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Hinweise, Basteleien und Tipps, die keinen eigenen Blog wert sind

Hallo,

hier soll eine Sammlung von Tipps,Tricks und Basteleien entstehen. Jederd er mitmachen mag oder Ideen zur Ergänzung hat, der melde sich bitte, sodass man bald auf eine gute Anzahl kleinerer Handgriffe zugreifen kann.





1.Wasserlinsen ( Entengrütze ) entfernen:

Fast jeder kennt sie, nahezu jeder hasst sie; die Entengrütze. Die kleinblättrige Schwimmpflanze, die auf schlau Lemna minor heißt, kommt oft an Pflanzen haftend oder versehentlich über die Tüte mit Fischen ins Aquarium, Dort breitet sich die schnellwachsende Schwimmpflanze aus. Doch nach meinen Beobachtungen und Versuchen mit dieser Art gibt es Möglichkeiten, sie loszuwerden.

1.Starke Strömung mag diese Pflanze nícht und schon nach wenigen Wochen ist die Oberfläche frei von ihnen bzw. sie sterben ab ( weiße Verfärbung ). Die Strömung sollte jedoch auf ganzer Beckenbreite sein, etwa durch ein Ausströmerrohr, sonst bilden sich Stellen neben dem Filter, wo die Art weiterhin wächst, aber eben nur begrenzt. Zu 100 % wird man sie so nicht los, einige ganz wenige Stücke bleiben, aber bei der Menge ist das Herauskeschern mit einem kleinen (!) Kescher vertret- und machbar.
2.Ich verfüttere die Linsen gerne an unsere Kois. Die sind ganz verrückt danach. Da ich aktuell keine Barben oder solche Tiere pflege, weiß ich nicht, ob andere Karpfenähnliche die Linsen ebenfalls für gut befinden. Vielleicht testet es ja jemand oder weiß es.





2. Eier-, Eipackete- und Schneckenschaber:
Dieses „Hilfsmittel“ entstand in einer Phase völliger Langeweile. Es hilft einem, Eier von z.B. Panzer- und Störwelsen, aber auch kleine Schnecken wie Napfschnecken und junge PHS und TDS zu entfernen.
Man braucht:
- Einen kleinen Anspitzer
- Etwas Schlauch ( 4/6 mm )
- Einen Schraubendreher
- Einen dünnen Holzstreifen, der einigermaßen stabil ist; alternativ: Von dem harten Stück des 4/6 mm Schlauches gute 20 cm
- Feile oder anderes Gerät zum Schleifen
- Ggf. kleinen Bohrer mit dazugehöriger Maschine
- Ggf. Heißkleber inkl. Pistole


Zunächst baut man die Klinge des Anspitzers ab und schleift beim Plastikteil die Seite, auf die die Spitze des Stiftes normal zeigt, ab, sodass eine ebene Fläche entsteht. Hier bringt man die Klinge an und befestigt sie mit Schräubchen. Je nachdem wofür man sich entschieden hat, wird nun der Schlauch oder das harte Stück in das Loch eingeführt und dort ggf. mit Heißkleber fixiert, ohne dabei jedoch das Schlauchende zu verstopfen. Hat man sich für das Harte Stück entschieden, braucht man nur noch einen passenden Schlauch auf das Ende stecken und ist fertig. Die anderen befestigen noch ein Stück einer Holzleiste (starker Draht geht auch) am neu erschaffenen Gerät und sind dann ebenfalls fertig.

Zur Funktion:
Man saugt am Schlauchende an und hält es in einen Eimer o.ä.. Dann geht man von oben nach unten an den zu entfernenden Gegenständen entlang. Dabei ist es wichtig, dass die Klinge zur Scheibe zeigt. Die Objekte sollten durch die Klinge von der Scheibe abgehen und der Schlauch saugt sie ( meistens ) direkt in ein anderes Behältnis. Der Stab hilft beim Führen des Schabers .Die Klinge ist auch gegen Schärfere austauschbar. Der Vorteil ist, dass andere Fische die Eier gar nicht fressen können.




