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Exclusiv für EB von Aquascape-Guru: Wasserwerte – Eckdaten zum Aquarienwasser

Exclusiv für EB von Aquascape-Guru: Wasserwerte – Eckdaten zum Aquarienwasser

Wasserwerte – Eckdaten zum Aquarienwasser

Wasser als Grundlage, Wasserhärte und pH-Wert.

„Wasser ist nicht gleich Wasser“ dieser Grundsatz dürfte jedem Aquarianer bestens bekannt sein. Fische und Wasserpflanzen jeglicher Art benötigen Wasserverhältnisse entsprechend den Gebieten aus denen Sie ursprünglich stammen. Egal ob Zuchtform oder Wildfang, es ändert nichts daran, dass Sie je nach Herkunftsland und -gebiet z.B. weiches, schadstoffarmes Wasser wie in den tropischen Regenwäldern Südamerikas benötigen, oder schwach alkalisches Wasser wie es in den ostafrikanischen Seen vorkommt. Um die gewünschten Wasserwerte zu erzielen, müssen wir unserem heimischen Wasser etwas auf die Sprünge helfen. Stellt sich als erstes die Frage, welches Wasser kommt zum Einsatz und woher kann ich es beziehen. Hierzulande gibt es die verschiedensten „Quellen“, um die einzelnen Vor- und gegebenenfalls auch Nachteile aufzuzeigen, hier ein kleiner Auszug der häufigsten „Wasserspender“ für unsere Biotope:

Leitungswasser:

Leitungswasser ist grundsätzlich für den Einsatz im Aquarium geeignet, die einzige Vorraussetzung dabei, es muss sich um Trinkwasser handeln. Bei größeren Mengen ist es mit Vorsicht zu genießen. Bevor es direkt in bewohnte Habitate geleitet wird, sollte es 24 Stunden ruhen, damit die überschüssigen, durch den Leitungsdruck gebildeten Gase entweichen können. Bei Neueinrichtung spielt dies keine all zu große Rolle, weil das Becken sowieso längerfristig ohne Besatz „eingefahren“ werden muss.

Natürliche Gewässer:

Beim Umgang mit natürlichen Gewässern, die sich unmittelbar am Wohnort befinden, ist es ähnlich wie beim Leitungswasser, da dieses unter Umständen daraus bezogen wird. Je nach Region kann dies abweichen. Kommt es dennoch zum Einsatz, gelten die gleichen Regeln wie beim Leitungswasser.

Quellwasser:

Wie vielen Scapern bekannt sein sollte, ist Quellwasser das sauberste und somit interessanteste Wasser für Biotope. Quellwasser enthält keine Schwebstoffe, wenige oder keine organische Substanzen und weist dadurch eine hohe Wasserqualität auf. Nahezu perfekt um ein Aquarium damit zu befüllen.

Brunnenwasser:

Brunnenwasser verhält sich ähnlich wie das Quellwasser und kann unter Umständen zu viel Gas enthalten. Vorteil: Brunnenwasser hat meistens einen leicht erhöhten Eisenanteil, was das Wachstum der Wasserpflanzen fördern kann.

Regenwasser:

Beim Regenwasser scheiden sich die meisten Geister. Auf der einen Seite kann Regenwasser zur Verdünnung von hartem Wasser eingesetzt werden. Auf der anderen Seite kann es gefährliche Schadstoffe („saurer Regen“) enthalten, die das Leben im Biotop gefährden können.

Destilliertes Wasser:

Aus Kostengründen wird destilliertes Wasser meist nur zum Befüllen von Zuchtbecken oder zum Mischen mit härterem Wasser verwendet. Reines destilliertes Wasser darf nicht verwendet werden.

Mineralwasser aus der Flasche:

Meist wird es zu Unrecht Mineralwasser genannt, denn manche Fabrikate weisen nur sehr wenig gelöste Mineralien auf. Die Handhabung ist ähnlich wie beim destillierten Wasser. Größere Becken damit zu Befüllen steht außer Frage.

