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Großer Wasserwechsel , wirklich NÖTIG ?

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Auch in unserem Aquaristik-Forum fühlen wir uns selbstverständlich den Zielen und Werten verpflichtet, die uns alle zu erfolgreichen Aquarianern machen sollen und ein konstruktives und respektvolles Miteinander garantieren.
snooze

03.05.2013, 21:53
 

Großer Wasserwechsel , wirklich NÖTIG ? (Einrichtungsbeispiele)

Hallo,
stoße hier ein Thema an, wo sich die Geister scheiden.
Es wird viel über den Wasserwechsel geschrieben , auch gehen die Meinungen hier auseinander.
Habe einen Versuch gestartet , dieser ist nun schon 7 Wochen am laufen. Im meinem Becken " Little Dschungel" wird nur Wasser nachgefüllt. Bin zu der Erkenntnis gekommen , dass wenn das Becken gut eingefahren , stark bepflanzt , gut beleuchtet die Co2 Zugabe stimmt und man eine Horde von Garnelen, Welsen und Schnecken hat und der Besatz an Fischen stimmt , ist ein großer Wasserwechsel nicht unbedingt nötig.

Bei sehr stark besetzten Becken , empfindlichen Fischen, oder pflanzenlosen Becken, ist dies nartürlich nicht anzuwenden.



Was meint Ihr dazu ? Wie sind eure Erfahrungen?http://www.einrichtungsbeispiele.de/forum/more_smilies.php#

Lg

Thomas

xPaul23x

03.05.2013, 23:26

@ snooze

Großer Wasserwechsel , wirklich NÖTIG ?

Hallo Thomas,

ich grüße Dich, ich wechsel immer alle 3-4 Tage etwa 1/3 Wasser, bei einem Malawi Becken .

Mein Großvater hat ein 400 L Becken so wie du es beschrieben hast, und hat das Wasser seit 2 Jahren nicht getauscht und es ist ein wunderschönes Becken und es funktioniert super.

Ich bin ganz deiner Meinung das das ganze sehr individuell zu betrachten ist.

Ich konnte Dir vielleicht nicht helfen, aber ich wollte Dir meine Meinung schreiben.

Vg Christian

Cichlid Power

04.05.2013, 11:36

@ snooze

Großer Wasserwechsel , wirklich NÖTIG ?

Hallo,

pauschal kann man nicht sagen, ob der WW nötig ist oder nicht, da dies von sehr vielen Faktoren abhängt (die du selber ja schon genannt hast).

Auch denke ich, dass WW nötiger werden, je größer die Fische werden (nicht vom Alter), da wesentlich mehr Abfall anfällt als bei kleineren Fischen. D.h. dass in einem richtig besetzten Malawibecken mehr WW gemacht werden sollte als z.B. in einem richtig besetzten Salmlerbecken.

Auch ich habe Erfahrungen mit wenig Wasserwechseln gesammelt und werde sie nun beschreiben:

Bei mir im Keller steht ein 200 Liter Aquarium. Dieses Aquarium hat neben Sandkastensand und Sandsteinen einen riesígen Haufen Wurzeln aus dem Wald spendiert bekommen, die ich ohne weitere Behandlung einfach reingeworfen habe. Innerhalb kürzester Zeit waren sämtliche Wurzeln mit einem dicken Baktierienrasen überzogen, doch ich habe das Becken einfach laufen lassen (Noch ohne Besatz an Fischen und Pflanzen). Nach fast einem Monat habe ich erste Pflanzen eingesetzt, und zwar Anubias, aber auch nur wenige (4 kleine). Dazu habe ich wenige Muschelblumen gesetzt. Wasser hatte ich bis dato nicht gewechselt. Die Muschelblumen wuchsen halbwegs gut, später dann immer besser. Die Anubias habe ich dann rausgenommen und konnte nach 2,5 Monaten den Besatz einsetzen. Ich entschied mich für 20 Kupfersalmler, und sonst nichts. In den nächsten 3 Wochen nach dem Einsetzen der Salmler wuchsen die Muschelblumen immer stärker, einige erreichten den Durchmesser eine CD und über 80 cm Wurzellänge. Bald war das Be´cken komplett zugewuchtert, die Strömung fiel dementsprechend niedrig aus. Und...die Fische hatte ich nicht ein Mal gefüttert.
So lief das Becken, ich kippte ab und an mal 1-2 Liter Wasser nach (alle 2 Wochen),die Verdunstung hielt sich in Grenzen.
Gefüttert habe ich das erste mal nach etwa einem Monat, und diesen Rythmus behielt ich bei. Über die Wurzeln, die zwei Tage im Teich lagerten, waren viele wichtige Oranismen ins Becken gelangt, die nun auch als Nahrung dienten.
Faulten bei einer Muschelblume die Blätter, entfernte ich diese nicht.
So läuft das Becken nun gute 6 Jahre.Ob die Kupfersalmler mehr geworden sind, weiß ich nicht, ich sehe es ja nicht, aber wenn ich Tiere sehe, haben sie dicke Bäuche,was für keine Unterernährunng spricht.

