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Was ist eigentlich ein großes Aquarium?

Was ist eigentlich ein großes Aquarium?

Als ich 1992 mit der Warmwasser-Aquaristik (Süßwasser) begonnen habe, hatte ich ein ca.63 Liter Aquarium. Ich empfand es als genügend groß. Keine zwei Jahre später habe ich dann ein für mich damals “großes Aquarium“ mit 200 Liter aus zweiter Hand gekauft und das war für mich echt groß. Was war ich stolz darauf!

Was ist eigentlich ein großes Aquarium?Doch was ist bei den Aquarien eigentlich wirklich groß und was ist klein? Wie ist das im Bereich Meerwasser und was hat es mit der Nano-Aquaristik auf sich?

Beginnen wir mit den kleinen Becken

Was ist eigentlich ein großes Aquarium?Ein kleines Süßwasser-Becken beginnt bei ca. 50 Liter und endet bei maximal 160 Liter. Es sind also Becken mit den Maßen 60x30x30cm bis Becken mit 100x40x40cm und alles dazwischen. Wobei Becken mit 160 Liter oft schon zur Mittelgroßen Klasse gezählt werden. Hier scheiden sich bestimmt die Geister…

In diesen kleinen Becken kann man jedoch schon ziemlich viele Fisch-Arten recht gut halten. Anfänger sollten sich allerdings ein mindestens 80cm vielleicht auch ein 100cm Aquarium kaufen. Wobei ich als bestes Anfänger-Becken schon die 80cm Aquarien halte. Hier kann man zwei oder je nachdem auch drei Arten gut miteinander vergesellschaften, hat beim Wasserwechsel nicht soviel zu tun und hat alles besser im Blick, was Filterung, Beleuchtung, Heizung und Pflanzen, Bodengrund und anderes betrifft.

Mittlere Becken beginnen dann bei ca. 200 Liter…

…und gehen bis 500 oder 600 Liter. Mit 600 Liter mag es für den einen schon eher als großes Becken gelten, aber im Vergleich mit 1.000 Liter sind 600 Liter dann doch einiges an Unterschied.

Mittlere Aquarien kann man ganz toll einrichten und sind in Haushalten relativ häufig vertreten. Für die meisten im Handel erhältlichen Fische sind diese Becken gut geeignete Lebensräume, wenn man sie richtig, den jeweiligen Tieren angepasst einrichtet. Hier kann man zu den einzelnen Themen wie sie hier auf Einrichtungsbeispiele dargestellt werden schöne Beispiele finden und artgerechte Lebensräume einrichten.

Die Beckenbeispiele findet man unter folgendem Link:

https://www.einrichtungsbeispiele.de/aquarien.html#searchresult

Und was sind jetzt große Aquarien?

Ja, große Aquarien im Süßwasser-Bereich sind dann ab 700/800 Liter bis 1.200 Liter und mehr zu verstehen...

Ich finde, alles über 1.800/2.000 Liter ist dann schon sehr groß. Becken mit 2.000 Liter und mehr sind wirklich riesig und hier können dann sehr große Buntbarsche oder Guramis, Rochen und andere Fische gehalten werden, die jenseits der 50cm liegen.

Wie ist das mit der Meerwasser-Aquaristik?

Vor allem in der Meerwasser-Aquaristik machen Becken ab 700/800 Liter erst Sinn. Hier ist es anderes, als in der Süßwasser-Aquaristik und es gelten nochmal ganz andere Maßstäbe bzw. ein Verständnis von Größe. Ein kleines Meerwasser-Aquarium hat ca. 350 Liter. Hier kann man schon ein wenig an Tieren im Bereich Garnelen oder kleinen Fischen halten, doch unter 500 Liter macht es oft wenig Sinn und wenn man wirklich Fische halten möchte sollte man mit mindestens 800-1.000 Liter rechnen.

