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Vorstellung / ein paar Fragen

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Auch in unserem Aquaristik-Forum fühlen wir uns selbstverständlich den Zielen und Werten verpflichtet, die uns alle zu erfolgreichen Aquarianern machen sollen und ein konstruktives und respektvolles Miteinander garantieren.
Jörg - Hamburg

06.08.2015, 17:43
 

Vorstellung / ein paar Fragen (Einrichtung)

Moin moin aus Hamburg.

Ich bin derzeit 48 Jahre alt, verheiratet, wohnhaft in Hamburg und vor knapp 14 Monaten recht ungeplant und unvorbereitet Vater geworden. Diesem "Umstand" ;-) und dem Wunsch meiner Frau, unsere nunmehr zu engen Wohnverhältnisse zu ändern, verdanke ich nun die Aufgabe, ein Haus bauen zu dürfen. Pläne sind fertig, Grundstück gefunden, Kaufangebot gemacht, mit etwas Glück kaufe ich das Grundstück so in 2 - 3 Wochen.

Da das Haus einen Keller haben wird, in welchem ich nach Belieben "rumschwemmen" darf, begann ich zeitgleich mit der Hausplanung, den Keller um mein neues Aquarium herumzuplanen. Ich werde im KG ein Büro haben und in diesem habe ich eine Wand frei für ein ca. 2m langes Becken.

Höhe und Tiefe kann ich in engen Grenzen noch variieren. Derzeit sieht es so aus, als wenn das Becken 2,15x0,55x0,60m haben wird.

Habe nun schon seit ca. 3 Monaten hier auf der Homepage Ideen gesammelt und mich nun entschlossen, mich hier anzumelden.

Achso ... Aquarianer war ich von meinem 7. Lebensjahr (durch den Vater, der vier oder fünf Becken unterhielt) bis zu meiner Einberufung. In der Zeit hatte ich ein 80 Liter- Becken und ein ca. 250 Liter- Becken.

Nun zu den ersten Fragen, die sich beim Studium der vielen tollen Beispiele auftat.

Mein Herz schlägt eigentlich für Barsche und Welse, so daß es wohl auf ein Amerikabecken hinaus laufen wird.

Der geplante Tank wird netto wohl um die 600 Liter Wasser haben. Mein Besatzwunsch wären eigentlich 2 Arten von Ancistrus oder vergleichbare Welse je 1/2 macht 6 Fische. Dann hätte ich gerne Panzerwelse als ordnungsgemäßen Trupp von 16 bis 18 "Mann" verteilt auf 2 Arten. Nun hätte ich gerne noch ein Paar Steatocranus casuarius (Buckelkopfcichlide) und zwei Paare Thorichthys meeki (Feuermaulbuntbarsch).

Die erste und wichtigste Frage: Ist das zuviel Besatz für 600 Liter ?

2. Frage: Meeki und Welse haben eine sehr geringe Überschneidungsmenge bezgl. der Beckentemperatur. Die Meekis gehen so bis 25 / 26 Grad wo die Welse ca. anfangen. Ist von der gemeinsamen Haltung abzuraten oder geht das so mit Temp. um 25 Grad?

3. Frage zur Filterung. Ich würde gerne zwei HMF nutzen mit Lufthebern. Wieviel Liter / h sollte bei dem gewünschten Besatz in einem bepflanzen Becken der Durchlauf betragen? Ich plane so mit 800 bis 900 Litern verteilt auf beide, also 400 - 450 je HMF.

4. Frage zu den Gesamtkosten. Ich habe mir mal eine Ecxel-Tabelle gemacht und bis hin zum Besatz alles dort eingetragen und bin bei dem geplanten Becken so bei um und bei EUR 3.000,- gelandet, incl. Schrank, Aqua, Einrichtung etc. Damit sollte ich das schaffen, oder? (PS. man kann sicher auch das Doppelte ausgeben, ist ja wie bei Autos nicht unbedingt größenabhängig, PS II. Ich habe wirklich null Ausrüstung, nicht mal nen Kescher).

Dies soll es für heute gewesen sein. Dank an die, die sich bis hierhier durchgearbeitet haben. Noch mehr Dank an die, die einen hilfreichen Kommentar hinterlassen. :-P

LG aus HH
Jörg

PS. Wer Empfehlungen zu Aquabauern, Ausrüstern etc. hat, kann mich gerne anschreiben bzw. hier in das Forum schreiben / verlinken.

Ravenclaw57

06.08.2015, 18:12

@ Jörg - Hamburg

Vorstellung / ein paar Fragen

Hallo Jörg,

ein herzliches Willkommen hier bei EB,schön das Du dich so ausführlich vorgestellt hast :-)

Nun,das was Du schreibst liest sich sehr interessant,schöne Größe das Becken,zum Aquarienbau kann ich dir diesen bestens empfehlen Aquarienkontor !

Nun zu deinen Fragen,bezüglich Besatz würde ich dir von Antennenwelsen abraten,diese vermehren sich unwahrscheinlich gut,hier sind andere Welse wie z.b. der L134 oder L 333 die bessere Wahl,die Buckelköpfe sind Westafrikaner und würden nicht in ein Amerika passen ;-)

Hier kann ich dir Geophagen oder andere große Buntbarsche aus Süd und Mittelamerika ans Herz legen,schaue mal hier nach Aquariumguide dort findest Du sicherlich was passendes ;-)

Die Meekis würden mit den L - Welsen gut harmonieren,auch was die Wassertemperatur anbelangt,denn diese sollte schon bei 27° liegen

Ob die kleinen wieselflinken Panzerwelse so mit den Meekis harmonieren weiß ich nicht,meine Blaupunktbuntbarsche stören sich jedenfalls nicht an ihnen,aber diese sind auch nicht so ruppig wie die meisten Mittelamerikaner

Mein Vorschlag für Dich.

6 - 8 Geophagen oder 2 Paare große südamerikanische Buntbarsche

6 Skalare oder einen Schwarm (30 Tiere) größerer Salmler z.b. Kirschflecksalmler

Eine Gruppe von 4 - 6 L - Welsen wie oben bereits geschrieben L 134 oder L 333

Und eine Gruppe von 10 - 15 Panzerwelsen wie z.b. Corydoras sterbai

...................

Mit HMF kenne ich mich nicht aus,wohl aber mit Innenfiltern von JUWEL und Außenfiltern von EHEIM,beider Arten haben ihre Vor und auch Nachteile,aber insgesamt bin ich mit beiden Filterungsarten sehr zufrieden !

Und die 3000 € sollten reichen ein tolles Aqua inklusive allem Zubehör nebst Besatz zu erstehen.


Viele liebe Grüße Jürgen

Wolfgang N

06.08.2015, 19:15

@ Jörg - Hamburg

Vorstellung / ein paar Fragen

Hallo Jörg,

herzlich willkommen und herzlichen Glückwunsch zum schuppenfreien Nachwuchs! :-)

Dann werde ich mal kräftig die Daumen drücken, dass der Grundstückkauf und der Hausbau planmäßig über die Bühne gehen. À propos planmäßig: Lass Dir Zeit bei der Planung und halte dir Optionen offen, die vielleicht später wichtig werden könnten. (Wasseranschluss, Wasserabfluss, Anschluss an Hausheizung, Netzwerkanbindung...) Aber bestimmt hast du da schon drüber nachgedacht. ;-)

Schaun wir uns mal Deine Fragen an...

1. Frage: Weder die Buckelköpfe (Afrikaner), noch die Meekis (Mittelamerikaner) werden übermäßig groß, Das Aquarium wir durch die Länge bedingt genügend Platz zur Revierbildung haben. Rein räumlich sehe ich kein Problem. Bei den Welsen (Südamerikaner) sieht es noch entspannter aus. 6 Ancistren und 18 Corydoras haben darin sehr ordentlich Platz. Insgesamt ein sehr moderater Besatz. Corydoras können es gerne noch ein paar mehr werden. Alle anderen machen das bestimmt bald von alleine. Überlege dir besser vorher, wo Du mit dem Nachwuchs hin willst. Mit dem schuppigen natürlich. :-)

2. Frage: Das Hauptproblem sehe ich weniger in der Temperatur eher bei der Wasserhärte. Hauptsächlich zwischen den Meekis und "dem Rest". Während die Südamerikaner auf weiches Wasser (unter 10°GH) fixiert sind, lieben die Meekis es ganz klar härter. Einen echten Kompromiss wirst du nicht finden. Vielleicht gibt es aber unter den Südamerikanern oder den Westafrikanern einen für Dich passenden Ersatz? Das alles unter der Voraussetzung, dass das Aquarium mit weichem Wasser befüllt wird. Wenn hartes Wasser reinkommt, sind die Meekis wieder im Spiel, aber die Südamerikaner sollten draußen bleiben. Ach ja, die 25°C sind akzeptabel.

Aber bevor Du jetzt irgend welche aus der Hüfte geschossenen Besatzvorschläge aufgreifst, schau Dir erst mal die Wasserwerte an und triff eine Entscheidung, welche Werte das Becken gegebenenfalls haben soll. Es gilt immer: Erst das Wasser - dann die Fische! Leider wird das von vielen selbst ernannten Spezialisten gerne vergessen. :-(

3. Frage: Der Gesamtdurchlass sollte irgendwo zwischen dem ein- bis zweifachen des Beckenvolumens liegen. im Deinem Fall also mindestens 600 bis maximal 1.200 Liter pro Stunde. Deine Planung ist also völlig OK. Mindestens genauso wichtig ist allerdings, dass die angeströmte Mattenfläche mit der Pumpleistung korreliert. Die Fließgeschwindigkeit in der Matte sollte etwa zwischen fünf und zehn cm/min liegen. In diesem Bereich haben Mattenfilter den optimalen Wirkungsgrad. Ich hab das bei meinem Einrichtungsbeispiel 5 m³ in der Mattenfilterbeschreibung erläutert. Ich habe übrigens auch zwei Mattenfilter... :-)

Über die Luftheber würde ich noch mal nachdenken, weil es ein bepflanztes Becken werden soll. Sie treiben nämlich das CO2 aus. Nicht alles, aber spürbar. Wenn du dann versuchst, welches nachzuliefern, ist der Verbrauch deutlich erhöht. Scheiß Folgekosten! :-( So können sich zwei kleine Kreiselpumpen ganz schnell amortisieren...

4. Frage: Egal wie - es wird immer teurer als geplant. :-( Stell Dich besser schon mal drauf ein. Eine Bitte habe ich dabei an Dich: Spare nicht auf Kosten der Fische. Da beim Hausbau das Geld immer knapp ist, kann es sinnvoll sein, wenn das Aquarium noch etwas wartet. Um so mehr freust Du dich dann darüber. Ich habe auch ziemlich lange gewartet...

So, ob mein Kommentar für Dich hilfreich ist, musst Du selbst entscheiden. Praktischerweise ist das ganze Projekt noch komplett in der Planungsphase. Da kannst Du noch alles umkonfigurieren und immer wieder neu aufbauen.

Viel Spaß beim weiteren Planspiel

Wolfgang

Jörg - Hamburg

07.08.2015, 11:57
(editiert von joerg1, 07.08.2015, 12:05)

@ Wolfgang N

Vorstellung / ein paar Fragen

Vielen Dank für Eure Rückmeldung und das Feedback @ Jürgen und Wolfgang.

Bevor ich den Besatz weiter plane, werde ich zunächst mal die Wasserwerte in der Straße prüfen. Ein Arbeitskollege wohnt nur 200m weiter. Der muss mir mal ne Probe abfüllen. Permanent gegen nicht passende Wasserwerte anzuarbeiten macht sicher auch keinen Sinn. Das war ein sinnvoller Einwurf von Dir @ Wolfgang.

Zu den Ancistren @Jürgen, du meinst sicherlich, dass man die Jungtiere dann nur schwer los wird, oder? Ansonsten ist die Fortpflanzung per se ja nichts Schlechtes. Ich denke, da freut sich doch jeder Aquarianer drüber.
Halten wollte ich eigentlich den blauen Antennenwels (A. dolichopterus), der kostet immer noch bis zu EUR 35,- im Handel und scheint nicht ganz so vermehrungsfreudig zu sein.

Zu den "Optionen offenhalten" @ Wolfgang, da bin ich schon beim planen. Alles was machbar und technisch sinnvoll ist, wird dann auch gleich gemacht oder vorbereitet. Also Heizung des Aqua über die Anlage des Hauses etc. Ich habe keine Lust dann in 2 oder 3 Jahren wieder an grundlegen Sachen rumzuplanen / -spielen.
Mein Wunsch wäre ein Becken, was komplett autark läuft, wo man nur alle paar Tage mal schauen muss und vllt. mal Lebendfutter füttert. Ob das technisch machbar ist, muss ich schauen.

Und sparen auf Kosten der Fische werde ich sicher nicht @ Wolfgang. Es kommt bei dem Becken nicht sooo auf das Geld an. Ich habe nur selbst einen kleinen Schreck bekommen, was man so an Geld in die Aquaristik investieren kann. ;-)
Da ich selbst ein Bauplanungsbüro seit 20 Jahren habe und alle ausführenden Firmen sehr lange kenne, sind alle irgendwie umlegbaren Kosten für das Aqua in den normalen Baukosten mit drin und werden somit mitfinanziert. z.B. LED-Licht einbauen etc. => Elektriker // massiven Unterschrank bauen => Tischler ... etc. Mit der Bank habe ich einen flexiblen "von - bis Rahmen" abgestimmt, der auf jeden Fall reichen sollte, wo ich aber etwas "Spiel" habe".

Nochmals danke für Euer Feedback. Ich werde auf jeden Fall berichten, wie es weitergeht. Mache ich das am sinnvollsten hier in diesem Fred? Oder soll man dafür einen neuen aufmachen?

LG aus HH ans Board
Jörg

PS. Welches Testset ist zu empfehlen für die Wassermessung?

Wolfgang N

07.08.2015, 15:14

@ Jörg - Hamburg

Vorstellung / ein paar Fragen

Hallo Jörg,

der wichtigste Wert für Dich ist erst mal die Gesamthärte, die das Wasserwerk liefert. Wenn Du weißt, wo sich Dein Leitungswasser da befindet, kannst du weitere Entscheidungen treffen. Zum Messen sind grundsätzlich die Tropftests den Meßstäbchen vorzuziehen. Die sind zwar etwas teurer, aber dafür bringen sie auch den Grad an Genauigkeit, der für die Aquaristik erforderlich ist. Alternativ wären noch elektronische Messungen (Elektroden-Geräte, Photometer) denkbar. Das ist zwar sehr genau, allerdings auch teuer und nicht zwingend notwendig. Investiere das Geld lieber anderweitig.

Es ist übrigens durchaus machbar auch gegen ungeeignete Wasserwerte permanent anzuarbeiten. Mit der richtigen Technik kann das in bestimmten Fällen sogar wirtschaftlich sein. Das ist aber im Einzelnen vorher zu prüfen und durchzukalkulieren. Wasseraufbereitung ist in der Aquaristik nichts ungewöhnliches. Du findest auch hier auf der Seite einige Beispiele.

Ein Punkt ist mir noch eingefallen: Falls Du eine Hauswasserenthärtungsanlage installierst, oder auch nur mit dem Gedanken spielst, solltest Du eine Wasserzapfstelle VOR dieser Enthärtungsanlage vorsehen. Diese Anlagen verwenden natriumbeladene Kationenharze. Dadurch wird das Calcium rausgeholt und durch Natrium ersetzt. Es fällt danach zwar kein Kalk mehr aus, alles ist völlig ungiftig, aber der Gesamtionengehalt ist immer noch nahezu unverändert. Damit auch der osmotische Druck. Der entspricht unverändert dem von hartem Wasser und ist damit für Weichwasserfische ungeeignet. Dass im "enthärteten" Wasser das Ionenverhältnis verschoben ist, kommt noch dazu. Man kann es leicht daran erkennen, dass die KH höher ist als die GH. Für Malawis wiederum völlig OK. Wasser ist eben nicht Wasser und Fische sind eben nicht Fische.

Ein weitgehend vollautomatisches Becken ist technisch kein Problem. Es gibt am Markt mehrere Aquariencomputer, mit denen Du fast alles automatisieren kannst. Das setzt zum Teil etwas Bastelarbeit voraus. Macht aber auch Spaß. :-)

Wenn Du noch Fragen hast, dann sind die natürlich hier im Forum am besten aufgehoben. Dürfen gerne auch mehr sein. Wenn du vom Baufortschritt berichten willst, dann mache am Besten ein Einrichtungsbeispiel auf. Je ausführlicher, desto besser. Ich liebe Baudokumentationen! :-)

Ich wünsche Dir noch ein schönes Wochenende

Wolfgang

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