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Sandboden mit nährstoffboden?

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Auch in unserem Aquaristik-Forum fühlen wir uns selbstverständlich den Zielen und Werten verpflichtet, die uns alle zu erfolgreichen Aquarianern machen sollen und ein konstruktives und respektvolles Miteinander garantieren.
ehemaliger User

19.07.2015, 11:49
 

Sandboden mit nährstoffboden? (Einrichtung)

moin zusammen,

Ich möchte im Winter mein Aquarium mit einer neuen Rückwand und Boden umbauen.

Ich wollte bei mir gerne einen Sandboden einbringen.

Meine Frage wäre ob ein nährstoffboden sinnvoll ist oder nicht?

Zwecks Verfaulung. Habe schon viel gelesen, aber eure Meinung dazu würde ich auch gerne hören.

Mfg Basti

Wolfgang N

19.07.2015, 12:24

@ ehemaliger User

Sandboden mit nährstoffboden?

Hallo Basti,

ich verwende seit etlichen Jahren Sandboden mit Korngrößen von deutlich unter einem Millimeter. Einen käuflichen Nährstoffboden verwende ich nicht.

Der Grund ist ganz einfach: Ich habe bis jetzt noch keinen Nährboden mit einer vergleichbar geringen Korngröße gefunden. Da beim Auslichten der Pflanzen aber immer etwas Sand aus den unteren Schichten nach oben kommt, hätte ich in diesem Fall nach kurzer Zeit größere Mengen Nährboden auf der Sandoberfläche.

Aufgegrabener Nährboden sieht auf einer Sandfläche nicht nur bescheiden aus; wenn man Pech hat, regt er auch noch das Algenwachstum an. Diese beiden Gründe sind für mich ein no go. Anderen macht das nichts aus.

Trotzdem ist mein Sandboden nicht ganz unbehandelt. Für die unteren Sandschichten der bepflanzten Bereiche verwende ich ein Gemisch aus Sand und Lehm. Den Lehm hole ich mir aus dem Bauhandel für unbehandelte Öko-Baustoffe. Ich halte nach möglichst rotem Lehm Ausschau, wegen eines höheren Eisengehalts.

Eine genauere Beschreibung findest Du im Beschreibungstext zum Bodengrund bei meinem Einrichtungsbeispiel 5 m³.

Damit die Pflanzen trotzdem "alles haben was sie brauchen", praktiziere ich eine regelmäßige Wurzeldüngung mit selbstgemachten Düngerkugeln. Der Effekt steht einem käuflichen Nährboden nicht nach.

Der käufliche Nährboden ist übrigens nach zwei bis drei Jahren durch die Wurzeln ausgelaugt. Und dann? :-) Genau - Wurzeldüngung!

Jetzt kennst du die Hintergründe und auch eine Alternative. Ob ein Nährboden für Dein Aquarium sinnvoll ist, musst du selbst entscheiden.

Viele Grüße

Wolfgang

ehemaliger User

20.07.2015, 07:42

@ Wolfgang N

Sandboden mit nährstoffboden?

>> Hallo Basti,
>>
>> ich verwende seit etlichen Jahren Sandboden mit Korngrößen von deutlich
>> unter einem Millimeter. Einen käuflichen Nährstoffboden verwende ich
>> nicht.
>>
>> Der Grund ist ganz einfach: Ich habe bis jetzt noch keinen Nährboden mit
>> einer vergleichbar geringen Korngröße gefunden. Da beim Auslichten der
>> Pflanzen aber immer etwas Sand aus den unteren Schichten nach oben kommt,
>> hätte ich in diesem Fall nach kurzer Zeit größere Mengen Nährboden auf
>> der Sandoberfläche.
>>
>> Aufgegrabener Nährboden sieht auf einer Sandfläche nicht nur bescheiden
>> aus; wenn man Pech hat, regt er auch noch das Algenwachstum an. Diese
>> beiden Gründe sind für mich ein no go. Anderen macht das nichts aus.
>>
>> Trotzdem ist mein Sandboden nicht ganz unbehandelt. Für die unteren
>> Sandschichten der bepflanzten Bereiche verwende ich ein Gemisch aus Sand
>> und Lehm. Den Lehm hole ich mir aus dem Bauhandel für unbehandelte
>> Öko-Baustoffe. Ich halte nach möglichst rotem Lehm Ausschau, wegen eines
>> höheren Eisengehalts.
>>
>> Eine genauere Beschreibung findest Du im Beschreibungstext zum Bodengrund
>> bei meinem
>> Einrichtungsbeispiel
>> 5 m³
.
>>
>> Damit die Pflanzen trotzdem "alles haben was sie brauchen", praktiziere ich
>> eine regelmäßige Wurzeldüngung mit
>> selbstgemachten
>> Düngerkugeln
. Der Effekt steht einem käuflichen Nährboden nicht
>> nach.
>>
>> Der käufliche Nährboden ist übrigens nach zwei bis drei Jahren durch die
>> Wurzeln ausgelaugt. Und dann? :-) Genau - Wurzeldüngung!
>>
>> Jetzt kennst du die Hintergründe und auch eine Alternative. Ob ein
>> Nährboden für Dein Aquarium sinnvoll ist, musst du selbst entscheiden.
>>
>> Viele Grüße
>>
>> Wolfgang

