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Video Australischer Flusskrebs von Rheinländer

Offline (Zuletzt 05.11.2016)InfoKarte
    Sieger Beckenwettbewerb Oktober 2013 Sieger Beckenwettbewerb März 2014 
Userbild von Rheinländer
Ort / Land: 
51519 Odenthal / Deutschland
Aquarianer seit: 
1979
Gesamtansicht Juli 2013
Beschreibung des Aquariums
Läuft seit:
Ende 2010
Grösse:
200 x 80 x 70 = 1120 Liter
Letztes Update:
05.11.2016
Besonderheiten:
Glasdicke 12mm. Das Becken hat keine Bohrungen, sondern links vom Becken sind 10% (20cm, ca.100 Liter) für einen großen Biofilter abgetrennt, so dass das Wasser nur innerhalb des Beckens von links nach rechts gepumpt wird.

Das Becken stammt inkl. Abdeckung und Leuchtbalken von Klaus Ruffert und seinem Team "Diamantaquarien".
Gesamtansicht März 2014
Mrz14: Nach div. Wünschen habe ich den Rotanteil ausgebaut - Cognac-Pflanze, Rosalla, Ludwiglie, Roter Lotus. Die Kamera erfasst es nur blaß, in echt sind die Farben viel roter.
Mrz14: Blick schräg auf die linke Mangrove, März.14
Gesamtansicht Sep.13
Linke Seite, Mangrovenstamm
Ansicht Mitte
Rechte Seite, rechte Mangrove
Pfad ins Ungewisse, und die Prachtschmerlen beobachten mal wieder ganz genau.
Ausschnitt Mitte
im Wohnzimmer abends
Gesamtsicht Dez 2012
Links Mangrove spätabends (nur hinterer Leuchtbalken)
Rechte Mangrove spätabends
Dekoration
Bodengrund:
Der Bodengrund sind 150 Kilo heller kalkfreier Aquarienkies von 1-2 mm Körnung aus dem Baumarkt, und im Bereich vorne zum Gründeln eine feinere Körnung (Mittelsand) von 0,3-0,6mm. Das Ganze steigt von vorne 10cm auf ca. 20cm hinten an. Ich habe früher mit Sand sehr gute Erfahrungen gemacht, vor allen Dingen kennt die Natur nur feinen Sand (Schluff) und Matsch - da hatte ich diverse Aha-Erlebnisse, als ich in gut bewachsenen Badeseen einfach mal in den Bodengrund gepackt habe. Der Sand lässt keinen groben Schmutz in den Grund eindringen. Es gibt keine Faulprozesse im Boden, alle Pflanzenwurzeln sind weiß und gesund.

Mittlerweile sauge ich nicht mehr oder höchstens aus optischen Gründen die vorderen Zentimeter des Beckens, da ansonsten alles natürlich zersetzt und aufgefressen wird. Frei nach Norbert Dörre: "Das ganze Becken ist der Biofilter." In Summe macht das Becken einen erstaunlich sauberen Eindruck und hat offenbar eine gute Selbstreinigungsfunktion (gründelnde Fische, Strömung, TDS).

Die Minimalkörnung von 0,3mm sichert jedoch, dass winzige Zwischenräume bestehen und ein langsamer Wasseraustausch im Boden doch stattfindet. Das führt dazu, dass über lange Zeit - Monate - Nährstoffe aus dem Wasser auch tief in den Boden an alle Wurzeln dringen. Eine Bodendüngung ist dann nicht erforderlich, wenn das Wasser gedüngt ist.
Aquarienpflanzen:
Derzeit im Becken sind:
Vordergrund
- Sagittaria subulata als Bodenrasen
- Perlkraut
- helles Kraut mit unbekanntem Namen

Mitte bis hinten
- Cryptocorynen kl. und mittlere Unterart
- Echinodoren mehrere Unterarten bis hinten
- Rosalla (rot)
- Ludwiglie (rot)
- Lotus (rot)
- Tausendblatt
- 2-3 unbekannte Arten

Hinten
- kleine Valisnerien, Wasserhyazinthe
- Kirschblatt
- indischer Wasserstern

Seite/ Filterabdeckung
- Javafarn, -moos
- Anubias in den Wurzeln (mehrere Unterarten, u.a. golden, kleinblättrig, regulär)

Ich bin ein großer Pflanzen- und Urwaldfreund und habe das auch im Becken umsetzt. Mir gefällt es, wenn es wild ist, wenn große Beckenbereiche nicht einsehbar sind und erst nach und nach erkundet werden können. Kleine Pfade verlieren sich im Aqua-Wald, und der Dschungel überrascht den Betrachter immer wieder mit neuen Fischen.

Die Gärtnereiarbeit ist entsprechend, etwa jeden Monat hole ich einen kleinen Eimer voll Pflanzen raus.

Die Pflanzen habe ich im Großhandel als großes gemischtes Paket gekauft, weil der Einzelhandel bei der Menge zu teuer gewesen wäre (Pflanzenhandel24.de/ Familie Mühlan in Dresden).

Düngung:
Eine 6-Liter-CO2-Flasche war von Anfang an dabei. Zusammen mit der Luftpumpe werden am Filterausgang über eine selbstgebastelte Konstruktion die Gase verwirbelt und nahezu komplett gelöst (siehe Technik unten). Die CO2-Flasche ist allerdings die meiste Zeit unbenutzt, da genügend CO2 vorhanden ist (Messung per Dennerle-Ei, Wasserwerte und der Perlung der Pflanzen). Ich denke, der große Filter und der Bodengrund produzieren viel CO2 durch bakterielle Abbauprozesse. Es ist eher so, dass ich in bestimmten Phasen die Flasche als Starter einschalte, bis der CO2-Prozess wieder von selbst läuft. Die Flasche reicht etwa 2 Jahre.

Die ersten zwei Jahre habe ich nicht gedüngt, weil aus dem Kies etc. alles im Überfluss wuchs. Im 2.Jahr kümmerten die Pflanzen, und etwa ein Drittel der Arten starb langsam ab oder wurde von anderen überwuchert, was in gewisser Weise als "Auslese der Stärksten" wie in jedem Biotop auch beabsichtigt war. Aber auch ein Cyano/Blaualgenproblem kam auf. Das Thema Düngung habe ich lange ignoriert, musste mich besonders wegen glasiger Blätter (Eisenmangel) im gesamten Pflanzenbestand aber zusehends damit beschäftigen. Zahlreiche, auch teure Dünger wirkten bei mir nicht. Wirklich phantastisches Wachstum aller Arten habe ich erst seit Lösung des massiven Eisenproblems im Becken. Die Lösung war nach vielen Versuchen der Compo Fetrilon Rosendünger von BASF (Geheimtipp eines russischen Pflanzenzüchters), ein absolut hochkonzentriertes, x-fach chelatiertes und was auch immer Zeug, mit dem ich 0,1mg/L Eisen ca. 2x die Woche dünge. Wo das ganze Eisen bleibt, ist mir ein Rätsel - vielleicht sind da eisenfressende Bakterien im Biofilter. Zumindest ist es jetzt bezahlbar. Für die restlichen Düngestoffe nehme ich den ProFito von Easylife, hier habe ich aber keine Testmöglichkeit außer dem Pflanzen/Algenwuchs, ob alle Nährstoffgehalte stimmen. Die Düngung erfolgt also nach Gefühl.

Einen überhöhten Phosphatwert habe ich mit einem speziellen Phosphatfilter von Aquarichtig in kurzer Zeit auf ein pflanzenfreundliches Maß reduzieren können.

Nitratmangel: dies ist mein aktuelles Problem, da der Filter hier zu gut arbeitet und ich ggf. Düngen muss. Der Nitratwert liegt z.T. bei Null.

Mit dem Pflanzenwachstum löste sich auch das muffelnde (Cyano-)Blaualgenproblem. Bis auf Ausnahmen (Pinselalgen auf dem Holz oder verrottenden Blättern) gibt es praktisch keine Algen im Becken.

Ich würde jetzt gerne wieder mehr Arten einsetzen, aber dann würde die Gestaltung wieder unruhiger, ähnlich einem botanischen Garten, den ich im ersten Jahr hatte. Vielmehr träume ich von einem noch größeren Becken mit 4-5 Metern Länge, wo ich dann viel mehr Arten auf natürliche Weise mit entsprechend großen Pflanzenkissen unterbringen könnte.
Rotpflanzen Mitte jetzt vermehrt: Cognac + Ludwiglie über Stecklinge, Roter Lotus vermehrt sich selbst, neu: Rosalla
Indisches Sternenkraut, es setzt einen wunderbaren Farbakzent im Vordergrund.
Tausendblatt ist wieder da. War wg. Eisenmangels vor 1 Jahr eingegangen.
Die Echinodoren-Ableger werden inspiziert. Die Mutterpflanzen verschenke ich nach Möglichkeit, wenn sie zu dominant werden, und dann ist wieder Platz für Neupflanzungen.
Blühende Echinodore
Pflanzenperlung linke Seite
Perlung am Java-Farn links
Bewachsener Mangrovenstamm
Solche Echinodoren-Mutterpflanzen fliegen gelegentlich aus Platzmangel leider raus und gehen an Aqua-Freunde.
Weitere Einrichtung: 
Mangroven-Wurzeln:
Über Ebay fand ich einen Anbieter, der per Direktimport vom Amazonas große Mangrovenstücke zum guten Preis anbot. Insgesamt 4 Stücke (ca. 60 Kilo) wurden zu 2 Bäumen links und rechts kombiniert. Das Holz musste ich oben absägen, doch es war so hart, dass am Ende nur der Nachbar mit seinem Fliesen-Oszillatorschneider da durch kam - damit sägt er sonst Steine! Diese Wurzeln sind inzwischen toll bewachsen und ein Paradies für die Welse und durch ihr Höhlensystem auch für die anderen Fische.

Zum Brüten habe ich 2 Kokusnüsse für die Chichliden und eine Tonröhre für die Welse im Becken, wobei sich in die enge Röhre mit Vorliebe die Prachtschmerlen quetschen, die Welse in die Kokusnüsse gehen, und die Chichliden lieber eigene Höhlen unter den Wurzeln buddeln...

Auf Steine habe ich verzichtet, weil ich maximalen Raum für die Pflanzen brauchte. Auf den Wurzeln wächst immer noch irgendein Moos oder Anubis.

Rück- und Seitenwand:
Das Becken ist 20cm vor die helle Zimmerwand gesetzt (Fotos im Kapitel "Technik"), in den Zwischenraum habe ich den Sand und Wurzeln so eingelegt, dass das Becken optisch tiefer wirkt. Von einer geplanten Fotorückwand habe ich Abstand genommen - auf Originalbildern von Amazonasflüssen ist gut sichtbar, dass sich der Hintergrund meist in einer unbestimmten grünlichen Farbe verliert, und genauso sieht es auch im Becken aus. Die Szene im Becken ist also: 2 Bäume stehen im Wasser im überfluteten Sumpfgebiet des Amazonas.

Den Filter auf der linken Seite habe ich durch eine grobe Filtermatte abgedeckt, die inzwischen komplett von Javafarn und Anubia überwachsen ist. Eigentlich sollte diese Matte über eine kleine Pumpe zu einem HMF werden, aber dazu ist es nicht gekommen. Der Bewuchs und über kleine Lücken der Raum hinter der Matte wird von allen Fischen gerne als Versteck genutzt.
Aquarien-Technik
Beleuchtung:
6 x Aqualight 6500K 80Watt (Farbe ca. 860)
auf 3 Leuchtbalken mit je 2 T5-Leuchten und Reflektoren = 480 Watt auf 1100 Liter (0,4 Watt/Liter, wobei T5 ja lichtstärker ist. Aber in 60-70cm Tiefe reicht es für viele Bodendecker (Nadelsimse) nicht aus, sie sind verkümmert und von der Sagittaria überwuchert. Die roten Pflanzen werden erst ab halber Höhe richtig rot (etwa Ludwiglie, Lotus, Papageienblatt).

Am besten wären wegen der Beckenhöhe HQI-Strahler mit Keramikbrenner, doch die kann ich nicht nutzen, da ich das Becken wegen der Verdunstung im Wohnzimmer geschlossen halten muss. Die Beleuchtung heizt das Becken dann derart auf, dass eine Heizung überflüssig ist. Die Beleuchtungsdauer habe ich dazu solange reduziert auf etwa 9h/ Tag, bis die Temperatur konstant blieb. Bei Sommertemperaturen öffne ich zusätzlich den Deckel, dann kann ich über die Terrassentür parallel lüften. Im Winter ist die Feuchtigkeit wegen der Totalisolierung des Hauses ein Problem.

Beleuchtungszeit: ca. 9:30-13h und 17-22:30h, wobei die drei Leuchtbalken etwas zeitverzögert schalten und stärkere/schwächere "Sonne" simulieren sollen. Dadurch ergeben sich über den Tag hinweg ganz unterschiedliche Stimmungsbilder, die letzte halbe Stunde abends etwa leuchtet nur der hintere Balken, was eine etwas mystische Stimmung mit vielen Schatten wie in der Abendsonne erzeugt. Nach meinem Eindruck mögen die Fische die lange Mittagspause im Halbdunkel gern - durch das Zimmerfenster ist es immer noch hell genug.

Heute würde ich gern per Aquariencomputer stufenlos die Beleuchtung natürlicher regeln, und z.B. auch gern diverse Düngepumpen etc. anschließen, aber die gesamte Technik war mir seinerzeit zu aufwändig und teuer. Vielleicht ist auch die LED-Technik eine Option. Der Stromverbrauch der Beleuchtung ist der größte laufende Kostenfaktor des Beckens mit ca. 1 €/Tag, dafür heizt das Becken die gesamte Etage mit (Becken 26-27°, Wohnung ca. 23°).
Filtertechnik:
Der Filter ist ein Biofilter und recht groß links innerhalb des Beckens. Dazu wurden 20cm (10%, 110 Liter) per Scheibe abgetrennt. Das Wasser fließt hier S-förmig von oben nach unten durch und wird dann per Eheim-Pumpe wieder ans andere Ende des Beckens gepumpt (ca. 1500 L/h) (siehe Foto).

Wegen der großen Filterfläche ist die Durchlaufgeschwindigkeit recht langsam, was den Biofilter fördern soll. Im Filter befinden sich hauptsächlich Mattenfilter. Oben liegt ein Fließ auf, auf dem sich der grobe Dreck absetzt, und das ca. alle 14-30 Tage gewechselt werden muss. Darunter folgen insges. 30cm Filtermatten von grob nach fein. Ganz unten sind Siporax-Rollen, um hier noch ein anaerobes, extrem langsam fließendes Milieu für Nitrat-Bakterien zu schaffen (gemessen habe ich die Filtereffekte noch nicht). In der letzten Kammer liegen noch mehrere Kilo Zeolith, die ca. 1x im Jahr ausgetauscht bzw. aufbereitet werden. Ansonsten läuft der Filter seit Ende 2010 ungereinigt.

Den Filter würde ich heute kleiner halten, weil das Becken selbst durch den großen Pflanzenbestand ein riesiger Filter ist. Ich habe eher einen Nitratmangel.

Der Filter wird übrigens von einigen Fischen mitbewohnt, u.a. hat ein Pärchen Königschichliden hier sein festes Revier, aber auch die Prachtschmerlen und Welse suchen hier regelmäßig nach Schnecken und anderem Verwertbarem. Alle Reste vom Javafarn schmeiße ich in den Filter, wo sie wuchern dürfen und optisch alles abschirmen - für die Fische ist das ein großes Labyrinth mit angenehmer Strömung.
Weitere Technik:
Die Belüftung mit Luft und bei Bedarf mit CO2 findet mit einer billigen selbstgebauten Konstruktion am Filterausgang statt. Um das Schlauchende vom Filterausgang ist eine unten aufgeschnittene Plastikflasche gebunden, in die Luft und CO2 gepumpt werden. Das gefilterte Wasser wird darin verwirbelt und die Gase komplett aufgelöst. Im Innern dieser Flasche herrscht die stärkste Strömung im Becken, und gelegentlich nutzen die Prachtschmerlen und auch die Welse diesen "Jet Stream" spielerisch für Schwimmübungen.

Ich "träume" von einer Osmose-Anlage, um häufiger Wasserwechsel vornehmen zu können, aber das ist logistisch bei den Wassermengen hier in der Wohnung sehr aufwändig.

Von einem UV-Filter habe ich Abstand genommen. Zum einen muss für eine wirksame Filterung alle 3 Monate die Lampe getauscht werden = teuer. Zum anderen sind Bakterien etc. in der Natur auch in einem natürlichen Gleichgewicht. Das Nährstoffangebot begrenzt Art und Zahl der Bakterien.
Juni 2010: Die erste Planung überhaupt. 2 Meter Breite und ca. 1,7 Tonnen waren ein Reifeprozess vieler Wochen.
Unterbau und Rückwand (20cm Tiefe gewonnen)
Das Becken ist angekommen! Juli 2010
Tests mit den Mangroven. Der Stamm rechts wurde am Ende aufgestellt und verbirgt den Filterausgang.
Hier ist der Aufbau der Rückpartie gut zu erkennen.
Der Filteraufbau. Aus der Kammer rechts wird abgepumpt. Die Fische haben über die Ansauglöcher links Zugang. Das Fließ filert Massen an Dreck, aber es verstopft auch nach 14-30 Tagen = Wechsel nötig.
Der Hardcore-Aquarianer pfanzt.
Dez.2010: Alles frisch eingepflanzt, das Spiel des Überlebens geht los!
Die Plastikflasche am Filterausgang hinter dem rechten Mangrovenstamm verwirbelt billig und effektiv Luft und CO2 (je ein kleiner grüner Schlauch).
Von der Seite ist rechts gut die Plastikflasche zu sehen, und auch die 20cm Bodengrund.
Besatz
[2016-09 Neue Attraktion: Australischer blauer Flusskrebs
Diesen Krebs, ca. 15-20cm lang, habe ich zufällig auf einer Fischmesse entdeckt und der Kinder wegen mitgenommen. Er kann kneifen als hätte man den Finger in einer Mausefalle :-) Mit allen Fischen gut Freund, er ist ein ruhiger Allesfresser, der fleißig alle Reste im Becken tilgt und sich gelegentlich blicken lässt. Tagaktiv und nicht schüchtern.]

Oben
- Fadenfische (5 Mosaik, 2 blaue, und ein goldenes Weibchen ist nach Verlusten durch Kiemengeschwulst übriggeblieben und bei den Mosaiken integriert. Jetzt ist es friedlich, die goldenen Männchen untereinander waren vorher recht aggressiv, daher will ich keine neuen goldenen reinnehmen)
Mitte/Unten:
- ca. 15 rote Neons (damit es auch im Dunkeln leuchtet)
- ca. 20 Königschichliden (robuste Purpur-Prachtbarsche. Aus einem Paar wurden mittlerweile ziemlich viele)
- 4 Ancistrus-Welse (der Nachwuchs hat leider keine Überlebenschance)
- 3 Leopard-Fiederbartwelse
- 4 Prachtschmerlen (intelligente, gewitzte Schwarmfische, die uns gern im Wohnzimmer beobachten)

Die Fische vertragen sich alle sehr gut, abgesehen vom eindrucksvollen Ritual zum Reviergehabe zwischen den 3-4 stärksten Böcken der Königschichliden. Die Chichliden verteidigen auch ihre Brut gegen alle anderen Fische etwa 20-30cm um die Jungfische herum.

Zunächst war ein zumindest Kontinent-spezifisches Aquarium geplant à la Asien oder Südamerika, aber es war schnell klar, dass ein buntes Gesellschaftsaquarium mit maximalem Pflanzenbesatz aus aller Welt mehr meinem Geschmack entsprach. Ich wollte nicht auf schöne Pflanzen verzichten, nur weil sie von einem anderen Kontinent stammen. Ein wirklich artgerechtes, naturnahes Becken besteht eigentlich nur aus Matsch, Steinen und Altholz, und kaum Pflanzen, wie in 98% der Flüsse der Fall. Außerdem mussten in meinem Fall unbedingt die Königschichliden rein (Purpur-Prachtbarsche), da ich diese Fische und ihr intensives Revier-, Paarungs- und Aufzuchtverhalten schon seit meiner Jugend liebe - da war dann auch Afrika dabei.

Garnelen hätte ich gerne, kann diese aber wegen der Prachtschmerlen nicht halten. Die Schmerlen knacken auch jede Schnecke, die sie erwischen, daher halten sich nur TDS.

Verbiss an den Pflanzen findet nicht statt. Königschichliden gründeln nur und lassen die Pflanzen in Ruhe, auch der Flusskrebs (entgegen seines Rufes). Der Pflanzenwuchs ist so stark, dass ich eimerweise rausrupfen muss.
Australischer blauer Flusskrebs, die neue Attraktion im Becken (Männchen, ca.20cm)
Hey, wo ist meine Futtertablette?!?!
Im Alltag ist der Krebs eher versteckt, wenn er sich überhaupt blicken lässt. Eine angenehme Ergänzung.
Fütterungszeit. Hier sind im Prinzip alle Bewohner einmal drauf vertreten. Irgendwo an der Wurzel klebt bestimmt auch noch ein Wels.
Die Roten Neons dösen am liebsten in leichter Strömung unter halbschattigen Blättern.
Der Schwarm Neons zieht durchs Becken.
Königschichliden-Bock mit Nachwuchs
Mosaikfadenfisch-Männchen
Diese Apfelschnecke hat der Ancistrus noch geputzt, bevor die Prachtschmerlen sie später ver-putzt haben. Außer TDS war das Becken damit schneckenfrei.
Pärchen Chichliden mit Nachwuchs im Filter.
Ja, fresst nur die Pinselalgen auf, bevor ihr selbst gefressen werdet.
Selbst die teuerste Kamera der Welt kriegt die 4 Wuselköpfe kaum scharf.
Blick von der Seite ins Becken 1,80m tief. Prachtschmerlen in der Mitte, dahinter die Fadenfische. Königschichlide unten, die Neons zwischen den Blättern vorn. Und an der Frontscheibe links klebt ein Wels.
Wasserwerte
Nach 2 Jahren Blindflug ließ ich mir dann doch den teuren JBL-Testlab-Koffer schenken. Der hat mir erfreulicherweise das Phosphatproblem und den Eisenmangel offenbart, die ich daraufhin korrigiert habe - und mich seitdem über üppigen Pflanzenwuchs ohne Algen freuen kann. Nun habe ich als typische Werte:
- Temperatur: 25-27° (nur Beleuchtung als Heizung)
- pH: 6,8-7,0
- dKH: 2° (altes Becken: 4-5°)
- dGH: 4° (altes Becken 8-10°)
- Ammonium: <0,05mg/L
- Nitrit: 0 mg/L
- Nitrat: 0-10 mg/L [hier besteht ein Mangel]
- CO2: 15-20 mg/L
- Fe (Eisen): 0-0,1mg/L (hier ist laufend die massive Düngung erforderlich)
- Leitwert: um 90 µS bzw. TDS ("total dissolved solids")
- Phosphat: um 0,5mg/L

Wasserwechsel erfolgt im neuen Haus mit Leitungswasser, ca. 50% alle 3 Monate - meist dann, wenn die Veralgung lästig wird. Im Bergischen Land bei Köln ist das Wasser extrem weich (GH 3-4°). Easylife-Aquasafe und Zeolith im Filter bereiten Wasser auf.

Insgesamt beträgt der Pflegeaufwand über alles ca. 3h alle 4 Wochen, und zwar Pflanzen stutzen und den oberen Filterflies wechseln. Ich sehe es wie ein Gemüsebeet. Alle 3 Monate ca. 3h für Wasserwechsel.
Futter
Gefüttert werden diverse Zutaten aus der Fertigfutter-Industrie:
- Frostfutter "Tropical Mix 4 in 1" von Vermeulen mit Artemia, Mückenlarven, Flöhen
- Futtertabletten von JBL, Sera, halb Algen/Spirulina, halb irgendwas braunes an die Scheibe- hier knabbern alle gern dran rum
- Marken-Flockenfutter für Zierfische oben
- mehrere Granulate für die Bodenfische für den Gründelspaß unten

In der Sommerzeit kommen die tot geschlagenen Stubenfliegen immer sehr gut an, und gelegentlich Mückenlarven aus dem Regenfass. Und wenn die Prachtschmerlen Glück haben, ziehen sie dicke TDS aus dem Bodengrund. Dann sind sie für den Tag satt und kommen gar nicht erst zur Fütterung.
Videos
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Sonstiges
Das Untergestell habe ich gebraucht erworben. Es hat mir wegen der Leichtbauweise und des großen nutzbaren Raums unter dem Becken gefallen. Beim Aufbau war ich dann etwas erschrocken, wie 4 quergestellte klapprige Spanplatten und ein Plastikrohr 1,7 Tonnen Gewicht aushalten sollen. Aber es ist ein professioneller Unterschrank, und er hat bis heute gehalten, also toi, toi, toi.

Auf Naturaquaristik-live.de habe ich Planung, Aufbau und den aktuellen Stand des Beckens umfangreich dokumentiert mit vielen Fotos. Ein ganzes Jahr auf 4 Seiten zusammengefasst. Allen Interessierten viel Spaß!

Nur am Rande: wie alle Aquarienbesitzer hätte ich heute gerne noch ein viel größeres Becken :-) 4-5 Meter lang, 1,5m tief, 80 hoch - dann könnte ich mehr Pflanzen setzen, mehr Tiefe reinbringen, mehr gucken und was einem alles so beliebt. Mein absolutes Traumbecken und in gewisser Weise Vorbild ist das große, runde Panoramabecken im Düsseldorfer Aquazoo, mit ca. 180 Grad Halbkreis, 8-10 Meter lang, 1m hoch - Wow.
Infos zu den Updates
2016-11-02: nach längerer Zeit mal wieder ein Update
- 2016-10 neue T5-Röhren nach 3 Jahren überfällig
- 2016-09 Neue Attraktion: Australischer Flusskrebs (siehe Fotos+Video)
(das Krebs-Video ist die erste Videobearbeitung meines Lebens! :-)
- 2015-05 umgezogen und mit identischem Aufbau weiter in Betrieb. Der Transport von 250kg Leergewicht war ein Abenteuer für sich. Fische 3 Monate im Aquarienladen untergebracht.

2014-10-20: neues Videos hochgeladen. Trotz Düngung (Profito) sind im Pflanzenbestand gewisse Ermüdungserscheinungen feststellbar. Dazu zweitägliche Eisendüngung ist lästig, aber notwendig. Einige nachgekaufte Pflanzen gingen sofort ein, gegen den Bestand hatten sie keine Chance. Vllt. fehlen bestimmte Spurenelemente, die ich aber nicht messen kann. Daher spiele ich derzeit mit dem Gedanken, dass Dennerle-Düngesystem mit dem neuen "Osmose-Dosator"auszuprobieren - leider recht teuer mit ca. 150 EUR/Jahr bei meiner Beckengröße.

Nach 4 Jahren Betrieb wurden einige Fische nachgekauft (Neons, Fadenfische). Vermehrung derzeit keine mehr, was insbes. bei den Königschichliden auffällig ist - ich denke, für die Chichliden ist inzwischen das Wasser zu weich durch die konstante Verwendung von Regenwasser (KH= 2, GH=4).

2014-04-03: Ich freue mich über eure Wahl zum 2.Platz März 14, vielen Dank!

2014-03-14: aktuelle Fotos. Neue Pflanzenarten eingesetzt, Rotanteil deutlich ausgebaut. Technik: nach 3 Jahren wurden nach Verstopfung die Filtermatten zeitversetzt ausgewaschen. Derzeitig ein Problem: eine Undichtigkeit im CO2-System, dadurch war alle 2 Monate die Flasche leer. Fehler wird noch gesucht, Becken derzeit ohne CO2-Zufuhr.

2013-11-05: Das leise, aber doch merkliche Brummen der Luftpumpe ist weg! Statt konstant mit wenigen Blasen pumpt sie jetzt nur alle 2 Stunden für 15min die Flasche am Filterausgang voll, und dann diffundiert alles langsam. Über die gleiche Uhr wird jetzt auch die Strömungspumpe betrieben, die durch die Intervalle nicht so schnell verstopft.

2013-09-07: Neue Röhren eingebaut, 6x Aqualight 6500K 80Watt, und die Reflektoren auf Hochglanz poliert. Nach fast 3 Jahren war es überfällig, das Becken wirkt glatt doppelt so hell. Nun sollten auch die roten Pflanzen wieder tief unten wieder volle Farbe zeigen können.
User-Meinungen
Betta Chris schrieb am 01.09.2015 um 15:29 Uhr
Bewertung:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Hallo Christian
Die größe ! wie geil *Herzchenaugen Smiley* :D
Auch Deine Bepflanzung und die Einrichtung finde ich super!
Hier schau ich gerne nochmal rein!
Mehr Fotos!!!
Weiter so!
Greeeeeeetz Chris
Ps.: Gut durchdachter Filter!
Sarah schrieb am 20.10.2014 um 19:13 Uhr
Bewertung:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Hey, super schönes Becken pflegst du da, absolut Top. Die Abmessungen deines Beckens, entsprechen genau meinen Traumvorstellungen, leider bleibt die bei mir immer ein Traum da mir der Platz fehlt. Ich wünsche dir weiterhin viel Freude mit deinem Mangroven Dschungel.
VG Sarah
Flo - Malawi schrieb am 07.04.2014 um 12:44 Uhr
Bewertung:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Hi !
Gratuliere auch dir zu diesem Schulterklopfer!
LG
Flo
der Theoretiker schrieb am 02.04.2014 um 12:21 Uhr
Bewertung:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Hi,
herzlichen Glückwusch zur Auszeichnung!!
LG Matthias
Tom schrieb am 01.04.2014 um 23:27 Uhr
Bewertung: - keine -
Hallo,
gratiliere dir zum verdienten zweiten Platz!
Grüße, Tom.
< 1 2 3 4 5 >  
In diesem Einrichtungsbeispiel stellt der User Rheinländer das Aquarium 'Grüner Mangroven-Dschungel' vor. Das Thema 'Klassisches Gesellschaftsaquarium' wurde nach bestem Wissen und Gewissen durch den Aquarianer umgesetzt und soll den gepflegten Tieren ein möglichst artgerechtes Leben ermöglichen.
16926 Aufrufe seit dem 27.07.2013
Copyright der Fotos liegt ausschließlich beim User Rheinländer. Eine Verwendung der Bilder und Texte ist ohne Zustimmung von Einrichtungsbeispiele.de und dem User selbst nicht erlaubt.
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