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Filter für 980l Becken

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Auch in unserem Aquaristik-Forum fühlen wir uns selbstverständlich den Zielen und Werten verpflichtet, die uns alle zu erfolgreichen Aquarianern machen sollen und ein konstruktives und respektvolles Miteinander garantieren.
ehemaliger User

27.10.2015, 16:12
 

Filter für 980l Becken (Technik)

Halli hallo,

heute habe ich mir mein neues Becken bestellt. 200 x 70 x 70cm oder 980l. Jezt rätsele ich welche Filtertechnik ich nehmen soll.

Bisher hatte ich immer zwei Außenfilter an meinem Becken, was den Charme hat, dass man auch mal einen Filter reinigen kann ohne gleich das komplette Bakteriengleichgewicht aus den Fugen zu bringen.

Die zwei bisherigen Filter werden dem neuen Becken aber nicht gerecht. Deshalb bin ich nun über die richtige Filtertechnik bzw. den richtigen Filter am nachdenken.

Meine Favoriten dazu wären.

1. Eingeklebter Mehrkammerfilter. Den kann man ja ähnlich bestücken wie die guten alten Topffilter, nur dass dieser sich eben im Becken befindet.
Wie groß müßte dieser dimensioniert werden? Welche Erfahrungen habt ihr bzgl. der Standzeit?

2. Einen HMF. Habe zwar schon viel gutes darüber gelesen, aber irgendwie traue ich dem ganzen nicht so recht, aus dem Grunde, dass ich selbst noch nie einen HMF im Einsatz hatte.
Wie groß würdet ihr das Ding bauen? Was gilt hier noch zu beachten? Benötige ich paralell dazu noch einen Schnellfilter um Schwebstoffe aus dem Wasser zu holen?

3. Würdet ihr mir doch zu einem klassischen Topffilter raten? Dann lieber zwei getrennte Filter? Oder einen Brummer wie den Fluval FX6?

4. Habt ihr andere Ideen?

Danke für euren Rat.

Leo-FAN

27.10.2015, 20:09

@ ehemaliger User

Filter für 980l Becken

Hi Tobias,
kann dir bei dieser Beckengröße nur zu einem Mehrkammerinnenfilter oder einem HMF raten.
Einfach des Volumens wegen,und der daraus entstehenden Standzeit,die du mit einem oder auch 2 Topffiltern nicht hinbekommst. ( Liegt selbstverständlich am Besatz)
Bin mit meinem Kammerfilter mehr als zufrieden.Ich wasche lediglich die ersten beiden Schwämme in der 2 ten Kammer bei jedem Wasserwechsel aus,und erneuere 2 bis 3 mal in der Woche die Fillterwatte in Kammer 4 über dem Siporax.Ansonsten habe ich nur die ersten 5 Liter Siporax erneuert.... und das in 14 Monaten!
Bin mit meiner Wasserqualität und auch den geringen Schwebeteilchen sehr zufrieden auch ohne extra Schnellfilter.Und meine Fressmaschienen produzieren einiges :-)
Kann dir diesen nur empfehlen! Ich würde bei deiner Beckengröße und je nach Besatz ei Volumen von ca 125-150 L Einplanen.
Gruß Leo

Wolfgang N

28.10.2015, 00:34

@ ehemaliger User

Filter für 980l Becken

Hallo Tobias,

um eine wirklich sinnvolle Empfehlung abgeben zu können, fehlen noch ein paar wichtige Infos.

Welchen Besatz soll das Becken haben? Stubenreine Fische oder echte Riesenferkel? Besatzdichte? Bepflanzung? Bodengrund? Laub? Willst Du eventuell über Torf filtern?

Welche Ansprüche stellst Du an den Filter? Wartungsaufwand? Strömung? Umwälzung pro Stunde? Integrierte Technik? Heizung? UV-C? Wasseraufbereitung? CO2?

Wahrscheinlich ist nur ein kleiner Teil dieser Punkte für Dich interessant. Um Deine Frage richtig beantworten zu können müssten wir aber wissen, welche das sind. Vorher macht es keinen Sinn Dich vom Modell XYZ des Herstellers ABC überzeugen zu wollen. :-)

Nix für ungut

Wolfgang

ehemaliger User

28.10.2015, 06:46

@ Wolfgang N

Filter für 980l Becken

>> Hallo Tobias,
>>
>> um eine wirklich sinnvolle Empfehlung abgeben zu können, fehlen noch ein
>> paar wichtige Infos.
>>
>> Welchen Besatz soll das Becken haben? Stubenreine Fische oder echte
>> Riesenferkel? Besatzdichte? Bepflanzung? Bodengrund? Laub? Willst Du
>> eventuell über Torf filtern?
>>
>> Welche Ansprüche stellst Du an den Filter? Wartungsaufwand? Strömung?
>> Umwälzung pro Stunde? Integrierte Technik? Heizung? UV-C?
>> Wasseraufbereitung? CO2?
>>
>> Wahrscheinlich ist nur ein kleiner Teil dieser Punkte für Dich
>> interessant. Um Deine Frage richtig beantworten zu können müssten wir
>> aber wissen, welche das sind. Vorher macht es keinen Sinn Dich vom Modell
>> XYZ des Herstellers ABC überzeugen zu wollen. :-)
>>
>> Nix für ungut
>>
>> Wolfgang

Hallo Wolfgang,

der bisherige Besatz meines Aquariums wird mit umziehen. Über den weiteren Besatz bin ich mir noch nicht im Klaren. Es werden aber wahrscheinlich keine Riesenferkel, da der Besatz ja zum bestehenden passen muss.
Ich denke die Skalare bleiben die "Stars" im Aquarium. Ich kann mir dann weiterhin gut vorstellen meine Red Heads aufzustocken oder es mit anderen netten Vertretern dieser Art zu versuchen.
Desweiteren könnte ich mir Scheibensalmler vorstellen. Vielleicht wird es aber auch ein größerer Schwarm kleinerer Salmler wie Kirschflecks oder sowas.
Neuer Besatz ist nicht meine oberste Priorität, das wird sich mit der Zeit ergeben, erstmal mehr Platz für den bestehenden schaffen.

Von der Einrichtung wird es so ähnlich bleiben wie jetzt. Viel Holz und wenig bis gar keine Pflanzen. Bodengrund wird Sand werden, hier wahrscheinlich wieder Quarzsand.

UVC ist nicht geplant. Heizung könnte auch so im Becken hängen.
Wasser kommt hier für Südamerika perfekt aus der Leitung, eine zusätzlich Aufbereitung ist da wohl nicht notwendig, es wäre aber trotzdem ganz gut wenn die Möglichkeit bestünde auch mal Torfgranulat oder sowas einzulegen, man weiß ja nie was da noch kommt.

CO2 aufgrund von keinen Pflanzen auch nicht in Planung.

Bei der Umwälzung orientiere ich mich an den normalen Empfehlungen, also so PI mal Daumen den zweifachen Beckeninhalt.

Gestern habe ich mich bei Ing. Deters rumgetrieben und das Berechnungstool hat mir da ausgespuckt, das mir eine 48 cm² Matte reichen würde. Kann das richtig sein? Das mit dem HMF gefällt mir immer besser. Stelle es mir gerade so vor, dass in beiden hinteren Ecken je eine Matte mit einer 1000L Pumpe kommt. Wäre es hier sogar denkbar und vor allem auch sinnvoll den dahinter entstehenden Platz mit Zeolith oder Siporax zu füllen?

Bis dann

Tom

Homepage

28.10.2015, 08:21

@ ehemaliger User

Filter für 980l Becken

Hallo,

den Fluval FX5 oder 6 oder auch die anderen großen Topffilter würde ich nicht nehmen. Die sind vielleicht ausreichend, aber wirklich lange Standzeiten und damit ein streßoptimiertes Aquarianerleben sieht für mich anders aus ;-)

HMF funktioniert ja wirklich toll. Ist eine super Sache. Allerdings solltest du auch die (nur seltene) Reinigung im Auge haben. Ich habe lernen dürfen, dass es gar nicht so leicht ist, eine große Matte, die über 1 bis 2 Jahre zugewachsen und zugemullmt wurde, aus dem Becken zu kriegen und zu reinigen oder zu ersetzen. Dazu darfst du gerade bei so einem großen Becken gut rankommen und ich würde dir empfehlen, Trennscheiben aus Plexiglas bereit zu haben, mit denen du die Ecke, in der der HMF steht komplett abtrennen kannst, denn sonst hast du den ganzen Schmodder im Becken verteilt. Meine Tropheus haben damals sehr schlecht auf die Aktion reagiert.

Vielleicht willst du ja eine Rückwand von BTN oder Rockzolid einbauen? Dann wäre es vielleicht noch eine Option für dich, den Platz hinter der Rückwand als Filter zu verwenden. Ich mache da aktuell die besten Erfahrungen damit.

Grüße, Tom.

Wolfgang N

28.10.2015, 10:37

@ ehemaliger User

Filter für 980l Becken

Hallo Tobias,

mit den Angaben kann man was anfangen! :-)

Du brauchst ein Filterkonzept, mit dem Du einerseits über eine relativ große biologische Abbauleistung verfügst, andererseits aber auch eine große Anzahl Schwebeteilchen entfernen kannst. Letzteres sollte so passieren, dass die biologische Stufe möglichst vor Verstopfung geschützt ist.

Für den biologischen Teil drängt sich ein relativ langsam durchströmtes Medium auf. Technisch ist das nur mit einer großen Anströmfläche zu realisieren. Also mehrere Schwamm-Säulen, ein riesiges Filterbecken, oder der bereits von Dir erwähnte Mattenfilter.

Der mechanische Part für die Schwebstoffe wird praktisch immer auf die selbe Weise umgesetzt: Ein leistungsfähiger Schnellfilter (Powerhead o.ä.)mit feinem Substrat (Watte, Schaum), welches je nach Durchlass öfter mal gereinigt oder getauscht wird. Dieser Teil der Filterung ist selbst erklärend und bedarf keiner weiteren Ausführungen.

Anders der biologische Teil. Du hast Dich schon an der Berechnung versucht? Muss was schief gelaufen sein. 48 cm² (Bierdeckelformat) reichen natürlich nicht. :-) Wenn ich Deine Beckendaten (980 Liter, 2 x pro h) in das Deters-Tool einsetze, erhalte ich eine Fläche von 4.355 cm². Das entspricht einem Quadrat mit einer Kantenlänge von 66 cm. Oder einer Matte, die Du flach an eine der Seitenscheiben pappst. In Deinem Fall käme das fast Zentimetergenau hin. Das ist nebenbei die geometrisch beste (und billigste) Lösung.

Gebogene Matten haben einen großen Nachteil. Durch die Krümmung werden die Poren auf der Innenseite im Querschnitt stark verengt. Dadurch neigen sie stark zum Verstopfen. Außerdem ist in den gebogenen Matten die Strömungsgeschwindigkeit meist zu hoch.
Ein richtig dimensionierter Mattenfilter läuft mindestens 10 Jahre wartungsfrei.
Meist deutlich länger. Wer einen Mattenfilter vorher sauber machen muss, hat etwas grundsätzlich falsch gemacht. Die beliebtesten Fehler sind: gebogene Matte, zu hohe Durchströmungsgeschwindigkeit, zu kleine Fläche. Das gilt es zu verhindern.

Um die Matte zu betreiben genügt eine einzige Pumpe mit einer Leistung von 2.000 Liter/h. Diese Lösung ist erheblich kostengünstiger als die Variante mit zwei gebogenen Matten. Ganz nebenbei ist diese Konstellation die (theoretische) Ideallösung für diese Beckengröße.

Selbstverständlich kannst Du hinter der Matte auch noch andere Materialien einbringen. Mit Torf ergibt das Sinn. Mit Siporax oder Zeolith eher nicht. Ich versuche es mal ganz kurz zu erklären:

Siporax (Sinterglas) ist quasi Schaumstoff aus Glas mit sehr kleinen Poren. Daraus resultiert eine riesige Oberfläche. Weil diese Oberfläche eben so riesig ist, können furchtbar viele Bakterien darauf siedeln. Viel mehr als auf den meisten anderen Materialien. Daher bietet sich Siporax vor allem in Filtern an, die für ihre Pumpleistung eigentlich viel zu wenig Substratfläche haben. Meist sind dies Topffilter, Innenfilter, aber oft auch unterdimensionierte Filterbecken, bzw. Mehrkammerfilter. Dort leistet es gute Arbeit und macht auch wirklich Sinn!

Der Mattenfilter hat aber, bei richtiger Dimensionierung, eine völlig ausreichende Oberfläche. Die ist so groß, dass der Löwenanteil des Abbaus bereits auf den ersten paar Zentimetern der Matte passiert. Der unbedeutende "Rest" wird beim nächsten Durchlauf verarbeitet. Für das Siporax bedeutet das, dass es schlicht kaum was zu tun hat. Das Zeug würde sich langweilen. :-) Ergo, rausgeschmissenes Geld.

Oft wird als Argument für die Verwendung von Siporax der angebliche Nitratabbau heraufbeschworen. Das trifft es auch nicht ganz. Um eine Denitrifikation stattfinden zu lassen, brauche ich eine anaerobe Umgebung. Ein anaerober Filter ist aber äußerst unerwünscht. Das stinkt wie die Pest. (Ausnahme: Wodkafilter, Schwefelfilter...) Unsere Filter sind im Normalfall alle aerob. Und da funktioniert keine Denitrifikation. Punkt.

Wer das nicht glaubt, kann selbst bei seinem Siporax nachschauen. Durch die Denitrifikation entsteht gasförmiger Stickstoff. Der muss in Blasenform aufsteigen. Nur wenn das zu beobachten ist, wird auch Nitrat abgebaut. Alles andere ist Esoterik.

Mit Zeolithen verhält es sich etwas anders. Auch sie haben winzige Poren, allerdings sind diese für Bakterien viel zu klein. Zeolithe haben Ionentauschereigenschaften, wirken also nicht biologisch, sondern chemisch. Im Gegensatz zu einem biologischen Medium, was ja nur eine Besiedelungsfläche ist, müssen Zeolithe ausgetauscht oder regeneriert werden, da sie sich erschöpfen.

Normalerweise werden Zeolithe bevorzugt bei hoher Ammonium-Konzentration eingesetzt. Genau das kann aber ein Mattenfilter besonders gut. Also wird sich auch das Zeolith hinter der Matte langweilen. :-) Ergo, auch rausgeschmissenes Geld.

Torf hingegen nimmt weniger auf, er gibt ab. Fulvo-, Huminsäuren, Tannine und den ganzen Krempel. Der ist also hinter der Matte perfekt aufgehoben.

Na, war doch 'ne ganz kurze Erklärung, oder nicht? :-)

Wenn du noch Fragen hast, melde Dich.

Viele Grüße

Wolfgang

ehemaliger User

28.10.2015, 12:06

@ Wolfgang N

Filter für 980l Becken

Hallo Wolfgang,

vielen Dank für die ausführlich Erklärung. Als immer Topffilter-Besitzer ist es eigentlich kaum zu glauben, dass es mit einem HMF so einfach gehen soll.

Mit der Fläche der Matte habe ich mich dann wohl verguckt letzte Nacht.

