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Aquarium Rhinogobius zhoui

von Ferrika
Offline (Zuletzt 20.04.2014)Info / BeispieleKarte
Ort / Land: 
38118 Braunschweig /
R. zhoui Mitte
Beschreibung des Aquariums
Läuft seit:
8 Wochen
Grösse:
90 x 45 x 30 = 121 Liter
Letztes Update:
16.12.2011
Rhinogobius zhoui Becken
Dekoration
Bodengrund:
Quarzbausand
Aquarienpflanzen:
Anubias nana, mexikanischer Wassernabel, Wasserpest, diverse Cryptocorinen und Echinodorus
Weitere Einrichtung: 
Boden mit faustgroßen Granitsteinen und niedrigen Wurzeln bzw. Pflanzen in Reviere unterteilt (strukturiert), dazwischen Schieferplatten und Blumentopfuntersetzer zum untergraben.
Aquarien-Technik
Beleuchtung:
18 Watt T8
Filtertechnik:
HMF
Besatz
22 Rhinogobius zhoui (Größe 6 cm)
R. zhoui in Imponierpose
Die Kerle bei ihrer Lieblingsbeschäftigung: Angeben
Wasserwerte
GH 7, KH 4, pH 7,4
keine Heizung, Temperatur tagsüber um 22°, nachts 18-20°
Futter
Lebend- und Frostfutter
Sonstiges
Rhinogobius zhoui wurden erst in 2008 entdeckt und beschrieben. Die ersten Tiere wurden von Mimbon 2010 importiert und sorgten für viel Furore, weil der Import komplett an KölleZoo verkauft wurde und dort zu einem sehr hohen Preis angeboten wurde.
Inzwischen stellt sich heraus, daß dieser Preis durchaus gerechtfertigt ist. Die Tiere sind, im Gegensatz zu anderen Rhinogobius, hochempfindlich und nicht sonderlich fruchtbar. Die Nachzucht hat mich bis heute schon verflixt viel Nerven gekostet.

Die Suche nach den Tieren hat sich erstaunlich schwierig gestaltet. Es hat über ein Jahr gedauert, bis ein Großhändler endlich wieder Tiere hereinbekommen hat. Auch die Chinesen wissen inzwischen, was sie da haben und handeln die Tiere zu entsprechend hohen Preisen.

So wunderschön diese Grundel auch ist und so sehr sie auch den ein oder anderen reizen mag: diese Tiere sind unendlich kostbar und wirklich nichts für ein Gesellschaftsbecken oder nur zum angucken. Zumindest vorerst nicht, solange wir nur die wenigen Wildfänge haben, die sich jedem Vermehrungsversuch widersetzen. Die Vermehrungsstrategie dieser Grundeln widerspricht jeglichem Arterhaltungstrieb, so daß man den Verdacht bekommt, daß sie evolutionär am Ende angekommen sind. Woran es liegt? Keine Ahnung. Vermutlich daran, daß die Populationen sehr in sich geschlossen sind und meist weitab von Zivilisation an Quellen sitzen, so daß sie einerseits wenig mit Keimen zu tun bekommen und vermutlich der Genpool irgendwann sehr eingeschränkt ist.

Ich setze meine Hoffnung auf die Nachkommen, die im Aquarium wieder dem ganz normalen Bakterienwahnsinn ausgesetzt sind und durch gutes Futter von Beginn an hoffentlich wieder etwas mehr Energie mitbringen. Es wäre schade um diese schönen Tiere.
User-Meinungen
Ferrika schrieb am 15.12.2011 um 08:57 Uhr
Bewertung: - keine -
Ach Stan, Du hast doch mit Deinen Parasicydium bandama erst einmal viel neues zu entdecken :-)
Warten wir mal ab, wann es bei Dir losgeht, daß Du nach jedem freien Eckchen in der Wohnungs schaust, wo noch ein Aquarium hinpassen würde *g*
Die Rhinos haben ja den Vorteil, daß die kleinen Arten durchaus Nano-tauglich sind :-) *lock*
Stanislav Kislyuk schrieb am 14.12.2011 um 15:51 Uhr
Bewertung:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Hallo Jutta,
wirklich herrliche Tiere! Wenn ich bloß nicht so eine kleine Wohnung hätte :)
LG
Ferrika schrieb am 13.12.2011 um 19:41 Uhr
Bewertung: - keine -
Hi Tom,
wir haben ja gerade bei FB gesehen, welche Mißverständnisse da herrschen. Deswegen wiederhole ich es hier gern noch einmal:
Rhinogobius sind sehr gut mit anderen Fischen zu vergesellschaften. Der Glaube, daß sie, wenn sie ein Gelege bewachen, anderen Bodenbewohnern gegenüber aggressiv werden, ist ein Irrtum. Da sie ihre Brutsteine sehr tief in den Sand eingraben, riegeln sie sich so hermetisch ab und interessieren sich dann gar nicht mehr für andere.
Dafür ist ihr Verhalten ausserhalb der Brutzeit umso interessanter und witziger. Da sie ja nicht schwimmen, hopsen sie ständig auf irgendwelchen Einrichtungsgegenständen herum, vorzugsweise dort, wo sie einen guten Überblick haben. Auch was ausserhalb des Aquariums vorgeht, ist für sie hochinteressant. Wenn man z.B. einen Finger langsam von unten die Scheibe hochschiebt, kommen sie garantiert angeflitzt und gucken danach.
Da sie, im Gegensatz zu anderen Fischen, ihren Kopf neigen können, sieht das immer ausgesprochen witzig aus. Sie interagieren wirklich richtig mit der Aussenwelt.
Ich kann nur jedem empfehlen, sie sich mal genauer anzusehen. Aber vorsicht, Suchtgefahr! :-)
Tom schrieb am 13.12.2011 um 18:39 Uhr
Bewertung: - keine -
Hallo,
genötigt ist gut. Ich habe mich selbst dazu gezwungen gesehen, dafür zu sorgen, dass ein ganz spezieller Becken-/Besatztyp hier endlich vorgestellt wird, der bisher leider viel zu kurz gekommen ist.
Dass Aquarien neuerding wesentlich naturnaher und weniger fürs Auge eingerichtet werden, ist ein Trend, der mir persönlich sehr gut gefällt und deine Aquarien passen da einfach perfekt dazu.
Ich habe dir ja breits gesagt, dass ich die Grundeln sehr hübsch finde und da diese Tiere auch noch wirklich pflegeleicht sind, muss man wirklich rätseln, warum die Haltung nicht weiter verbreitet ist.
Grüße, Tom.
Ferrika schrieb am 10.12.2011 um 06:46 Uhr
Bewertung: - keine -
Hi Benni,
ich wurde quasi genötigt, mal ein paar Grundelbecken zu zeigen :-) Es scheint, bei allen Artenbeschreibungen gibt es dennoch keine Vorstellung davon, wie so ein Becken idealerweise aussehen sollte *g*
< 1 2 >  
In diesem Einrichtungsbeispiel stellt der User Ferrika das Aquarium 'Rhinogobius zhoui' vor. Das Thema 'Asien, Australien' wurde nach bestem Wissen und Gewissen durch den Aquarianer umgesetzt und soll den gepflegten Tieren ein möglichst artgerechtes Leben ermöglichen.
10436 Aufrufe seit dem 02.05.2009
Copyright der Fotos und Texte liegt ausschließlich beim User Ferrika. Eine Verwendung der Bilder und Texte ist ohne Zustimmung des Users selbst nicht erlaubt.
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