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Terrarium Indische Ochsenfrösche (Kaloula pulchra) von Thomas Kreuter

Terrarium Indische Ochsenfrösche (Kaloula pulchra) von Thomas Kreuter

Userbild von Thomas Kreuter
Ort / Land: 
42277 Wuppertal / Deutschland
Aquarianer seit: 
ca. 40 Jahren
Terrarium mit Indischen Ochsenfröschen

Beschreibung des Terrariums

Läuft seit:
2016
Grösse:
100 x 40 x 50 = 200 Liter
Letztes Update:
13.01.2020
Besonderheiten:
Glasterrarium der Marke EHEIM Terrarium Typ GTE 101

Dekoration

Bodengrund:
Aufbau Blähtongranulat, Vlies. Auf dem Grundaufbau Erde-, Sand- Torfgemisch, nach hinten ansteigend. Niedrigste Höhe 10 cm Vordergrund, hinten 15 cm.
Terrariumbepflanzung:
Nephentes, Bromeliaceae, Asplenium nidus, Epipremnum aureum, Spathiphyllum, Philodendron.

Nepenthes Bloody Mary / Fleischfressende Kannenpflanze im Terrarium

Eine Nepenthes benötigt zum Gedeihen vor allem einen hellen Standort bzw. eine sehr gute Beleuchtung, jedoch keinesfalls direkte Sonne. Die Kannen der Nepenthes sollten immer zu ca. 1/3 mit Wasser, idealerweise mit Regenwasser oder destilliertem Wasser, gefüllt sein. Weiterhin benötigen diese schönen Pflanzen eine recht hohe Luftfeuchtigkeit. Die Erde im Bereich der Pflanze sollte regelmäßig gegossen werden und darf niemals ganz austrocknen. Das würde zum Absterben der Pflanze führen. Fleischfressende Pflanzen wie die Nepenthes dürfen nicht gedüngt werden.

Lichtbedarf:
Ost- oder Westfenster sind der ideale Standort, alternativ aber wie zum Beispiel im Terrarium, benötigen diese Pflanzen ein sehr starkes Kunstlicht mit mindestens 8000 Lumen.

Temperatur:
Die Temperatur sollte zwischen 22°C und 28° C liegen.

Luftfeuchtigkeit:
Die Luftfeuchtigkeit muss mindestens 70% betragen, daher ist regelmäßiges Sprühen oder eine Beregnungsanlage notwendig. Immer destilliertes Wasser verwenden! Niemals Leitungswasser bei diesen Pflanzen zum Einsatz bringen.

Gießen:
Staunässe ist in jedem Fall zu vermeiden. Daher zahlt sich hier eine gute Drainage aus.

Substrat:
Das Substrat sollte immer sauer sein, sprich einem PH-Wert unter fünf besitzen. Kokosfaser-Substrat oder ungedüngtes feines Substrat für Orchideen eignet sich hervorragend. Möglich ist aber auch eine Mischung aus Kokosfaser und Seramis im Bereich der Pflanze. Am besten sollte man die Pflanze im Terrarium eintopfen und den Topf kaschieren.

Düngen:
Fleischfressende Pflanzen werden nicht gedüngt.

Vermehrung:
Alte Pflanzen mit überlangen Trieben können einfach zurückgeschnitten werden, daher sind durchaus Kopfstecklinge möglich. Mehrtriebige Pflanzen können auf jeden Fall geteilt werden, allerdings sind die Wurzeln etwas brüchig, daher ist hier besondere Vorsicht geboten.

Schädlinge:
Diese sind bei den Nepenthes-Arten eher selten. Wenn man aber einmal einen Befall durch Thripse (Blasenfüßler), Spinnmilben oder Woll- und Schmierläuse haben sollte, dann kann man nach Möglichkeit lebende Nützlinge einsetzen. Hierbei eignet sich vor allem Amblyseius cucumeris, eine Raubmilbe.

Einige dankbare Landpflanzen der tropischen und subtropischen Feuchtklimate für Terrarieneinrichtungen zur Haltung von Tieren aus Indien, Neuguinea, Australien und Asien.

Frauenhaarfarn (Adiantum)
Streifenfarn (Asplenium)
Schildfarn (Cyrtomium, Davallia)
Wurmfarn (Dryopteris)
Nierenschuppenfarn ( Nephrolepis, Phlebodium)
Baumfarn (Pteris)
Geweihfarn (Platycerium)
Schildfarn (Polystichum)
Nestfarn (Asplenium nidus)
Schamblume ( Aeschynanthus)
Kolbenfaden (Aglaonema)
Pfeilblatt (Alocasia)
Kimme (Cissus)
Keulenlilie (Cordyline)
Feigenbaum (Ficus)
Wachsblume (Ooya carnosa)
Kannenpflanze (Nepenthes)
Passionsblume (Passiflora)
Kanonierblume (Pilea)
Pfeffer (Piper)
Rhaphidophora, Scindapsus
Fahnenblatt (Spathiphyllum) (tropisches Amerika jedoch auch am Westrand des Pazifiks, von den Philippinen bis zu den Salomonen, vorkommend.)

