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Ozon in meinem Malawiaquarium, Erfahrungsbericht und Tuning

Ozon in meinem Malawiaquarium, Erfahrungsbericht und Tuning
UPDATE
Mittlerweile ist die Ozonanlage nicht mehr in Betrieb.
Durch ein defektes Rückschlagventil (war nicht Ozonfest) drang Wasser in die Anlage. Totalschaden!
Bei der Recherche nach einem neuen Gerät und einer verbesserten Ozoneinmischung, bin ich letztlich auch auf verschiedene Artikel gestoßen, die auf die Gesundheitsgefährdung durch Ozon eingehen. Und diese erwähnen u.a. auch eine krebserregende Wirkung.
An dieser Stelle habe ich dann alle weiteren Planungen für eine neue Anlage verworfen. Das war meine ganz persönliche Entscheidung, die ich auch niemandem aufzwingen möchte - googeln darf jeder selbst.
Allerdings mache ich mit kleinen Kindern im Haus keine Experimente in dieser Richtung, speziell mit den gemachten Erfahrungen was die überaus komplizierte und unkotrollierte Dosierung und Einmischung des Ozons betrifft.

Unterm Strich wird das Ozon nicht vermisst. Wasser ist klar, Wasserwerte top, Fische gesund.... Und ich hab ein gutes Gewissen ;-)


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Hi,
ich möchte mein Ozonprojekt einmal vorstellen. Es läuft nun seit Anfang Oktober 2012.

Angeschafft habe ich dieses Gerät aber um die Keimbelastung zu senken bzw. die allgemeinen Bedingungen zu verbessern, da ich dieses Jahr schon mehrmals große Probleme mit Keimunverträglichkeiten oder bakteriellen Infektionen hatte.
(Immer im Zusammenhang mit Neuankömmlingen, und die üblichen Mittelchen halfen nicht wirklich - soweit will ich jetzt aber nicht ausholen!)
Ob das jetzt Besserung bringt, bleibt natürlich noch Abzuwarten.

Ozon stellt für mich derzeit die Alternative zu einem UVC Brenner da. Ich war haarscharf davor mir einen 40W UVC Brenner zu installieren...
Das Ozon versprach mir aber weniger Aufwand beim Einbinden in meine Anlage und nur etwa 25% des Energiebedarfs.

Als Ozonisator habe ich mich für den HAILEA HLO 800 entschieden.
Preis/Leistung hat mich hier überzeugt und selbst wenn das Projekt aus irgendwelchen Gründen scheitern sollte, ist dies zu verschmerzen.
Ich habe die Empfehlung von 10mg auf 100L bekommen.
Dennoch scheint mir für 2000L ein 100mg Ozonisator auszureichen.
So führe ich derzeit ca. 90 mg im einstündigen Rhytmus zu. Also unterm Strich 12 Std/Tag.

Das Ozon-Luftgemisch wird mittels Membranpumpe und Ausströmerstein dem Aquariumwasser (Im Filterbecken, Pumpenkammer) zugeführt.
Die Dosierung übernimmt ein eingebauter Sensor in meinem Kopf, die Nase. Es ist nun so Dosiert, dass kein Ozongeruch wahrzunehmen ist.
Klar, genauer wäre das über den Redoxwert zu machen, so ein Gerät habe ich aber nicht. Außerdem,
(A) dürften meine 2000L schwer überzudosieren sein,
(B) machen dass SEHR viele Leute auf diese Weise
(C) habe ich auch von denen nie von Schäden gehört.
(D) habe ich alle weiteren Wasserwerte durch regelmäßigen Tröpfchentest im Blick.

Auf die genaue Wirkungsweise und was chemisch genau im Wasser passiert, will ich hier nicht weiter eingehen. Das haben andere schon sehr gut getan, fragt bitte google! Oder folgt diesem Link, der hat mir sehr gut geholfen und gefallen. Alternativ auch hier.

Das Ergebnis ist wirklich beeindruckend. Da sieht man erstmal was klares Wasser ist, wobei mir nie "klar" war, dass meins nicht klar war...

Jetzt folgen noch einige DIY Lösungen die die Ozoneinleitung optimieren sollen.
Als ich mir Infos über Ozon in der Aquaristik gesucht habe, fand ich noch den Tip, die Effektivität durch einen Lufttrockner zu erhöhen.
Den habe ich mir gestern aus einer 0,5L PET Flasche und Trockenmittel (Silikat) selbst gebaut und zwischen Pumpe und Ozonisator geschaltet.

