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Optimale Filterung Malawibecken?

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Auch in unserem Aquaristik-Forum fühlen wir uns selbstverständlich den Zielen und Werten verpflichtet, die uns alle zu erfolgreichen Aquarianern machen sollen und ein konstruktives und respektvolles Miteinander garantieren.
Antje 78

Homepage 

10.10.2010, 09:50
 

Optimale Filterung Malawibecken? (Technik)

Hallo ihr alle!

Nachdem ich bei meinen Besatzfragen so viel Unterstützung bekommen habe, erhoffe ich mir das auch für die Filterung :-)
Also, es entsteht ein 300l Malawibecken ( mein erstes, ist noch in der Planung ) und ich bin mir nicht sicher, ob ein Filter für das Becken reicht.

Beim Rio 300 ist der Juwel Bioflow 6.0 schon installiert
-Pumpenleistung: 1000 l/h
-Filtervolumen: 6,00 l

Ich wollte eigentlich auf einen Außenfilter umsteigen
Eheim classic 2217
-Leistung: 1000 l/h oder
Eheim professionel 3 2073
-Leistung 1050 l/h

Hier bei EB werden viele ( oder alle? ) Malawibecken mit 2 Filtern betrieben. Wäre denn 1 Außenfilter (s.o.) nicht ausreichend? Oder sollte ich den Innenfilter drin lassen und mit einem der Außenfilter kombinieren?

Freu mich auf eure Hilfe!

LG antje 78 :-)

Der Schweizer

Homepage 

10.10.2010, 12:08

@ Antje 78

Optimale Filterung Malawibecken?

Hallo Antje

Das ist so ne Sache mit der Filterung.....

Die Basis für die Wal der Fitlerung ist der starke Stoffwechsel unserer Malawis.Das bedeutet, die Tiere fressen gierig (werden oft auch zu stark gefüttert) und scheiden dementsprechend auch wieder viel aus.

Die Ausscheidungen gelangen direkt in den Nitrifikations-Prozess: Ammoniak/Ammonium - Nitrit - Nitrat

Optimal für jedes Aquarium wäre ein sehr leistungsstarker Biofilter. Die sich auf dem Biofiltersubstrat ansiedelnden Millionen von Nitrifikationsbakterien bauen Schadstoffe sehr effizient ab.
Allerdings besteht bei einer Biofilterlösung das Handicap, dass die Wasserumwälzung nur sehr schwach ist und somit Exkremente und z.Bsp. abgestorbene Pflanzenreste nicht oder nur ungenügend aus dem Becken "gesiebt" werden. Im endeffekt würde das Wasser zwar chemisch gut gereinigt, das Becken bliebe aber trotzdem voll "Sch...e".

Um diesem Problem entgegen zu wirken bestehen meines Erachtens zwei Lösungsansätze, welche hier auf EB auch fast durchs Band angewendet werden.

1. 2-Filtersystem:
Beim 2-Filter-System (welches Du auch angesprochen hast) arbeitet ein Filter als Biofilter. Das Wasser läuft also sehr gemächlich durch den Filter und die Fitlermedien darin sind so gewählt, dass sich auf deren Oberflächen optimal Bakterien ansiedeln und vermehren können.
Der zweite Filter in diesem System möchte ich hier als Schnellfilter bezeichnen. Er hat eine rein mechanisch reinigende Wirkung. Hier ist eine starke Ansaugung und somit ein schneller Wasserdurchfluss wichtig. Die Filtermedien könnten sich rein theroretisch nur auf Filterwatte reduzieren. Die groben Schmutzpartikel werden durch den starken Sog in den Filter gerissen und bleiben dort in der Watte hängen. Der Schnellfilter wirkt dann in diesem Falle auch gleich als Strömungserzeuger.

2. Biofilter / Strömungspumpen
In meinem Beispiel stelle ich diese zweite, meiner Meinung nach effizientere Lösung vor. Der Biofilter wird grosszügig dimensioniert und der Einlauf wird grossflächig über die gemsamte Beckenhöhe angelegt. Wichtig ist wiederum, dass das Wasser möglichst langsam durch den Biofilter gesogen wird (bei mir max. 1000 Liter / h - abhängig vom Filtervolumen). Mittels perfekter Ausrichtung einer oder mehrerer Strömungspumpen, wird im Becken ein starker Wasserkreislauf erzeugt, welcher die groben Schmutzpartikel dem Biofilter-Ansaug-Mechanismus zu schwemmt. Die Schmutzpartikel werden dann trotz geringer Biofilter-Pumpen-Leistung in die Vorfilterkammer desjenigen getrieben.

Der Vorteil des zweiten Ansatzes ist, dass weniger Wartung anfällt (nur ein Filter) und, dass in aller Regel der Stromverbrauch tiefer liegt als beim Betrieb mit 2 Filtern (Strömungspumpen haben meist geringere Stromaufnahme)

Das Resultat bei beiden Lösungen in Bezug auf die Wasserqualität ist aber in beiden Fällen dasselbe.

lG Silvan

Antje 78

Homepage 

11.10.2010, 08:01

@ Der Schweizer

Optimale Filterung Malawibecken?

Hallo Silvan,

danke für die schnelle und ausführliche Antwort!

Also könnte ich den vorhandenen Juwel-Innenfilter mit 1000 l/h nur mit Filterwatte bestücken und als Schnellfilter benutzen, der auch Strömumg erzeugt,
und als Außenfilter einen der beiden von Eheim nehmen. Oder sollte ich dann einen Filter mit geringerer Leistung wählen, damit das Wasser nicht zu schnell durchfließt? Wieviel l/h wären angebracht?

LG antje

Der Schweizer

Homepage 

11.10.2010, 09:21

@ Antje 78

Optimale Filterung Malawibecken?

Hi Antje

Ganz genau :-)
Ich würde dann als "biologischen" Aussenfilter den Eheim Professional III 2073 oder noch viel besser den Eheim Professional II 2075 wählen. Beide Modelle sind, soviel ich weiss, von der Durchflussmenge her regelbar. Der 2075 hat aber gut 2 Liter mehr Filtervolumen, was der biologischen Filterung sehr entgegen kommt. Da der Aussenfilter ja meist unterhalb des Beckens positioniert wird und das Wasser ins AQ hochgepumpt werden muss, verlangsamt dies den Durchlauf zusätzlich, was wiederum positiv für die biologische Wirkung ist.

lG Silvan

Antje 78

Homepage 

11.10.2010, 21:15

@ Der Schweizer

Optimale Filterung Malawibecken?

Super!!

Vielen Dank für die Hilfe :-) Dann werd ich mir den Eheim 2075 holen.

LG antje

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