In den meisten Fällen stellt das Leitungswasser die Grundsubstanz des Aquarienwassers da. Je nach Region schwankt der Wasserhärtegrad in Deutschland zwischen 1 und 4. Gemessen wird die Wasserhärte in „deutschen Härtegraden“ [°dH]. Hierbei unterscheidet man folgende Abstufungen:

Wasserhärtegrad Eigenschaft Messwerte

1 weich bis 7 °dH

2 mittel 7 bis 14 °dH

3 Hart 14 bis 21 °dH

4 sehr hart über 21 °dH

Dadurch unsere Aquarienbewohner in den meisten Fällen mit dem „reinen“ Leitungswasser hier bei uns in Deutschland nicht zu recht kommen, sind wir gezwungen dem Wasser eine Vorbehandlung zu unterziehen. Mit Hilfe von Wasseraufbereiter können die sich darin befindenden Schwermetalle gebunden und vorhandenes Chlor neutralisiert werden. Durch entsprechende Filteranlagen lässt sich die Wasserqualität zudem noch steigern. Brackwassereigenschaften sowie Salzwasserbedingungen lassen sich durch hinzugeben von speziellen Salzmischungen erzielen. Das gute daran, Leitungswasser lässt sich generell so behandeln, dass alle gewünschten Wasserwerte erzielt werden können, die Kunst liegt jedoch darin, die Wasserwerte auf längere Sicht gesehen zu halten.

Die wichtigsten Werte nach Einrichten des Aquariums sind die Wasserwerte bzw. das Erreichen der richtigen Wasserhärte. Die Wasserhärte wird hauptsächlich durch die im Wasser gelösten Spurenelemente bestimmt. Dabei unterscheidet man zwei wesentliche Härteangaben, die Gesamt- und Karbonathärte.

Die Gesamthärte (GH) des Wassers wird durch die Konzentration von Calcium- und Magnesiumsalzen bestimmt. Dadurch beeinflusst die Gesamthärte direkt das Wachstum von Fischen, Wasserpflanzen und Mikroorganismen. Allgemein ist zu sagen, dass die meisten Fischarten aus Regionen stammen, wo überwiegend weiches Wasser vorliegt. Grobe Richtwerte liegen zwischen 6 und 16 °dH (GH).

Die Karbonathärte entsteht aus Verbindungen von Calcium und Magnesium mit Kohlensäure. Mit Hilfe der Karbonathärte lassen sich Schwankungen, die unter anderem durch die biologischen Abbauprozesse oder durch den CO2 – Verbrauch im Becken entstehen, leichter ausgleichen. Zudem stabilisiert Sie den pH-Wert des Aquarienwassers. Es ist anzumerken, dass starke Schwankungen das pH-Wertes den Besatz gefährden können. Richtwerte für Süßwasserbiotope bewegen sich zwischen 5 und 10 °dH (KH). Im Meerwasserbiotop liegen die Werte zwischen 8 und 12 °dH (KH)

Wissenschaftliche Erklärung:

Gesamthärte (GH) = Summe aller im Wasser gelösten Ionen der Erdalkalimetalle

Karbonathärte (KH) = Menge an Karbonat- und Hydrogencarbonat-Ionen im Wasser

Wichtig zu wissen ist, dass oberhalb 29°dH kein Leben möglich ist. Verantwortlich dafür sind die chemischen Vorgänge, welche keine Löslichkeit bzw. keine Verbindungen von Salzen mehr zulassen.

Neben der Wasserhärte spielt der pH-Wert ebenfalls eine entscheidende Rolle damit sich die Fische im Becken wohlfühlen. Der pH-Wert des Wassers gibt an ob dieses sauer oder alkalisch (laugenartig, basisch) ist. Die Messspanne bewegt sich zwischen 0 und 14, wobei der Wert 7 den Neutralpunkt darstellt. Der Wert 0 bedeutet sehr sauer und wobei 14 sehr basisch darstellt, beide Werte sind als sehr lebensfeindlich einzustufen. Vorsicht ist geboten, da sich der pH-Wert logarithmisch ändert. Logarithmisch bedeutet, dass zwischen jedem Messwert der Faktor 10 herrscht, ändert sich so zu sagen der ph-Wert von 7 auf den Wert 8, ist dieses Wasser um 10mal alkalischer. Kurz gesagt, der pH-Wert sollte so konstant wie möglich gehalten werden, um unnötigen Stress der Aquarienbewohner zu vermeiden. Je nach Besatz muss berücksichtig werden, welche Wasserwerte im Aquarium herrschen müssen. Ein pH-Wert zwischen 6 und 8,5 sind für die meisten Fischarten wünschenswert.

***Good Work, Good Scape***

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