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Überbesatz im Malawibecken

Ich habe letztens in der Zeitschrift Aquarien-Praxis gelesen, das viel erfahrene Aquarianer zu einem Überbesatz im Malawibecken tendieren. Um das übermäßige revierverhalten zu unterdrücken. weil es somit physisch nicht möglich ist das Revierverteidigende Männchen ein großes Revier gegen potenziellle Störer zu verteidigen.

Denn in freier Wildbahn haben manche Malawibuntbarsche ein Revier von ca 3-5 Metern. was man aber Naturgerecht in einem Becken zu Hause nicht ermöglichen kann. zB hat man in einem 2 Meter Becken ein dutzend Malawibuntbarsche, so wird fast die gesamte Grundfläche von einem durchsetzungsfähigen Männchen als Revier betrachtet, d.h der rest der gesamten Belegschaft wird von dem Männchen ständig in die Steinaufbauten gescheucht und sich eigentlich nur während der Fütterung annähernd im becken frei bewegen darf. Dies bedeudet das bei hoher Besatzdichte sich die Aggressionen der dominaten Männchen sich auf mehrere Empfänger verteilt, was den Stress und den Druck relativ veringert.

Nun ist eure Meinung gefragt. Ich gehe aber nicht von meinem Becken aus sondern allgemein ist mir eure Meinung wichtig.

Blogartikel 'Blog 4176: Überbesatz im Malawibecken' aus der Kategorie: "Mein Einrichtungsbeispiel" zuletzt bearbeitet von ehemaliger User am 01.05.2011 um 19:42 Uhr
Kommentare:
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Geschrieben am 02.05.2011 um 11:15 von Tom
Hallo,

grundsätzlich kommt es immer auf die Vergesellschaftung an und über welche Arten wir überhaupt sprechen. Alle Malawis in einen Topf zu werfen bringt genauso viel, wie alle in ein Aquarium und dann zu hoffen, dass es klappt, weil sind ja alles Malawis.

Mbunas z.B. haben oft auch im See nur winzige Reviere, während Arten, die über Sandflächen beheimatet sind, wie z.B. Fossorochromis in der Natur alleine Laichkegel mit mehr als 1 m Durchmesser ausheben. Von Revieren gar nicht zu sprechen, wo es klar ist, dass das in heimischen Aquarien kaum oder gar nicht möglich sein wird.

Die Besatzmöglichkeiten werden außerdem noch stark von der Einrichtung des Beckens beeinflusst. Große Steinaufbauten schließen in einem Standardbecken große Sandflächen aus und umgekehrt. Unabhängig von der Besatzdichte, können Verhaltensweisen schon auf diese Weise unterdrückt werden, wenn für die Art überhaupt nicht das passende Revier zur Verfügung steht.

Jetzt kommt dann auch noch die Zusammenstellung der Arten. Manche Arten und dabei vor allem die Männchen ignorieren sich vollständig. Da läßt sich die Besatzdichte theoretisch leichter ohne Nebenwirkungen erhöhen als bei Arten, die sich als Konkurrenten sehen, weil sie das gleiche Revier beanspruchen würden oder sich die Männchen einfach nur zu ähnlich sehen.

Dazu kommen dann noch unterschiedliche Philosophien der Halter. Man kann sehr aggressive Arten wie z.B. Tyrannochromis alleine mit 1/4 in einem 1000-Literbecken halten. Da könnte man den Revieransprüchen zwar einigermaßen gerecht werden und auch das Aquarium passend einrichten. Allerdings dürften die Weibchen wenig Spass haben. Eine Haltung wie sie bei zahlreichen Mbunaarten möglich ist mit 3/7 fällt hier ebenfalls aus. Nimmt am eine zweite Art dazu, kann das auch böse ins Auge gehen. Bei der meist praktizierten Haltung von zahlreichen Arten aus dem Bereich der großen Jäger kann man zwar den Ansprüchen der einzelnen Arten kaum mehr zu 100% gerecht werden, allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Besatz dauerhaft ohne Ausfälle funktioniert, wesentlich höher.

Das Thema läßt sich aber noch wesentlich weiter in die Länge ziehen...

Grüße, Tom.

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