Der Pflegeaufwand kurz zusammengefasst:
-Alle 2 Wochen 1-2 l Wasser nachkippen
- Einmal im Monat Fütterung mit Frostfutter
- Keine Filterreinigung
- Keine Gärtnerarbeiten außer hier und da mal eine Muschelblume an Interessierte weitergeben


Solange wie das Becken so gut läuft und nichts stinkt, lasse ich das Becken laufen.



Es ist einfach nur wichtig, eine gute Mischung aus Pflanzen und Tieren zu finden, besonders von der Menge her.

gruß,
7Tim

Tanja B.

04.05.2013, 13:40

@ snooze

Großer Wasserwechsel , wirklich NÖTIG ?

Hej Thomas!

Ich beurteile ob ich Wasserwechseln muss oder nicht nach dem Leitwert. Ich fülle verdunstetes Wasser so lange auf, bis der Leitwert eine Zahl erreicht hat, die an der Grenze meines Besatzes liegt.

PH, GH und KH müssen sich nicht zwingend ändern, obwohl der Leitwert ansteigt, so ist das die sicherste Variante der Bestimmung der Wasserwechselintervalle.

Zur Verdeutlichung: Ich habe in irgendeinem Forum mal einen Bericht gelesen, indem ein Auqarist weiches leicht saures Quellwasser für seine empfindlichen Fische zum Wasserwechseln verwendet hat. Niedrige Härte und ein PH von 6,5 schienen ihm optimal. Bis er einen Leitwertmesser reingehalten aht udn ein enorm hoher Wert zutage trat. Daraufhin kam raus, dass das Wasser wohl mit Phosphat oder Nitrat "belastet" war und vom Leitwert nciht für seine Fische geeignet.

Mich persönlich würde bei deinem Projekt nun das Leitwertverhalten in deinem Projekt ist.

Denn: bleibt der Leitwert niedrig, so hast du einen guten Stoffkreislauf. Steigt dieser, so salzt dein Wasser schrittweise auf. Wie füllst du übrigens nach? Aufgrund der vermutlichen AUfsazlung solltest du nur mit Destilliertem Wasser also Reinstwasser auffüllen. Denn nur so verhinderst du eine schrittweise Aufsalzung (Verdunstendes Wasser ist Reinstwasser, zurück blieben die Mineralien.

Bin gespannt udn würde mich sehr freuen, wenn du die Möglichkeit hättest den Leitwert in mikrosiemens (hier beim Leitwertgerät darauf achten, dass es Mikrosiemens angibt, sonst ist der Wert nicht aussagefähig!) mal über ein paar Wochen/Monate (?) zu dokumentieren.

Viele herzliche Grüße!
Tanja

snooze

07.05.2013, 19:57

@ Tanja B.

Großer Wasserwechsel , wirklich NÖTIG ?

Hallo Tanja,

Fülle nur das verdunstete Wasser nach ( Tägliche Verdunstung geschätzt 2 Liter) Der Leitwert schwankt so um die 220 bis 300 mikrosiemens/cm , ist zwar etwas zu hoch für den Besatz. Macht den Jungs aber nichts , es wird fleissig abgelaicht. Fülle verschittenes Wasser nach , gehe über Ani und Kati. Ph ist z.Z. bei 6,68, KH 3 bis 4 .,Nitit 0 ,Nitrat so um 10 bis 20 je nach Düngung . Komme noch mal auf den Leitwert zu sprechen , schätze das mein Bodengrund ( Bonsai-Erde) und / oder die Düngung an den höheren Salzgehalt schuld ist ?

lg Thomas

snooze

07.05.2013, 20:02

@ xPaul23x

Großer Wasserwechsel , wirklich NÖTIG ?

Hallo ,

danke dir , für deine Ausführung.

Was für ein Becken hat dein Großvater ( Besatz , Pflanzen ? )

lg Thomas

snooze

07.05.2013, 20:09

@ Cichlid Power

Großer Wasserwechsel , wirklich NÖTIG ?

Hallo,

danke für deinen ausführlichen Bericht. Dein Kellerbecken zeigt , daß wenn alle Faktoren stimmen , ein Becken ohne viel Aufwand , zu unterhalten ist. Was mich sehr interesiert ist , was deine Fische fressen. Es muss ja ein sehr großer Bestand an Kleinlebewesen im Becken vorhanden sein ?

Lg

Thomas

Cichlid Power

07.05.2013, 20:47

@ snooze

Großer Wasserwechsel , wirklich NÖTIG ?

Es muss ja
>> ein sehr großer Bestand an Kleinlebewesen im Becken vorhanden sein ?



Hallo Thomas,

da hast du recht. ich vermute die Nahrung kommt von verschiedenen Seiten:

a.) Die Tiere legen Eier, die anderen wiederrum als Nahrung dienen

b.) Die Lagerung der Wurzeln im Gartenteich hat viele kleine Lebewesen ins Becken gebracht, die sich dort vermehren. Unsere oldfische zum Beispiel werden auch so gut wie nie gefüttert und sind immer schön pralle - gut, dafällt auchnoch Futter auf die Wasseroberfläche, aber trotzdem.

c.) Es hat sich mit der Zeit sehr viel Mulm angesammelt, da ich abgestorbenes Material nicht entferne, in dem ebenfalls viel brauchbares Kleinkram wohnt.

Es bleibt also spannend, wie lange das Becken noch so läuft.

Gruß,
Tim

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