Natürlich können auch andere tropische Pflanzen verwendet werden. Das ist lediglich eine Frage des persönlichen Geschmacks.
Aktueller Stand der Dekoration und Bepflanzung vom 29.08.2019
Aktueller Stand der Dekoration und Bepflanzung vom 29.08.2019
Aktueller Stand der Dekoration und Bepflanzung vom 29.08.2019
Aktueller Stand der Dekoration und Bepflanzung vom 29.08.2019
Einige Blätter wurden abgeschnitten, trotzdem entwickelt sich die Bromelie richtig
Weitere Einrichtung: 
Wasserbecken (Exo Terra Wassernapf Felsdekor) 17, 5 x 21, 8 x 5, 1 cm (1, 94565 Liter)

Terrarien-Technik

Beleuchtung:
4 x 23 Watt Energiesparleuchten, 1 x 40 Watt Halogen
Filtertechnik:
Filterung ist keine vorhanden. Wasserwechsel erfolgt täglich. Das Wasserbecken wird lediglich mittels einer kleinen Membran-Pumpe leicht durchlüftet.(Europet Bernina Hi-Tech Aero-Kit Membranpumpe 165 l/h )
Weitere Technik:
Beregnungsanlage Comfortline mit 3 Düsen 80° von Arizoona.
Beregnungszeiten mittels Sprühregen (3 Düsen 80 Grad):
Tag / Uhrzeit / Beregnung in Sekunden
Montag bis Sonntag / 9°°Uhr / 5 Sekunden
Montag, Mittwoch, Freitag / 13°° Uhr / 9 Sekunden
Montag, Mittwoch, Freitag / 17°°Uhr / 10 Sekunden
Dienstag, Donnerstag, Samstag / 15°°Uhr / 9 Sekunden
Dienstag, Donnerstag, Samstag / 18°°Uhr / 9 Sekunden
Sonntag / 13°°Uhr / 7 Sekunden
Sonntag / 19°°Uhr / 12 Sekunden

Die gesamte Beregnung über die Woche verteilt beträgt 165 Sekunden. Gelegentlich bei Bedarf wird mittels manueller Schaltung der Beregnungsanlage auch eine zusätzliche Beregnung ausgelöst. Verwendet wird demineralisiertes Wasser

Bei der Einstellung der Beregnungszeiten muss man vorsichtig vorgehen. Zu lange eingestellt flutet man sich auf Dauer das Becken. Die Frösche mögen es feucht, aber nicht klatschnass. In der Natur regnet es in den Dschungeln Südost-Asiens auch nicht immer genau zur selben Uhrzeit und mit der gleichen Regenmenge. Daher variiere ich ab und zu die Dauer, die Menge der Beregnung und die Zeiten der Beregnung. Die Beregnung muss man auf sein Terrarium immer genau abstimmen. Es gibt dabei keine genaue pauschale Formel. Die Größe des Terrariums als auch die Bepflanzung spielen hierbei natürlich auch eine Rolle. Wichtig: Die Pflanzen sollten nach der Beregnung immer gut abtrocknen können.

2 x Seitenwandheizung: Heizmatte ultraflach 14w / 28x28cm und Heizmatte ultraflach 5 W / 14x15 cm. Die Heizmatten sind an der Scheibe außerhalb befestigt. Bodenheizung im vorderen Bereich (fixiert) mittels Silikon Heizkabel 15 W Länge 3m.Die Heizungen sind mit Steinplatten abgedeckt und die Tiere können auch beim Graben nicht an diese gelangen. Heizungen werden nachts abgestellt. Alle Systeme sind mittels digitaler Zeitschaltuhren geschaltet, die Heizungen wie auch der 40 Watt Halogen Strahler, der sich außerhalb befindet, werden Thermostat und Zeitschaltuhr gesteuert.

Frontscheibenheizung:
Um ein Beschlagen der Scheiben nach der Beregnung zu verhindern, wurde nachträglich in der Kastenlüftung eine Frontscheibenheizung eingebaut. Es handelt sich dabei um ein einfaches Aluminiumrohr aus dem Baumarkt mit einem Durchmesser von 16 mm. Um dieses Aluminiumrohr wurde ein 3 Meter langes 15 Watt starkes Silikonheizkabel spiralförmig aufgewickelt und mittels Kabelbindern fixiert. Kostenpunkt ca. 15 Euro.
Frontscheibenheizung gegen beschlagene Scheiben
Beleuchtung der Anlage

Besatz

3 Indische Ochsenfrösche (Kaloula pulchra)
Herkunft: Südostasien
Indien, