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RasPi AQ V 1.0 - Wir "basteln" uns einen eigenen Aquariencomputer

RasPi AQ V 1.0 - Wir "basteln" uns einen eigenen Aquariencomputer
Hallo @ all,

da noch einige Zeit bis zum Bau meines neuen Paludariums vergeht und ich auch schon eine lange Zeit krank bin, wodurch mir mittlerweile echt langweilig ist, habe ich mir dieses Mal das Ziel gesetzt einen Aquariencomputer mehr, oder weniger komplett selber zu basteln. Ich werde hier versuchen möglichst preiswert und auf meine Wünsche zugeschnitten an so ein Teil heranzukommen.

Nun bin ich in der glücklichen Situation selber Elektroniker zu sein, was das Ganze "hoffentlich" ein wenig einfacher gestaltet. Ich werde Euch also darüber hier berichten, Wege aufzeichnen die ich dabei verfolge und natürlich die Kosten/Preise der Hardware nicht außer Acht lassen.


1.) Die Planung beginnt

Da es sich um ein Paludarium mit einen Brackwasserteil und einem Überwasserteil mit Pflanzen inkl. einem Landteil handelt möchte ich wenigste folgende Werte überwachen können:

1. Wasser- & Lufttemperatur
2. Luftfeuchtigkeit
3. pH-Wert
4. RedoX-Wert (ORP)
5. Leitwert (EC)

Dies sind die generellen Parameter die in einem Brackwasser-Paludarium meiner Meinung nach die entscheidene Rolle spielen:

Da es sich bei tropischen Brackwasserfischen um Warmwasserfische handelt, sollte die Wassertemperatur hierbei zwischen 24 und 28 Grad C liegen, dies gilt natürlich auch für alle tropischen Süßwasser- & Meerwasser-Aquarien. Wichtig für ein Paludarium mit eingeplanten Mangroven ist aber auch noch die Temperatur & die Luftfeuchtigkeit im Überwasserteil. Sie wir normalerweise durch das Wasser bedingt bei etwa 24-25 Grad C liegen und sollte die 15 Grad auch in den Wintermonaten nicht unterschreiten, die Luftfeuchtigkeit sollte 50% nicht unterschreiten, dies gilt auch für einige der Tiere wie, z.B. Mangrovenkrabben, oder evtl. einziehende Vieraugen, oder Schlammspringer.

Des weiteren sollte auch unser Selbstbau-Computer das Licht steuern können. Da wir auch dieses Mal auf ein wenig Farbe im Becken nicht verzichten wollen wird das Ganze wieder über eine RGB-LED-Beleuchtung und Weiß beleuchtet. Dieses setzt voraus, das man hier wenigstens 4 Kanäle (R,G,B & W) zur Verfügung hat , das ich aber auch zus. Lampen in Warmweiß (WW) und Kaltweiß (CW) einsetzen möchte bevorzuge ich hier eine Lösung mit 5-6 Lichtkanälen.

Außerdem sollte unser Gerät natürlich auch ein paar Schaltsteckdosen steuern können damit Pumpen, Heizung, Ventile, usw. angesteuert und verwaltet werden können.

Da ich eine Gezeitensimulation einsetzen Möchte benötige ich natürlich auch eine Niveauregelung und auch der Wasserwechsel soll natürlich wieder wie von Zauberhand geschehen.

Natürlich sollte das Teil auch aus der Ferne überwacht und bedient werden können, was noch den Einsatz von LAN/WLAN und evtl. eines Webservers erforderlich macht. Dieser könnte natürlich nachher auch der Verwaltung einer Webcam dienen, welche für den RasPi erhältlich ist.

Ausserdem sollte das Teil natürlich auch noch für die "Zukunft" erweiterbar sein.

Ich hoffe mal ich habe nichts Wichtiges vergessen, ich weis auch, es sind recht hoch gesteckte Ziele. Also wird dieser Blog wohl, oder übel sehr, sehr, ... lang und auch wohl ein Langzeitblock werden, in denen ich meine Fortschritte und Erfahrungen wie immer berichten und mit Euch teilen werde.

Im Grunde steht die Hardware und deren Ausführung schon in meinem Kopf fest, ich muss es nur noch in Worte und Bilder fassen und natürlich auch in die Tat umsetzen.

Natürlich freue ich mich auch auf jede Art von Anregung, Kritik und weitere Ideen, oder sogar alternative Lösungsansätze. Also schreibt ruhig was dazu.

2.) Das Hirn des Ganzen

Als Hirn des Ganzen, also der eigentliche Computer habe ich mir einem kleinen Computer mit dem Namen Raspberry Pi ausgesucht. Dieser bietet schon in der Grundausstattung so Einiges an Leistung., außerdem ist er mit knapp 35€ erstaunlich günstig. In England wir dieses kleine Stück Technik eingesetzt um Schulkinder im Informatikunterricht zu fördern, das Gerät verkaufte sich bisher annähernd 2 Millionen mal, ist also richtig erfolgreich.

Die Leistungsdaten des Raspberry PI´s:

Der Raspberry Pi ist ein checkkartengroßer und recht leistungsfähiger, auf ARM-Technologie basierender Computer, der fast genauso viel leisten kann wie ein großer Desktop-PC. Eine recht leistungsstarke Grafikkarte und ein HDMI-Videoausgang mit 1080p machen den Raspberry Pi (im Folgenden nur noch RasPi)auch ideal für anspruchsvolle Grafik- und Multimedia-Anwendungen wie z.B. Media Center-Lösungen.

Der Raspberry Pi basiert auf einem Broadcom BCM2835-ARM-Prozessor, wie er auch in heutigen Smartphones eingesetzt wird. Es handelt sich dabei um einen kompletten PC auf nur einem Chip, einem sog. SoC.

Es gibt zwei Modelle des Boards: Modell A mit nur 256 MB RAM, einem USB 2.0-Anschluss, jedoch keine LAN-Schnittstelle und das Modell B mit 512 MB RAM, zwei USB 2.0-Anschlüssen und einer Ethernet-Schnittstelle.

Zum Booten des Betriebssystems und dauerhaften Speichern von Dateien wird lediglich eine handelsübliche SD-Karte eingesetzt, diese kann dabei zwischen 1 - 64 GB groß sein. Der RasPI besitzt auch keinerlei BIOS, oder ein eigenes Betriebssystem weshalb die SD-Karte auch wenigstens 4 GB groß sein sollte.

Der RasPi bringt nichts mit außer sich selbst, das bedeutet man bekommt lediglich eine kleine, nackte Platine, ohne jegliches Zubehör und Gehäuse. Man kann seine eigene Wunschtastatur und Maus, natürlich mit USB-Anschluss, anschließen, die Platine bietet 2 Videoausgänge, einen Soundausgang, einen Micro-USB-Anschluß für ein Netzteil, welches für unser Projekt ca. 2000mA haben sollte. Ich habe meinen RaspPi in ein kleines gläsernes Gehäuse verbaut (hier gibt es mittlerweile eine riesige Auswahl) als Speicherkarte nutze ich eine 8 GB große SD-Karte der Klasse 4.

Daten im Überblick:

Größe: Kreditkartengröße 85,60 mm × 53,98 mm × 17 mm
SoC: Broadcom BCM2835
CPU: ARM1176JZF-S (700 MHz)
GPU: Broadcom VideoCore IV
Arbeitsspeicher (SDRAM): 256 MB, Modell A
512 MB (bis Oktober 2012 256 MB), Modell B
USB-2.0-Anschlüsse: 1, Modell A
2 im Modell B (über integrierten Hub)
Videoausgabe: FBAS, HDMI (1080p)
Tonausgabe: 3,5-mm-Klinkenstecker (analog), HDMI (digital)
Nicht-flüchtiger Speicher: Kartenleser für SD (SDHC und SDXC)/MMC/SDIO, 1 - 64 GB
Netzwerk: nur Model B 10/100-MBit-Ethernet-Controller (LAN9512 des Herstellers SMSC)
Schnittstellen: Bis zu 16 GPIO-Pins, SPI, I²C, UART, EGL
Echtzeituhr: keine, wir durch mich nachgerüstet
Leistungsaufnahme:5 V, 500 mA (2,5 Watt, Modell A)
5 V, 700 mA (3,5 Watt, Modell B)
Stromversorgung: 5-V-Micro-USB-Anschluss (Micro-B),
alternativ 4 × AA-Batterien
Betriebssysteme: GNU/Linux, BSD, RISC OS, Plan 9, u.a.

3.) Unser Hirn wird fit gemacht:

Wie schon gesagt ist der Raspberry Pi nach dem Zusammenbau ins Geäuse nur ein weiteres, dummes Stück Elektronik, doch dies wollen wir ja nun ändern.

Dazu muß die SD-Karte vorbereitet und mit den FAT(32)-Filesystem formartiert werden. Dies geschieht am Besten auf unserem eigenen Home-PC. Ok, ein Kartenleser für SD-Cards sollte dafür natürlich schon vorhanden sein. Nach dem Formatieren könnten wir dort rein theoretisch das Betriebssystem aufspielen.

Als Betriebssystem eignet sich ganz besonders gut das GNU Linux-System von Debian, welches man auf der Homepage der Raspian Pi Foundation kostenlos herunterladen kann. Unser Betriebssystem heißt in diesem Fall dann Raspbian, es bringt alles mit um den RasPi lauffähig aufzusetzen. Selbst die Programmiersprache Phyton, in der Version 2.7.x und 3.2.x, die wir nachher zum Programmieren der Aquariencomputer-Software dringend brauchen. Alle Betriebssysteme für den RasPi sind übrigens frei erhältlich, kosten uns also nix.

Am einfachsten gestaltet sich das Herunterladen unter dem Link http://www.raspberrypi.org/downloads.

Hier laden wir uns am Besten das komplette Image NOOBS_v1_3_2.zip herunter. Diese knapp 1,2 GB große Datei enthält alle Betiebssysteme und Programme die auf dieser Seite weiter unten angeboten werden, in zusammengefasster Form. Man kann sich natürlich auch nur die einzelnen Dateien herunterladen, die einen wirklich interessieren.

Nachdem NOOBS heruntergeladen wurde kann es einfach am PC auf die SD-Card entzippt werden. Jetzt ist die SD-Karte für den Einsatz im RasPi fertig vorbereitet und kann dann in den passenden Port an der Unterseite eingesteckt werden. Schnell noch den Bildschirm, die Tastatur und Maus mit dem RasPi verbunden, falls noch nicht geschehen und danach das Netzteil und los geht die wilde Fahrt. Einen Netzschalter sucht man hier übrigens vergebens.

Jetzt fährt das Gerät ein Menü hoch in dem man das Betriebssystem, für uns wie schon gesagt Raspbian, evtl eines der Media-Center und eine zus. 512 MB große Partition einrichten kann. Nach dem Ankreuzen nur noch mit "Install" bestätigen und der RasPi beginnt mit der eigentlichen Installation des Betriebssystems und der Software.

Nach einer längeren Installationszeit einfach nur den Anweisungen folgen, es erklärt sich eigentlich völlig von selbst. Nach dem Abschluss der Installation und einigen weiteren Einstellungen (siehe Fotos), sowie mehrfachem Neu-Booten hat man dann endlich seinen betriebsbereiten Mini-PC. Die Installation der weiteren Software, wie z.B. die GPIO Python Library, WiringPi und die gesammte Entwicklungsumgebung geschieht dann erst etwas später. Jetzt kann man sich mit dem Pi erstmal ein wenig vertraut machen und Neues entdecken.

4.) Die Inspiration zu unserer Hardware:

Den Pi lassen wir jetzt erst einmal ganz weit hinter uns und widmen unsere Aufmerksamkeit der noch zu erstellenden Hardware.

Inspiriert wurde dieses Projekt durch ein Aquariencomputer-Shield für den Arduino Uno aus Italien. Mein Ziel ist es dabei Teile der Elektronik für den RasPi anzupassen. Das Arduino Shield kann auf der Internetpräsenz von Practical Maker in Augenschein genommen werden, es fällt übrigens unter die TAPR Open Hardware License, eine Lizenz für freie Hardware.

Ausserdem gibt es auch noch fertige Shields für den Arduino & RasPi, die über einen Serial Port Connector angeschlossen werden können. Dieses System stammt
von der amerikanischen Firma Atlas Scientific - Biology & Technology, es gibt diese Produkte mittlerweile auch in Deutschland. Die Preise hier entsprechen allerdings praktisch den Preisen der Firma GHL, in den Staaten ist das ganze dann doch ein wenig erschwinglicher. Diese Lösung würde also kaum günstiger wie ein Aquariencomputer der Firma GHL.

5.) Das soll unser System später einmal leisten:

1. Die Temperaturmessung:

Eine Temperaturmessung über den RasPi vorzunehmen gestaltet sich recht einfach. Diese wird über den 1Wire-Bus des RasPi erledigt, der dazu auf dem GPIO, Pin 4 des Pi`s, noch aktiviert werden muss. Dazu aber erst viel später mehr.

Die Temperaturmessung erfolgt über Sensoren des Typs DS 18B20. Diese gibt es bei eBay für ein paar Euronen und das schon in wasserdichter Form. 5 Stück kosten hier kaum mehr wie 9€, inkl. Porto. Zur späteren Erweiterbarkeit des 1Wire-Bus (bis zu 5 Sensoren) wird der 1Wire-Hookup des Practical-Maker-Projekts übernommen, aber der USB-Port wird ausserdem noch durch Schraubklemmen ergänzt.

2. Die Feuchtigkeitsmessung:

Die Feuchtigkeitsmessung wird durch einen Sensor des Typs DHT11/DHT22/AM2302 erfolgen, auch diese sind mit 5-15€ recht günstig. Diese Sensoren erledigen die Messund ger Lufttemperatur und der Feuchtigkeit in einem einzigen Sensor und genau wie die Temperatursensoren DS18B20 werden Sie über einem dem 1Wire-Bus verwandten Protokol anzuschlossen. Dies wird vorraussichtlich über Pin 25 des GPIO-Ports geschehen, der Anschluß wird hier per Schraubklemmen herausgeführt.

3. Die pH- und RedoX (ORP)-Messung:

Die pH- & RedoX-Messung wird genauso wie beim Arduarium Ultimate Shield über 2 Analgogeingänge a 10Bit erfolgen. Und hier kommt jetzt der erste Haken. Der RasPi hat gar keine Analogeingänge, wie die Arduino-Reihe, diese können wir uns allerdings mit recht wenig Aufwand selber erweitern und zwar auf 4/8 analoge Eingangsports. Der benötigte Baustein wäre hier der MCP 3004/3008, oder 3204/3208. Der MCP 3008 hat wie gesagt 8 analoge Inputs, der 3208 auch, allerdings arbeitet er mit einer Auflösung von 12-Bit, der 3008 "nur" mit 10 Bit, was aber völlig ausreicht, mehr hat der Arduino auch nicht. Der Anschuß diese beiden Bausteine erfolgt über den SPI-Bus auf dem GPIO-Port, diese müssen dazu später auch noch auf dem RasPi aktiviert werden.

Ein weiterer Nachteil des RasPi ist die auf 3,3V begrenzte Spannung an den GPIO-Pins, beim Arduino sind es hingegen 5 Volt. Aber auch diese zu hohe Spannung stellt kein großes Problem dar. Sie wird einfach über einen Spannungsteiler, oder einen Trimmerpotenziometern vor jedem Analogeingang, heruntergesetzt. Dies hat auch den Effekt das ich nachher jedes beliebige Analogsignal auf meinen "noch" freien Eingängen anpassen kann. Diese 6 freien Analogeingänge werden, für spätereund einfachere Erweiterbarkeit, über Schraubklemmen herausgeführt. Der Anschuss der pH- und Redox-Sonden werden auch hier über die am meisten verwendeten BNC-Stecker erfolgen.

4. Die Leitwert (EC)-Messung:

Auch hier sieht die Elektronik wieder aus wie beim Arduarium Ultimate Shield, auch hier muss die Spannung wieder über einen Spannungsteiler von den 5 V des Arduinos auf die 3,3V des RasPi angepasst werden. Der Anschuss der Elektrode erfolgt hier allerdings gleich über einen BNC-Stecker. Ok, es wird natürlich auch wieder die obligatorischen Schraubklemmen geben. ;-))

Damit sind die wohl am wichtigsten Wasserparameter, wie Temperatur, pH-, Redox- und Leitwert abgedeckt.

Damit dieses Projekt aber nicht wieder eine allzugrosse Belastung für meine Geldbörse wird, werden die Sensoren diesmal bei OCS.tec - Top Messtechnik eingekauft, diese Sensoren habe ich schon des öfteren eingekauft, denn Sie sind dort recht hochwertig.

5. Eine Echtzeituhr für den RasPi:

Ein weiteres, aber nicht allzugroßes Manko des RasPi ist die fehlende, akkugepufferte Echtzeituhr (wird zur Zeit über I-Net abgeglichen), aber auch hier kann mit ein paar Euros schnell Abhilfe geschaffen werden. Dazu dient uns der Uhrenbaustein DS1307 RTC, der an den RasPi über den I2C-Bus angeschlossen wird, einen weiteren verfügbaren Bus. Auch dieser muss im Vorfeld auf den GPIO-Port des Pi´s wieder aktiviert werden.

6. Eine "eigene" Lichtsteuerung gibt es natürlich auch:

So nun kommen wir zu einem meiner Lieblingsgebiete im Bereich Elektronik & Aquaristik, der Beleuchtungssteuerung und das möglichst über (RGB-)LEDs.

Da der Raspberry Pi im Gegensatz zum Arduino (der hat 6 davon) nur einen Pin besitzt, der PWM-Signale ausgibt, werden wir uns auch diesen Bereich für ein paar Euro erweitern und zwar auf erst einmal 18 PWM- Kanäle. Dazu dient uns ein ext. PWM-Driver namens WS2803, dieser wird wie unsere zus. Uhr auch über den I2C-Bus angesteuert. Jeder dieser 18 Kanäle hat eine Daten-Breite von 8 Bit, dies bedeutet das das Licht nachher 256 verschiedene Dimmstufen pro Kanal annehmen kann.Dies ist heute ein recht üblicher Wert bei vielen erhältlichen LED-Dimmern. Ein weiterer sehr grosser Vorteil ist die Kaskadierbarkeit dieses PWM-Drivers, das bedeutet, das je 18 weitere Kanäle mit einfachsten Mitteln erweitert werden könnten. Da die Ausgabestromstärke nur etwa 30 mA pro Kanal beträgt (ist natürlich für einen LED-Stripe viel zu wenig), kann man dann zus. LED-Verstärker anschließen. Natürlich kann man die ausgegebenen PWM- Signale bei passender Eingangsspannung auch in ein 1-10V Signal ummünzen und damit dann z.B. T5-/T8-Beleuchtung dimmen, oder Hi-Power-LEDs ansteuern.

Die Beleuchtungssteuerung wird als eigene Platine ausgeführt.

Auch hierzu wird der I2C-Bus über ein paar Schraubklemmen und wie beim Vorbild Arduarium über USB-A-Port, den sog I2C Hookup, herausgeführt. Die 18 PWM-Kanäle werden über Schraubklemmen herausgeführt nicht wie beim Vorbild über eine RJ-45 Ethernet-Buchse.

7. Die Ein- & Ausgabe (I/O-)Einheit:

Da von den 26 Pins unserer GPIO-Leiste schon sehr viele für irgendwelche Spannungen, oder Signale wie z.B. 1Wire, SPI-Bus und I2C verballert wurden, wird es langsam eng für die reinen Ein- und Ausgabe-Pins. Wenn ich mich nicht verzählt habe sind jetzt aber nur noch 4 Pins übrig, was ein bissl wenig ist für die I/o-Funktionen eines Aquariums.

Auch hier läßt sich wieder mit wenig Aufwand und natürlich auch Geld wieder Abhilfe schaffen und zwar mit einem sog. Port-Expander. Dazu dient uns der Baustein MCP23S17, der wieder mal über das SPI des RasPi´s angesteuert wird. Dieser Port-Expander besitzt 16 I/O-Ports (m. Interupt). Die Pins sind sowohl als Ein- und Ausgabe zu konfigurieren, Ich werde davon 8 als Eingabeports (für z.B. Level-Kontrolle, usw.) konfigurieren und 8 als Ausgänge. Da die Pins ohne jegliche Unterstützung nicht allzuviel Leistung herausgeben werde ich die Ausgänge direkt mit Relaisausgangen (incl. Kontrolleuchte) versehen. Auch dieser Portbaustein ist wieder einfach kaskadierbar, was zu leichten Erweiterungsmöglichkeiten führt.

Auch die I/O-Einheit wird als separate Platine ausgeführt, als Anschlüsse dienen wieder Schraubklemmen.

Update: Hier wird wahrscheinlich nun der Port-Expander MCP23017 eingesetzt, dieser besitzt auch den I2C-Bus wodurch sich das Ganze dann noch einfacher erweitern lasst.

8. Ein eigenes LCD-Display für unseren RasPI:

Unser RasPi verfügt zwar schon, mit FBAS und HDMI (1080p), über zwei eigene Monitorausgänge, aber evtl. möchte man ja mal auf die Schnelle an einem Aquarium etwas Ablesen (pH, Temperatur, usw.), ohne einen dieser großen und empfindlichen Ausgabegeräte zu bemühen.

Im Gegensatz zu den andern Platinen werde ich diese Platine nicht selber entwickeln, da es hier schon sehr gute Möglichkeiten von Adafruit Industries gibt, wie z.B. das Adafruit RGB Positive 16x2 LCD+Keypad Kit for Raspberry P, oder etwas günstiger das Adafruit Blue&White 16x2 LCD+Keypad Kit for Raspberry Pi. Neben dem 2 zeiligen Display mit je 16 Zeichen besitzen diese Borads noch 5 Tasten zur Bedienung und ein kleines Poti für den Kontrast. Das Display lässt sich natürlich wieder sehr leicht über den I2C des RasPi´s anschliessen.