Vom Aufbau her ist ja ein Mattenfilter an der Seitenscheibe recht einfach zu realisieren. Aber optisch stelle ich mir das nicht so tolle vor.

Wäre es hier auch denkbar, die Matte gerade in einer der hinteren Ecken zu platzieren. Also nicht gebogen! Ich habe dafür mal eine "Zeichnung" erstellt:
https://drive.google.com/...VGbXc/view?usp=sharing

Sollte es wirklich so einfach sein?

Wolfgang N

28.10.2015, 14:53

@ ehemaliger User

Filter für 980l Becken

Hallo Tobias,

ja, es ist wirklich so einfach. :-)

Selbstverständlich kannst Du die Matte auch an die hintere Scheibe stellen. Es wäre dann zu überlegen, ob Du sie mit einer Deko-Rückwand tarnst, so wie Tom es vorgeschlagen hatte. Der Nachteil ist dann natürlich, dass Dir (und den Fischen) Tiefe verloren geht. Zumindest für den Bereich der Matte. Alternativ kann man auch ein paar Stück Holz davor platzieren.

Dass die Position an der Seitenwand von Dir als störend empfunden wird, kann ich nachvollziehen. Das ist vor allem dann ganz mies, wenn die Seitenscheibe normalerweise einsehbar ist. Wenn sie glücklicherweise an einer Wand steht, ist das Problem gelöst. Der schmale Streifen Filtermatte an der Frontscheibe ist nach ein paar Monaten ganz dunkel und unauffällig. Das funktioniert also nur, wenn das Aquarium in einer Ecke oder neben einem anderen hohen Möbel steht.

Mattenfilter sind bei Topffilterfabrikanten nicht gerne gesehen. Haben sie doch schließlich viele Jahre lang mantramäßig heruntergebetet, dass ein guter Filter auch gutes Geld kosten MUSS. Daher fällt es auch heute noch vielen Aquarianern schwer, einem so billigen Konstrukt eine gute Funktionsweise zuzutrauen.

Topffilter haben durchaus ihre Daseinsberechtigung. Der Beweis sind viele gut laufende Aquarien. Nur stößt das Konzept mit zunehmender Beckengröße an seine Grenze. Irgendwann ist einfach der Wartungsaufwand zu groß und die biologische Filterung zu gering.

Schau Dir mal den Mattenfilter an meinem Aquarium an. Und zwar die Konstruktion und die Dimensionierung. Wenn ich heute (nach etwa 1,5 Jahren) die äußerst geringe Schlammbeladung anschaue, dann weiß ich, dass ich in den nächsten 10-15 Jahren garantiert keine Matte anfassen muss. Nicht mal zum absaugen.

Umgerechnet auf die Literzahl ist mein Mattenfilter sogar etwas kleiner als die für Dein Aquarium vorgeschlagene Matte. Trotzdem funktioniert das System problemlos. Allerdings halte ich die Besatzstärke auch unter dem Durchschnitt. Sieh es so: Wenn Du willst, kannst Du die Matte an der Rückscheibe noch ein Stückchen länger machen, und damit die Abbauleistung weiter steigern. Falls Du doch mal Riesenferkel reinsetzt. ;-)

Viele Grüße

Wolfgang

ehemaliger User

29.10.2015, 09:21

@ Wolfgang N

Filter für 980l Becken

Halli hallo,

ich glaube ich werde das mal austesten mit dem HMF. Was soll schon passieren? Notfalls kann man die Filtertechnik immer noch abändern. Werde in der Anfangszeit eh die beiden Außenfilter mitlaufen lassen, damit ich das Becken schneller besiedeln kann.

Was für eine Filltermatte benötige ich denn? Fein, mittel, oder grob? Dann könnte ich mir schon mal eine entsprechende Matte und Pumpe bestellen.

Bis dann

Wolfgang N

29.10.2015, 12:46

@ ehemaliger User

Filter für 980l Becken

Hallo Tobias,

welche Matte man nehmen soll? Das ist ein heiß und emotional diskutiertes Thema. Fehlt eigentlich nur noch, dass deswegen Bandenkriege ausbrechen. :-)

Angeboten werden im Fachhandel meist die drei Sorten fein (30 ppi), mittel (20 ppi) und grob (10 ppi). Die Abkürzung ppi (Pixels per Inch) soll die Zahl der Poren pro Zoll (2,5 cm) benennen.

Geeignet sind natürlich alle Mattentypen. Warum also überhaupt verschiedene? Das hängt mit der speziellen Betriebsbedingungen im konkreten Fall zusammen. Verallgemeinernd kann man sagen, das mit höherer Durchströmungsgeschwindigkeit eine gröbere Matte günstiger ist. Der Grund liegt darin, dass dann eher die Gefahr besteht, dass aufgewirbelte Teilchen die Poren verstopfen, was bei einer gröberen Matte natürlich nicht so schnell passiert.

Ein anderer Aspekt ist der gewählte Besatz. Wenn Du ein Artenaquarium nur mit Neonsalmlern hast, dann wird eine feine Matte problemlos bis zum jüngsten Tag arbeiten. Je mehr Erdarbeiter vorhanden sind, desto dringender ist eine mittlere, oder besser eine grobe Matte vorzuziehen.

Warum nimmt man dann nicht generell grobe Matten und gut? Na ja, die feineren haben einen recht angenehmen Vorteil. Sie sind steifer und stabiler. Das merkt man, sobald die Matte eine gewisse Beladung hat. dann steigt der Strömungswiderstand. Meist ist das so wenig, dass die Pumpenleistung sich gar nicht verändert. Wenn der Druckunterschied vor und hinter der Matte lediglich 1 Millibar (heute: 100 Pascal) beträgt, dann wird die Matte mit einer Kraft von 100 N/m² gegen die Seitenscheibe gedrückt. Bei einer Matte in der von dir angedachten Größe entspricht das einem Gewicht von gut 4 kg, welches auf eine nur am Rand befestigte Matte gelegt wird. Du kannst Dir gut ausmalen, wie sich das Ding durchbiegt. Eine grobe Matte natürlich viel schneller und stärker als eine feine Matte.

Diesem Effekt kann man mit Abstandshaltern entgegen wirken. Dazu nimmt man kleine Klötzchen aus dem gleichen Mattenmaterial, welche man mit einem Klecks Aquariensilikon auf die Rückseite pappt. Bei meinem Einrichtungsbeispiel 5 m³ habe ich bei den Technikbildern die Rückseiten meiner Matten abgelichtet. So oder ähnlich kann man das machen.

Um auf Deine Frage zurück zu kommen: Ich würde wegen der Geophagen ganz klar eine grobe Matte verwenden. Natürlich mit Abstandshaltern. Das ist aber nur meine persönliche Meinung.

Ein Tipp noch: Falls es keine Möglichkeit gibt, die Matte rundum fest und dicht zu klemmen, kann es passieren, dass sie nicht in Position bleiben will. Wenn dann das zu filternde Wasser dran vorbei strömt, ist das natürlich witzlos. In so einem Fall würde ich die Matte mit ein paar Haftpunkten (Aquariensilikon) an der Scheibe fixieren. Das lässt sich später mit einem Klingenreiniger problemlos wieder entfernen.

Viele Grüße

Wolfgang

ehemaliger User

31.10.2015, 19:31

@ Wolfgang N

Filter für 980l Becken

Hallo,

habe mir nun eine 20 ppi Matte in schwarz geholt. Werde die Matte doch an die Seitenscheibe bauen und mir dann eine Blende vor die unschöne Stelle setzen.
Als Pumpe betreibe ich dann eine 1400 L Powerhead dahinter.

Ich denke die Art des Einbaus ist auch von der Filterleistung her die beste.

