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Blogartikel 'Meine Erfahrungen und Überlegungen zu Tropheus und der Einsatz von Röhren mit UVB-Strahlung' von Helga Kury

einrichtungsbeispiele.de-Moderator
Userbild von Helga Kury


Meine Erfahrungen und Überlegungen zu Tropheus und der Einsatz von Röhren mit UVB-Strahlung

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Meine beiden Jungfischgruppen von 16 Tropheus duboisis MASWA und 15 Tropheus spec. RED RAINBOW KASANGA erhielt ich im Jahr 2009 und setzte sie in mein Juwel Vision 450 Aquarium, das eine Kantenlänge von 150cm aufweist und 450 Liter fasst. (In diesem Becken habe ich schon zuvor Tropheus gehalten…) Ich fütterte mit “Tropical spirulina“ und soweit ging alles gut. Die Tiere wuchsen und nach ein bis zwei Jahren waren 31 große, schöne Tiere im Becken.
Leider verlor ich aufgrund eines zu kalten Wasserwechsels (ca. 2011) und daraus resultierenden Darmflagellaten beinahe den gesamten Bestand trotz Behandlung. Es blieben vier Tiere der MASWA und zwei Tiere der RED RAINBOW übrig. Es tat mir unglaublich leid und es war eine Katastrophe! Nur sechs Tropheus in einem Becken, das geht fast niemals gut... Wo sollte ich so schnell dazu passende Tropheus in Tirol herbekommen? Die Lösung hatte ich nach einiger Überlegung zum Glück bald…
Ich sorgte für Ablenkung unter den verbliebenen Tieren und setzte einige Julidochromis und Neolamprologis ins Becken und band mehrere Anubien auf Steine als Sicht-Schutz. Es klappte gut und die MASWA vermehrten sich auch bald. Das war eine große Freude und die Julidochromis und Neolamprologus wurden im Becken “nicht mehr benötigt“…

Eines Tages war eine T8 Neonröhre des Juwel Vision Aquariums kaputt und ich besorgte eine T8 Neonröhre passender Größe mit 5% UVB-Strahlung und 30% UVA-Strahlung, wie man sie für Regenwaldterrarien in der Reptilienhaltung verwendete aus Neugier. (Ich pflege auch Reptilien…) Diese Röhre setzte ich kurzerhand ein und dachte nicht weiter darüber nach.
Doch mehrere Wochen später vermehrten sich die Tropheus ungemein. Auch die Farben waren schöner und die Tiere kamen mir viel vitaler und vom Aussehen auch kräftiger vor, als sonst. Natürlich wuchsen die Pflanzen besser und manch ein Aquarianer meinte, mein Becken sähe eher nach Amazonas, als nach Tanganjikasee aus. Irgendwie schienen mir die Tropheus auch etwas kühlere Wasserwechsel zu verzeihen und ich hatte keine Probleme mehr mit Darmflagellaten! Eines Tages bemerkte ich, dass es sich bei den beiden verbliebenen RED RAINBOW um ein “Pärchen“ handelte. Sogar diese beiden schritten zu Brut und das Weibchen konnte trotz der vielen MASWA-Tiere und deshalb stärkeren Bedrängung ein Jungtier “Jack“ entlassen.
Heute weiß ich, dass man keine zwei Arten von Tropheus in einem Becken hält!

Meine Überlegungen nun zu dem offensichtlichen Erfolg im Einsatz von T8 Neonröhre mit UVB-Strahlung im Nachhinein wären wie folgt…
Die Tiere scheinen sich im See öfters an den Küsten in Niedrig-Wasser aufzuhalten. Und nachdem ich in der Fachliteratur nachgelesen habe, komen Tropheus in nur geringer Tiefe vor. Dies würde auch erklären, weshalb mehrere Tropheus rote Farben haben, da die Farbe Rot in Tiefen angefangen ab 5m absorbiert wird.
Schon aufgrund der Nahrungs-Ansprüche dieser Tiere, die bekanntlich Aufwuchsfresser sind, halten sich Tropheus an der Wasseroberfläche auf, wo die Sonneneinstrahlung viel stärker ist.
Nun könnte es sein, dass das Sonnenlicht auf die Verdauung der Tropheus und aufgrund ihrer Ernährung einen positiven Einfluss hat. Ich glaube, dass die Tiere auf Dauer ohne diese Strahlung kümmern. Wildfänge hatten die UV-Strahlung noch als Jungtiere und haben deshalb auch schönere Farben usw...

