed