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Walstad-Becken, jemand Erfahrung?

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ehemaliger User

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11.08.2009, 16:59
 

Walstad-Becken, jemand Erfahrung? (Einrichtungsbeispiele)

Hallo,
hat irgendjemand hier schon mal ein Becken nach Walstad eingerichtet und gepflegt?
Wie sind die Erfahrungen? Besonders in Bezug auf die Pflanzen. Mangelerscheinungen?
Eigentlich bin ich nicht mehr sehr experimentierfreudig, aber so ein Low Budget Becken auf meinem neuen Schreibtisch könnte mich schon reizen.:-D

lg
Beate

ehemaliger User

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11.08.2009, 23:43

@ ehemaliger User

Walstad-Becken, jemand Erfahrung?

>> Hallo,
>> hat irgendjemand hier schon mal ein Becken nach Walstad eingerichtet und
>> gepflegt?
>> Wie sind die Erfahrungen? Besonders in Bezug auf die Pflanzen.
>> Mangelerscheinungen?
>> Eigentlich bin ich nicht mehr sehr experimentierfreudig, aber so ein Low
>> Budget Becken auf meinem neuen Schreibtisch könnte mich schon reizen.:-D
>>
>> lg
>> Beate

Hallo Beate,
Du machst mich neugierig. Klär mich mal auf, was das heißt nach Walstad. Der Name ist mir geläufig, liest man in älteren Ausgaben häufig.
Grüße Babs

ehemaliger User

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12.08.2009, 08:05

@ ehemaliger User

Walstad-Becken, jemand Erfahrung?

Hallo,
na, dann will ich mal aufklären.
Diana Walstad ist Mikrobiologin (Amerikanerin), begeisterte Aquarianerin und hat 2005 ein Buch geschrieben, das sich von den herkömmlichen Aquarianerbüchern grundlegend unterscheidet.
Sie betreibt schon seit vielen Jahren eine Low-Tec-Aquaristik und macht Dinge, die teilweise hier in Deutschland als sehr böse gelten. :-D :-D :-D
Grob zusammengefasst:
1. Unter dem Bodengrund, der grundsätzlich aus Kies besteht, liegt Gartenerde.
2. CO2-Düngung ist verpönt, das sollen die Bakterien und Fische richten
3. Starke Filterung ist verkehrt, Ammoniumabbau findet durch die Pflanzen statt
4. Pflanzendünger gibt es nicht, Fischfutter ist der Dünger
5. Wasserwechsel findet nur sehr sporadisch statt. So alle 3-6 Monate.

Ach ja, Sonnenlicht ist gut. Algenplagen kennt die Autorin übrigens nicht. ;-)

Normalerweise würde man vielleicht sagen: Die hat sie nicht mehr alle.:-D
Aber aufgrund ihrer Ausbildung als Mikrobiologin hat sie Verständnis für gewisse mikrobielle Vorgänge im Aquarium, im Bodengrund und vor allem hat sie Kenntnisse über Pflanzenernährung, Nährstoffverwertung etc., die einem wirklich nachdenklich machen lassen, ob diese ganzen High-Tec-Lösungen tatsächlich das Gelbe vom Ei sind.

lg
Beate
P.S. Beim Lesen des Buches darf man nie vergessen, dass Amerikaner eine andere Auffassung von Aquaristik haben. So sind in dem Buch auch sehr häufig Anfragen von hilfesuchenden Aquarianern mit den Antworten der Autorin zu finden. Ein krasses Beispiel: da hat einer einen Tropheus Moori in einem 10l !!!(kein Schreibfehler) unbepflanzten Becken, der seit 2 Wochen krank ist. Dieser Aquarianer hat auch noch ein bepflanztes 40l Becken mit Schwertträgern.
Sie gibt zwar einen Rat (der auch funktioniert, der Fisch wird gesund) aber leider nicht ein Wort, dass weder dieser Fisch noch die Schwertträger nun wirklich nicht so gehalten werden sollten. (Was nicht heißt, dass sie die Fischendgröße zu der Aquariengröße grundsätzlich als nicht wichtig erachtet. Das macht sie schon (zumindest in einem gewissen Rahmen.)

ehemaliger User

Homepage

12.08.2009, 17:17

@ ehemaliger User

Walstad-Becken, jemand Erfahrung?

>> Hallo,
>> na, dann will ich mal aufklären.
>> Diana Walstad ist Mikrobiologin (Amerikanerin), begeisterte Aquarianerin
>> und hat 2005 ein Buch geschrieben, das sich von den herkömmlichen
>> Aquarianerbüchern grundlegend unterscheidet.
>> Sie betreibt schon seit vielen Jahren eine Low-Tec-Aquaristik und macht
>> Dinge, die teilweise hier in Deutschland als sehr böse gelten. :-D :-D :-D
>>
>> Grob zusammengefasst:
>> 1. Unter dem Bodengrund, der grundsätzlich aus Kies besteht, liegt
>> Gartenerde.
>> 2. CO2-Düngung ist verpönt, das sollen die Bakterien und Fische richten
>> 3. Starke Filterung ist verkehrt, Ammoniumabbau findet durch die Pflanzen
>> statt
>> 4. Pflanzendünger gibt es nicht, Fischfutter ist der Dünger
>> 5. Wasserwechsel findet nur sehr sporadisch statt. So alle 3-6 Monate.
>>
>> Ach ja, Sonnenlicht ist gut. Algenplagen kennt die Autorin übrigens
>> nicht. ;-)
>>
>> Normalerweise würde man vielleicht sagen: Die hat sie nicht mehr alle.:-D
>>
>> Aber aufgrund ihrer Ausbildung als Mikrobiologin hat sie Verständnis für
>> gewisse mikrobielle Vorgänge im Aquarium, im Bodengrund und vor allem hat
>> sie Kenntnisse über Pflanzenernährung, Nährstoffverwertung etc., die
>> einem wirklich nachdenklich machen lassen, ob diese ganzen
>> High-Tec-Lösungen tatsächlich das Gelbe vom Ei sind.
>>
>> lg
>> Beate
>> P.S. Beim Lesen des Buches darf man nie vergessen, dass Amerikaner eine
>> andere Auffassung von Aquaristik haben. So sind in dem Buch auch sehr
>> häufig Anfragen von hilfesuchenden Aquarianern mit den Antworten der
>> Autorin zu finden. Ein krasses Beispiel: da hat einer einen Tropheus
>> Moori in einem 10l !!!(kein Schreibfehler) unbepflanzten Becken, der
>> seit 2 Wochen krank ist. Dieser Aquarianer hat auch noch ein bepflanztes
>> 40l Becken mit Schwertträgern.
>> Sie gibt zwar einen Rat (der auch funktioniert, der Fisch wird gesund)
>> aber leider nicht ein Wort, dass weder dieser Fisch noch die Schwertträger
>> nun wirklich nicht so gehalten werden sollten. (Was nicht heißt, dass sie
>> die Fischendgröße zu der Aquariengröße grundsätzlich als nicht wichtig
>> erachtet. Das macht sie schon (zumindest in einem gewissen Rahmen.)

Hallo Beate,
also im gewissen Sinne so, wie man es auch bei uns noch vor 1990 gehalten hat.
Kenn ich noch von früher, hat man ja auch nicht anders gemacht. Man muss aber sagen, dass es durchaus funktioniert ! Die artgerechte Fischhaltung wurde allerdings nicht so genau genommen, das ist heute wesentlich besser.
Aber meiner Meinung nach - was man so am eigenen Aquarium für Erfahrungen macht, ist der ganze technische Aufwand auch ein riesen Geschäft - aber nicht unbedingt zwingend nötig. Du kennst sicher auch den Ausspruch: glasklares Wasser ist biologisch tot, seltsamerweise ist der Pflanzenwuchs im Aquarium dann am besten, wenn der Filter praktisch zu ist und fast nichts mehr läuft!!!
Man sagte, wenn das Wasser einen leichten Silberglanz hat, dann ist es biologisch gut - kennst Du das auch??
Ich würd sagen, trau Dich !!! Du bist doch unsere Biologin, also ran !!!
Bin gespannt.
Grüße Babs Blümchenjägerin ;-) :ok: :waving:

ehemaliger User

Homepage 

12.08.2009, 17:46

@ ehemaliger User

Walstad-Becken, jemand Erfahrung?

Hallo Babs,
>> Man sagte, wenn das Wasser einen leichten Silberglanz hat, dann ist es
>> biologisch gut - kennst Du das auch??

Ja, das kenne ich auch. Nur wir Menschen sind halt Augentiere. Glasklares Wasser muss doch gut sein. Ist immer wieder erstaunlich, das als Qualitätsmerkmal der Satz kommt: Mein Wasser ist aber glasklar. :-D
Trotzdem kann so ein Wasser der reinste Giftcocktail sein.

>> Ich würd sagen, trau Dich !!! Du bist doch unsere Biologin, also ran !!!
>> Bin gespannt.
Ich habe ja noch etwas Zeit. Der neue Schreibtisch kommt erst in etwa 4-5 Wochen.
Mal sehen. Auprobieren möchte ich das schon irgendwie. Vielleicht läuft das Becken dann aber erst mal als reines Schneckenbecken.
lg
Beate

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