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Wasserpflege

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Auch in unserem Aquaristik-Forum fühlen wir uns selbstverständlich den Zielen und Werten verpflichtet, die uns alle zu erfolgreichen Aquarianern machen sollen und ein konstruktives und respektvolles Miteinander garantieren.
Milehigh H

Homepage 

20.01.2010, 15:18
 

Wasserpflege (Technik)

Hallo zusammen!

Ein schneller Satz zu mir - ich bin Bernd, aus Hannover, 28, 2x Vater und habe derzeit NOCH kein eigenes Becken, nur eines in Betreuung. Da ich aber fest entschlossen bin, mich (wieder) diesem wunderschönen Hobby zu widmen, versuche ich seit einiger Weile relativ genau zu planen, was genau ich möchte und mich dahingehend so gut wie möglich vorzubereiten...

Dabei bin ich auf diese tolle Seite gestoßen und möchte mal ganz allgemein all jenen, die sich so riesig viel Mühe geben um a) Ihren Fischen ein möglichst artgerechtes Heim zu geben und b) dabei wirklich extrem schöne Mikrokosmen (naja, darf man ab 1000L aufwärts noch von Mikro sprechen...;-) ) entstehen lassen, meinen großen Respekt ausdrücken!

Bei ziemlich vielen von euch bin ich auf zweierlei Dinge gestoßen, die mich verwundert haben:

Trotz einer relativ großen Beckengröße, werden mitunter wöchentlich bis zu 50% des Wassers gewechselt. Bisher war ich immer der Annahme, dass sich mit der Größe des Beckens auch die Standzeit verlängert bzw. das Interval in dem Wasser gewechselt werden muß. Wo liegt da mein Fehler in der Denke (mal unabhängig von Becken mit einem Mega-Besatz, in denen natürlich auch mehr organischer Müll anfällt)?

Die zweite Sache: Im Handel werden die Filter mit einem bestimmten Einsatzbereich im Bezug auf die Beckengröße verkauft. Demnach erschien es mir bisher immer so, als wenn zB ein Eheim Prof. 3 600 oder Prof 3e 700 ausreichend seien müsste, um ein Becken mit 450 L sauber zu halten. Viele von euch haben aber mehrere ähnlich dimensionierter Filter parallel oder in Reihe laufen, dazu sehr oft noch Innenfilter(*). Gerade im Zusammenhang mit den häufigen Wasserwechseln stellt sich mir die Frage - warum ist das in der Form nötig?

* Stichwort Innenfilter - damit sind Fest eingebaute Filter gemeint, oder? Keine "Einsteigerfilte", die mit einem Saugnapf ins Becken gehängt werden, sondern Filterbestandteile, dich sich in einer mit Glasplatte abgeklebten Ecke oder derart abgeteilten Wand befinden... ?

Bitte versteht mich nicht falsch, ich will niemanden in Frage stellen, ich möchte es lediglich verstehen und dann gerne meine eigenen Pläne am ggf. neuen Wissen orientieren.

Danke für die Mühe, besten Gruß sendet

der Bernd

aquarius@work

Homepage 

20.01.2010, 19:49

@ Milehigh H

Wasserpflege

>> Hallo zusammen!
>>
>> Ein schneller Satz zu mir - ich bin Bernd, aus Hannover, 28, 2x Vater und
>> habe derzeit NOCH kein eigenes Becken, nur eines in Betreuung. Da ich aber
>> fest entschlossen bin, mich (wieder) diesem wunderschönen Hobby zu widmen,
>> versuche ich seit einiger Weile relativ genau zu planen, was genau ich
>> möchte und mich dahingehend so gut wie möglich vorzubereiten...
>>
>> Dabei bin ich auf diese tolle Seite gestoßen und möchte mal ganz
>> allgemein all jenen, die sich so riesig viel Mühe geben um a) Ihren
>> Fischen ein möglichst artgerechtes Heim zu geben und b) dabei wirklich
>> extrem schöne Mikrokosmen (naja, darf man ab 1000L aufwärts noch von
>> Mikro sprechen...;-) ) entstehen lassen, meinen großen Respekt
>> ausdrücken!
>>
>> Bei ziemlich vielen von euch bin ich auf zweierlei Dinge gestoßen, die
>> mich verwundert haben:
>>
>> Trotz einer relativ großen Beckengröße, werden mitunter wöchentlich
>> bis zu 50% des Wassers gewechselt. Bisher war ich immer der Annahme, dass
>> sich mit der Größe des Beckens auch die Standzeit verlängert bzw. das
>> Interval in dem Wasser gewechselt werden muß. Wo liegt da mein Fehler in
>> der Denke (mal unabhängig von Becken mit einem Mega-Besatz, in denen
>> natürlich auch mehr organischer Müll anfällt)?
>>
>> Die zweite Sache: Im Handel werden die Filter mit einem bestimmten
>> Einsatzbereich im Bezug auf die Beckengröße verkauft. Demnach erschien es
>> mir bisher immer so, als wenn zB ein Eheim Prof. 3 600 oder Prof 3e 700
>> ausreichend seien müsste, um ein Becken mit 450 L sauber zu halten. Viele
>> von euch haben aber mehrere ähnlich dimensionierter Filter parallel oder
>> in Reihe laufen, dazu sehr oft noch Innenfilter(*). Gerade im Zusammenhang
>> mit den häufigen Wasserwechseln stellt sich mir die Frage - warum ist das
>> in der Form nötig?
>>
>> * Stichwort Innenfilter - damit sind Fest eingebaute Filter gemeint, oder?
>> Keine "Einsteigerfilte", die mit einem Saugnapf ins Becken gehängt werden,
>> sondern Filterbestandteile, dich sich in einer mit Glasplatte abgeklebten
>> Ecke oder derart abgeteilten Wand befinden... ?
>>
>> Bitte versteht mich nicht falsch, ich will niemanden in Frage stellen, ich
>> möchte es lediglich verstehen und dann gerne meine eigenen Pläne am ggf.
>> neuen Wissen orientieren.
>>
>> Danke für die Mühe, besten Gruß sendet
>>
>> der Bernd

Hallo Bernd,

meherere filter haben den vorteil, dass du sie immer zeitlich versetzt reinigen kannst. so bleibt immer ein filter voll biologisch aktiv.bei nur einem filter dauert es immer eine weile, bis sich wieder genügend biologisch wirksames material - in erster linie bakterienkulturen - aufgebaut haben.
das kann - muss aber nicht zwangsläufig - zu problemen im aq führen.
ei n weiterer vorteil mehrerer filter ist der, dass du je nach bedarf mit einer größeren anzahl von filtermaterialiern agieren kannst.

zum thema wasserwechsel: in großen aquarien werden im allgemeinen auch größere Fische mit entsprechend hohem futterbedarf gehältert, da werden nicht nur ein paar tetraflocken ins becken gestreut, sondern ganzen ladungen von muscheln, garnelen und futterfischen in der größe von stichlingen. die schadstoffbelastung ist somit recht hoch und es fallen im verhältnis mindestenes genau soviele abbauprodukte, d. h. in erster linie nitrat an wie in kleinen becken. ob du nun einen wert von 100 mg /l nitrat in einem 100l - aquarium oder in einem 1000l - becken auf eine wert von 50 mg /l reduzieren willst, nach den mischungsreheln musst du prozentual immer die gleiche wassermenge gegen unbelastetes wasser austauschen.
Ich hoffe , ich konnte dir ein bisschen weiterhelfen

Gruß, Guido

Leinad78

Homepage

20.01.2010, 19:57

@ Milehigh H

Wasserpflege

>> Hallo zusammen!

>>
>> Trotz einer relativ großen Beckengröße, werden mitunter wöchentlich
>> bis zu 50% des Wassers gewechselt. Bisher war ich immer der Annahme, dass
>> sich mit der Größe des Beckens auch die Standzeit verlängert bzw. das
>> Interval in dem Wasser gewechselt werden muß. Wo liegt da mein Fehler in
>> der Denke (mal unabhängig von Becken mit einem Mega-Besatz, in denen
>> natürlich auch mehr organischer Müll anfällt)?

>> der Bernd

Such mal unter dem Stichwort Altwasserbecken oder sowas in der Art, es geht definitiv auch ohne (übermässige) Wasserwechsel.

ehemaliger User

Homepage 

20.01.2010, 20:13

@ Milehigh H

Wasserpflege

allo Bernd,


Da ich aber
>> fest entschlossen bin, mich (wieder) diesem wunderschönen Hobby zu widmen,
Du wirst es nicht bereuen, es ist einfach DAS Hobby (okay, meine Meinung);-)


>>
>> Bei ziemlich vielen von euch bin ich auf zweierlei Dinge gestoßen, die
>> mich verwundert haben:
Nur zwei? :-D :-D :-D
Nein, im Ernst. Ich zitier mal aus meiner Signatur, die ich im Wiki verwende:
Aquaristik ist ein Hobby, wo es keine Patentrezepte gibt. Was bei dem Einen funktioniert, muss nicht bei einem selber klappen. Obwohl ich meinen Weg wie ich dieses Hobby betreibe gefunden habe, bin ich nicht so vermessen, zu behaupten, dass mein Weg der einzig Wahre und Seeligmachende ist.


>> Trotz einer relativ großen Beckengröße, werden mitunter wöchentlich
>> bis zu 50% des Wassers gewechselt. Bisher war ich immer der Annahme, dass
>> sich mit der Größe des Beckens auch die Standzeit verlängert bzw. das
>> Interval in dem Wasser gewechselt werden muß. Wo liegt da mein Fehler in
>> der Denke (mal unabhängig von Becken mit einem Mega-Besatz, in denen
>> natürlich auch mehr organischer Müll anfällt)?

Du hast im Prinzip keinen Denkfehler. Größere Becken laufen tatsächlich oftmals stabiler. Wie oft und wieviel Wasser gewechselt wird, muss man für sein Becken selber rausfinden. Mein 360l Becken läuft mit 15% Wasserwechsel, mein Nano mit 50% und mein 84l Becken mit 10% WAsserwechsel jede Woche. Man kann da einfach nicht sagen, man muss jede Woche so und so viel wechseln. Geht einfach nicht. Bei den Ostafrikabecken-Haltern sind aber sehr oft größere Wasserwechsel Standard.

>> Die zweite Sache: Im Handel werden die Filter mit einem bestimmten
>> Einsatzbereich im Bezug auf die Beckengröße verkauft. Demnach erschien es
>> mir bisher immer so, als wenn zB ein Eheim Prof. 3 600 oder Prof 3e 700
>> ausreichend seien müsste, um ein Becken mit 450 L sauber zu halten. Viele
>> von euch haben aber mehrere ähnlich dimensionierter Filter parallel oder
>> in Reihe laufen, dazu sehr oft noch Innenfilter(*). Gerade im Zusammenhang
>> mit den häufigen Wasserwechseln stellt sich mir die Frage - warum ist das
>> in der Form nötig?
Auch so eine Glaubensfrage. Zunächst einmal bedeutet ein großer Filter nicht unbedingt schöne viele gute Bakteien. Die Anzahl der Bakterien hängt schlicht und einfach von der Menge der Nahrung an. Punkt. Große Fitervolumen machen noch lange keine Bakterienvermehrung. Zudem sind diese guten Bakterien bei Leibe nicht alle im Filter. Diese Bakterien siedeln sich in Biofilmen da an, wo sie am Besten mit Nahrung versorgt werden. Und das ist nicht unbedingt der Filter. Und wenn die im Filter sitzen, dann ist der Großteil der Bakterien in den ersten cm im Filtermaterial. Von daher ist eine vertikale Filterung über viele cm, wie sie im Außenfilter stattfindet, für Bakterien eigentlich schlecht. Horzizontale Filterung ist da wesentlich effektiver.
Der einzige "Vorteil" großer Filtervolumen ist nur, dass das Filtermaterial wesentlich länger braucht, um zu verstopfen. Wobei ich persönlich das als massiven Nachteil empfinde. Dreck, den man nicht sieht, ist trotzdem da. Und das Wasser läuft über viele Monate immer wieder über den selben Schmodder.
Ich betreibe schon seit Jahren in meinem Pflanzenbecken Geringfilterung, d.h. ich habe Innenfilter, die eigentlich viel zu klein für die Becken sind. Wie gesagt, eigentlich...;-)

>>
>> * Stichwort Innenfilter - damit sind Fest eingebaute Filter gemeint, oder?
>> Keine "Einsteigerfilte", die mit einem Saugnapf ins Becken gehängt werden,
>> sondern Filterbestandteile, dich sich in einer mit Glasplatte abgeklebten
>> Ecke oder derart abgeteilten Wand befinden... ?
Meist sind mit Innenfilter die HMF und die käuflichen mit Saugnapf gemeint. Die Filter mit den Glasplatten sind eingeklebte Filterkammern. Sie sind recht spärlich im Gebrauch.

>> Bitte versteht mich nicht falsch, ich will niemanden in Frage stellen, ich
>> möchte es lediglich verstehen und dann gerne meine eigenen Pläne am ggf.
>> neuen Wissen orientieren.
Nur wer hinterfragt, kann sich eine eigene Meinung bilden. Dazu gehört, sich mit den Argumenten für und wider einer Sache auseinanderzusetzen, und dann den Mut zu haben eine eigene Entscheidung zu treffen.
Und noch ein Abschlusswort, ebenfalls aus dem oben genannten Zitat:

Deshalb sehen Sie das was ich hier schreibe als das an, was es ist: eine Art Hilfestellung. Und auch ich bin nicht unfehlbar. Das Hinzuziehen weiterer Literatur/ Quellen ist daher immer richtig und wichtig.

lg
Beate

Milehigh H

Homepage 

20.01.2010, 22:18

@ Milehigh H

Wasserpflege

Super - vielen Dank für die ausführlichen Antworten!

Das mit der Redundanz (ist ja irgendwie auch Sicherheit vor Ausfällen) und dem Erhalten von Bakterienkuluren werde ich wohl direkt in mein Konzept übernehmen. Für die Wechselei muß ich wohl in der Anfangszeit besonders Aufmerksam sein, bis ich ein Gefühl für das Becken habe und abschätzen kann, wie das Intervall wohl ist.

Nochmal danke, Gruß

der Bernd

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