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2019 – 150 Jahre Aquaristik, Teil 1

2019 – 150 Jahre Aquaristik, Teil 1

Der Makropode (Paradiesfisch)

2019 – 150 Jahre Aquaristik, Teil 1Heuer haben wir ein ganz besonderes Jahr in der Aquaristik!! Die Aquaristik feiert heuer 150 Jahre ganz offiziell!! Dieser erste Teil wird nun dem Makropoden gewidmet. Warum ausgerechnet diesem Fisch? Lest selbst ;-)

Wir schreiben das Jahr 1869… Dies ist das Jahr, in dem offiziell der erste Süßwasser-Fisch als Zierfisch für die allgemeine Aquarienhaltung importiert wurde. Dieser erste Fisch war der Makropode Macropodus opercularis, auch Paradiesfisch genannt.

2019 – 150 Jahre Aquaristik, Teil 1Bis heute ist die Art immer noch im Zierfischhandel erhältlich und wird oft gezüchtet. Es gibt auch kaum einen Labyrinthfisch, dessen Haltung und Zucht einfacher wäre, als beim Makropoden. Noch dazu verfügt der Paradiesfisch, wie sein Name schon sagt, über prächtige Farben. Heute gibt es ihn in verschiedensten Farb-Züchtungen. Und im Jahr 1997 wurde der Makropode zum “Aquarienfisch des Jahres“ gewählt.

Nicht nur in der Aquaristik ist diese Art stark vertreten… Der Erfolg dieses Fisches in freier Natur ist ebenso ungebrochen wie in unseren Aquarien. Das Verbreitungsgebiet der Makropoden ist riesig. So sind diese Labyrinther hauptsächlich in Chinas Tiefländer anzutreffen, man findet die Tiere aber auch von Korea bis Südvietnam, auf den Inseln Hainan und Taiwan, sowie auf den japanischen Ryukyu-Inseln.

2019 – 150 Jahre Aquaristik, Teil 1Die Lebensräume, in denen sich diese Art aufhält sind meist Reissümpfe, aber auch langsam fließende und stehende Gewässer. Dass diese Tiere bis in die Gezeitenzonen schwimmen können, ist von Flüssen der chinesischen Tiefebene bekannt.

Gehalten wird der Macropodus opercularis am besten in einer Gruppe ab fünf Tieren. Man kann ein Pärchen schon in einem 80cm Aquarium halten, besser lässt sich das interessante Sozial-Verhalten dieser Tiere jedoch in einem größeren Becken und in der Gruppe beobachten. Man sollte nur darauf achten, dass der Makropode keine Becken-Genossen mit ebenfalls fächerartiger Beflossung hat und die Beifische allgemein etwas robuster sind.

2019 – 150 Jahre Aquaristik, Teil 1Bei den Wasserwerten ist der Makropode nicht wählerisch. Man kann die Tiere den Sommer über ohne Probleme im Teich halten. Bei meinen Tieren ging das bis September oder Oktober. Kaum hatte ich sie im Keller, wurde schon ein Schaumnest gebaut, welches jedoch in der Gruppenhaltung wenige Chancen hatte. Doch züchten wollte ich nicht und beließ es beim Versuch der Tiere.

Makropoden kommen mit Temperaturen von 16-30 Grad zurecht.

2019 – 150 Jahre Aquaristik, Teil 1Freilandhaltung ist dabei besonders empfehlenswert. Die Tiere werden es mit gutem Wachstum, prächtiger Färbung und schönerer Beflossung danken. Der pH-Wert kann zwischen 6 (sauer) und 8 (basisch) liegen und genauso bei der Gesamt-Härte ist der Fisch nicht wählerisch. Diese ist mit bis zu 30 Härtegrade ohne Probleme möglich.

Ein Makropode wird normalerweise 9-11cm groß, kann in Ausnahmefällen jedoch noch größer werden. Die Weibchen sind in der Regel immer kleiner, als die Männchen. Bei der Fütterung sind die Tiere nicht wählerisch und nehmen alle gängigen Futtersorten, die es im Fachhandel zu kaufen gibt an.

2019 – 150 Jahre Aquaristik, Teil 1Da der Makropode zu den Labyrinth-Fischen gehört und das sogenannte Labyrinth-Organ besitzt, wodurch er atmosphärische Luft atmen kann, muss ihm ein freier Zugang zur Wasseroberfläche problemlos ermöglicht werden. Man sieht die Fische des Öfteren an der Oberfläche, wo sie mit dem Maul Luft aufnehmen…

Und heuer ist es soweit. Die Tiere begehen ihr 150-jähriges Jubiläum in Menschenhand. Zu Ehren dieses offiziellen Jahres möchte ich Euch einige Dinge in der Aquaristik vorstellen, auf die man einerseits leicht vergessen könnte, die andererseits kurios erscheinen oder die einfach wissenswert und toll sind. Und die Aquaristik sollte außerdem zum Kulturgut gezählt werden, wie ich vor einiger Zeit in einem tollen Artikel von Frank Schäfer gelesen habe.

2019 – 150 Jahre Aquaristik, Teil 1Und meine Makropoden? Die dürfen bald wieder hinaus ins Freie!

Um Fotos zu machen habe ich die Tiere für kurze Zeit aus ihrem “Überwinterungs-Becken“, das ich im Keller habe heraus gefangen. Die Tiere kamen samt Wasser aus dem Haltungsbecken, in das Foto-Becken. Einige Enchyträen nahm ich zu Hilfe... Nach dem Shooting durften die Makropoden (bei mir schwimmt die rote Zuchtform) natürlich sofort wieder zurück in ihr Aquarium.

Das war mein erstes Fotoshooting… Man möge mir verzeihen, wenn die Bilder nicht so perfekt wurden.

Helga Kury für www.einrichtungsbeispiele.de

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Titel: 2019 – 150 Jahre Aquaristik, Teil 1
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