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Der Ratgeber auf dem Weg zum erfolgreichen Aquarianer:

Wasserwerte des Aquariumwassers ermitteln

Aquarium einrichtenUm sicher zu gehen, dass das Wasser im Aquarium dauerhaft für die Haltung von Zierfischen, Wirbellosen und Pflanzen geeignet ist, ist es unerlässlich regelmäßig die Wasserwerte zu kontrollieren. Dabei sollten verschiedene Parameter im Fokus gehalten werden. Diese Handvoll Werte sollte in der Einfahrphase täglich und im späteren Verlauf zumindest monatlich überprüft werden.

Auch für den Anfänger sind Temperatur, Gesamthärte (GH), Karbonathärte (KH), PH-Wert, Nitrat und Nitrit einfach zu ermitteln. Die Temperatur wird am einfachsten mit einem dauerhaft im Aquarium oder als Klebethermometer am Aquarium angebrachten Thermometer gemessen. Hier sollte man auch ein Auge auf tageszeitliche Schwankungen haben, um sicherzustellen, dass die Heizung einwandfrei funktioniert.

Für die anderen Werte sind im Handel verschiedene Tests erhältlich. Es sollte aber auch Flüssigtests zurückgegriffen werden, da Teststreifen nicht zu unrecht unter Aquarianern den Beinamen "Ratestäbchen" haben. Eine genaue und verlässliche Ermittlung ist mit solchen Streifen meist nicht möglich.

Aber auch im Umgang mit den Testreagenzien ist eine gewisse Routine nötig und ein paar grundlegende Regeln gilt es zu beachten, um Messfehler zu vermeiden:


  • Vor der Messung immer genau die Gebrauchsanleitung des Herstellers beachten. Auch die Zeitspanne, die nach der Zugabe der Reagenzien abgewartet werden muss ist hier ebenso enthalten, wie die genaue Dosierung von Messflüssigkeit und Reagenzien.

  • Die Menge des zu testenden Aquarienwassers muss höchst genau in die Testgefäße eingefüllt werden. Als Hilfsmittel eignet sich dazu eine einfach Plastikspritze, die oft auch bei den Testflüssigkeiten beiligt, sonst aus der Apotheke günstig besorgt werden kann.

  • Es sollten nach Möglichkeit immer die Testgefäße des Herstellers der Reagenzien verwendet werden.

  • Die richtige Füllhöhe im Messgefäß muss immer in Augenhöhe kontrolliert werden, da es sonst durch die Wandstärke des Messgefäßes bereits zu Ablesefehlern kommen kann.

  • Beim Eintropfen der Reagenzflüssigkeit muss das Fläschchen absolut senkrecht gehalten werden, damit der Tropfen genau in der vom Hersteller angedachten Menge in das Messgefäß gelangt.

  • Es sollte möglichst nicht mehr als 1 Tropfen je Sekunde zugegeben werden.

  • Die Reagenzien sollten nicht mit Haut in Kontakt kommen. Es versteht sich eigentlich von selbst, dass die Flüssigkeiten für Kinder unerreichbar aufbewahrt werden sollten und auch beim schütteln der Messgefäße sollten diese nicht mit den Fingern, sondern mit einem dafür vorgesehenen Deckel verschlossen werden.

  • Das Ablesen der Ergebnisse durch Vergleich mit Farbkarten des Herstellers sollte bei Tageslicht passieren, da die Tafel genau darauf abgestimmt sind und es in künstlichem Licht zu Ablesefehlern kommen kann. Beim Vergleich von Farbtafeln kann es von Vorteil sein, von oben durch die Testflüssigkeit zu blicken.

  • Vor der Verwendung der Tests sollte man sich vergewissern, dass diese ihr Ablaufdatum noch nicht erreicht haben.

  • Sofort nach dem Gebrauch sollten die Messgefäße gründlich gereinigt werden, um Rückstände zu vermeiden, die die nächste Messung beeinflussen könnten.



Es empfielt sich, die Messergebnisse zusammen mit Eingriffen ins Aquarium, wie z.B. die Wasserwechseln, fortlaufend zu protokollieren. Größere Schwankungen bei den Wasserwerten lassen sich dann oft sehr leicht mit einem anderen Ereignis in Zusammenhang bringen.

Ein Tipp zum Schluss:
In der aquaristischen Praxis hat sich gezeigt, dass mehr als das hundertprozentig genaue Einhalten von Zielwasserwerten, die Vermeidung von großen Schwankungen am wichtigsten ist. Es sollte deshalb vermieden werden, bei kleinen Abweichungen, sofort übereilte und übertriebene Gegenmaßnahmen einzuleiten.

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Letzte Änderung am 13.06.2016 von
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