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Blogartikel 'Boraras – das Grauen vor der Uferzone?' von Tanja B.

Userbild von Tanja B.
Ort / Land: 
Schwäbische Alb / BW/D
Aquarianer seit: 
2012


Boraras – das Grauen vor der Uferzone?

 
Hallo ihr Lieben!

Ich möchte hier einmal kurz einige Erfahrungen zum Thema Boraras mitteilen, die ich heute gewinnen durfte.

Zuerst die Vorgeschichte:

Ich besitze u.a. 2 kleine Aquarien, die ich beide für den Besatz mit Boraras flott machen wollte. Also enorm weiches Wasser, saures Milieu etc. Die beiden Becken unterscheiden sich eigentlich in 2 Faktoren:

Die Größe/Länge:

The Salmones: 70 x 23 x 35 (L x B x H)

Lotta: 45 x 31 x 36 (s.o.)

Die Bepflanzung:

T.S.: Hintergrundbepflanzung, doch lichtdurchlässig. Viele ins Becken hineinragende Äste. Keine Glaswand ist komplett verbaut durch z.B. Rückwände etc.

Lotta: Hier könnte man optisch von einem Uferbereich sprechen: Rückwand, Seitenteile simulieren auch links und rechts Ufer. Bis oben hin bepflanzt, in den hinteren Bereichen sehr schattig, vorne frei.

Beide Becken sind eigentlich Gestrüppe, nur anders strukturiert.

Ich bestellte also 40 Boraras micros (Mann, sind die winzig!), sie waren eigentlich für T.S. geplant, dann fiel mir auf, dass ich ihre Winzigkeit unterschätzt hatte, ich musste den Filtereinzug besser verkleiden. Die 40 kamen also zuerst einmal in das Lotta-Becken.

Reaktion der Fische:

Alle 40 versammelten sich in einem Eck und schwommen die Scheibe auf und ab.

Gut, vielleicht gehört das zum Eingewöhnen dazu.

Als ich dann etwas traurig das leere, nun überarbeitete T.S. ansah, kam ich auf die Idee den Schwarm zu teilen und je 20 in jedes Becken zu setzen.

Gesagt getan.

Folgende Beobachtungen konnte ich machen:

In T.S. schwomm der Schwarm sofort frei im Becken umher. Nach 2 Stunden teilte er sich in 2 Schwärme und durchstreifte das gesamte Becken. Nach weiteren ca. 2 Stunden waren alle Fische verteilt im Becken. Sie standen ruhig, pickten zwischen Moos und wirkten sehr entspannt auf mich.

In Lotta schwommen wie unmittelbar nach dem Einsetzen alle Fische dicht beeinander, aber ausschließlich die vordere Seite entlang. Dabei schwommen sie entweder von Eck zu Eck, wobei sie sich immer wieder an der Scheibe stießen. Einzelne Fische lösten sich kaum aus dem Schwarm, wenn, dann entfernten sie sich nicht weit davon. Auch nach 8 Stunden trat keine Veränderung im Verhalten auf, sie näherten sich nichteinmal de, Pflanzendickicht, geschweige denn der Rückwand.

Ich hatte Angst, dass die zierlichen Fische sich in ihrem ruhelosen Schwimmen verausgabten und die Nacht nicht überstehen würde.

Strömung reduzieren/anheben, sowie Beleuchtung dämmen oder sogar ganz aus (Beleeuchtung üebr die Umgebungsbeleuchtung im Zimmer) änderten nichts am Verhalten.

Schließlich fing ich die Fische ein und setzte sie – wie ursprünglich geplant – in T.S.

Auffallende Reaktion:

Hier bildete sich kurz ein Schwarm, dann verteilten sich alle Fische im Becken. Wieder wirken alle auf mich entspannt. Z.T. stehen die Fische im Wasser, picken am Boden oder sind unmittelbar an der Wasseroberfläche.

Nun meine Frage:

Hat jemand schon ähnliches erlebt?

An was könnte das liegen?

Meine Theorie:

Boraras sind Fische, die nicht in Ufernähe leben. Das simulierte dunkle Ufer im Lotta-Becken, machte ihnen Angst, sie wollten ins Freiwasser „flüchten“ und schwommen so in die transparenten Ecken des Dennerle Scapers Tank, wo sie immer wieder dagegen stießen. Im T.S. wird eher freies verkrautetes Wasser simuliert, da der Lichteinfall von allen 4 Seiten möglich ist.

Warum könnte das so sein?

Mögliche Fressfeinde könnten sich in Ufernähe aufhalten. Der Größe nach könnten z.B. Libellenlarven (Gibt es die im Boraras-Habitat??) oder ähnliches zu ihren Fressfeinden gehören. Somit stellt die dunkle, stufig angeordnete Uferzone eine Bedrohung für die Fische dar.

Was meint ihr? Ich bin sehr gespannt auf eure Ideen. Bitte schreibt mir unbedingt – ich weiß wirklich nicht, an was es sonst noch gelegen haben könnte...

Viele Grüße – Danke für eure Erfahrungen

Tanja

p.s.: Der Leitwert ist im T.S. Bei 80, im Lotta-Becken bei 120. Dennoch glaube ich nicht, dass dieser Unterschied so ein Verhalten auslöst.

p.p.s.: Ich habe den Besatz auf meinen EBs noch nicht akutalisiert. Also nicht wundern, wenn dort die Fische noch unter dem Lotta-Becken zu finden sind.
 
Blogartikel 'Blog 4747: Boraras – das Grauen vor der Uferzone?' aus der Kategorie: "Mein Einrichtungsbeispiel" zuletzt bearbeitet von Tanja B. am 18.04.2013 um 20:51 Uhr
 
 
Kommentare:
 
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Geschrieben am 21.04.2013 um 18:31 von Malawi-Guru.de
Hi Tanja,

Schliesse mich hier der Perle ganz und gar an..in allem!

Topp mach weiter so..

LG

Flo
 
 
Geschrieben am 19.04.2013 um 11:09 von die Perle...
Hei Tanja,

hmmm, du könntest mit deiner Theorie recht haben, ich glaube, da liegst du gar nicht so verkehrt. Ich selbst habe diese Erfahrung zwar noch nicht gemacht, denke aber, dadurch das sie in dem T.S. Becken immer mal wieder Lichtdurchflutende Stellen haben, gefällt es ihnen besser, sie sehen dadurch ja auch mehr (Fressfeinde..).
Schön, das du dich so sehr mit deinen Pfleglingen beschäftigst und ggf handelst, das finde ich echt klasse!
Mach weiter so und vor allem, berichte uns weiter, bin gespannt.
Wir lesen uns.., machs gut
VLG von der Perle...
 
 


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