Werde dann wahrscheinlich mein JBL 1501 als mechanischen Filter weiterlaufen lassen, dass steht aber noch nicht ganz fest.

Bis dann

ehemaliger User

11.11.2015, 10:07

@ ehemaliger User

Filter für 980l Becken

Hallo,

hinter der Matte laufen nun zwei JBL mit gemeinsam knapp 2200 Liter Pumpenleistung.

Jetzt stellt sich mir folgende Frage, kann ich diese beiden Pumpen nicht auch zusätzlich als Feinfilter laufen lassen?

Ich habe solche aufsteckbare Vorfilterkörbe -
Bild vom Vorfilterkorb -

die ich bspw. mit Watte oder einen feinen Filtermatte bestücken könnte.

Meint ihr das bringt was um feine Schwebeteilchen aus dem Wasser zu bekommen. Oder soll ich lieber eine zusätzliche Powerhead vor der Matte installieren?

Letztere Möglichkeit ist wahrscheinlich ein Stückchen effektiver, aber hinter der Matte hätte es den Charme keine weitere Pumpe installieren zu müssen und der Feinfilter wäre dann auch nicht im Becken sichtbar.

Bis dann

Tom

Homepage

11.11.2015, 14:11

@ ehemaliger User

Filter für 980l Becken

Hallo,
hinter der Matte gibt es keine feinen Schwebteile, die du auf diese Weise rausfiltern könntest.
Grüße, Tom.

ehemaliger User

11.11.2015, 14:58

@ Tom

Filter für 980l Becken

Hallo Tom,

danke für die Info. Auch bei einer groben Matte landen dort keine feinen Schwebstoffe?

Bis dann

Tom

Homepage

11.11.2015, 15:49

@ ehemaliger User

Filter für 980l Becken

Nein, auch die grobe Matte ist schon bald so zugesetzt, dass keine Schwebstoffe durchkommen. Wenn du wirklich regelmäßig was zum rausfiltern hast, dann kommst du um einen Schnellfilter an anderer Stelle kaum rum. Würde ich aber abwarten, ob das wirklich so ist.

Grüße, Tom.

Wolfgang N

11.11.2015, 15:51

@ ehemaliger User

Filter für 980l Becken

Hallo Tobias,

das ist im Prinzip des Mattenfilters begründet. Die Porendichte spielt da keine Rolle. Er ist nun mal ein biologischer Langsamfilter. Das Wasser strömt einfach nicht schnell genug in die Matte, um eine nennenswerte Menge Schwebeteilchen mitzureißen. Für biologische Filterung ist das optimal. Für mechanische Filterung allerdings nicht brauchbar.

Du wirst den Schnellfilter wohl oder übel außerhalb der Matte platzieren müssen. Nur dort kann er seine Aufgabe erfüllen.

Viele Grüße

Wolfgang

Wolfgang N

11.11.2015, 15:56

@ Tom

Filter für 980l Becken

Nachtrag für Tom:

Wenn ein Mattenfilter sich zusetzt, ist in den meisten Fällen die Ursache in einer zu hohen Durchströmungsgeschwindigkeit zu suchen. Sie sollte idealer Weise im Bereich von 5-10 cm/min liegen.

Wird die Durchströmungsgeschwindigkeit zu hoch angesetzt, mutiert die Matte mehr und mehr zum Schnellfilter. Dann setzt sie sich natürlich bald zu.

Wenn ein Mattenfilter nicht mindestens 10 Jahre wartungsfrei läuft, dann hat man etwas falsch gemacht. ;-)

Nix für ungut

Wolfgang

ehemaliger User

19.11.2015, 09:35

@ Wolfgang N

Filter für 980l Becken

Hiho,

noch eine Frage bzgl. des Mattenfilters. Dieser befindet sich an der linken Seitenscheibe. Da ich aber derzeit mit Strömungen spiele habe ich an der rechten Seitenscheibe momentan ca. 6000 Pumpenleistung, davon 3000 Liter durch Eheim Streamon, 2000 durch JBL Proflow U2000 mit aufgesetzten Düsenstrahlrohr + zusätzlich noch irgendwo bis 1000 Liter von meinem JBL 1501.

