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Arterhaltung – meine Gedanken dazu

Arterhaltung – meine Gedanken dazu

Foto eins bis drei: Die Bergwelt Nordkette (Karwendel) und er blaue Himmel in Tirol - Teil eines Naturschutzgebietes, das man jedoch bewandern darf. Im Karwendel und ganz Tirol waren die Steinböcke ausgestorben, doch in einem Nachbarland gab es noch wenige Tiere und somit konnten diese durch ein Arterhaltungsprogramm wieder angesiedelt werden!

Arterhaltung – meine Gedanken dazuFoto vier: Älteres Bild meiner Xenotoca variata "Jesus Maria", meiner ersten Mexikanischen Hochlandkärpflinge...

Arterhaltung war schon immer Teil meiner Gedanken. Ich weiß gar nicht, wie lange mir dieser Bereich schon wichtig ist? Und in den letzten Jahren wurde er immer wichtiger, bis im Jahr 2018 ein Traum in Erfüllung ging und ich einen geeigneten Keller für Arterhaltungsprojekte fand. Gemeinsam mit meinem Aquarienvereins-Kollegen Alois Jöchl, ohne den das Projekt nicht möglich wäre, da ich technisch nicht wirklich versiert bin, was Leitungen und Rohre und den gesamten Bau dieses Versorgungs-Netzwerks betrifft bin ich am Aufbau dran…

Arterhaltung – meine Gedanken dazuHier auf EB (Einrichtungsbeispiele) findet man mehrere Artikel-Teile zum Aufbau des Kellers.

https://www.einri...8_aid5308.html

Arterhaltung – meine Gedanken dazuEin weiterer, neuer Artikel wird bald kommen und ist aufgrund der Sommer-Pause etwas ausständig. Auf Facebook haben wir übrigens eine eigene Seite unter “Aquarium Münzerturm – privates Arterhaltungsprojekt“.

Grundgedanken – in Kürze

Was bringt es, eine Art zu erhalten, deren Lebensraum zerstört wurde?

Ich denke, sehr viel! Denn genau diese Art könnte etwas in sich haben, das wir Menschen und/oder unsere Umwelt benötigt, um weiterzukommen. Wir wissen jetzt noch nicht, was in der Zukunft benötigt wird oder wohin die Zukunft gehen wird…

Klar, es müssen Arten aussterben und es kommen neue Arten hinzu. Das war schon immer so und wird auch weiterhin so bleiben. Trotzdem ist es gerade jetzt so wichtig, so viele Arten, als möglich zu erhalten, da wir Menschen an dem jetzigen Massen-Aussterben das in Gang ist, Schuld haben.

Wir berauben uns aber in erster Linie nur selbst unserer Zukunft!

Zerstörung der Umwelt

In den letzten Monaten liest man immer wieder, dass der Koala vermutlich nicht mehr zu retten sei. Er soll – laut mancher Berichte von Schutz-Organisationen praktisch ausgestorben sein. So geht es auch vielen Amphibien-, Reptilien- und Fisch-Arten. Was momentan in Südamerika und im Regenwald in Gang ist, daran mag ich gar nicht denken. So schlimm war es noch nie! Im Jahr 1950 bedeckten 11% Regenwald unsere Erde und heuer, im Jahr 2019 existieren noch 7%. (Quelle: Global 2000) In den letzten 30-40 Jahren wurde das meiste abgeholzt. Wenn das so weitergeht, ist der Regenwald bald verschwunden. Unvorstellbar!!

Dabei vergessen die Südamerikaner, dass laut Strömungen, also Wind und Wetter, ihr Land ohne den Regenwald zur Wüste werden wird! Ohne Regenwald wird es in weiten Teilen Südamerikas voraussichtlich keinen Regen geben. Es herrschen in Südamerika andere Situationen, wie sie es in Europa sind. Der Regenwald bringt den Regen.

Zurück zum Koala. Ich denke mir jedoch, dass der Koala nicht wirklich aussterben wird. Diese Beuteltiere ähneln so sehr einem Teddybären, dass sie sehr viele Liebhaber haben, die sich ihrer annehmen werden. Hoffen wir es mal! Und was etwas ganz Essentielles auf diesem Planeten ist, das ist der Grund dahinter. Wofür und warum ist ein Lebewesen hier? Alle Lebewesen gemeinsam bilden ein ökologisches Gleichgewicht. Jeder Teil so eines ökologischen Gleichgewichts hat seine Aufgaben, seinen Platz und seinen Grund, weshalb es da ist. Fällt aber der Grund weg, stirbt das Lebewesen aus. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass der Mensch so einer Lebensform einen Grund geben kann, zu existieren. Man sehe sich nur die vielen Zuchtformen von Haus- und Hof-Tieren an… Aber das ist eine andere Sichtweise und geht wohl zu sehr ins Philosophische…

