Logo von Einrichtungsbeispiele.de
Du findest hier 8.939 Aquarien, 27 Teiche und 26 Terrarien mit 159.525 Bildern und 2.145 Videos

Blogartikel 'Keine Online-Tierabgabe mehr von privat – was passiert jetzt mit den Jungtieren?'

einrichtungsbeispiele.de-Moderator
Userbild von ehemaliger User


Keine Online-Tierabgabe mehr von privat – was passiert jetzt mit den Jungtieren?

einrichtungsbeispiele.de - TopBlog! 
 

Habt Ihr Euch nicht auch schon Gedanken dazu gemacht, was jetzt mit den Nachzuchten von den Tieren passiert, die zuhause gehalten werden? Oder was geschieht mit den Tieren, die aus privaten Gründen zuhause nicht mehr gehalten werden können? Ich meine nun nicht die Züchter, sondern die Tiere, die in Aquarien und Terrarien von Liebhabern/Haltern leben…

Wohin kommen die Jungtiere von Guppy, Platy, Molly oder von Buntbarschen, Welsen, Garnelen, Reptilien usw. Und was passiert mit den Fischen, Amphibien oder Reptilien, die zuhause nicht mehr gehalten werden können? Wohin kann man sich wenden?

In letzter Zeit sollen einige Tier-Vermittlungs- und Tier-Abgabe-Gruppen auf Facebook gelöscht worden sein. Ist das nur ein Gerücht? Auf alle Fälle dürfen keine Tiere mehr zur Abgabe gepostet werden und so ziemlich alle halten sich auch daran.

Allerdings möchte ich mit diesem Artikel auf etwas hinweisen, was zu großen Problemen führen wird. Die Jungtiere unserer Haustiere benötigen auch einen Platz! Und ich weiß, dass in diesem Jahr (2019) eine viel größere Anzahl an z.B. Schildkröten in Österreich ausgesetzt wurde, was wohl auf diese neue Regelung zurückzuführen ist. Die Meldung habe ich über eine Vereinskollegin erhalten, die Kontakt mit einer Auffangstation hat. Also, wem nützt diese neue Regelung eigentlich?

Nicht jeder ist in der Lage, sich ein Züchter-Zertifikat zuzulegen. Was wäre das für eine riesige Arbeit bei den zuständigen Stellen, wenn man ständig seinen Nachwuchs melden würde, um ihn dann online stellen zu können… Und nicht jede/r erhält so ein Zertifikat. Was ich weiß, würde das so bei uns in Österreich erlaubt sein…

Leider nimmt auch der Zoofachhandel die Jungfische aus diversen, verständlichen Gründen (Krankheiten, andere Bakterien-Kulturen, Platz, Tier-Art im Geschäft schon vorhanden usw.) meist auch nicht auf. Kann es auch nicht…

Wenn man darüber nachdenkt, kommt man zweifelsohne auf den Gedanken, dass der Nachwuchs wohl irgendwie “entsorgt“ werden muss... Was machen wir also zuhause mit unserem Nachwuchs? Der wird wohl hoffentlich nicht im Klo runtergespült? Bitte nicht!! Nicht nur, dass das für die Tiere furchtbar ist… Hoffentlich werden die Tiere auch nicht ausgesetzt!! Wird der Nachwuchs dann getötet? Was kann man jetzt mit dem Nachwuchs machen, wenn er nicht mehr online inseriert werden darf und man in Platz-Not gerät…

Hat das Verbot der Online-Inserierung nicht extreme Nachteile? Und ich denke dabei auch an den Handel. Denn so macht es keine Freude, sich Fische zu holen, wo man den Nachwuchs dann nicht mehr los wird. Die Reptilien-Haltung ist übrigens schon sehr zurückgegangen. Wird zukünftig die Aquaristik bzw. die Tierhaltung generell zurückgehen? Eine neue Frage stellt sich mir da…

Endet dies vielleicht im Allgemeinen Verbot einer Tierhaltung?

Ja, das ist nun eine extreme Frage… Doch viele Fragen gehen mir aufgrund dieses Verbots durch den Kopf. – Von wem geht dieses neue Gesetz aus, wer zieht daraus seinen Vorteil? Klar, es gibt Menschen die mit Tieren nicht umgehen können, wo Tieren Leid zugefügt wird. Oft fehlt das notwendige Wissen um eine Tierart richtig zu pflegen. Dies sind jedoch Probleme, die man anderweitig lösen kann und wird. Ich denke dabei an Vereine…

Stellen wir uns mal eine Wohnung ohne Tiere vor. Ich kann es mir nicht vorstellen! Aber ist es eigentlich vertretbar, Tiere zu halten?

