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Blogartikel 'Südamerika-Biotopbecken bei den Einrichtungsbeispielen' von Tom

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Südamerika-Biotopbecken bei den Einrichtungsbeispielen

 
Auf den Einrichtungsbeispielen gibt es zwar die Rubrik für Süd- und Mittelamerikabecken, aber das komplette Spektrum der möglichen Biotope ist leider nicht vertreten.

Südamerikabecken heißt für viele Aquarianer offensichtlich, dass möglichst viele Pflanzen ins Becken müssen und bei der Besatzauswahl stehen bekannte Arten wie Neos, Skalare oder Diskus im Vordergrund. In letzter Zeit habe ich mich intensiv mit den Südamerikanischen Buntbarschen beschäftigt, von denen ich einige schon in den 80iger Jahren gehalten habe. Damals waren Malawis und Tanganjikas in den Zooläden kaum zu finden. In den letzten Jahren haben sich aber gerade die Ostafrikaner zu wahren Modefischen entwickelt. Nicht zu unrecht, denn sie zeigen eine unglaubliche Farbpracht und haben äußerst interessante Verhaltensweisen. Nach vielen Jahren Malawibesatz, sollte aber jetzt dann doch etwas Neues ins Becken, also warum nichts Altes? Auf meiner Suche nach dem Wunschbesatz habe ich mich inzwischen auf Geophagus und Satanoperca eingeschossen. Offenbar sehr interessante Tiere und im Gegensatz zu meiner bisherigen Annahme heißt Südamerikabiotop nicht, dass das Wasser sauer und weich sein muss. Ganz im Gegenteil. Gerade die Erdfresser stammen aus Wasser mit PH-Werten zwischen 6,5 und 8 und die Härte schwankt auch zwischen sehr weich und 20°. Also optimal für unser etwas hartes Leitungswasser, das ich aber trotzdem mit einem Ani-Kati-Tauscher etwas weicher bekommen will, damit ich auch mit guten Gewissen eine Gruppe Panzerwelse und ein paar L-Welse halten kann. Die Einrichtung, einige sehr große Wurzeln und Steine liegen bereit, der Ionentauscher steht bereit. Jetzt muss ich nur noch mal einen Tag Zeit haben, um die Malawis umzusiedeln und das Becken umzubauen.

Was allerdings sehr schade ist, ist das offensichtlich sehr geringe Interesse an den Südamerikanern. Auch andere Arten wie Crenicichla würden mich brennend interessieren. Die Infos im Netz sind sehr dünn und hier auf den Einrichtungsbeispielen findet sich verschwindend wenig. Die wenigen Betreiber von Webseiten mit passenden Themen habe ich auch schon angeschrieben. Ich wollte Informationen, habe Kooperationen mit Einrichtungsbeispiele.de angeboten, etc. Leider habe ich keine einzige Antwort bekommen. Schade. Zeigt aber deutlich, dass die Ostafrikaner in der Aquarianer offensichtlich auch besser organisiert sind.

Wer zum Thema etwas beitragen kann, ist aber gerne eingeladen, auf den Einrichtungsbeispielen seine Erfahrungen weiter zu geben.
 
Blogartikel aus der Kategorie: "Einrichtungsbeispiele.de" zuletzt bearbeitet am 27.02.2007 um 23:26 Uhr
 
 
Kommentare:
 
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Geschrieben am 19.01.2011 um 12:20 von Fireman
schau mal in die Aquaristik 6/2010 dort hast du ein interesanten beitrag zwar nicht deine Art aber die von Caquetaia

aber so große Becken kann doch kaum einer halten um diese Fische Artgerecht zu halten
mfg
Karsten
 
 
Geschrieben am 24.03.2007 um 17:05 von Kai Dinkel
Hallo Thomas!

Ich habe hier noch einiges an Literatur über Erdfresser rumliegen. Ich kann dir nicht sagen wie viel, dazu müßte ich erst mal ausmisten. Wenn du interesse hast melde dich mal.

Gruß
Kai
 
 
Geschrieben am 24.03.2007 um 13:17 von Uwe Dölling
Es gibt einige Bücher zu den Geophagen.
Ganz wichtig ist, nicht Kies, sondern am besten Sand zu nehmen. Man sollte einzelne kleine Kiesel dazugeben, da wenige Sorten diese Steinchen an eine Stelle aussortieren um dort ihr Gelege unterzubringen.

Wichtig bei Erdfressern ist, diese, abweichend von anderen amerik. Buntbarschen, diese iin kleinen Gruppen 6-8 Tiere) zu halten, denn nur zur Eiablage finden sich die Paare zusammen und oftmals pflegt auch nur ein Elternteil, wobei sich einige Arten bei der Brutpflege auch ablösen.

Das Becken sollte viel Schwimmraum, aber auch Versteckmöglichkeiten haben. Gut lässt sich das mit Wurzeln und Steinen machen, die man im übrigen auch für die Sicherung von höheren Pflanzen oder zum festbinden von Anubias oder Javafarn verwenden kann.

Belesen sollte man sich zu jeder Art, denn die Ansprüche an Stömung und Sauerstoffgehalt sind sehr unterschiedlich. Auch gibt es Arten, die eine gewisse Zeit kühler gehalten werden müssen, wenn man sie möglichst lange behalten möchte (hier Gymnogeopahgus).

Man kann also nicht pauschal sagen, wie so ein Becken aussehen sollte. 300l halte ich persönlich für die meisten Arten als zu klein.
 
 
Geschrieben am 01.03.2007 um 13:39 von Tom
Hallo Andreas,

persönlich habe ich noch keine Erfahrung, bin aber im Moment der Meinung, dass das in meinen 672 Litern schon am Limit ist, was ich vor habe. Bei den Erdfressern gibt es aber ein breites Spektrum, von denen sich wahrscheinlich auch welche finden sollte, die man in 300 Litern halten kann. Das beste Buch, das ich im Moment zum Thema gefunden habe ist von Strawikowski / Werner (http://www.amazon.de/Buntbarsche-Amerikas-Erdfresser-Hecht-Kammbuntbarsche/dp/3800139901).
Ob es bei der Einrichtung unbedingt dunkler Sand sein muss, kann ich nicht sagen, aber Hauptsache es ist überhaupt Sand. Bei normalen beigen Sand sollte es aber passen.
Grüße, Tom.
 
 
Geschrieben am 28.02.2007 um 23:22 von Andreas Beyer
habe das gleiche problem mit der einrichtung.
das interesse an den geophagus arten oder dergleichen ist schon sehr gering. denk dass es vor allem mit der größe der tiere zusammenhängt.
das einzigste was ich dazu sagen kann bzw gelesen hab, dass die meisten tiere viel platz zum schwimmen haben wollen u dann becken nicht zu sehr deckoriert sein soll.
was auch wichtig ist, ist feiner sand oder kies.
ich überlege da noch zwischen hellen und dunklen kies.
aufgrund meiner nur 300l muss ich leider auch auf eine rückwand verzichten :-(...
es gibt ein extra erdfresser buch, jedoch steht da mehr über die pflege einzelner in dem buch als über die einrichtung, ansonsten hilfen die aqualog bände ziemlich gut...

andi
 
 


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