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Meerwasseraquaristik: Haltung & Pflege von Anemonen

Meerwasseraquaristik: Haltung & Pflege von Anemonen
Seeanemonen, die Blumen des Meeres, erstrahlen oft in prächtigen Farben, wiegen ihre eleganten Tentakel sanft im Wasser und entfalten so eine beinahe hypnotisierende Wirkung auf ihre Beobachter. Wer sich diese nicht ganz pflegeleichten Schönheiten ins Salzwasseraquarium holen möchte, findet hier die wichtigsten Guidelines zu Haltung & Pflege.

Für Neulinge weniger geeignet



Während Anfänger öfters zu Süßwasseraquarien (SW-Aquarien) greifen (sollten), die sowohl in der Anschaffung und Ausstattung als auch in der Wartung und Instandhaltung preiswerter sind, trauen sich erfahrenere Aquarianer gern an die Meerwasseraquaristik. Abgesehen von dem höheren Kostenfaktor und der wesentlich komplizierteren und arbeitsintensiven Pflege bietet ein Salzwasseraquarium (MW-Aquarium) eine ganz neue Vielfalt an Aquariumsbewohnern, neben ausgefallenen, seltenen Fischarten und Korallen u.a. auch die begehrten Anemonen.

Einstieg in die Meerwasseraquaristik – das ist zu beachten:



Beim Aufbau des Riffs sollten grundlegende Dinge im Auge behalten werden. Anders als im SW-Becken werden bei Salzwasser die Aquarienpflanzen durch Korallen und Lebendgestein ersetzt, das frei im Aquarium platziert werden kann. Das Becken sollte auf gar keinen Fall zu klein sein, 100 Liter gelten hier als absolutes Minimum. Besser, vor allem für das Wohlbefinden der Anemonen, sind 300 Liter Behältnisse, die ausreichend für ein biologisches Gleichgewicht sorgen können. Außerdem:

  • Je kleiner das Aquarium, desto anfälliger. Sich zum ersten Mal an ein MW-Aquarium zu wagen, ist spannend, führt aber unweigerlich auch zu Anfängerfehlern. Die kann ein großes Becken leichter ausgleichen als ein kleines, bei dem sich die Auswirkungen viel deutlicher zeigen.

  • Auf keinen Fall Leitungswasser ins Aquarium. Es schadet allen Aquariumsbewohnern und sollte deshalb um jeden Preis vermieden werden. Stattdessen: eine Umkehrosmoseanlage, die Schadstoffe herausfiltert und ein vor braunen Schmieralgen schützender Reinstwasserfilter.

  • Optimale Lichtverhältnisse und Strömung. Anemonen sind relativ empfindlich, wenn die gebrauchten Gegebenheiten nicht erfüllt sind, und fangen dann an zu wandern. Um das zu verhindern, sollte stets auf eine weiche, indirekte Strömung und intensive Beleuchtung geachtet werden.

  • Tropische Arten mögen’s warm. Zwischen 24-27°C sollte die Wassertemperatur betragen, die mithilfe eines Heizreglers eingestellt werden kann.

  • Gereinigtes Wasser braucht Salz. Selbsterklärend gehört zum MW-Aquarium Salz. Das durch die Osmoseanlage von Schadstoffen befreite Wasser sollte mit Mineralsalz versetzt werden, da dieses wichtige Spurenelemente enthält.

Die um Einiges kompliziertere Ausstattung eines MW-Aquariums als die eines für Süßwasser spiegelt sich vor allem im Kostenfaktor wieder. Um die Ausgaben für die dennoch unverzichtbaren Geräte wie Umkehrosmoseanlage, großes Aquarium usw. in Zaum zu halten lohnt sich in jedem Fall ein Gutschein für Meerwasseraquaristik-Ausstattung, um Geld zu sparen.

Die richtigen Aquarienmitbewohner für Anemonen wählen



Die Anschaffung von Anemonen für das MW-Aquarium schränkt die Wahl der restlichen Bewohner zumindest teilweise ein. Abgesehen davon, dass nicht zu viele Anemonen in einem Becken gehalten werden sollten, stellt sich die Frage: muss ich Anemonenfische dazukaufen? Nein, eine Anemone kommt im Normalfall auch gut ohne die Fische aus, die in ihr „kuscheln“, die Haltung von Anemonenfischen ohne Anemone hingegen ist zwar möglich, aber nicht zu empfehlen.

Vor Feinden und Opfern schützen



Kaiser- und Lippfische sollten nach Möglichkeit nicht mit Anemonen zusammen gehalten werden, es sei denn Anemonenfische, die ihre Anemone „beschützen“, werden auch mit angeschafft. Außerdem (denn Anemonen sind sehr gefräßig) bietet sich die Installation einer Nachtbeleuchtung an, die Fischen zeigt, wo die Gefahr lauert. Damit die Anemonenfische ihren Wirt nicht „todkuscheln“, unbedingt darauf achten, dass die Anemone mindestens doppelt so groß ist wie der Fisch (bei mehreren Clownfischen entsprechend größer).

Brauchen Anemonen Futter?



Generell nicht. Da die Tiere Zooxanthellen besitzen, also Energie aus Licht beziehen, und sich von umherschwimmenden Algen und Plankton ernähren, ist eine Zufütterung nicht notwendig, schadet aber auch nicht. Kleinstückiges Frostfutter, Flockenfutter, Artemia, Kryll oder Mysis versorgt die Anemone mit Nährstoffen und lässt sie je nach Menge und Häufigkeit der Fütterung entsprechend wachsen. Aber Vorsicht: kranke und schwächliche Tiere lieber nicht füttern! Für sie ist die Nahrungsaufnahme zu anstrengend.

Für ideale Lebensbedingungen sorgen



Verglichen mit anderen Aquariumsbewohnern sind Anemonen schon recht pflegebedürftige Artgenossen, die sensibel auf Veränderungen in ihrem Lebensraum reagieren und sich dann auch eher schwer von beispielsweise Verletzungen erholen. Um optimale Bedingungen für das Gedeihen der „Meeresblume“ zu schaffen und lange Freude an ihr zu haben, hier noch ein paar wichtige Tipps zur Haltung und Pflege:

  • Wasserparameter einhalten. Das Wasser sollte nitrat- und phosphatarm, aber sauerstoffreich sein.

  • Direkte Strömung vermeiden. Sonst begeben sich die Anemonen auf Wanderschaft, und das kann den anderen Bewohnern des Aquariums durch Vernesselung erheblichen Schaden zufügen.

  • Verletzungsgefahr minimieren. Eine Verkleidung an Strömungspumpe und Heizstrahler verhindert Verbrennungen und das Einsaugen der Anemone, das in vielen Fällen zum Tod des Tieres führt.

  • Kranke Tiere erkennen. Ist die Anemone bleich oder farblos, stülpt sich nach außen oder stinkt, ist das ein deutliches Zeichen für schwere Krankheit oder bereits eingetretenen Tod. Da es keine Medikamente für kranke Tiere gibt, bleibt nur die Hoffnung auf Erholung. Im Todesfall die Anemone sofort aus dem Aquarium entfernen.

  • Stabile Wasserwerte im Aquarium vor dem Einsetzen. Frühestens ein halbes Jahr nach der Einrichtung eines neuen Aquariums sollten Anemonen (langsam!!!) mit eingesetzt werden. Sie sind sehr empfindlich und gewöhnlich nur sehr schlecht an neue Lebensräume.


Bereit zum Kauf?



Wer sich zum ersten Mal an den Anemonenkauf traut und sorgfältig für alle Voraussetzungen gesorgt hat, der sollte mit seiner Anemone keine Probleme bekommen. Robustere und für „Anfänger“ empfehlenswerte Arten sind z.B. die Kupferanemone (Entacmaea quadricolor) oder die Teppichanemone (Stichodactyle haddoni), die allerdings ein sehr großes Aquarium benötigt.


Bildquelle: pixabay (Public Domain)
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