Moin Wolfgang,

natürlich kommt die erste Antwort von dir :-) der der Free Willy hat in sein Aquarium Springen lassen ;-)

Das mit dem Lehm habe ich schon gelesen. wusste nicht was ich davon halten soll..

wie machst du das mit dem reinigen des Sandes.. Mulmsauger reindrücken ist ja weniger sinnvoll. Aber TDS möchte ich nicht haben. deswegen müsste der Boden doch auch mal aufgelockert werden oder?

Wolfgang N

20.07.2015, 18:00

@ ehemaliger User

Sandboden mit nährstoffboden?

Hallo Basti,

die Sandreinigung läuft bei mir nach einem technisch extrem aufwendigen, teuren und hoch komplizierten Verfahren: Ich lass es einfach bleiben. :-)

Das machen die Turmdeckelschnecken für mich. Die fressen alles, was verbuddelt wird. Prinzipiell sollte es aber eigentlich auch ohne sie gehen. Kommt allerdings drauf an, wie viel organische Materie von den Bodenfischen in den Sand einmassiert wird. Und vor allem, wie tief.

Panzerwelse buddeln meist maximal ein bis zwei Zentimeter, das wäre relativ unkritisch. Geophagen oder andere Cichliden (Laichgruben!) gehen erheblich tiefer. Das könnte Probleme geben, wenn dabei organisches Material tief genug verbuddelt wird und sich dann in der anaeroben Zone befindet.

Im harmlosen Fall, wenn es nur wenig ist, zersetzt es sich einfach ohne weitere Probleme. Wenn man Pech hat und es ist zu viel auf einem Fleck, dann entsteht ein Fäulnisherd. Turmdeckelschnecken verhindern das, indem sie das Zeug vorher vertilgen.

OK, wenn Du keine Turmdeckelschnecken willst, wie wäre es dann mit weniger Turmdeckelschnecken? :-) Wenn Du gleich beim Neueinrichten eine genügend große Gruppe (etwa 3-4 Dutzend) Raubturmdeckelschnecken einsetzt, dann dürften andere, eingeschleppte Schnecken Probleme mit dem Ausbreiten haben. Du hast dann zwar immer noch Turmdeckel, aber deutlich weniger und deutlich attraktiver gefärbte. Im Sand buddeln tun sie auch. Außerdem vermehren sie sich viel langsamer als ihre friedlichen Verwandten. Eine Schneckenplage wirst Du mit denen nicht schaffen.

Sandboden muss man übrigens nicht auflockern. Wozu auch? Der Vorteil ist ja eben die dichte Packung der Körner. Da kann kein Mulm dazwischen. Die beste Prophylaxe gegen Faulstellen. Lass ihn liegen.

Viele Grüße

Wolfgang

P.S.: Ach so, Willy hieß der Typ... ;-)

Grünhexe

20.07.2015, 19:43

@ ehemaliger User

Sandboden mit nährstoffboden?

>> moin zusammen,
>>
>> Ich möchte im Winter mein Aquarium mit einer neuen Rückwand und Boden
>> umbauen.
>>
>> Ich wollte bei mir gerne einen Sandboden einbringen.
>>
>> Meine Frage wäre ob ein nährstoffboden sinnvoll ist oder nicht?
>>
>> Zwecks Verfaulung. Habe schon viel gelesen, aber eure Meinung dazu würde
>> ich auch gerne hören.
>>
>> Mfg Basti

hallo Basti,
ich habe in allen meinen Becken Sand, ohne Zusätze und dünge noch nichtmal mit Düngekugeln. Ich dünge wöchentlich beim Wasserwechsel mit Profitio von Easy-Life und zwar nur die Frischwassermenge, nicht die gesamte Beckenliterzahl.
Echinodoren und Cryptos werden mir mit Düngekugeln zu schnell zu groß. Deshalb der pure Sand, dieser sollte allerdings möglichst nicht unter einer Körnung von 0,4 mm sein. Am besten funktioniert mittlerweile nach meiner Erfahrung die Körnung 0,8 - 1,2 mm oder auch 0,4 - 0,8 mm. Mulm hab ich fast keinen, nur im Anfang beim Einfahren.
Turmdeckelschnecken habe ich allerdings auch drin. Nicht zuviel füttern, sonst vermehren die sich schnell. Faulstellen hab ich nie gehabt...
Nur im 75 l Becken kam es einmal dazu, aber das lag an der zu geringen Durchströmung des Beckens.
Grüße Babs
Grüße Babs

ehemaliger User

20.07.2015, 22:02

@ Wolfgang N

Sandboden mit nährstoffboden?

Ok, den Kies den ich habe ist einer mit 0,4-0,8mm Körnung.

Ich muss jetzt erstmal gucken welche Pflanze wie ihre Nahrung zu sich nimmt. ob wurzel oder über die Blätter...

Kann ich das im netz in einem Guide nachlesen oder muss ich meine Mergus Bücher durchkramen.

Wolfgang N

21.07.2015, 17:45

@ ehemaliger User

Sandboden mit nährstoffboden?

Hallo Basti,

als grobe Richtschnur kannst du nehmen: Rosettenpflanzen und die meisten Rhizompflanzem (Cryptocorynen, Echinodoren) nehmen Nährstoffe bevorzugt über die Wurzeln auf, Stengelpflanzen bevorzugt über die Blätter. Gibt natürlich auch Ausnahmen (Anubia). Bevorzugt heißt, dass prinzipiell fast alle Pflanzen beide Wege hin kriegen. Den einen halt mehr.

Ob Du jetzt über den Boden oder über das Wasser düngst, ist nicht wirklich kriegsentscheidend. Allein mit einer ausschließlichen Düngung über die Wassersäule kannst Du bereits traumhaften Pflanzenwuchs realisieren. Guck Dir einfach mal die Becken von Babs an. Die macht mich immer neidisch.

Andere düngen ausschließlich durch den Bodengrund. Ich wende eine Mischung von beidem an. Es gibt wahrscheinlich mehr Philosophien als Aquarianer, die sie praktizieren. ;-) Hat auch mit persönlichen Vorlieben zu tun.

Ich denke, wichtiger als die Art der Zugabe ist das Drumherum (Licht, Wasser, Anordnung). Wenn das für die Pflanzen stimmt, kannst du sie gar nicht mehr am Wachstum hindern.

Der Mergus ist eher fischlastig. Besser für Pflanzen ist z.B. ein Buch von Christel Kasselmann. Gibt aber auch andere.

Viele Grüße

Wolfgang

ehemaliger User

22.07.2015, 07:25

@ ehemaliger User

Sandboden mit nährstoffboden?

Oh das finde ich ja gut zu hören.

Ich habe mir immer total den Kopf über Düngung bei sand gemacht.

Aber ich denke man bekommt es hin nur mit Flüssigdünger zu arbeiten.

Für mich ist es ja auch nicht Sinn und Zweck das es den Pflanzen nur gut geht sondern in erster Linie den Fischen

Wenn ich das so lese düngt ihr so ziemlich mit Dünger von Easy life?.

Wolfgang N

22.07.2015, 22:06

@ ehemaliger User

Sandboden mit nährstoffboden?

Hallo Basti,

früher habe ich Fertigdünger von Tetra, Sera, JBL, DRAK und noch ein paar andere ausprobiert. Sowohl flüssig, als auch fest. Funktioniert haben sie alle. Zumindest kann ich mich an keine echten Probleme erinnern.

Inzwischen verwende ich nur noch selbst gemixte Dünger. Nicht aus Basischemikalien. Dazu bin ich zu faul. Ich nehme teils NPK-Dünger, teils Mineralienmischungen. Das meiste aus dem Gartenbedarf. Die Entscheidung für diesen Weg war rein finanziell begründet. Na ja, und ein bisschen wegen dem Experimentieren. ;-)

Die Dosierung halte ich so gering als möglich. Neu angelegte Becken kriegen in den ersten Monaten nichts. Erst wenn sich der Wuchs deutlich verlangsamt beginnt die regelmäßige Düngung.

Ist meine Methode die einzig Richtige? Bestimmt nicht. :-) Du wirst Unmengen von anderen Strategien und Düngerpräparaten finden, die zum Erfolg führen.

Trotzdem ist nicht jede Methode auf Dein Aquarium übertragbar. Du bist in der Pflicht zu beobachten, Dir Gedanken zu machen und zu lernen die richtigen Schlüsse zu ziehen. Völlig normal in der Aquaristik. Die Natur ist nun mal kein Lego-Modell. Es gibt keine wirklich universelle Anleitung und jedes Aquarium ist etwas anders. Ist doch schön so! :-)

Viele Grüße

Wolfgang

ehemaliger User

24.07.2015, 07:33

@ Wolfgang N

Sandboden mit nährstoffboden?

Moin zusammen,

also ich denke ich werde mich gegen einen Nährboden entscheiden.
Ich denke ich werde mich mit Flüssigdünger und bei Zwei Pflanzen mit Düngekugeln heran tasten.
Die Gründe sind:

- die Nährboden hält nur bedingte Zeit..
- Ich dünge an Stellen wo es vielleicht gar nicht nötig ist.
Dadurch denke ich das Faulstellen schneller entstehen.
- Die Optik spielt auch eine kleine Rolle.
Wenn der Boden durchwühlt wird und der Nährboden nach oben gedrückt wird.

Danke für eure Hilfe.

MfG

Basti

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