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Was passiert mit toten Zierfischen?

Zahlreiche laufende Aufgaben beschäftigen einen Aquarianer auch zwischen den Wasserwechselintervallen. Die Fische und auch der sonstige Besatz müssen regelmäßig gefüttert werden, Pflanzen müssen zugeschnitten und abgestorbene Teile entfernt werden. Sollte der Filter nicht mehr wie gewünscht arbeiten und die am Filterauslass festgestellte Durchflussmenge fällt auf ein Minimum ab, muss auch an dieser Stelle eine Reinigung geschehen. Mit der gewohnten Vorsicht und Sorgfalt, denn die im Filtersubstrat enthaltenen Bakterienkulturen dürfen nicht zu sehr geschädigt und auf keinen Fall zerstört werden, da sonst der Abbau von Schadstoffen nicht mehr gewährleistet ist.

Parallel zur täglichen Fütterung ist es eine gute Gelegenheit, den Besatz auf Krankheiten zu kontrollieren. Es kann gerade zu diesem Punkt gut beobachtet werden, ob die Fische agil sind, gierig fressen oder das Futter verweigern, apathisch wirken oder beim schwimmen Probleme haben. Während der Fütterung kommen auch solche Fische aus ihren Verstecken hervor, die man sonst weniger oft zu Gesicht bekommt. Alle Tiere sollten auf ihrer Körperoberfläche keine Veränderungen zeigen und die Schuppen und Flossen sollten keine Veränderungen zeigen. Dabei ist es selbstverständlich wichtig, auch die Vollständigkeit des Besatzes zu überprüfen. Um Tiere auch in weniger gut einsehbaren Ecken und in Verstecken zu finden, ist eine Taschenlampe oft ein hilfreiches Utensil.

Was passiert aber, wenn der Fall eintritt, mit dem jeder Aquarianer früher oder später konfrontiert wird: Ein Fisch ist im Aquarium verendet. Das Wichtigste ist natürlich, diesen Fisch möglichst schnell zu finden und aus dem Aquarium zu entfernen. Jedoch wohin damit? Sollte der Fisch nicht für eine Untersuchung durch einen Fachtierarzt konserviert werden, landen die meisten Tiere in der Toilette oder in der Biotonne. Nur bei wenigen Aquarianern geht die emotionale Bindung so weit, dass tote Zierfische ein Grab im Garten erhalten, wo dann zur Trauerbewältigung und zur Erinnerung sogar Grabsteine für Tiere die Ruhestätten zum Gedenken verzieren. Sind Aquarianer an dieser Stelle herzloser als zum Beispiel Hundebesitzer? Grundsätzlich natürlich nicht. Die Form des Andenkens muss natürlich auch nicht in einer vermenschlichten Weise gelebt werden. Eine starke emotionale Bindung zum Fisch und ein respektvoller Umgang mit den Lebewesen muss aber für jeden Aquarianer eine Selbstverständlichkeit sein.
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