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BTN Rückwand- Beckengestaltung „Erfahrungsberichte - Tipps & Tricks“

BTN Rückwand- Beckengestaltung „Erfahrungsberichte - Tipps & Tricks“
Abstract:
Nachdem man sich für ein Aquarienmotto entschieden hat und ggf. schon mit dem Besatz liebäugelt, ist oft die Frage: Wie werde ich mein Becken gestalten, welche Rückwand bzw. Seitendekoration soll einsetzt werden und wie implementier ich das Ganze letztendlich in meinem Becken? Wenn Ihr dazu tendiert Back to Nature Elemente zur Gestaltung zu verwenden, seid ihr in diesem Blog genau richtig. Denn hier möchte ich kurz meine bisher gesammelten Erfahrungen damit umreißen und Euch Hilfestellung und Gedankenanstöße für die Umsetzung hinterlassen.

Planung:
Essentiell für die Planungsphase ist: bitte lasst Euch nicht ausschließlich von der Optik der Elemente hinreißen und bedenkt ausgiebig, dass BTN Rückwände oder Module massiv Beckenvolumen in Anspruch nehmen und daher der verbleibende Raum für Eure Fische drastisch reduziert wird. Es gibt sicherlich zahlreiche Möglichkeiten den Raum effektiv zu nutzen, doch als Schwimmraum steht er in den seltensten Fällen zur Verfügung. Prinzipiell gilt daher: Becken mit großen Tiefen sind besser geeignet als „Schmale“. Vielleicht reicht Euch ja auch ein Slimline Modul was kaum Platz wegnimmt und trotz alledem eine schöne Optik bietet.

Ebenso sollte man sich bewusst sein, dass jede noch so detaillierte Planung der späteren Anordnung, vor Allem bei großen Becken verbunden mit der Nutzung der BTN Module, meist an irgendeinem „winzigen Detail“ bei der Realisierung scheitert und man erneut vor zahlreichen Herausforderungen steht. Als Beispiel kann ich hier das Thema Wasserwechsel und dessen benötigte Zeit hinterlegen, lange lies ich diesen Aspekt unberücksichtigt, was mich im Nachhinein einiges an Umplanungsaufwand gekostet hat, da ich es nicht zuträglich gefunden hätte, wenn die Zusatzfilterung über eine Stunde trocken stände.

Kurzum folgende Punkte sollte man bei der Planung heranziehen und bewerten:
- Sind die Elemente später problemlos zugänglich bspw. für Reinigungsarbeiten?
- Passt die Technik überhaupt dahinter?
- Wie soll beispielsweise die Verrohrung dahinter fixiert werden?
- Welche Strömung soll später im Becken erreicht werden?
- Wo und wie sollen Ansaug- und Auslassöffnungen dafür positioniert werden?
- Wie wollt Ihr die Module befestigen?
- Soll eine Rückbaubarkeit gewährleistet sein? D.h. ggf. keine direkte Verklebung auf die Scheiben.
- usw.

Ist man sich dessen bewusst kann es auch schon zur Umsetzung gehen.

Umsetzung:
Die Rückwände werden grundsätzlich etwas größer als angegeben geliefert und müssen bearbeitet werden um sich exakt in Euer Becken einzupassen. Die BTN Elemente sind auf Grund ihrer Zusammensetzung sehr einfach zu bearbeiten. Jegliche Art der spanenden Bearbeitung (Sägen, Feilen, Bohren, Flexen, usw.) ist problemlos möglich und geht leicht von der Hand. Der Hersteller gibt Euch hierzu viele Hilfestellungen auf seiner Homepage. Essentiell ist bei Rückwänden, dass Ihr als erstes eine gerade Seite herstellt, danach läuft der weitere Einbau nahezu von allein. Nennenswert ist hierbei, dass Ihr Obacht auf die Quer- und Längsstreben euer Becken gebt. Diese müssen oft in die Dekoelemente in Form von Aussparungen eingearbeitet werden!

Gestaltungstechnisch sind Euch keine Grenzen gesetzt. Wenn Ihr die Module kippen, neigen, vertiefen wollt geht das sehr gut mit dem Polystyrolschaumstoff - Styrodur. Einfach in Streifen schneiden, auf die Module kleben und anschließend in eine Ebene bringen, um dann das ganze Gebilde bündig einkleben zu können.

Die schrillen Farben der Styrodurplatten lassen sich gut mit Aquariumsilikon überdecken. Wenn Ihr dieses im Nassen Zustand dann noch mit Sand/Kies bestreut wirkt das Ganze später recht realitätsgetreu.

Beachtet jedoch, dass ihr pro Arbeitsgang ca. 12 Stunden Trocknungsphase für das Silikon braucht.

Ich verklebe die Rückwandmodule inzwischen grundsätzlich nicht mehr direkt auf die Aquarienscheiben, sondern nur auf Styrodurplatten und diese dann wiederum punktuell auf die Scheiben um ggf. die Module auch wieder aus dem Becken entfernen zu können. Gleichzeitig hat dies zweierlei Vorteil. Ihr isoliert die Scheibe nach hinten und man braucht auch nicht die ganze Scheibe mit Silikon vollkleistern um Sand aufzubringen. Des Weiteren lassen sich problemlos Schlauchkanäle in das Styrodur einarbeiten, so dass Ausströmer und dessen Zuleitungen schön versteckt werden können.

Für die Bearbeitung sollte man folgendes Werkzeug und Zubehör einplanen:

Werkzeuge:
- diverse Sägen (für schwierige Konturen bietet sich eine Laubsäge an)
- Feilen
- Lochkreissäge
- Wasserwaage
- Wasserfester Edding
- Cuttermesser
- Akkubohrer

Zubehör:
- Möbelbelüftungsgitter
- Reichlich Aquariensilikon
- Holzleisten zum Fixieren nach dem Einkleben

Hilfreich: Linienlaser, Flex, Rundfeilen, verschiedene Pinsel, Einweghandschuhe

Sonstiges:
Die BTN Elemente haben einen enormen Auftrieb, bitte unterschätzt das niemals. Falls jemand mit dem Gedanken spielt bspw. die Bodenmodule innenliegend mit Steinen zu beschweren und so am Boden zu halten. Vergesst es! Ich habe selber ca. 4kg Steinen in eines der Module geklebt und ging in der Annahme, dass es dadurch am Boden gehalten wird. Nichts war. Beim Befüllen des Beckens schwamm es ganz locker leicht auch ohne Luftpolster drin an der Wasseroberfläche. Erst nachdem ich das komplette Modul mit zusätzlich rund 8kg Aquarienmörtel und Kies gefüllt habe, verblieb es dann am Boden.

Fazit:
Ich hoffe ich habe Euch jetzt nicht abgeschreckt sondern eher ermutigt selbst Eure Beckengestaltung in die Hand zu nehmen auch wenn es mit etwas Aufwand und Brainstorming verbunden ist finde ich es lohnt sich immer. Für Rückfragen und Kommentare hierzu stehe ich Euch natürlich jederzeit zur Verfügung.

Viele Grüße und weiterhin viel Spaß auf EB wünscht Euch,

Ingo, alias GoreSlayer
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