Hierzu möchte ich jedoch in einem anderen Artikel etwas schreiben und dieser wird später folgen… Nur vorab schon mal – die Natur/Evolution befindet sich ständig auf der Suche nach neuen Lebensräumen und ist dabei sehr erfinderisch! Und wenn das neue Habitat für Tiere nun bei den Menschen zu finden ist, warum nicht? Evolution macht nie Halt und wir Menschen gehören dazu…

Wohin wird uns also die Gesetzgebung führen? Wer tritt ihr entgegen? Und wer ist verantwortlich für solche Regelungen, wie diese gerade, die hier stattfindet? Ist es nicht eine enorme Einschränkung unserer Rechte, wenn man Tiere nicht mehr online abgeben darf? Tier- und Umweltschutz sind wichtig und fast alle Halter von Tieren sind sich dessen bewusst und praktizieren ihn bei ihren Tieren und auch im Garten, bei Wanderungen usw. Tierhaltung öffnet uns die Augen und sensibilisiert uns, unsere Umwelt besser zu verstehen, der wir eine große Verantwortung gegenüber haben.

Der Mensch ist von der Natur abhängig und trägt ihr gegenüber eine große Verantwortung. Es geht, wie fast alles wieder von jedem einzelnen aus, wie er damit umgeht. Trotzdem finde ich, dass mit diesem “Verbot online Tiere abzugeben“ eine Grenze überschritten und der Weg in eine unsichere, unfreiere Zukunft geebnet ist.

Ein wenig Hintergrundwissen gäbe es noch, doch ich möchte hier über keine Organisationen schreiben. Wichtig finde ich aber unsere Vereine und Verbände zu erwähnen, die mit genügend Mitgliedern etwas tun können.

Vereine und Verbände – sei es in der Aquaristik oder in der Terraristik. Sie sind viel wichtiger, als wir denken! Helft mit, die Zukunft zu gestalten und erkundigt Euch beim VDA (Verband Deutscher Aquarien- und Terrarienvereine), SDAT (Schweizerischer Dachverband für Aquaristik und Terraristik), ÖVVÖ (Österreichischer Verband für Vivaristik und Ökologie), der DGHT (Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde) und den vielen anderen gemeinnützigen Verbänden, Interessensgemeinschaften oder Vereinen bezüglich einer Mitgliedschaft.

Wir haben hier übrigens eine Seite – extra für Vereine gemacht! Tragt auch Eure Vereine, Verbände, Veranstaltungen, Interessensgemeinschaften usw. ein oder tretet einem Verein bei und stärkt die Community! Es lohnt sich in jedem Fall!

https://www.einri...le.de/vereine/

Helga Kury für www.einrichtungsbeispiele.de

 
Keine Online-Tierabgabe mehr von privat – was passiert jetzt mit den Jungtieren?
Keine Online-Tierabgabe mehr von privat – was passiert jetzt mit den Jungtieren?
 
Blogartikel 'Blog 5366: Keine Online-Tierabgabe mehr von privat – was passiert jetzt mit den Jungtieren?' aus der Kategorie: "Mein Einrichtungsbeispiel" zuletzt bearbeitet von Helga Kury am 11.08.2019 um 14:54 Uhr
 
 
Kommentare:
 
Um einen Kommentar schreiben zu können, musst du dich anmelden.
 
Geschrieben am 19.08.2019 um 12:02 von Helga Kury
Hallo Jochen,
verzeih die späte Rückmeldung...
Ja, Mißbrauch sollen die Gesetze vorbeugen, das ist wahr. Trotzdem finde ich auch, so wie Du geschrieben hast, dass es für tierliebende Privatpersonen äußerst schwierig geworden ist. Und was ich weiß, ist die große Mehrzahl tierliebend.
Was ich letztens gelesen habe, sollen laut Statistik die Aquarien in Haushalten in Deutschland nächstes Jahr auf über 2 Millionen ansteigen...
Bin gespannt, wie sich die Situation in den nächsten Jahren entwickeln wird.
Wir benötigen unbedingt Vereine, um Wissen unter die Leute zu bringen und einen starken Zusammenhalt (eine Lobby) zu haben! Dann sollte es für die Tiere und auch für die Menschen eine gute Verbesserung in Hinblick auf z.B. Haltung oder Gesetze geben...
Liebe Grüße, Helga
 
 

Weitere Kommentare lesen



Zurück

Wenn dir die Inhalte dieser Seite gefallen, dann teile sie jetzt mit deinen Freunden. Danke!
Partnershop
Partner für HMF-Filter
Partner für Aquariumlicht
Partner für Aquarienbau
Partner für Aquarientiere
Wir werden unterstützt von: