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Fadenfischkrankheit

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Auch in unserem Aquaristik-Forum fühlen wir uns selbstverständlich den Zielen und Werten verpflichtet, die uns alle zu erfolgreichen Aquarianern machen sollen und ein konstruktives und respektvolles Miteinander garantieren.
G&G

15.01.2015, 14:07
(editiert von gerd5, 15.01.2015, 15:29)
 

Fadenfischkrankheit (Krankheiten)

Hallo zusammen,
ich habe seit knapp einem Jahr Honigguramis uns seit 2 Monaten noch ein Paar Fadenfische.
Mein Becken
Vorgestern mußte ich eins meiner Honiggurami Männchen aus dem Becken nehmen, scheinbar hatte es die FFK.
Beschreibung bei drtaWiki

1.) Ist die FFK wirklich so weit verbreitet und verkürzt das Leben der FF/Guramis ?

2.) Muß ich nach dem ersten Krankheitsfall etwas beachten?

3.) Gibt es Präventionsmaßnahmen?


Falls jemand schon mehr Erfahrungen mit Guramis/FF hat, wäre ich für ein paar Tips oder eine Strategie für eine möglichst gesunde Haltung sehr dankbar.
Bis jetzt habe ich WW, Zimtstangen, Erlenzapfen und Eichenblätter eingesetzt.
VG
Gerd

P.S. Ich habe ein wenig im Netz geforscht und auf der Seite drta-archive.de seriös wirkende Diagnosehilfen und Behandlungsmethoden gefunden.

Zunächst mal ist natürlich klar, dass man allgemein zu jedem (kleinen/eingebildeten) Symptom auch die passende Krankheit findet. Ich bin gegen unnötigen Einsatz von Medikamenten und habe bisher noch gar keine benutzt!

Ich beobachte allerdings bei meinen Fischen gelegentliches Schaben am Boden (Juliis - täglich) oder Blättern (Neons, Skalare - alle paar Tage, dass es mir auffällt) oder ruckartiges zuckendes Schwimmen (Otos - alle paar Tage). Im Zusammenhang mit dem toten Gurami frage ich mich aber, ob ich evtl. eine hohe Keim- oder Bakteriendichte in meinem Becken habe.
In diesem Zusammenhang habe ich über die Behandlung mit Kochsalz gelesen:
Salzbehandlung bei Pünktchenkrankheit
Hat das jemand schon einmal versucht und ist das vll. als Präventivbehandlung tauglich?

G&G

29.01.2015, 20:46
(editiert von gerd5, 29.01.2015, 20:51)

@ G&G

Fadenfischkrankheit

Gerd2:
Hey, Beileid wegen Deinem Gurami. Sind noch weitere Fische befallen? Brauchst Du noch Tips?
Gerd1:
Danke, danke. Nee, glücklicherweise war es nur der eine.
Gerd2:
Also scheint es keine Äh-pidemi zu sein!?
Gerd1:
Nee, wohl nicht. Die Fische sind auch wieder entspannt. Die Fadenfische hatten sich auch bei jedem Nieser aus einer Ecke des Beckens für den Rest des Tages an die Beckenabdeckung geknotet, aus Angst vor einer Infektion. Da hingen Sie dann Abends bis ich Sie mit Futtertabs mit Aspirin Aufdruck wieder ins Becken gelockt habe.
Gerd2:
Kling nach ziemlichem Stress!?
Gerd1:
Ich sach's Dir. Die Skalare haben sich um den Heizstab gewickelt und jeden, der zu nah kam, bis zur Besinnungslosigkeit in den CO2 Reaktor gestopft. Die Neons lagen den halben Tag auf den Lampenreflektoren um ja keine Erkältung zu kriegen.
Gerd2:
Dazu hätte ich den Fischen auch geraten. Da is' sich jeder selbst der nächste! Ich mach dagegen immer Sauna mit Salzaufgüssen.
Gerd1:
Habe den Fischen jetzt auch eine Schale mit Salz hingestellt, dann können Sie sich zwischendurch abhärten.
Danke für den Tip!
Aber jetzt ist ja alles gut....
Gerd2:
Immer gerne! Also wenn Du noch mal Fragen hast, ....
Gerd1:
Danke, Mann. Is' gut zu wissen, dass man nicht alleine ist.

G&G

16.02.2015, 18:20

@ G&G

Fadenfischkrankheit

Hallo zusammen (und Spaß beiseite),
nachdem niemand geantwortet hat auf meine erste Frage(n) und ich schon dachte: "Jetzt hast Du Dich mit einer dämlichen Frage, die niemanden interessiert und einem Problem, das es gar nicht gibt total blamiert und alle halten Dich im Forum für einen Typen, der mal schnell was in ein Forum schreibt, ohne sich vorher Gedanken zu machen oder im Forum zu recherchieren (ogottogott wie peiiinlich, hoffentlich mobbt mich jetzt keiner!?!) !". Na ja, da wäre vll. sogar ein kleiner Kern Wahrheit dabei;-)
Inzwischen sind aber ein ZFF Männchen und 2 Gurami Weibchen auch verstorben. Also 4 von 7 Labyrinthern tot innerhalb von 4 Wochen... übrigens mit ganz unterschiedlichen ersten Anzeigen:
1x Flossenfäule
1x Schuppensträube, "Schimmel" am Kiemen
1x gar nix
1x totale Apathie, und Flossenfäule
Allen anderen Fischen geht es gut. Ich warte jetzt erstmal noch ein paar Wochen bis ich wieder Fische reinsetze.
Also falls jemand einen Tip oder ähnliche Erfahrungen hat....
VG Gerd
(Falls nicht, wird das der längste und ergebnisloseste Austausch im Forum, der zusätzlich auch noch nur von einer Person geführt wurde..... also da hab ich mir die sozialen Netzwerke immer anders vorgestellt. Was soll ich den jetzt bei meinem nächsten Bewerbungsgespräch sagen, wenn die mich Fragen, ob ich Netzwerker bin? (Das ist jetzt keine offizielle Frage zu o.g. Thema!) :-| )

Quyrill

16.02.2015, 20:38

@ G&G

Fadenfischkrankheit

>>Was soll ich
>> den jetzt bei meinem nächsten Bewerbungsgespräch sagen, wenn die mich
>> Fragen, ob ich Netzwerker bin? (Das ist jetzt keine offizielle Frage zu
>> o.g. Thema!) :-| )

Shit, und gerade diese eine Frage hätte ich dir eventuell beantworten können.

Beileid zu deinem Friedhof der Fischeltiere. :(
Nachdem ich aber selbst noch nie Labyrinther als Untermieter hatte, kann ich dir da leider so gar keinen schlauen Tipp geben.

Kamen deine Fische alle vom selben Händler? Denn irgendwie klingt es für mich fast, als ob du eventuell dem Händler deines Vertrauens ein wenig weniger Vertrauen schenken solltest. Die Tiere scheinen doch ziemliche Mimosen zu sein, die beim Erste-Hilfe-Unterricht gepennt haben.
Aber hey, das ist ein sehr stümperhafter Tipp!

Vielleicht findet sich ja noch jemand, der ein wenig mehr Professionalität in die Antwort legen kann...

Wässrige Grüße,
An

Wolfgang N

18.02.2015, 22:42

@ Quyrill

Fadenfischkrankheit

Hallo Gerd,

mit Diagnosen über das Netz ist das so eine Sache... Das ist möglicherweise der Grund, warum bislang so wenig Resonanz war.

Wenn ich mir die vier von Dir beschriebenen Todesfälle betrachte, dann sehen drei davon wirklich wie ein bakterielles Problem aus.

In manchen Fällen wird das auch als die Ursache der Fadenfischkrankheit genannt. In anderen Fällen macht man ein Virus dafür verantwortlich. Anscheinend fehlt hier noch die notwendige Sicherheit.

Ob eine Salztherapie erfolgreich ist, lässt sich nur beurteilen, wenn man weiß, ob wirklich ein Bakterium der Verursacher ist und wenn man abschätzen kann, wie es auf Salz reagiert. Mit dem aktuellen Informationsstand würde ich davon abraten.

Ausgehend von der Möglichkeit, dass es entweder ein Bakterium oder ein Virus ist, könnte man versuchen, die Keimzahl und damit die Belastung für die Fische zu senken. Das erreicht man idealerweise durch mehrere (am Besten alle) dieser Maßnahmen:
- häufigere und größere Wasserwechsel
- Besatzreduzierung
- sparsame Fütterung
- Einsatz eines UV-Filters

Eine Erfolgsgarantie gibt es natürlich nicht. Dafür haben diese Maßnahmen den Vorteil, dass sie die Stressbelastung für die Fische nicht unnötig erhöhen.

Wichtig: Ein Medikamenteneinsatz macht nur Sinn, wenn man den Erreger mit Gewissheit bestimmt hat.

Tja, wie Du sicher merkst, kann ich dir keine So-geht-das-Lösung präsentieren. Versuche weiter Beobachtungen und Informationen zu sammeln. Wenn Du irgendwas hast, von dem Du denkst, dass es wichtig ist, dann melde Dich noch mal.

Tut mir leid, dass ich nicht mehr beitragen konnte

Wolfgang

G&G

26.02.2015, 10:25

@ Wolfgang N

Fadenfischkrankheit

Hallo Wolfgang,
ich bin ja normalerweise auch bemüht präzise Diagnosen zu liefern, dieses Problem ist aber sehr schwer einzukreisen. Mein Eindruck ist, dass ich mir etwas mit den Fadenfischen eingeschleppt habe. Der tote Fadenfisch hatte sich hinter der Rückwand versteckt und lag dort ein paar Tage bevor ich ihn rausgeholt, die Filterwürfel komplett durchgespült und innerhalb von 3 Tagen 2 große WW gemacht habe. Darauf hin sind die Guramis gestorben und mein Skalar Weib, was schon von Anfang an zur Kurzatmigkeit tendierte, frisst seit fast 3 Wochen nichts und hechelt vor sich hin Sieht man auch kurz im Film:Impressionen. Das Weibchen ist SW marmoriert.
Meine Welse und Skalar Nr3 sind davon anscheinend unbeeindruckt und die Neons auch. Ich werde den letzten Fadenfisch rausnehmen und erst mal abwarten, bevor ich neue Fische reinsetze.
Die Frage ist nun: kann ich etwas präventiv tun, wenn ich den Verdacht auf eine bakterielle Infektion habe, ohne das Biotop zu schädigen?
Da fand ich die Salzbehandlung am interessantesten, aber davon räts Du ja ab..

Ich hatte bis jetzt ja Glück mit Krankheiten und die Fische sind jetzt alle ein paar Jahre alt, vielleicht ist das sogar der Grund für die unterschiedlichen Symptome..
Gleichzeitig haben sich meine Corys vermehrt, so schlecht können die Bedingungen im Becken also nicht sein.

2 Fragen habe ich dennoch:

1. Was wäre damit, die Temperatur mal für eine Woche hochzufahren?
2. Was wäre mit einem externen Salzbad für das Skalar Weibchen?

VG Gerd

Wolfgang N

26.02.2015, 18:14

@ G&G

Fadenfischkrankheit

Hallo Gerd,

ich komme gleich direkt zu Deinen Fragen.

Zu 1.: Temperaturerhöhungen sind immer dann sinnvoll, wenn wir einen Erreger haben, der in seinem Lebenszyklus eine Schwärmerphase hat. Durch die Temperaturerhöhung und den dadurch schneller ablaufenden Lebenszyklus des Erregers verkürzt sich auch der Zeitraum der Schwärmerphase. Damit sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass es dem Schwärmer gelingt einen neuen Wirt zu finden, bevor der Schwärmer stirbt. Wenn man die Temperaturerhöhung mit täglichen, sehr großen Wasserwechseln kombiniert kann man die Menge der Schwärmer im Wasser zusätzlich reduzieren. Durch die erhöhte Temperatur wird zusätzlich das Immunsystem der Fische deutlich angeregt. Die Kombination aus gestärktem Immunsystem und verringertem Erregerdruck kann jetzt den Fischen zur Heilung verhelfen. Das funktioniert vor allem bei Ichthyophthiriose recht gut.

Bei Erregern dieses Schemas ist davon auszugehen, dass alle Fische potentiell infiziert sind. In Deinem Fall wäre denkbar, dass ein Teil der Fische in der Lage ist, den Erreger in Zaum zu halten. Zumindest, solange sie eine gute physische Konstitution haben. Für die anderen sieht es dann schlecht aus. Ihnen könnte dann eine Wärmebehandlung möglicherweise tatsächlich helfen. Um das abschätzen zu könne, müssen wir aber zuerst den Erreger kennen.

Zu 2.: Ein Salzbad macht hauptsächlich bei einem Befall durch Ektoparasiten Sinn. Das Salz reizt den Fisch zu übermäßiger Schleimproduktion, parallel stresst es die Parasiten. Im Idealfall führt das zu einem Abstoßen der Parasiten. Der Haken an der Sache: Selbst, wenn du den Fisch wirklich auf diesem Weg von den Plagegeistern befreien kannst, wird er beim Zurücksetzen ins Becken wieder neue Ektoparasiten einfangen. Du müsstest ihn vor dem Zurücksetzen erst sorgfältig wieder aufpäppeln, damit sein Immunsystem in Zukunft gegen die Parasiten ankommt. Dass Dir das dauerhaft gelingt, halte ich leider für unwahrscheinlich.

Abgesehen davon, klingen Deine Beschreibungen eher nicht nach Ektoparasiten.

Flossenfäule wird durch bakterielle Infektion hervorgerufen, ist oft Begleiterscheinung anderer Krankheiten.
Schuppensträube weist meist auf Organversagen (Niere) hin.
Apathie ist eine Begleiterscheinung anderer Erkrankungen.
Der "Schimmel" an den Kiemen wäre unter dem Mikroskop interessant...

Ansonsten könnte ich nur meine vier vorgeschlagenen Maßnahmen aus dem letzten Post wiederholen.

Sorry, mehr hab ich nicht... :-(

Wolfgang

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