Und ohne UVB-Strahlung benötigen Tropheus meinen Erfahrungen nach mehr Wärme, als andere Fische des Tanganjikasees. (Siehe meinen anderen Blog zu Tropheus und Wärme…) --> https://www.einri...r_bid5276.html


>> Dies sind nun natürlich nur Überlegungen, die ich aufgrund von Beobachtungen und Erfahrungen, die ich in meinen Jahren der Haltung von Tropheus gemacht habe. Die Wissenschaft muss es erst beweisen… Trotzdem finde ich es interessant und vielleicht gibt es andere, die es nachmachen?
Der Einsatz von Lichtquellen mit UVA- und UVB-Strahlung in der Aquaristik wäre bestimmt kein Fehler und ich versuche nun, die Beleuchtung aller meiner Becken umzustellen.
Die Röhre im Tropheus-Aquarium ist mittlerweile schon lange gegen eine herkömliche Röhre ausgetauscht worden und es gab leider heuer wieder einen Vorfall mit Darmflagellaten, da eine meiner Heizquelle ausgefallen ist… Glücklicherweise gab es keine argen Verluste.

Ich selbst war bisher noch nie am Tanganjikasee und möchte es irgendwann einmal erleben, diesen so einzigartigen See zu besuchen und die Tiere vor Ort zu beobachten. Bis dahin bleiben mir jedoch meine Tropheus und die anderen Buntbarsche des Tanganjikasees im Aquarien-Keller, denen ich schon im Alter von 15 Jahren verfiel…

Hier geht es zum Beispiel:
https://www.einri...ury_14545.html

 
Blogartikel 'Blog 5291: Meine Erfahrungen und Überlegungen zu Tropheus und der Einsatz von Röhren mit UVB-Strahlung' aus der Kategorie: "Mein Einrichtungsbeispiel" zuletzt bearbeitet von Helga Kury am 23.07.2018 um 14:28 Uhr
 
 
Kommentare:
 
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Geschrieben am 25.07.2018 um 18:36 von Stephy
Hallo Helga,
interessante Beobachtung. Super das die Tropheus sich dann so gut vermehrt haben. Weiterhin viel Erfolg.
Gruß Stephy
 
 
Geschrieben am 25.07.2018 um 16:40 von Helga Kury
Hallo Michael,

vielen Dank für Deinen Kommentar!
Ja, es ist seltsam, weshalb in der Aquaristik keine Röhren mit UV-Strahlung eingesetzt werden. Vielleicht wird dies in der Zukunft mal überdacht und optioniert? Das wäre schön! Denn ich habe auch von Fisch-Importeuren gehört, dass diese Leute kranke (z.B. Ichtyo) Fische (waren es Otocinclus?) in flachen Schalen in die Sonne stellen und die Tiere werden ohne Medikamente gesund...

Ja, Tropheus sind nicht so "einfach" in der Haltung - doch sie sind "einfach" meine Lieblings-Fische... (Wobei ich auch noch einige andere Lieblings-Fische habe...)
Tut mir auch Leid bei Dir, dass Du so ein Pech mit den Red Rainbows hattest!

Liebe Grüße,
Helga
 
 
Geschrieben am 24.07.2018 um 17:31 von schmitzkatze
Hallo Helga,
Das ist ein sehr schöner, wenn auch zum Teil trauriger, Erfahrungsbericht.
Mit Brunnenwasser habe ich 1997 fast mal mein Südamerika AQ umgebracht, ich konnte es zum Glück noch retten.
In meiner kurzen Tropheus Ära (Februar 2013 bis Dezember 2014) hatte ich zum Glück nie Todesfälle aufgrund einer Krankheit. Ich hielt "Bulu Point" mit meinen 3 Synodontis Angelica zusammen und 3 Gold-Schmerlen.(650 Liter)
In einem 330 Liter AQ hatte ich 8 adulte T.Red Rainbow (dann irgendwas mit "K") aus einem Fachgeschäft für teuer Geld gekauft, es waren alles Böcke :o(
Nach zwei Tagen hatte ich nur noch 6 Tiere. Ich habe dann T.Duboisi Maswa als Blitzableiter dazu gesetzt, es wurde nur wenig besser. Schließlich habe ich alle Tiere veräußert.
Die Wirkung der Terraristik Leuchte finde ich bemerkenswert uns sehr interessant. Warum sind denn die UV-Strahlen so verpönt ? Bekommt der Pfleger dann Sonnenbrand ? Bleichen unsere Möbel aus ? Keine Ahnung.
Weiterhin alles Gute, LG Michael
 
 


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