(BILD 1)

Schön zu sehen, wie das Silicat unten (blau) die Feuchtigkeit gespeichert hat.
Man nehme:

1. 0,5l PET Flasche, bitte nur original Coca Cola, kein Light, Zero, Sprite und schon gar nicht Pepsi oder Aldis Rache und Konsorten!
2. 250g Silikatgel Trockenmittel, das ist auch mit einem Backofen regenerierbar. Es würde auch noch mehr in die Flasche passen, sollte aber erstmal ausreichen.
3. 2x Luftanschluss in den Boden bzw. den Deckel der Flasche bohren/kleben.
4. Flasche zwischen Pumpe und Ozonisator installieren.
5. Ich habe sie kopfüber aufgehängt und einen kleinen Filterschwammwürfel in den Deckel gesteckt, damit das Silikat nicht die Zuleitung verstopft.

Das Ganze gibts auch schon professionell fix und fertig in der Bucht.
Meins hat jetzt etwa die Versandkosten von dem gekostet.

Jedenfalls hat mich nach dem Lufttrockner erneut der Bastelvirus gepackt, und ich habe eine neue Ozon Zuführung - einen Diffusor gebaut. Der nächste Besuch im Getränkemarkt, brachte dann folgendes...

(BILD 2)

Man nehme:
1x Pumpe (habe mich für eine Resun 400l/h entschieden)
1x PET Flasche (habe mich für eine 1L PET Mineralwasserflasche entschieden)

Anleitung:
1. Flasche unten aufbohren (ich habe 8x 8mm Löcher um den Flaschenboden gebohrt
2. Pumpe, Ozon und Flasche mit einander verbinden ( 16/22 Schlauch passt perfekt als Adapter!)

Vorteil:
1. 100% des Ozons wird im Wasser gelöst...
2. Keine Bläschen mehr im Aquarium

Gedanke dabei:
Resun 400l/h hat einen Stromverbrauch von 6W - die kleinste Tunze 6015 hat nur 3,5W... hmm
Vielleicht könnte man es auch damit versuchen?
ABER die Resun lässt sich prima mit der Flasche verbinden.
Die Tunze hat am Ausgang einen vergleichsweise riesiegen Durchmesser und bläst statt 400l/h gleich 1800l/h aus....
Außerdem stehen da ca. 5 EUR gegen ca. 30 EUR.
Egal, so funktioniert es auf jeden Fall gut.

Zur Funktionsweise:
Ich führe genau so viel Ozonluft zu, dass die Resunpumpe das Gemisch durch Bewegung im Wasser löst.
Ein 1. Versuch fand mit einer 200l/h statt, damit wurde die Ozonluft nicht schnell genug gelöst.
Dann sammelt sie sich im Flaschenhals und entweicht bei Abschaltung. Gleiches passiert wenn man die Mempranpume zu stark eingestellt.
Das fällt dann unter die knifflige Einstellung die ich erwähnte.
Hat man das richtige Verhältnis gefunden, strömt unten das Ozonwasser aus. Dies gelangt dann über die Förderpumpe ins Becken.
Man kann auch kleinere Flaschen nutzen, diese unten komplett öffnen und einen Filterschwamm hineinstecken, dann vergast die Luft auch nur in der Flasche und kann nicht entweichen.
Eventuell helfen auch Bioballs in der Flasche den Vorgang noch zu beschleunigen.
Ich werde das noch testen.

Ach ja, sowas gibt auch in fertig: TUNZE CO2 Diffuser [7074.500]
Die Erfahrungsberichte im Netz gefielen mir aber nicht. Sichwort: Geräuschkulisse.

FAZIT:
+
Die Fische machen einen äußerst gesunden Eindruck.
Das Wasser ist unglaublich klar. Vergleichbar mit analog zu HD Fernsehen.
Nitrit, Nitrat gehen = 0, Auf solche Werte bin ich vorher nie gekommen.
Das Wachstum der Fische wird scheinbar beschleunigt, kann aber auch mein subjektiver Eindruck sein.
Meine Pflanzen zeigen sich bislang absolut unbeeindruckt.
Der Geruch in meinem Filterraum, ist "freundlicher" geworden

Anmerkung: Das Volumen meines täglichen automatischen Wasserwechsels habe ich aufgrund der Top Werte kürzlich halbiert. Mal sehen ob es so dabei bleibt.


Mit "klarem Wasser" meine ich, dass es komplett farblos ist. Kein Gelbstich etc.
Schwebeteilchen hatte ich auch zuvor keine, kann ich also nichts zu sagen, ob diese reduziert werden.

-
bislang nichts, vielleicht etwas kniffelig einzustellen, wenn man die Dosierung aber erstmal hat, läufts.
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