9. Funknetzwerk über WLAN, Webserver und evtl. auch ne Cam:

WLAN- Adapter für unseren RasPi gibt es bereits in ausreichender Zahl, aber bitte aufpassen es funktionieren nicht Alle zusammen mit unserem Raspian (Debian-Linux), hier ist man leider etwas wählerisch. Dieser wäre z.B. geeignet:
Miniature WiFi (802.11b/g/n) Module: For Raspberry Pi and more


Auch das Einrichten von Webservern stellt auf dem Raspberry Pi keinerlei Problem da, hier möchte ich allerdings zur Zeit nicht weiter darauf eingehen und euch auf andere Seiten verweisen, wovon es mittlerweile genügend gibt. ;-)
Die gesamten anfallenden Daten die so anfallen werden auf einen Webserver übergeben, damit wird auch die Bedienbarkeit über einen PC, ein Tab, oder auch ein Handy gewährleistet, welches auf das I-Net zugreifen kann.

Für unseren RasPi sind sogar einige eigene Web-Cams erhältlich, diese machen im Foto-Betrieb 5 Mpix und im Video-Betrieb bis zu 1080p, z.B. das Raspberry Pi Camera Board
, oder das Raspberry Pi NoIR Camera Board - Infrared-sensitive Camera.

Also keine Angst, für genügend brauchbare Hardware ist bereits jetzt schon gesorgt !!!


Update vom 03.12.2013: Die Anpassung von 5V auf 3,3V wird nicht mehr über Spannungsteiler, oder Trimmerpotenziometer geregelt. Da ich vorhabe das Ding ja möglichst erweiterbar und offen zu halten werden alle zus. Bauteile nicht über die 3,3V (Pin1) des GPIOs angesteuert, da man hierbei mit der Gesamtleistung sehr schnell an seine Grenzen stößt, sondern die 5V auf Pin 2. Hier kann man die Ausgangsleistung des Netzteils ziehen, abzüglich der 700mA für den RasPi selbst.

Da dann aber alle Erweiterungen Ihre Signale nicht mehr in 3,3V ausgeben, wie es der Pi an seiner GPIO ja verlangt, sondern in 5V, werden hier Highspeed-Pegelwandler vom Typ SN74CBTD3861 (10-Bit FET Bus Switches mit Level Shifting von 5V auf 3,3V) & SN74CB3T3306 (2 Bit, 3,3V auf 5V, oder umgekehrt, je nach Betriebsspannung) eingesetzt. Alle Pegel von I2C, 1wire, SPI und TTL werden damit, in beiden Richtungen, von den für den RasPi "tödlichen" 5V auf 3,3V umgesetzt

Update vom 05.12.2013: Habe mich dazu entschlossen das Display doch selber zu bauen, da es nur aus dem LCD-Display, mit 2x16 Zeichen in Weiß auf blauem Grund, einen MCP23017, einem Trimmerpoti und einem Widerstand besteht. Die Teile dafür wurden gestern bereits bestellt, auch einige Teile um den Raspberry zu Tunen (Tiefer, breiter, schneller ;-) ) sowie Teile für die anderen Erweiterungen, um ein wenig zu Testen. W-LAN ist auch dabei.


Wird fortgesetzt ...


Hilfreiche Webseiten zum RasPi und zum Projekt:

Raspberry Pi - Hompage der Raspberry Pi Foundation, UK
Raspberry Pi Projekte - Basteln und Experimentieren mit dem Raspberry Pi
RaspberryCenter.de - Die Raspberry Pi Community
Homepage von Erik Bartmann, zum Thema Raspberry Pi / Arduino


Fotos zum Blog:

Bild 1: Das "Komplett"-Set
Bild 2: Der RasPi
Bild 3: Die für unser Projekt so wichtige Steckerleiste mit den GPIO`s
Bild 4: Die Unterseite des RasPi mit eingesteckter SD-Card und Gehäuseunterteil
Bild 5: RasPi mit einigen, eingesteckten Steckern
Bild 6: Der Auswahlbildschirm des auf der SD-Card installierten NOOBS
Bild 7: Einer der verschiedenen Bildschirme während des Installationsfortschritts
Bild 8: Das anschliessende Einstellungsmenü "RasPi Software Configuration Tool"
Bild 9: Und endlich die Arbeitsoberfläche
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