Diese Pumpen strömen alle in Richtung Mattenfilter.
Vielleicht wird noch eine zusätzliche Strömungspumpe installiert. Zum Testen habe ich mir vorläufig eine 12000 Liter Billig-Strömungspumpe geordert.

Bei Mattenfiltern ist ja die Anströmgeschwindigkeit ein Faktor. Wird die Effektivität des Mattenfilters hier durch die zusätzliche Strömung beeinträchtigt?

Bis dann

Wolfgang N

19.11.2015, 10:05

@ ehemaliger User

Filter für 980l Becken

Hallo Tobias,

die Anströmgeschwindigkeit ist völlig wurscht.. Entscheidend ist die Durchströmungsgeschwindigkeit, also wie schnell das Wasser durch die Matte strömt. Und das ist nur davon abhängig, welche Wassermenge pro Zeit hinter der Matte wieder rausgepumpt wird. Nur diese Menge kann durch die Matte durch.

Du kannst also vor der Matte einen Whirlpool einrichten, Tsunamis verursachen, sogar mit Powerheads die Matte direkt anpusten. An der Durchströmungsgeschwindigkeit wird das alles nichts ändern. :-) Zumindest, so lange die Strömung die Matte nicht wegfetzt. :-D

Wenn ein Mattenfilter richtig dimensiomiert ist, kann man ihn nur sehr schwer am Arbeiten hindern.

Viele Grüße

Wolfgang

ehemaliger User

19.11.2015, 12:22

@ Wolfgang N

Filter für 980l Becken

Hallo Wolfgang,

danke! Da bin ich ja beruhigt.

Bis dann

ehemaliger User

24.11.2015, 14:04

@ ehemaliger User

Filter für 980l Becken

Halli hallo,

und weiter geht es mit der Fragerei.

Da ich ja derzeit viel Strömung im Becken erzeuge fressen meine Pumpen doch eine Menge Strom.

1. JBL ProFlow 2000 - läuft als Schnellfilter - 35W
2. Strömungspumpe 12000 Liter - 24 Watt
3. JBL Pumpen für Mattenfilter - 24 Watt
4. Eheim Stream on 3000 - 7 Watt
5. JBL 1501 - 20 Watt

Insgesamt also 125 Watt rund um die Uhr.

Wie wäre es wenn man anstatt der Kreiselpumpen eine Strömungspumpe hinter der Matte betreibt? Diese fressen ja deutlich weniger Leistung.

Wenn ich mir die Eheim Streamon anschaue, hat diese ja einen runten Auslass denke mit ca. 40mm Durchmesser (kann jetzt gerade nicht Nachmessen). Dieser müsste vom Prinzip gerade durch die Matte geführt werden.

Wie könnte man diesen durch die Matte führen? Denke der muss ja runtherum dicht abschließen. Hat da jemand Erfahrung wie man sowas bastelt?

Danke!

ehemaliger User

23.03.2016, 20:40

@ ehemaliger User

Filter für 980l Becken

Hiho,

mein Mattenfilter ist jetzt etwas über 4 Monate eingebaut. Habe ihn gebaut wie hier diskutiert.
Also Matte 70 x 70cm plus 2 x 1100 Liter Pumpe dahinter.

Muß sagen das läuft sehr gut und macht außer mal die Ansaugkörbe der Pumpen abzuspülen keine Arbeit.

Wasserwerte sind trotz meiner "Fressmaschinen" im Becken super und vor allem stabil! Kostentechnisch ist der Filter auch kaum zu schlagen, grob überschlagen mit Pumpen, Kabelkanal, Silikon und Matte max. 120 €, das für knapp 1000l.

Bis dann

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Filter für 980l Becken
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