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Blogartikel 'Hybrid oder auch Bastard genannt...

von ©h®iS
Offline (Zuletzt 04.03.2012)BlogInfoWebKarte
Userbild von ©h®iS
Ort / Land: 
94547 Iggensbach / Deutschland
Aquarianer seit: 
1988


Hybrid oder auch Bastard genannt...

 
Als ich mich für meinen neuen Besatz, bestehend aus Malawisee - Buntbarschen entschied, haben mir immer wieder Leute geraten, auf keinen Fall Nachkommen meiner Fische aus meinem Haus zu geben, da es sich dabei um Hybriden handeln könnte.

Auch vorher las ich immer wieder Kommentare über Hybriden und das diese keinesfalls die Becken verlassen sollten..

Hm´- schön und gut dacht ich mir, ich pass auf - aber was ist ein Hybrid eigentlich??

Also hab ich mich wieder mal schlau gemacht und dies möcht ich euch nicht vorenthalten...

Hybriden oder auch Bastarde bzw. Mischlinge, (alles Namen für die Tiere), entstehen durch Kreuzungen / Paarungen, verschiedener Eltern - Tiere, welche nicht der selben Art angehören.

z.B. bei Aulanocara - Arten, das wäre eine Paarung zwischen meinem Hasbaenschi Männchen und dem Calico Weib.. die Jungen die dabei entstehen würden, wären sogenannte "Bastarde" oder auch Hybriden genannt.

Da der Malawisee, entwicklungsgeschichtlich noch nicht so alt ist wie andere Gewässer, haben sich die Arten bisher noch nicht so weit voneinander getrennt, dass eine Kreuzung zwischen Ihnen nicht möglich ist.

Es ist im Malawisee so, dass sich alle Cichlidenarten untereinander Kreuzen können.

Dies bedeutet für den Malawi-Aquarianer, dass es in seinem Becken immer wieder zu Kreuzungen kommen kann, insbesondere dann, wenn Arten oder Gattungen vergesellschaftet werden. z.B. ein 1/1 Verhältnis bei Aulonocaras und dann mehrere Arten in einem Becken..

Die Hybridisierung darf aber nicht mit der Kreuzung von Farbmorphen verwechselt werden, wie sie beispielsweise bei der Zucht von Diskusbuntbarschen oder Guppies angewandt wird.

Bei diesen Zuchtformen handelt es sich nicht um Hybriden, sondern um "gute" Arten, bei denen lediglich unterschiedliche Farbvarianten "gekreuzt" werden oder bestimmte Farben durch Auslese stabilisiert werden.

Ich hab nach Folgen einer solchen Paarung gesucht und bekam als Auskunft, dass es zu einer fehlenden Fruchtbarkeit der Tiere führen kann, dies entsteht meist erst bei der zweiten Generation, den sogenannten F2 - Nachzuchten.



Ein weiterer negativ - Faktor stellt die Artenmischung dar, viele Wildfang-Freunde könnten weinen bei manchen Zuchttieren wie z.B. dem FireFish, da diese Art durch diverse Zuchtkreuzungen entstanden ist.

Daher stammt auch der Ausdruck Bastard. Mir pers. gefallen solche Arten sehr gut ;-)

Also sollte es bei euren Tieren zu einer Hybridisierung kommen, achtet darauf was aus dem Nachwuchs wird.

Solltet ihr Nachzuchten abgeben, da ein Freund unbedingt welche möchte, so soll er darauf achten, dass die Tiere in seinem Becken bleiben und nicht weiter und weiter gehen...

Die Erhaltung der natürlichen Arten sollte bei allem Spaß an der Zucht immer im Vordergrund stehen, denn wir wissen nicht, wie lange wir uns an der Schönheit dieser Arten noch erfreuen können.

Nicht das es irgendwann nur noch die Arten in unseren in AQ´s zu bewundern gibt, da es zu einem Import-Verbot, aus welchen Gründen auch immer gekommen ist und wir nur noch Zuchtformen bzw. Hybriden schwimmen haben....

und jetzt wünsch ich viel Spaß beim Züchten,

Ciao ©h®iS

p.s. die Bilder zeigen den Hansbeanschi und den Calico - nen Wildfang und nen ?Hybriden? man weiß es nicht genau....

 
Hybrid oder auch Bastard genannt...Hybrid oder auch Bastard genannt...
 
Kategorie: "Besatz" zuletzt bearbeitet am 02.04.2010 um 22:35 Uhr
 
 
Kommentare:
 
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Geschrieben am 03.04.2010 um 01:22 von Malawi-Guru.de
Hi Chris !

Also erstmal der Blog ist toll..bin mal wieder überrascht,und dies passiert mir net oft...sehr schön geschrieben!

Ansonsten hat Falk 1000% recht,Hybriden ja kann und wird passieren ,und daher (meine Meinung) der Ausdruck "nichts aus dem Becken weitergeben" sollte dies auch beinhalten....nix ,nicht ein Jungtier sollte raus da.

Ich selbst sammele Jungtiere und die werden an einen netten Freund von mir weitergegeben und landen als Lebendfutter bei seinen Schildköten,dazu muss ich aber sagen in all den Jahren haben vielleicht 30 Jungtiere aus all den Würfen überlebt!

Im moment ist es so das ich ein Jungtier im Becken habe,und rein zu lernzwecken lasse ich es "im moment im Becken",es ist ein Bock und bekommt schon ganz leicht Farbe(ca.4 cm groß)!!!

Reine Vermutung,aber aufgrund des kommenden Farbmusters,sage ich eine Mischung aus Red Rubin(Bock)-Fire Fish(Weib) oder Mbenji(Weib)-Red Rubin(Bock) !

Folgendes,ich eliminiere schlichtweg alle Jungtiere ,wie oben beschrieben,dieses hier beschriebene lass ich mal ranwachsen um zu sehen was dabei raus kommt.

Selbst wenn noch wer fragt,den ich sehr gut kenne würde ich nie und nimmer ein Jungtier weitergeben,da ist das Risiko schlichtweg zu hoch.

Elterntiere also die "First Generation" ,klar wenn man mal tauschen will oder was auch immer...kein Thema!

Sofern Interresse besteht,halte ich euch diesbezüglich gern mal auf den laufenden.

LG

Flo

P.S. Echt toller Blog;-))
 
 
Geschrieben am 03.04.2010 um 00:39 von Falk
Hallo Chris

Ich werde hier jetzt nicht ellenlang über mendelsche regeln schreiben ,die zeit breicht hier nicht ...auch nicht der Platz...

Aber eins sage ich ,die Frage der Chromosomenverteilung und deren weitergabe (genetisch)...
Man nehme eine Art und bringt sie in mehreren Pärchen in einen behälter über einen gewissen zeitraum,dabei lasse man (genügend Platz vorausgesetzt) den nachwuchs(mehrere Generationen) darin....
Was wird passieren ?...ja nach einer gewissen Zeitspanne findet man Gruppen von Fischlein (Nachwuchs) ,die sich in Form und farbe recht unterschiedlich ,aber doch markant dem oder den Elterntier weiblich und Elterntier männlich gleichen.
Was uns wiederum sagt ,das ohne biogenetisch zu werden aufzeigt das die Chromosomenverteilung und deren relative "Verteilung" daraus ausgelegt ist ,erstens den "Stammbaum" und zweitens ,was wichtig ist ,deren fortbestand zu erfüllen...

Aber ,das Problem ist eigentlich ,wieviel Ausgangspotenzial in diesem behälter zur verfügung gestanden ist...den es muß eine gewisse prozentzahl an Ausgangsmaterial da gewesen sein ,um die oft gepriesene Inzucht ( Nachkommen mit Nichtvermehrungspotenzial) zu egalisieren...!!!

Hier liegt der eigentliche erste Fehler, der zweite ist das Einbringen von mehreren Arten in den Behälter...

Eine hybridisierung zu verhindern ist fast unmöglich,wenn auch nur ein Tier das becken verläßt,weil man es nachher nicht kontrollieren kann,was der nächste Besitzer macht...!!

Gruß Falk
 
 


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