Die Zukunft der Tiere bei uns im Aquarium

Dabei denke ich an die Arche Noah… Nur zwei Tiere jeder Art kann eine Art retten. Ja, trotz der vermeintlichen Inzucht. Man muss die Jungtiere jedoch auf mehrere Becken verteilen und unter etwas unterschiedlichen Bedingungen halten. Abwechslung ist dabei sehr wichtig! Schon in meiner Zeit als Tierpflegerin der Universität Innsbruck, wo ich in der Zucht tätig war, habe ich bemerkt, dass es einen Weg gibt. Und wir wissen ja, neue Arten, Rassen usw. entstehen durch Inzucht, wo verschiedene Merkmale (Farben, Formen, Anpassung an Umwelt usw.) erst weitergegeben werden.

Unter Zuhilfenahme von Freilandhaltung, Lebendfutter, verschiedene Sorten an Trockenfutter (es ist wichtig, dass es verschiedene Firmen gibt!), Gefrierfutter, UV-Licht im Aquarium (UV-A und UV-B-Strahlung), verschiedene Bakterien oder Enzyme (ich verwende sehr erfolgreich Filterbakterien von Schildkröten), ein wenig abweichende Wasserwerte, manchmal Salz- oder Mineralzusätze und anderes ist es möglich, Arten zu erhalten.

Dabei ist es wichtig, dass mehrere Leute die Arten halten. Jede/r hält die Tiere anders und später wird der Nachwuchs wieder ausgetauscht. Soweit ich mich erinnern kann, habe ich mal etwas in dieser Art (Haltung der Tiere in unterschiedlichen Habitaten) über den Erhaltung des Przewalski-Wildpferdes gelesen… (Veränderliche Gene - aber dies führt zu weit, ich bin keine Wissenschaftlerin!)

Noch was – Monokultur ist das schlimmste, das man anwenden kann. Dabei denke ich auch an unsere Wälder in meiner Heimat Tirol, wo oft ganze Gebiete nur mit Fichten bepflanzt werden… Langweilig, leer, krank… Schlimm!

Wie lange können die Tiere in Aquarien gepflegt werden, bis sich Anpassungen an den Lebensraum Aquarium bemerkbar machen? Das wissen wir derzeit wohl noch nicht.

Die Hoffnung

Kommende Woche, von 29.08. bis 01.09. 2019 finden im Zoo von Schönbrunn in Wien die Artenschutztage statt, zu denen auch ich anreisen werde und mich schon sehr darauf freue, etwas beitragen zu können. Infos unter diesem Link:

https://www.zoovi...hutztage-2019/

Und zwar werde ich ehrenamtlich am Stand unseres Verbands, dem ÖVVÖ “Österreichsicher Verband für Vivaristik und Ökologie“ stehen, dem ich angehöre, da ich Mitglied der “Aquarienfreunde Tirol 1990“ bin. Wie wichtig Vereine und Verbände sind, das erfährt man immer wieder!

Wir haben hier auf EB auch eine eigene Seite für Vereine, Verbände, Arbeits- und Interessensgemeinschaften aber auch Veranstaltungen im Bereich, Terraristik, Aquaristik, Teich und andere.

Hier:

https://www.einri...le.de/vereine/

Weiter kann man sich hier zu Arterhaltungsprojekten informieren und gegebenenfalls selbst einer Art einen Platz geben!

www.oevvoe...ation-projects

Warum das alles?

Ich denke dabei an die Kinder!

Ich selbst habe keine Kinder, doch ich habe Familie, Verwandte, Freunde, Nachbarn und alle anderen Menschen um mich, die Kinder haben und möchte hierzu etwas beisteuern, damit die Arten erhalten bleiben und es Chancen und ein Erbe für unsere Nachwelt geben wird. Wer will schon Geld erben, wenn er auf einem leeren Planeten sitzt?

Es ist für mich ein ganz tolles Gefühl, dass ich etwas am Erhalt unseres Planeten aktiv beitragen kann! Zusätzlich sensibilisiert es mich und ich achte vermehrt auf mein Handeln in Bezug auf den Einkauf und viele andere Bereiche in meinem Leben.

Wir betreiben bei uns zu Hause oder im Keller Arterhaltung von Fischen, doch auch im weiteren Sinne könnte man es so betrachten, wir steuern etwas dazu bei – zur Arterhaltung Mensch.

Helga Kury für www.einrichtungsbeispiele.de

Titel: Arterhaltung – meine Gedanken dazu
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