3. Die Wurzel geht nicht unter:

Kauft man Wurzeln für sei Aquarium, gehen diese oft nicht direkt unter, sie haben sich noch nicht vollgesogen. Trotzdem möchte man sie nach kurzer Wässerungszeit schon im Aquarium haben.
Um dies zu schaffen, benötigt man eine Schieferplatte, deren Größe mit der Größe der Wurzel steigen sollte, und Angelschnur. Die Schieferplatte wird mit der Angelschnur an der Unterseite der Wurzel befestigt. Es gibt zwei große Vorteile bei dieser Methode. Zum einen kann man die dünne Schieferplatte mit Sand bedecken, man sieht so gar nicht, dass die Wurzel beschwert ist, und zum anderen kann kein Stein durch plötzliches Aufschwimmen der Wurzel von derselbigen abgeworfen werden und die Scheibe beschädigen oder gar zerstören. Das ist bei wahrem nicht toll.




4.Glasbodenabzieher:

An dieser Stelle ist ein Kauf neben dem Eigenbau auch machbar.Aber hier beschäftigen wir uns mit dem Bau des Gerätes, das Glasböden abzieht. Es hilft somit,
Becken mit Jungen sauber zu halten ( Sauberkeit ist [bei einer gezielten Aufzucht] eines der oberen Gebote ) und durch eine Individuelle Breite, die so nur beim Selbstbau möglich ist, lässt sich das Becken ruck zuck reinigen. Beim Abziehen sollte die Geschwindigkeit gering bleiben, um den Dreck nicht aufzuwirbeln und ihn so doch wieder im Becken zu verteilen. Am Ende lässt sich alles super und einfach absaugen und der Fall ist erledigt. Doch nun zum Bau:

Material:
- Etwas Schaumstoff
- Eine Holzleiste in der Breite des Beckens (etwas weniger)
- Eine Holzleiste für den Griff,Länge nach Platz und/ oder Bedarf
- Schrauben 6-8 Stück
- Eine dünnere Holzleiste, alternativ etwas rostfreies Metall

Bau:
Zunächst schneidet man den Schaumstoff auf der Breite der Leiste ein, sodass er sich leicht aufste-cken lässt und auch hält. Jeweils rechts und Links befestigt man mit den dünnen Holzstücken den Schaumstoff endgültig am Holzteil des Schabers. Alternativ kommt hier das rostfreie Metallstück hin. Nun noch ein Stiel dran und fertig ist der Saubermachgehilfe mit austauschbarer Wischfläche.
Die Reinigung sollte nach jedem Wischgang unter fließendem Wasser geschehen, je nach Benut-zungsfrequenz ist ein Austausch des Schaumstoffes alle ¼ Jahre sinnvoll, je nachdem wie oft man ihn benutzt. Wichtig: Nicht nass in eine Plastiktüte stecken, erst abtrocknen lassen.




5. Mehrere Becken mit einem Filter betreiben/verbinden

Ich stand vor einer Aquarienzeile aus 15 12 Liter Becken, davon fast die Hälfte mit einem eigenen Heizer ausgestattet. Mein Ziel war es aus Kostengründen alle Becken miteinander zu verbinden. Voraussetzung war allerdings, dass die Becken nicht Beschädigt werden und bei Bedarf auch einzeln betreiben werden können. Bei der Umsetzung dieser Vorgaben kommt mir die Schwerkraft zu Hilfe. Der anschließende Plan war denkbar einfach:
Von jedem Becken muss ein u-förmiger Schlauch ins Nachbarbecken kommen und vom letzten Becken der Reihe eine Verbindung mit Pumpe ins erste hergestellt werden.

Es ging ans Basteln. Zunächst plante ich eine Versuchsreihe mit wenigen Becken um die beste Bauart der Verbindungen herauszufinden. Ich bastelte mit diesen biegsamen, runden und geriffelten Kabelkanälen. Damit ihre Form ganz sicher U-förmig blieb, habe ich das Ganze mit Gummibändern gesichert. Ein Schlauch führte von der einen Seite an den vermutlich höchsten Punkt des U´s. Dieser Schlauch wurde später einer der Nachteile, er rutschte nämlich raus und ein sicheres Absaugen der Luft aus dem U war nicht gewährleistet. Zudem konnte man nicht genau sehen, ob sich noch Luft im Bogen befand. Etwas durchsichtiges musste her und die Luftabsaugung musste vereinfacht werden. Das kam als bisheriges Top-Modell dabei heraus:

Material:
- Geriffelte Kabelleitung, die so dick ist, dass der dicke Grüne AQ-Schlauch drüber passt, aber nur ganz knapp
- Der dickste grüne Aquarienschlauch
- 4/6 mm Schlauch
- Gummiband
- Gefrierbeutelclip
- Kleine Kabelbinder
- Schere / Teppichmesser
- Maschine + Bohrer 5-5,5 mm

So geht’s:
Zunächst biegt man den Kabelkanal zu 2 90° Bögen mit je einem kurzen Ende und einem Ende, dass so langt ist, dass es ca. ½ der Beckenhöhe erreicht hat. Als Verbindungsstück zwischen den beiden Rohren nimmt man nun ein Stück des dicken Schlauches. Dieses ist so lang, dass es von einem Be-cken zum anderen reicht. Zuvor hat man in denselbigen ein etwa 5 – 5,5 mm großes Loch gebohrt. In dieses steckt man ein etwa 10 cm langes Stück des dünnen Schlauches ( Silikonschlauch am Besten). Nun werden die Verbindungsstellen zwischen den Kabelkanälen und dem dicken schlauch noch gesichert mit den Kabelbindern. Bei Bedarf können nun noch Fliegengitter angebracht werden.
Nun wird durch den dünnen Schlauch die Luft aus dem Rohr gesogen (lang genug saugen und prü-fen, ob noch Lift vorhanden ist), worauf der dünne Schlauch einmal umgeknickt wird.Damit er diese Stellung behält, fixiert man ihn mit dem Clip.

Vorteile des Systems:
- Ein Filter für alle Becken ( bei sehr vielen: über gesondertes Filterbecken nachdenken, sollte dann am Ende der Reihe stehen)
- Ein Heizer für alle Becken
- In allen Becken der gleiche Wasserstand und die gleichen Wasserwerte
- Tiere können ohne Umgewöhnung umgesetzt werden.
- Größeres Wasservolumen
- Stabilere Wasserwerte, allg. stabilerer Lauf der Becken bzw. des Systems

Nachteile:
- Wenn der Wasserfluss zwischen den Becken unterbrochen ist, laufen Becken über
- Wenn ein AQ undicht ist, weiß man nicht sofort welches, denn alle haben den gleichen Wasserstand
- In allen Becken gleiche Wasserwerte
- Alle Becken verbunden --> Krankheitsübertragung

Wichtig ist, dass alle Becken gleich hoch sein müssen bzw. deren Oberkante abschließt, das sollte aber klar sein.
Meiner Meinung nach ist dieses System super, auch wenn die Vorteile nicht klar überwiegen, so ist besonderes der Sparfaktor und auch das größere Volumen ein starkes Argument dafür, das an sich schon fast alle Gegenargumente entkräftet.




6. Futter für Welse und Wirbellose selbst machen:

Als ich meine Hypancistrus zwei Wochen mit im Handel erhältlichen Tabs gefüttert hatte, merkte ich, sie wurden nicht allzu gut angenommen. Also ab in die Küche und selbst was machen. Zunächst suche man alle Trockenfuttersorten, die man hat, zusammen. Es bot sich an dieser Stelle an, den riesigen Berg an Futterproben aufzubrauchen, da hatte ich also jede Menge Auswahl. Ich habe mich nachher der Einfachheit halber für alles entscheiden und immer kleinere Portionen deutlich zerkleinert ( max. 1 mm groß ). Pulver sollte es nicht sein, es trübt das Wasser zu stark. Im Anschluss wurde alles durchmischt und mit Wasser verdünnt, sodass ein Brei entstand. Dem fügte ich noch Karotten- und Gurkenbrei (in Maßen)und Frostfutter (hier Cyclops und gehakte Mückenlaven) hinzu, bevor ich alles mit einer Einwegspritze auf eine Folie gespritzt habe und zum Trocknen in die Sonne gelegt habe.

!!!!! WARNUNG: DIESE SACHE STINKT BERSTIG; DIE ARBEIT IM FREIEN UND AUCH DAS TROCKEN AUßERHALB DES HAUSES SIND SEHR ZU EMPFEHLEN.BEI MIR STINKT DAS BAD SCHON; OBWOHL ICH DA NUR NOCH DIE FEINEN RESTE VON DEN SPRITZEN ABSPÜLE !!!!!!

Ist alles gut durchgetrocknet, tut man es in eine luftdicht verschließbare Dose, damit nichts stinkt. Den Geruch wird man so schnell nicht wieder los. Trotzdem hat es sich gelohnt, die L 201 fressen da s neue Futter super und haben kugelrunde Bäuche. Das Rezept ist auch mit anderen Zutaten beleibt, einfach ausprobieren, was die Kleinen am liebsten haben und immer nur kleine Portionen anfertigen.



7. Beim Wasserwechsel den Heizer nicht von Strom genommen:


Der Regelheizer heizt in dieser Situation natürlich weiter, er erkennt nicht, dass sich um ihn kein Wasser mehr befindet (ich weiß nicht wie es bei der neusten Heizergeneration ist, ich hab nur die älteren Modelle). Folglich wird er sehr, sehr heiß. Spätestens wenn es beim Auffüllen zischt, sollte man es merken und sofort aufhören, Wasser nachzukippen. Der Heizer ist nun sofort aus der Steckdose zu ziehen und am Kabel vorsichtig auf eine feuerfeste Unterlage oder ein altes Brett zu legen. !!! NICHT DEN HEIZER BERÜHREN !!! Wartet man solange, bis er sich auf Anfasstemperatur abgekühlt hat, kann man ihn wieder ins Aquarium tun. Würde man ihn mit Wasser kühlen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Glas platzt, verdammt hoch.
Dieser Tipp ist eigentlich überflüssig, könnte man denken. Schaue ich mir aber selber dabei zu, wie ich in einer solchen Situation handle, ist er plötzlich sinnvoll. Sinnvoll ist auch die Konsequenz die ich aus 2 Platzern gezogen habe. Sie ist jedem zu empfehlen: Ich hab in meiner Anlage auf ein kleines Poster „ Heizer raus“ geschrieben. Für alle, die sich kein solches Poster an die Wohnzimmerwand hängen wollen, tut es auch eine Notiz mit Klebeband am Deckel befestigt. Dann denkt man immer dran. ;-)



8. Ins Becken hängende Ufervegetation darstellen:

Eine einigermaßen natürliche Optik ist das Ziel der meisten Aquarianer. Besonders kleinere Fische bevorzugen Uferbereiche mit ins Wasser hängender Vegetation. Dieser Effekt ist im Aquarium leichter nachzustellen als man denkt. Man braucht nur wenige Dinge:
- Filterwatte
- Einen Bodendecker aus dem Gartenbereich, ich kenne den Namen nicht, man schaue ihn sich bei meinem Beispiel an.
- Kleinere Steinchen

So gehts:
Die Filterwatte legt man auf die Mittel- bzw. Seitenstege des Aquariums. Stellenweise wird sie mit Steinen beschwert. In die Filterwatte steckt man die Stiehlenden. In der Watte finden die Enden schon nach kurzer Zeit Halt und bilden Wurzeln. Auch der Rest der Pflanze ist nicht untätig und bil-det schön aussehende Luftwurzeln aus, in denen Fische Schutz finden. Sind die Luftwurzeln gut ausgebildet, kann man sogar auf eine weitere Bepflanzung verzichten. Zusätzlich dunkeln die Blätter das Becken ab, was bei vielen Fischarten anzustreben ist.




9. Ein Zuchtbecken für Corydoras panda einrichten:

Die Nachzucht von Corydoras panda ist nicht allzu schwer, wer Lust hat, sollte es mal probieren. Natürlich klappt es auch im Gesellschaftsbecken gelegentlich, doch kommen hier seltener Junge hoch.

Das benutze ich immer:
- Ein Aquarium 40x30x25 (LxBxH)
- Ausströmer
- Luft dafür bzw. die Pumpe, die sie erzeugt
- Einen Laichmopp (Bauanleitung unter Punkt 10)
- Etwas Sand
- Ein paar Steinchen und einen größeren Flachen, mit denen man eine Höhle bauen kann.

So geht’s weiter:
Es wird ein Weibchen, welches einen deutlichen Laichansatz hat, mit 2 Männern eingesetzt. Alternativ klappt auch der Ansatz in der Gruppe mit 3-4 Männern und 2-3 Weibchen. Nun kontrolliert man den Laichmopp regelmäßig auf Laich, den man dann absammelt ( Luftkontakt ist nicht so wild) und in eine flache Schale mit Belüftung legt. Wie es genauer aussieht, bedarf eines extra Blogs, dieses hier soll nur die Einrichtung erläutern.





