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Umzug 500l Becken+Umstellung auf Kühlwasserfische

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Auch in unserem Aquaristik-Forum fühlen wir uns selbstverständlich den Zielen und Werten verpflichtet, die uns alle zu erfolgreichen Aquarianern machen sollen und ein konstruktives und respektvolles Miteinander garantieren.
Wasserstern ALK

27.01.2016, 13:53
 

Umzug 500l Becken+Umstellung auf Kühlwasserfische (Einrichtungsbeispiele)

Hallo liebe Foristen,
ich bin neu hier (zumindest aktiv) und bin sicher hier gibt es Spezialisten für fast jeden Bereich. Daher dachte ich, ich schildere kurz mein Vorhaben und ihr könnt mir evtl. noch ergänzende Tipps geben, bzw. seht evtl. Sachen anders als ich.

Kurz zu mir, ich bin aquaristisch nicht ganz unbefleckt. Habe in den letzten Jahren in meiner Etagenwohnung verschiedene Garnelen und haupts. Südamerikaner nachgezogen, darunter rote+schwarze Hochzucht-Bienengarnelen, versch. Skalar wildformen, A. elizabethae.....

Da ich nun endlich ins eigene Heim gezogen bin ( Fachwerk ca. 18.Jhd) soll nun noch wenigstens mein geliebtes Schaubecken mit umziehen.
Das Becken hat die Maße: (BxHxT) 187x55x50cm.
Die räumlichen Umstände lassen aus meiner Sicht nur den unbeheizten Hausflur als Stellplatz zu. Da ich aber nicht vorhabe den Flur über das Becken zu beheizen fallen die typischen Warmwasserfische für mich aus.

Ich möchte versuchen das Becken quasi als "Energisparaquarium" zubetreiben.
Sozusagen weg vom techn. hochgerüstetem Tropenaquarium und zurück zur Minimaltechnik.
Das heißt vorallem ohne Heizung, da ich das Haus schon eine Weile besitze und in den letzten 2 Jahren restauriert habe, kann ich folgendes zu den Temperaturen sagen.
Sommer: relativ konstant zwischen 24-26°C
Winter( letzte Woche ca.-12°C Außentemp.): schwankend(Tag/Nacht) 12-20°C je nach Feuerung, der Flur wird nur indirekt über den Schornstein beheitzt.
Das Becken soll offen betrieben werden mit etwa 3/4 Füllstand.

Technik:
Die Beleuchtung ist mittels LED-spotts realisiert. 5 Spotts E14 mit je 470lm, Schaltung wählbar 2, 3, oder 5Stk. über einfache Zeitschaltung. Diese Hängen nur knapp 10-15 cm über dem Becken.
Auch die Filterung ist sehr simpel angedacht, zum Einen ist ein HMF-Eckfilter im Becken vorhanden (dieser war früher nur der Vorfilter des Topffilters). Hier will ich eine kleine Tauchpumpe (ca. 5-15W) installieren und das Wasser über einen Schlauch, versch. eingehängte Hydokulturen und die Rückwand zurück ins Becken leiten. Dann möchte ich gern Unterflurfilter mit Lufthebern verwenden. Diese hatten sich in meinen Garnelenbecken gut bewährt und sind vorhanden. Außerdem könnte ich für die Luftheber die Mempranpumpe meiner Biokläranlage anzapfen, ich bräuchte also keine zusätzliche Technik. Die Filter würden dann gemäß der Kläranlagensteuerung als Intervallfilter arbeiten etwa für 15-20 min. jede 3/4 Stunde. Ich könnte mir vorstellen das reicht bei nicht zu hohem Besatz. Unsicher bin ich mir ob ich auf die Länge des Beckens 2 oder besser 3 Luftheber an die Unterflurmatten anschließe.

Einrichtung:
feiner Kies und einiges an Wurzelholz

Bepflanzung:
submers:
Callitriche palustris
Glossostigma elatinoides
Utricularia graminifolia
Hemianthus callitrichoides
Eleocharis pusilla
Microsorum pteropus
...
dazu Immmers:
Spathiphyllum
Epipremnum aureum
Hedera helix
...

Besatz:
Garnelen, hier schwanke ich noch zwischen einfachen Neocaridina und der europ. Süßwassergarnele "Atyaephyra desmaresti".
6-8 Stk. Macropodus opercularis
20-30 Stk. Tanichthys albonubes

Ich habe mit den genannten Arten noch keine Erfahrungen ebensowenig mit den evtl. Besonderheiten eines in der Temperatur so stark schwankenden Beckens. Hier könntet ihr ggf helfen.

Das Becken soll am WE umziehen....dann beginne ich langsam mit der Technik und dem Einrichten.
Die Tiere könnten dann spätestens Ende Februar einziehen denke ich.

Es wäre schön, wenn mich eure Tips und Anregungen noch vor der Fertigstellung erreichen.

Tom

Homepage

27.01.2016, 16:09

@ Wasserstern ALK

Umzug 500l Becken+Umstellung auf Kühlwasserfische

Hallo,

die Arten, die du auch gut bei 18°C halten kannst, haben mit kühlen Temperaturen viel weniger Probleme als mit zu hohen Temperaturen und es ist meistens schwieriger, ein Aquarium zu kühlen, als es zu heitzen.

Ich würde in das Becken zur Sicherheit einen Heizstab reinsetzen, der aber erst unter einer Temperatur von 16°C anspringt. Für den Sommer solltest du schauen, wie sich die Temperaturen entwickeln. Wenn die über 25°C gehen und das ist wirklich schnell erreicht, solltest du vor allem den Sauerstoffgehalt im Auge behalten. Nicht so sehr für die Makropden, aber die Kardinäle leiden da recht schnell.

Grüße, Tom.

Wasserstern ALK

28.01.2016, 11:27
(editiert von wasserstern, 28.01.2016, 11:34)

@ Tom

Umzug 500l Becken+Umstellung auf Kühlwasserfische

Hallo Tom,
ein Heizstab für Extremsituationen ist vorhanden...prinzipiell vorsehen will ich den eigentl. nicht, ist ja schnell reingesteck wenns sein muß, das Becken ist ja oben offen.
Zusätzliche Steckdosen für den Bedarfsfall sind vorgesehen.
Da muß man eben täglich im Vorbeigehen mal aufs Thermometer schielen.

Immernoch besser als früher bei den A. elisabethae da mußte ich täglich den PH prüfen und mit Säure nachhelfen, der wollte einfach nicht unter 6 bleiben und bei mehr als 5,5 sind immer die Eier abgestorben. Habe das Becken dann künstlich bei 4,5-5,0 gehalten.

Ein Beckanter von mir hatte die Kardinäle dieses Jahr im Gartenteich (sone simple Fertigwanne), dort haben die auch die sommerliche Hitze überstanden, abgefischt hat er erst Ende Oktober bei unter 10°C:surprised: , scheinen also recht hart im Nehmen zu sein die Gesellen.
Da mache ich mir um die Makropoden schon eher sorgen, was die Tiefstwerte angeht. Wollte ursprünglich Chinamakropoden nehmen, aber für diese ist es wohl noch zu warm bei mir, die benötigen eine echte Winteruhe zwischen 4-8°C.
Aus der Gartenteichszene habe ich aufgeschnappt, dass die blaue Morphe der M. opercularis wohl noch etwas Kälte resistenter sein soll als die rote oder wildfarbene?
Diese werden in Frankreich und Spanien bereits häufiger ganzjährig im Teich gehalten
Ich werde es wohl mit diesen versuchen.

Die Höchstwerte kann ich natürlich nicht beeinflussen, aber da der Hausflur in der Mitte des Gebäudes liegt und 2 seitig von massiven Granitwänden begrenzt ist, steigt die Temp. nur recht langsam. Ich könnte im Bedarfsfall mit einem zusätzlichen Belüfter oder mit Kühlakkus arbeiten....Die Kardinäle schwimmen aber auch in so manchem Wohnzimmer bei ständig hohen Temperaturen, das ist natürlich nicht wünschenswert aber wird vertragen. Ich denke länger als 4-6 Wochen / Jahr wird sich wohl bei mir keine Temp. über 25°C einstellen.

Gibt es Besonnderheiten bei der Filterung (wechselnde Temp. könnten wechselnde Bakterienkulturen bzw. deren Dichte zur Folge haben???), den Pflanzen oder einer evtl. Düngung??

Da habe ich bisher noch nix gefunden das spezifisch für kaltes bzw. gemäßigtes Wasser zutreffen würde. Oder ist das irrelevant??

M.f.G.

Coldfinger

28.01.2016, 17:06
(editiert von ulf2, 28.01.2016, 17:17)

@ Wasserstern ALK

Umzug 500l Becken+Umstellung auf Kühlwasserfische

Moinmoin!
Ich hatte mehrere Jahre ein 400l Aquarium,in einem unbeheizten Wirtschaftsraum,der Außentemperatur folgend,aber immer Eisfrei.beleuchtet mit 2x6Watt LED-Bulbs.
Kardinalsfische,White Mountains,Weiß und Gold,simple Neocaridina,Occellatus ind Opercularis,Messingbarben und Amano-Garnelen,haben darin mehrere Monate bei 6-10 Grad überwintert,ohne Verluste.
Natürlich nimmt die bakteriologische Aktivität im HMF bei sinkenden Temperaturen ab,aber dafür fütterst du ja auch nicht mehr.Ich habe auch bis zu 8 Wochen am Stück nicht gefüttert!Kein Problem.Und das waren alles Stämme aus dem normalem Zoohandel,also nix Nanking o. Tonkienensis.Ich bin sicher,wenn du kein Eis hast kannst du Paradiesfisch und Rundschwanzmakropode ohne Probleme über den Winter bringen.Grad meine Kardinalsfische sind älter und größer geworden als die Fische mir bekannter Aquarianer.Asiatische Bitterlinge hatte ich auch!ich habe nur an wenigen Tagen des Sommers,ne Membranpumpe mit Sprudelstein anschließen müssen.Vll.mal 7 Tage gesammt.So ein Kühlwasseraquarium hat eine gewaltige Energieaufnahmekapazität!Da braucht es ewig Zeit,bis die Außentemperatur durchschlägt!
Eingehängte Kästen für die emerse Bepflanzung hatte ich auch,mit Brunnenkresse/echte Wasserkresse,Bachbunge und anderem.Diese Pflanzen waren wintergrün und wuchsen auch im Winter gut weiter.Es war aber so kalt,daß Grünlilien erfroren.
Die submerse Bepflanzung ist bei kalt und dunkel ein Problem.Einheimische Wasserpflanzen sterben im Herbst.Javafarn,Bolbitis und Annubien war es bei mir zu kalt.Ja,auch der Javafarn macht bei 5-10 Grad schlapp.Egal was die Datenbänke sagen.
Vallisnerien,Laichkraut,Echinodoren wars zu dunkel.Den üblichen Submersen Teichpflanzen auch!Echinodoren,inkl.Uruguayensis dito!
Hab mich dann auf Wasserpest,Wassernessel,Hornkraut und Quellmoos beschränkt.
Und ne fette Teichmummel.Javamooos hielt sich ohne Probleme über den Winter,ohne zu zerfallen und blaß zu werden und wucherte im Sommer wie wild!
Was du UNBEDINGT beachten mußt! KONDENSWASSERBILDUNG an der Aquarienaußenseite!Stell dein Aquarium in ne Wanne!Fließend Wasser die Wände runter wenn die Außentemperatur mal steigt und es dauert ewig bis dein Aquarium die Außentemperatur annimmt!Immer ne fette Pfütze auf dem Flur vorm Aquarium ist ungeil und gefährdet den Hausfrieden!das die Sicht immer durch ne beschlagene Aq Scheibe geht,damit mußt du leben.Gibt ja Fensterleder,wenn man mal nett gucken will!
Überleg dir vorm Winter was noch gemacht werden muß!In saukaltem Wasser rumzumurksen macht kein Spaß!
Wenn du dir selbst Wasserpflanzen Tümpeln willst,desinfizier die gut!Ne Libellenlarve ist hübsch und kein Problem,ne Egelplage ist ärgerlich und häßlich!
Schön daß man mal nen weiteren Kühlwasseraquarianer findet!Guck dir mal die Aquarien von Monaco,hier bei EB an!
MfG Ulf

Wasserstern ALK

29.01.2016, 14:44

@ Coldfinger

Umzug 500l Becken+Umstellung auf Kühlwasserfische

Hallo Ulf,
das nenn ich doch mal fundiertes Wissen.
Da hast du quasi das selbe gehabt wie ich es jetzt vorhabe, nur das es bei mir wohl nicht ganz so kalt werden wird.

Danke für die Tipps bei den Pflanzen.

An das Schwitzwasser hab ich noch gar nicht gedacht....eine Wanne ist nicht mehr drinn. da der Unterbau bereits fertig ist.
Dann muß ich evtl. eher im Frühjahr mal den Heizstab einsetzen um schneller auf Umgebungstemp. zukommen.
Sonst ist halt täglich Flurwischen angesagt...im Frühjahr und Herbst eh fast nötig wegen der Hunde.

Ich guck mal beim Monaco rein.

Coldfinger

29.01.2016, 15:48

@ Wasserstern ALK

Umzug 500l Becken+Umstellung auf Kühlwasserfische

Moinmoin!
Sollte der Leidensdruck mit dem herunterfließendem Kondenswasser doch zu groß werden,folgender Tip.Ich hab mir damals,mit nach oben offenen Rechteckprofilen aus Kunststoff eine umlaufende Auffangrinne gebaut.Profile mit Gehrung ablängen,flüssigkeitsdicht aneinander kleben,so daß ein nach ober offener Rahmen entsteht und übers Aq stülpen.Dann den oberen rand des Rahmens flüssigkeitsdicht mit dem Aq verkleben,Loch in den Boden des Rahmens,Schlauch rein und mit Rahmen verkleben,Schlauch in Eimer hängen lassen,feddisch!Kann man sich wohl vorstellen.Kostet nen Zehner fürs Profil vom Baumarkt und dann Aq-Silikon oder Polymerkleber.
Chicker wirds wenn du Aluprofil nimmst und das im Fachbetrieb Laser- oder Plasmaschweißen läßt!Mir hat auch die Billo-Version getaugt!Immer noch besser als ein Heizstab wenn man Energie sparen will.
MfG Ulf

Wasserstern ALK

04.02.2016, 15:16

@ Coldfinger

Umzug 500l Becken+Umstellung auf Kühlwasserfische

Hallo,
den Tip mit dem Auffangrahmen merk ich mir ertsmal.
Noch schwitzt nix, das Problem wird ja aber wenn, dann im Frühjahr/Frühsommer auftreten denke ich.
Seid letzten Freitag ist das Becken befüllt...seid Samstag eingerichtet.
Die Temp. hat sich jetzt auf 17°C eingepegelt, alles chick soweit.
M.f.G