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Zuchterfahrung des Gabelschwanz-Regenbogenfisches (Pseudomugil furcatus)

Zuchterfahrung des Gabelschwanz-Regenbogenfisches (Pseudomugil furcatus)
Mein Erfahrungsbericht zur Zucht des Gabelschwanz - Regenbogenfisches

Allgemein: Diese Art stammt Ursprünglich aus dem Osten von Neuguinea und wird in die Gruppe der Blauaugen eingeteilt. Mit einem sehr langem Leben darf man bei dieser Fischgruppe (Blauaugen) nicht rechnen. Ich würde meinen so um die 3 Jahre max.

Geschlechtsunterschiede: Männchen ---> Bauch und Flossen sind in einem sehr kräftigen Hell - Goldgelb bzw. darüber und Umrandet wird dies mit einem tiefschwarzen Band rund um die Schwanzflossen. Die Rückenflosse wird bei Balz gewaltig aufgemacht die Brustflossen fallen durch ihre gelben Rundungen sehr stark auf. Der Bauchbereich strahlt (je nach Standortvariante) von Gelb - Orange. Grundfarbe ist ein silbriger Grundton
Weibchen ---> Unscheinbar silbrig vom Körperbau her jedoch sehr gedrungen.
Größe: Männchen um 6cm Weibchen 5cm

Beckenvorraussetzungen: Er ist ein sehr friedlicher munterer Schwarmfisch dem man erst ab einer Gruppegröße von sagen wir ---> 5Männchen und 8Weibchen halten sollte
Gerade die Balz und Revierkämpfe unter den Männchen sind eine Wucht!!! Bei mir schwimmen die Fische in Becken der länge 160 und 100 cm. Gerade deswegen weil sie eine eigenartige Beflossung haben schauen diese (vor allem Männchen) Fische in der Gruppe aus als wären sie SCHMETTERLINGE!!!! Dies muss man wirklich mal gesehen haben!!! In versch. Büchern bzw. Internetseiten steht, das man sie absolut in 30 Liter Becken halten kann. Dem würde ich in dieser Form nicht zustimmen. ein 60 Liter Becken sehe ich Persönlich als unterstes an. Achtung dieser Fisch scheint mir erst bei einer Gruppen Größe von mind. 12 seine wirkliche Schönheit zu zeigen.
Als Bodengrund würde ich immer bei Furcatus einen Schwarzen bis dunklen Boden wählen da sich die Fische a)besser abheben und b) sich wesentlich wohler fühlen.

Wasserwerte: Laut Literatur sollten die Temperaturen dieser Fische zwischen 24 und 26 crad liegen. Jedoch habe ich die Erfahrung gemacht, das sie bei mir (unbeheiztes Aquarium!!! im Wohnbereich) bei 20 - 24 crad Optimal gedeihen und VERMEHREN!!!!
Meine Wasserwerte --> Gh:11 Kh:9 Ph:7

Zucht: Generell muss man sagen das dies sehr Interessante Fischarten sind in Bezug auf die Zucht. Ich habe in den letzten Monaten einiges Probiert. Es kommt immer drauf an welches Ziel man sich als "Züchter" setzt. In meinem Fall geht es nur darum, die Fischart in meinem Artbecken zu erhalten und wenn’s passt den einen oder anderen Fisch an Freunde ab zu geben. Hier kann ich meinen Erfahrungsbericht gerne einmal schildern.

Zuchtmethode 1: Elterntiere werden gemästet mit schwarzen und roten Mückenlarven und Wasserflöhe :o)) Danach werden sie in ein eigens eingerichtetes Becken gebracht. Wollmops und kleiner Nano Dennerle FIlter wurde installiert. Jeden Abend werden die Eier aus dem Wollmops abgesammelt (Eier sind nicht empfindlich, STEINHART wenn befruchtet!! und man kann sie problemlos mit den Fingern angreifen!!!) und in ein Aufzucht Becken gebracht. Brutdauer ca.!!! 14 - 18 Tage je nach Temperatur.
ACHTUNG: Ich möchte darauf hinweisen das man die Schlupfzeit wesentlich in die Länge ziehen kann, wenn man die Eier in nicht zu warmen Wasser ausbrütet! Dies hat erstens den Vorteil , das die Jungen wesentlich GRÖSSER auf die Welt kommen als Junge die in 27crad Wasser erbrütet werden. Züchter der IRG (Internationale Regenbogengeselschaft) haben mir empfohlen diese Fischart bei 20 - 22 crad zu pflegen bzw. die Eier zu erbrüten.
Nach dem Schlüpfen reiche ich ihnen Staubfutter der Marken Sera micro und Söll dazu kommen noch Artemia!!!
Vorteile dieser Zuchtart: Große Stückzahlen
Nachteil: man braucht immer ein 2tes und 3tes Becken dadurch mehr Zeit und Geld!
Problem: Blauaugen haben Periodische Zeiten wo einmal mehr und einmal weniger Stark Eier abgelegt werden. Dies kann dann nach all den Bemühungen oft recht ernüchternd sein. (Wie es mir vor kurzem passiert ist)

