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Projekt "Bodengrundwechsel"

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Auch in unserem Aquaristik-Forum fühlen wir uns selbstverständlich den Zielen und Werten verpflichtet, die uns alle zu erfolgreichen Aquarianern machen sollen und ein konstruktives und respektvolles Miteinander garantieren.
Yasmine

31.08.2015, 14:38
 

Projekt "Bodengrundwechsel" (Einrichtung)

Hallo zusammen

Ich habe momentan noch blau-schwarzer Kies (Anfängerfehler) in meinem 125l-Becken, den ich bald mal wechseln möchte. 1. gefällt er mir nicht mehr und 2. möchte ich, dass die roten Neon besser zur Geltung kommen. Zudem hab ich 1 Antennenwels, 2 Schmetterlingsbuntbarsche und ein paar Amano- und Zwergfächergarnelen.

Nun hab ich genau 3 Fragen an die Profis:

1. Kies oder Sand? Was macht mehr Sinn bei meinen Besatz? Oder spielt es hier in meinem Fall keine Rolle und es ist einfach Geschmacksache?

2. Welche Farbe würdet ihr mir empfehlen? Hersteller? Weiss oder schwarz? Oder doch braun? Wobei mir braun am wenigsten gefällt. Ich tendiere zu schwarz.

3. Habt ihr mir Tipps für den Bodengrundwechsel? Wer hat Erfahrungen? Wie geht man am besten vor? Alles raus, inkl. Pflanzen und Fische und dann wieder alles rein? Oder gibt es noch ein paar Tricks?

Danke für eure Hilfe im Voraus.
Liebe Grüsse
Yasmine

Wolfgang N

31.08.2015, 17:28

@ Yasmine

Projekt "Bodengrundwechsel"

Hallo Yasmine,

ich melde mich einfach mal, obwohl ich mich absichtlich nicht zu den Profis zähle. Ich hoffe, das ist nicht so schlimm. Die "echten" Profis werden sich bestimmt auch noch melden. ;-)

Zur ersten Frage:

Du hast von den Schmetterlingen mal abgesehen keine Art, die richtig doll auf Sand abfährt, Daher muss es nicht zwingend feiner Sand sein, obwohl der in den natürlichen Habitaten Deiner Arten wesentlich öfter zu finden ist. Wenn du lieber Kies nehmen willst, nimm wenigstens eine feinkörnige Art, dann können die Schmetterlinge bei Bedarf leichter buddeln.

Ob Naturkies, Natursand, oder die "plastikveredelten" Versionen: Alle sind nur ein Substrat mit bestimmten Korngrößen. Was für Deine Zwecke geeignet ist, hängt vom Besatz und der Bepflanzung ab.

Zur zweiten Frage:

In den meisten natürlichen Habitaten Deiner Pfleglinge ist der Sandboden normalerweise recht hell. Zwar nicht so weiß wie der oft gern in Südamerikabecken verwendete Quarzsand, aber eben doch hell. Nach meinen bisherigen Beobachtungen stört es die Fische herzlich wenig, wenn der Bodengrund dunkel oder schwarz ist. Die Farbe bleibt alleine Dir überlassen.

Grundsätzlich wird Sand oder Kies nicht hergestellt, sondern ausgebuddelt, nach Korngröße gesiebt, gewaschen, in Säcke verpackt und für teures Geld verhökert. Bei manchen Sorten ist noch als Zwischenschritt eine (farbige) Kunststoffummantelung der Körner dabei. Das kostet natürlich extra. Mehr Geld für andere Optik. Wer's mag?

Zur dritten Frage:

Dein Becken ist momentan gut bepflanzt. Um den Bodengrund rauszukriegen müssen erst die Pflanzen raus. In Deinem Kies hat sich im Laufe der letzten Jahre eine Menge Mulm angesammelt. Ist einfach so. Wenn Du die Pflanzen rausrupfst, wirst Du diesen Mulm aufwirbeln. Das sieht erst mal aus wie Sau. Unangenehmer als die Optik, ist die Tatsache, dass der aufgewirbelte Mulm von Bakterien gefuttert wird, da er jetzt ja plötzlich wieder im sauerstoffreichen Teil des Beckens ist. Die Bakterien verbrauchen dabei natürlich Sauerstoff, den die Pflanzen nicht nachliefern können, da sie ja schon draußen sind. :-( Wenn du das auch noch auf mehrere Tage verteilst, dann bedeutet das für die Fische Dauerstress, da Du immer wieder im Aquarium rumfuhrwerkst und zusätzlich der Sauerstoffgehalt in die Knie geht.

Also besser an nur einem Tag. Ist stressig genug. Erst möglichst viel Wasser ablassen, Fische da drin in Sicherheit bringen. Pflanzen raus. Deko raus. Bodengrund raus. Neu einräumen. Das alte Wasser mit den Fischen rein. Fehlendes Wasser mit Frischwasser ergänzen und gut. Einfahren entfällt, da der Filter schon ewig läuft.

Und jetzt eine Frage von mir:

Wozu das Ganze?

Du hast ein gut laufendes dicht bewachsenes Becken mit vorbildlichen Wasserwerten. Warum das ganze System unnötig aus dem Gleichgewicht bringen? Weil der Kies eine uncoole Farbe hat? Dafür die Gesundheit der Fische riskieren?

Mein Vorschlag:

Immer, wenn du Wasserwechsel machst, kannst du mit einem (dicken) Schlauch ein wenig von dem in Ungnade gefallenen Kies absaugen und anschließend durch den Bodengrund Deiner Wahl ersetzen. Wahrscheinlich wirst Du nicht alles 100%ig rauskriegen. Aber ist das wirklich so schlimm? Schau dir Dein Becken mal genau an. Manch einer wäre froh, wenn es bei ihm so aussehen würde. Setze es nicht leichtsinnig aufs Spiel. ;-)

Viele Grüße

Wolfgang

Thomas S-H

04.09.2015, 01:00

@ Yasmine

Projekt "Bodengrundwechsel"

Hi Yasmine!