Ich würde sagen, dass in der Meerwasseraquaristik Becken mit bis zu 300 Liter als Nano-Aquarien gelten. Ab 300 Liter ist es ein kleines Aquarium und erst, wenn man Becken um die 1.000 Liter hat, gilt es als mittelgroßes Meerwasser-Aquarium. Große Meerwasser-Becken, wo man dann schon wirklich schöne Fische halten kann haben meist 3.000-5.000 Liter und Becken jenseits der 5.000 Liter sind dann sehr groß…

Wie das in der Meerwasser-Aquaristik aber wirklich gehandhabt wird, das weiß ich leider nicht genau. Ich habe dieses Größen-Verständnis nur in Gesprächen mit Kollegen im Bereich Meerwasser oder bei Online-Unterhaltungen mitbekommen und würde mich freuen, wenn mir jemand schreiben würde, wie das Verständnis von Größe der Becken im Bereich Meerwasser so abläuft…

Nun zur Nano-Aquaristik im Süßwasser

Die Nano-Becken enden nach oben hin bei maximal 50 Liter, also 60x30x30cm und liegen sonst darunter. Becken mit 10-50 Liter kann man also zur Nano-Aquaristik zählen. Fische sollten in Becken unter 50 Liter nur bedingt gehalten werden. Laut Tierschutzgesetz hält man Fische erst ab 60cm und das sind dann ca. 50 Liter Inhalt. Ausnahmen gibt es natürlich und das gilt vor allem bei Hochzucht-Kampffischen. Hier können Becken ab ca. 25 Liter schon genügen – wobei man in der Regel zu 30 Liter Becken rät. Diese Kampffische könnten sich bei zu viel Platzangebot und Schwimmraum (Reviergrenzen abschwimmen) verausgaben und nicht alt werden… Manchmal werden auch Jungfische in Becken mit nur 25-40 Liter gehalten. Allerdings ist dies nur vorübergehend und oft von Vorteil, da speziell Jungfische sonst z.B. das Futter nicht finden würden...

In Becken ab 20 Liter kann man Garnelen sehr gut halten – darunter ist oft nicht empfehlenswert. Also 10-15 Liter wäre zu klein für diese Tiere. Garnelen sind in der Nano-Aquaristik wohl die Nummer Eins. Und natürlich ist auch ein Großteil der Schnecken-Arten mit solchen Becken “einverstanden“, die an Interessantem Verhalten und besonders Aussehen den Garnelen meist um nichts nachstehen. Es gibt sehr viele tolle Schnecken, die oft gar nicht so einfach zu halten sind!

Weiter werden diese Becken auch gerne mit Kleinstlebewesen besiedelt und diese werden dann beobachtet. Manchmal müssen diese Tiere natürlich auch als Lebendfutter-Quelle herhalten“, aber es scheint immer mehr in Mode zu kommen, dass auch Kleinstlebewesen ihren Platz in den Wohnungen der Menschen erhalten und das ist wirklich prima, denn das Angebot in der freien Natur wird immer knapper…

Verschiedene Arten wie bzw. von Artemia, Triops, Hüpferlingen, Daphnien, kleinen Krebschen usw. kann man in diesen Becken oft sehr gut halten und beobachten!

Kurzes Fazit

Eigentlich ist es ja egal, wie groß jemand sein Becken empfindet… Wichtig ist in erster Linie, dass es für die Bewohner möglichst passend gemacht wird, denn diese verbringen ziemlich sicher ihr ganzes Leben in diesem Becken! Und manchmal kann es sogar besser sein, das Becken gut zu strukturieren, als dass es einige Liter mehr hat. Diese Ausnahme findet man häufig in Arten- bzw. Zucht-Becken. Speziell bei letzteren sind die Fische oft nur über einen gewissen Zeitraum in den Aquarien, um für Nachwuchs zu sorgen.

Foto-Erklärung zum Beitrag:

Das Titelbild zeigt ein Nano-Becken mit 25 Liter (40x25x25cm) in dem junge Zwergkärpflinge schwimmen, die dann in ein größeres Becken übersiedeln werden. Das zweite Bild danach zeigt leere Becken mittlerer Größe im Bereich 200-540 Liter und im dritten Bild sieht man ein 80x40x50cm Aquarium, das eher noch im Bereich “klein“ angesiedelt wird. Alles steht bei uns im Keller "Aquarium am Münzerturm".

Helga Kury für www.einrichtungsbeispiele.de

Titel: Was ist eigentlich ein großes Aquarium? (Artikel 5441)
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