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Artentafel - Pseudotropheus sp. "acei"

Artentafel - Pseudotropheus sp. "acei"
Lebensraum

Pseudotropheus sp. „acei“ lebt über Sandboden, hauptsächlich in unmittelbarer Umgebung von Bäumen oder Ästen, welche ins Wasser geschwemmt worden sind. Sehr selten kann man ihn auch über reinem Sand sehen.


Wassertiefe der Acei-Habitate

Die Habitate aller Acei-Populationen liegen im tieferen Sandbiotop zwischen 12 und maximal 25 Metern.


Ernährung

P. sp. „acei“ zählt zu den limnivoren Mbunas. Er weidet fast ausschliesslich nur den Aufwuchs ab, welchen er auf dem hölzernen Substrat in seiner bevorzugten Umgebung findet.

Wichtig: aufgrund der Gefahr einer Ansäuerung des Wassers, sollten wenn, dann nur künstliche Holznachbildungen als Dekorationselemente im Aquarium verwendet werden.


Verhalten

Bei Pseudotropheus sp. „acei“ ist ein Territorialverhalten so gut wie gar nicht vorhanden und sowohl Weibchen als auch Männchen ziehen ständig einzeln oder in kleinen Gruppen resp. Schulen auf Futtersuche von Schwemmholz zu Schwemmholz. In aller Regel bestehen solche Furangiergruppen nie aus mehr als 3 bis 10 Tieren. Nur bei der Population um Ngara wurde die Bildung riesiger Schwärme (mehrere tausend Tiere) beobachtet, welche sich um einen einzigen grossen Baumstamm tummelten.

Wie bei Arten ohne Geschlechtsdimorphismus bekannt, besetzt auch der Acei in der freien Natur keine Reviere und laicht, wo es gerade passt, über dem offenen Sand ab. Allerdings wird im Gegensatz zum natürlichen Verhalten, im Aquarium immer wieder beobachtet, wie die Art Reviere verteidigt (leichtes Territorial-Verhalten) und kleine Sandgruben aushebt.


Populationen

Von Pseudotropheus sp. „acei“ sind mehrere, sich deutlich unterscheidende, geografische Varianten bekannt – „Yellow Fin Acei“, „White Tail Acei“, „beige Morphe“.
Die in der modernen Aquaristik bekannteste, ist die Yellow Fin Variante.

>> Itungi (White Tail)
>> Karonga (White Tail)
>> Lupembe (White Tail)
>> Ngara (White Tail)

>> Mlowe (Yellow Fin Acei)
>> Ruarwe (Yellow Fin Acei)
>> Nkhata Bay (Yellow Fin Acei)
>> Mphandikucha Island (Yellow Fin Acei)
>> Bandawe (Yellow Fin Acei)
>> Luwala Reef (Yellow Fin Acei)
>> Eccles Reef (Yellow Fin Acei)

>> Kasinda (beige Morphe)
>> Senga Bay (beige Morphe)


Haltung im Aquarium

Für die Haltung im Aquarium wäre die Nachempfindung einer sandigen Uferzone, welche von einzelnen grossen Steinen und grossen Schwemmholz-Stücken durchzogen ist, absolut naturnah. Von natürlichem Holz ist aber, aufgrund der Gefahr einer Ansäuerung des Wassers, abzusehen. Anstelle dessen sollte mit künstlichen Holznachbildungen gearbeitet werden.

Pseudotropheus sp. „acei“ kann in Becken ab 400 Litern und einer Mindestkantenlänge von 150 cm gehalten werden. Als optimal wäre die Haltung kleiner Gruppen (mind. 3m/7w) zu bezeichnen. Die Art kann aber auch in Harems (mind. 1m/3w) gepflegt werden.

Wichtig: Diese, in der Natur gerade mal 14 cm erreichende Art kann im Aquarium bei zu regelmässiger Fütterung bis 18 cm gross werden, was aber definitiv nicht mehr als artgerechte Haltung bezeichnet werden kann.


Vergesellschaftung
Die Aceis können sehr gut mit Labidochromis-Arten, aber auch mit durchsetzungsstärkeren Arten der Gattungen Pseudotropheus, Metriaclima und Maylandia vergesellschaftet werden – optimalerweise mit solchen Arten, welche ebenfalls den Sandbiotop bewohnen und sich limnivore ernähren

>> Metriaclima estherae
>> Metriaclima livingstonii
>> Metriaclima elegans
>> Gephyrochromis lawsi
>> Labidochromis caeruleus
>> Synodontis nyassae


Beckenbeleuchtung

Im natürlichen Habitat von P. sp. „acei“ werden die Spektralfarben BLAU, GRÜN und GELB noch stark reflektiert. ORANGE befindet sich bei knapp über 10 Meter Wassertiefe bereits in der Absorptionsphase und ROT wird bereits total absorbiert.
Optimal wäre also ein Lichtspektrum mit dominanten Grün- und Blau- und Gelb-, sowie etwas abgeschwächten Orange-Anteilen.

Für eine naturnahe Beleuchtung eines Acei-Beckens würden sich folgende Leuchtmittel (siehe auch BLOG "Lichtverhältnisse im Wasser / Malawisee") empfehlen:

>> Dennerle trocal color plus
>> HAGEN Aqua GLO
>> HAGEN Power GLO
>> JBL ULTRA Solar Nature
>> OSRAM 965 Biolux
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