Zu deinem Thema:

Ich habe mir soeben deine Bilder angesehen und ich verstehe dass du den Anfängerfehler beseitigen willst!
Wenn du es perfekt haben willst nachher musst du wohl oder übel das ganze Becken ausräumen > habe ich auch schon mal bei meinem alten 240iger gemacht, > halb so wild das Ganze.
Das Problem wird sein das die ganzen gut gewachsenen Pflanzen wieder neu anwurzeln müssen un dadurch sicher leiden müssen >> da ist dann Geduld gefragt!
Habe vor ca 3 Wochen bei einem Freund ein 650 Liter Becken komplett entleert wegen Ancistrusüberschuß und er kämpft noch immer mit Algen und schlechtem Pflanzenwachstum!

Was ist wenn du nur den vorderen sichtbaren Teil austauschst, das funktioniert sicher so wie Wolfgang das geschrieben hat!

Es ist sicher keine leichte Entscheidung, aber schlußendlich musst du entscheiden was für dich die richtige ist!

MfG
Thomas

Ralf.SOS

10.09.2015, 12:41

@ Yasmine

Projekt "Bodengrundwechsel"

Hallo Yasmine
Zum Vorschlag von Wolfgang, Kiesabsaugen mit Schlauch, ist sicher sehr mühsam und langwierig, wenn es denn überhaupt funktioniert (Kies verstopft nämlich gerne den Schlauch).
Also, ich bin da mehr für die radikale Methode: An einem freien Tag (nichts anderes vornehmen) alles raus und neu einrichten. Du hast in deinem Aquarium viele kräftige Pflanzen, wenn du die alle wieder fachgerecht einpflanzt, werden sie auch schnell wieder einwurzeln.
LG Ralf

Grünhexe

25.09.2015, 20:32

@ Ralf.SOS

Projekt "Bodengrundwechsel"

>> Hallo Yasmine
>> Zum Vorschlag von Wolfgang, Kiesabsaugen mit Schlauch, ist sicher sehr
>> mühsam und langwierig, wenn es denn überhaupt funktioniert (Kies
>> verstopft nämlich gerne den Schlauch).
>> Also, ich bin da mehr für die radikale Methode: An einem freien Tag
>> (nichts anderes vornehmen) alles raus und neu einrichten. Du hast in deinem
>> Aquarium viele kräftige Pflanzen, wenn du die alle wieder fachgerecht
>> einpflanzt, werden sie auch schnell wieder einwurzeln.
>> LG Ralf

Hallo Yasmine,
ich habe mal den Kies gegen Sand getauscht nach 5 Jahren, da mir der Kies zuviel Mulm sammelte.
Das habe ich im laufenden Betriebe gemacht und zwar so:
Die Hälfte des Aquariums Pflanzen vorsichtig rausziehen, ohne das viel Mulm hochgezogen wird,( evtl. vorher mit dem Mulmsauger bearbeiten) z.B. habe ich restmal die rechte Hälfte gemacht, die Fische haben sich dann auf der linken Seite versteckt,
alls schön ruhig, ohne viel zu bewegen.
Dann habe ich den Kies bis zur Hälfte abgesaugt, den neuen Sand eingefüllt, die rausgenommen Pflanzen wieder eingesetzt, inkl. Wurzeldeko und Verstecke.

Anschließen - die Fische waren nun in der vorher neu gemachten Hälfte, die verbliebene Hälfte genauso verfahren... wichtig, die absolute Ruhe bewahren, kein Fisch ist panikartig durch die Gegen geflitzt.
Natürlich muss man dabei sehr viel Wasser ersetzen, bis der Dreck raus ist, macht aber nichts, da im Filter soviel Bakterien drin sind, lt. Fachliteratur dauert es keine 3 Tage, dann sind die Bakis wieder im gesamten Becken.
Wichtig ! Bis die Pflanzen wieder eingewachsen sind, evtl. den Luftsprudler tag und nacht laufen lassen, da die noch keinen Sauerstoff erzeugen. Auf evtl. Nitritpeak achten, der aber meistens nicht kommt, aber zur Sicherheit mal messen.
Frischwasser natürlich aufbereiten ! - Mein Tipp - EASY-LIFE. da schwör ich drauf seit 10 Jahren.

Übrigens würde ich heute i m m e r Sand bevorzugen, allerdings nicht zu kleinkörnig - so mind. 0,4 - 0,8 - oder noch besser 0,8 - 1,2 mm. Gibt es als sogenannter Pool-Filtersand, der ist gereinigt, Feuergetrocknet und Kalkfrei - eben Quarz, bekommt man recht günstig. Ich hab den überall immer benutzt. Der ist so sauber, den braucht man nicht vorher waschen ! Benutze ihn auch zum Nachfüllen.
Bei einer Körnung in o.a. Stärke wachsen alle Pflanzen hervorragend. Sand kann nicht faulen, ein altes Vorurteil, wenns fault, dann eingetragener Mulm oder abgestorbene Pflanzenwurzeln, von rausgezogenen Pflanzen. Mulmen braucht man dann fast nicht mehr, weil der nicht mehr eindringen kann.

So, ist mal wieder fast ein Roman geworden.

Ich spreche aus eigener Erfahrung. Lese aber auch von anderen, die auf Sand schwören. Die berühmte Buchautorin Kasselmann schwört ebenso auf Sand - oder Feinkies von höchstens 1-2 mm.

Grüße Babs

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