10. Einen Laichmopp basteln

Laichmopps sind ein guter Pflanzenersatz für Fische, die an Pflanzen(wurzeln) laichen. Dazu gehören z.B. einige Salmler, Regenbogenfische aber auch Panzerwelse wie Corydoras panda legen ihre Eier in einem Mopp ab. Solch ein Mopp kann auch bei Lebendgebärenden eingesetzt werden, darin können sich die Jungfische gut verstecken und sind somit vor Fressfeinen sicher. Ihr Vorteil ist die leichte Reinigung, was Keimübertragungen verhindert. Desweitern kann man dunkle Farben wählen, sodass man Eier leichter sieht als in zumeist hellen Pflanzenwurzeln. Es gibt verschiedene Varianten, einmal die frei Schwimmende, die einfach im Becken treibt (und irgendwann doch zu Boden sinkt), die stehende, die vom Boden nach oben geht und die an hängende Variante, wo die Wollfäden von oben nach unten hängen. Alle drei werden nun behandelt.

Material:
- Synthetikwolle (Baumwolle löst sich irgendwann auf), die Farbe ist egal, dunkle bietet sich aber an, man kann die Eier dann besser finden.
- Ein Brett mit 4 Nägeln zu einem Viereck im Brett steckend
- Schere
- Je nach Modell eine VA-Schraube oder einen Korken
- Beim Oberflächenmodell noch eine Bohrmaschine mit Bohrer

Das macht man nun:
Man wickelt den Faden ziemlich lang um die Nägel, bis die gewünschte Dicke erreicht ist. Dann wird je nach gewünschter Anzahl an Mopps die Schnurmenge an den Stellen abgebunden, es lassen sich 1- 2 Mopps gewinnen. Die Fäden müssen stramm sein, sonst fällt der Mopp später einfach auseinander. Je nach Variante werden nun noch an der Bundstelle entweder die Schraube oder der mit Loch versehene Korken angebracht und fertig.





11.Der schwimmende Aufzuchtkasten

Manchmal hat man Junge entdeckt und will sie unbedingt vor dem Gefressen werden schützen, kann sie aber nicht ohne Umgewöhung aus dem Becken entfernen. Hier hilft der folgende Kasten mit Fischwasserzulauf, in dem die Kleinen immer in frisch gefiltertes Wasser gehalten werden können. Der Bau ist nicht schwierig und für den „Notfall auch in weniger als 10 Minuten machbar.

Man benötigt nur ein paar Dinge:
- Die Grundvoraussetzung ist ein installiertes Ausströmerrohr für den Außenfilter
- Eine Kiste, ich benutze meist die kleinen Kisten eines schwedischen Möbelhauses
- Ein Stück Schlauch (4/6 mm), etwa so lang wie das Aquarium abzüglich der Länge der Box und plus 10 cm Reserve.
- Bohrer 5-5,5 mm + Maschine und einen Bohrer 10 mm
- Etwas Schaumstoff oder Filterwatte
- Styroporblöckchen ca. 12x3x4, muss man halt ausprobieren, wie es am Besten unter die Abdeckung passt.



Das macht man dann:
Zunächst wird in das Ausströmerrohr ein Loch mit 5-5,5 mm Durchmesser gebohrt, dann ein gleiches Loch knapp unter den oberen Rand der Kiste. Mit dem dicken Bohrer werden nun oben, etwas tiefer als das kleine Loch, 3-4 Löcher in einer Reihe gebohrt. In diese wird dann je ein Stück Filterwatte bzw. Schaumstoff gesteckt. Auch möglich ist das Abdichten mit Fliegengitter, was man halt gerne hätte. An das Ausströmerrohr des Außenfilters wird nun der dünne Schlauch angeschlossen. Ist alles vernünftig geworden, läuft nun eine kleinere Menge Wasser durch diesen Schlauch, hält man ihn waagerecht. Das andere Ende des Schlauches steckt man durch das kleine Loch im Kasten. Nun läuft ständig Wasser direkt aus dem Filter in das Aufzuchtbecken, welches dann durch die Löcher wieder abfließt. Solch ein Kasten ist besser als die meisten käuflich zu erwerbenden, er bietet einfach mehr Platz.Der Kasten sollte deshalb am Ende des Aquariums sein, damit nicht gleich nach dem Filterauslass die Strömung abgebremst bzw. nach unten weitergeleitet werden kann. In die Styroporblöckchen werden Ritze gemacht (einfach einmal klein anritzen), diese können dann einfach unter den bei den beschriebenen Boxen umgebogenen Rand geklemmt werden und halten dort super stramm. Das würde nämlich den Gasaustausch erschweren. Ein Becken ohne jegliche Oberflächenbewegung zu betreiben ist auf Dauer evtl. problematisch. Man kann die Box auch gut abdecken, damit keine erwachsenen Fische hineinhüpfen können und sich den Bauch vollschlagen.Das Becken lässt sich, dadurch dass man die Löcher oben gebohrt hat auch außerhalb des Aquariums verwenden.

!!! WICHTIG: DIE KISTEN VOR DER BENUTZUNG GRÜNDLICH MIT WARMEN WASSER AUSSPÜLEN UND EINIGE TAGE WÄSSERN !!!





12. Strömungsgeschwindigkeit erhöhen:

Man pflegt strömungsliebende Fische, hat einen starken Filter möchte aber keine zusätzliche Strömungspumpe anbringen ? Es gibt da einen kleinen, günstigen Kniff, die Strömungsgeschwindigkeit zu erhöhen. Will man sie bloß oberflächennah erhöhen, muss man bloß fähig sein, ein Gummiband mehrmals um das Ausströmerrohr zu wickeln. Die Gummibänderwürste werden vor jedes zweite Loch gerollt. Somit strömt die gleiche Menge Wasser durch eine geringere Anzahl an Austrittslöchern, der Druck ist höher und somit die Strömung stärker. Will man auch weiter unten Strömung haben, sollte man ein bisschen basteln. Man benötigt ein bis zwei Ausströmerrohre, die so lang sind, wie die Tiefe, bis in die man Strömung haben will. Mithilfe eines 90° Winkels wird der eigendliche Ausströmer nach unten geleitet. Daran wird das Rohr befestigt, sind noch keine Löcher vorgegeben, muss man sie erst bohren, auch hier gilt, je weniger Löcher desto stärkere Strömung. Das untere Ende des Rohres ist mit einem Stück Plastik und Heißkleber bzw. Aquariensilikon zu verschleißen. Fertig ist eine gleichmäßige Strömung in bis zu allen Wasserbereichen, eben wie man es haben will. Ich nutze die Konstruktion in meinem L 201 Becken und bei den LDA 16. Die Strömungsöffnungen in den Rohren habe ich da gebohrt, wo sich die Tiere gelegentlich aufhalten, aber nicht die meiste Zeit. So pustet das Wasser nicht direkt in die Röhren, aber knapp daran vorbei, und das scheint den Welsen durchaus zu gefallen.
Bei dieser Konstruktion ist wichtig, dass immer noch ausreichend Oberflächenbewegung vorhanden ist, und dann ist das für strömungsliebende Fische eine super Geschichte.






13. Laichrost für laichfressende Fische

Bei manchen Fischarten, besonders bei manchen Salmlern und Barben, werden die Eier gefressen. Will man sie jedoch in größerer Anzahl nachziehen, sollen sie das nicht tun. Sie dürfen nicht an die Eier kommen. Neben Murmeln und ganz grobem Kies gibt es auch noch elegantere Lösungen, bei denen man dann auch sehen kann, ob und wie viel gelaicht wurde. Es gibt mehrere Möglichkeiten, drei werde ich jetzt vorstellen.
Der erste Arbeitsschritt ist für alle hier Vorgestellten Möglichkeiten der gleiche:
Man braucht einen Rahmen. Den bastelt man sich z.B. aus in Streifen geschnittenem Kunststoffglas. Er sollte genau in das Becken passen. Ein zweiteiliger Rahmen ist auch denkbar, besonders, wenn der Rahmen z.B. wegen Seitenstegen nicht im ganzen aus dem Becken genommen werden kann. Geklebt wird entweder mit Heißkleber oder Silikon. Ist der Rahmen fertig, kommt man zur Bedeckung:
Möglichkeit 1: Man spannt ein grobes Gitter (Fliegengitter, Putzgitter aus Plastik, etc) über den Rahmen und klebt es fest. Dann ist man schon fertig.
Möglichkeit 2: Glasstäbe in rund aus der Apotheke (Laborbedarf).Diese werden im Abstand von etwa 2 mm auf dem Rahmen befestigt. Beim Einhalten der Abstände helfen kleine Holzstückchen, die Befestigung erfolgt auch mit Silikon oder Heißkleber.
Möglichkeit 3: Man geht in den Baumarkt und kauft diese Dachrinnenabdeckungen. Die biegt man sich wie man sie haben möchte und befestigt auch diese auf den Rahmen. Die Dachrinnenabdeckungen lassen sich nur leicht verbogen auch ohne Rahmen einsetzen.





14. Holz aus dem Wald

Oft sieht man im Wald schöne Wurzeln, ist sich aber nicht sicher, ob sie fürs Aquarium geeignet sind. Dazu lässt sich sagen, dass nahezu alle Hartholzarten wie zum Beispiel das der Buche geeignet sind. Beachtet werden sollte eine gute Trockenheit des Holzes, es darf aber auch nicht schon morsch sein.Die Rinde ist, so gut es geht, zu entfernen, kleinere Reststücke haben sich bei mir nie als Problem kristallisiert. Bei Holz, was schon im Bach oder See liegt, hier kann man durchaus auf das Salzbad verzichten.
Um sie aquarientauglich zu machen, benötigt man eine Wanne oder einen Eimer, in dem man pro Liter Wasser 80-100g Salz löst. Dann kommen die Wurzeln dazu. Das Ganze bleibt für 24-48 Stunden stehen, im Anschluss werden die Wurzeln gut mit Leitungswasser abgespült.
Ich lege zum Teil auch Wuzeln aus dem Wald, bei denen ich 100%ig sicher bin, dass diese schon län-ger als 12 Monate trocknen konnten, einfach so ins Becken. Bei einigen Wurzeln bildet sich dann ein Bakterienrasen in Form von wabbeligem, weißen Zeug, dieser ist aber nicht schlimm und wird von Schnecken gefressen. In meinem Dicrossusbecken im Keller habe ich sowohl die Schachbretter als auch die Blauen Neons an dem Belag rumstupsen sehen. Man sollte diesen Bakterienrasen bloß von richtigem Schimmel unterscheiden können, denn sonst ist das für das Aquarium nicht so lustig. Ein wichtiges Kontrollgerät des menschlichen Körpers gehört bei Wurzeln aus dem Wald dazu. Es ist die Nase, stinkt das Wasser, ist etwas im wahrsten Sinne des Wortes faul. Mindestens alle 2 Tage ist der Riechkolben über der Wasseroberfläche zu positionieren. (Danke nochmal)




15. Algenprobleme:

Algen nerven viele Aquarianer, mich haben sie auch genervt, tun es aber mittlerweile nicht mehr, ich lasse mich einfach nicht ärgern. Wer sich doch ärgert, für den gibt es ein paar gute Tipps, die Algen in den Griff zu bekommen. Diese unterscheiden sich von Art zu Art. Genau auf die einzelnen Arten will ich nicht eingehen, bloß einige Tipps geben, wie ich es immer gemacht habe.

- Den Grund für die Algen finden und abstellen ( z.B. zu viel Futterreste, etc.)
- Wasserwechselintervalle erhöhen, ich 2-3 mal/Woche für angemessen. So wird ein Nährstoff-überschuss bekämpft, der meist der Grund für Algen ist
- Algen durch Absaugen eindämmen
- Manchmal ist auch eine neue Beleuchtung ein Grund für Algen, das kann man dann ja nicht einfach so abstellen, aber will man die Algen los werden, habe ich gute Erfahrungen mit einer Dunkelkur gemacht, nach der die Beleuchtung schrittweise wieder hochgefahren wird.
- Das Einsetzen von Algenfressenden Fischen bringt meiner Meinung nach eher wenig, ich halte Schnecken für bessere und effektivere Algenvertilger. Interessierten sind an dieser Stelle die Schneckenblog von Jürgen Vetter empfohlen.

Nachdem ich nun schon einige Algenarten durch habe, habe ich mich zu einer bequemeren Art der Bekämpfung entschieden. Diese findet nur in meinem Kopf statt. Sagt man sich, dass Algen eigent-lich doch nicht so übel sind, wie sie zu sein scheinen, oder stört sich einfach nicht an ihnen, gehen sie bald sowieso weg, weil die Nährstoffe aufgebraucht sind. Da ist nur Geduld gefragt, aber die sollte man als Aquarianer sowieso immer haben. Wenn man alles zu eng sieht, dann macht es keinen wirklichen Spaß.

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Wie oben schon geschrieben, wer noch was hat,kann gerne ergänzende Texte schreiben, sodass diese hier angefüft werden können.
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20.03.2016: Kleinere Ergänzungen wegen anderer/neuer Erfahrungen, hier und da Rechtschreibung korrigiert
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