Zuchtmethode 2 (z.Z. angewand bei mir): Elterntiere (3Männchen - 6weibchen) werden fast jeden Tag mit Schwarzen Mückenlarven gefüttert. Es kommt zu vermehrter Eierbildung bei den Weibchen. Dann wird in meinem 120Liter Becken (welches reichlich!!! mit Pflanzen der Gattung - Vallisneria, Javamoos) ein kräftiger Wasserwechsel (mit kaltem!!! Wasser) gemacht. ca. 5min später wird heftiges Treiben der Männchen beobachtet und es kommt zum Ablaichen in das Javamoos. Diesen Vorgang wiederhole ich mind. 12 Tage lang, in der Früh wenn noch keine Beleuchtung eingeschaltet ist. Nach 12Tagen setzte ich die GESAMTE Population in mein 400Liter Becken (Afrikabecken) welches sich von der Temperatur sich um die 24 crad eingependelt hat. In diesem 400ter Becken kommt es wieder zum Eierablegen. nach 14 Tagen wird dann wieder ins andere gewechselt usw...
Nach ca. 14 Tagen schwimmen in dem 120iger Becken in dem NUR Garnelen und Neongrundeln sind, auf der Oberfläche (und NUR auf der Oberfläche) die Jungfische. Diese werden dann mit einer Fischglocke in ein Vorbereitetes Becken eigens für die Jungfische sehr leicht angesammelt und dort dann aufgezogen. Man kann sagen, dass ca. 10 Jungfische am Tag an der Oberfläche schwimmen. Nach ca. 5 Tagen kommen die Elternfische wieder in das 120iger Becken zurück. Die jetzt noch aufschwimmenden Jungfische werden so gut es geht in der Früh gleich beim Lichteinschalten abgeschöpft (jedoch werden sehr viele von ihnen von den Elterntieren gefressen)
Ich dachte erst gar nicht daran, dass überhaupt in dem 400 Afrika Becken mit den Kongosalmlern Jungfische aufkommen. ABER!!!! Anscheinend sind die Jungfische viel zu klein um als Futter anerkannt zu werden.. keine Ahnung wieso??? Jedoch war mein Erstaunen beim ersten mal groß als plötzlich über 20 Jungfische der Blauaugen dort an der Oberfläche schwammen, als die Elterntiere wieder aus dem Becken entfernt wurden.
Diesen Vorgang wiederhole ich nun schon zum 4. mal und muss sagen... da macht Züchten echt Spaß!!!
Vorteil dieser Methode: Man braucht nur ein Becken zum Aufziehen der Jungfische. (ist wie Ostereiersammeln :o)
Nachteil: keine großen Mengen an Fischen (jedoch habe ich seit 2 Monaten über 50 Jungfische dadurch erzielt.

Wichtig scheint mir nur zu sein, : wirklich die Schönsten TIERE für diese Weiterzucht zu nehmen welche dem Standard entsprechen. Von sogenannten "SCHNELLAUFZUCHTEN" möchte ich mich distanzieren!!
Mir selber geht es vor allem um die Arterhaltung einer Fischgruppe die nicht sehr bekannt ist, jedoch wirklich einiges an Farbenbracht und Verhaltensauffälligkeiten verspricht, die nicht Alltäglich sind.

Anmerkung: 21. Juli 2010
Wer wirklich vor hat diese Fischart (Gruppe) zu Züchten, sollte vorher ein mind. 20 - MAX!!! 40 Liter Becken mit einer dünnen Schicht schwarzem feinen Sand --- Hornkraut, oder oder --- Moos vorbereiten und!!! es mind. 10 Tage vorher Einfahren lassen. Dadruch kann man wirklich eine Stabile Wasserwelt bieten.

Erstaunlich ist noch, das bei mir zumindestens die Jungen immer 5min nach dem Licht einschalten in der Früh schlüpfen. Ich wartete immer 15min und der Blick auf die Wasseroberfläche zeigte mir immer genau die gleiche ANzahl an jedem Tag. Gesehen in einem 12tägigen Rythmus. Ich weiss nicht ob dies nur bei mir so ist, aber dies Beobachte ich schon seit 4 Wochen.

Inerhalb dieses Zeitraumes sind zZ. 89 Jungfische verschiedenen Alters zusammen gekommen.
Gefüttert wird mit Sera Micron / und einem Profizuchtfutter. Die schwierigkeit ist, das die Jungfische in den ersten 3 Wochen nur Futter von der Oberfläche nehmen. und erst dann in untere Wasserschichten vordrinngen.


Mfg markus
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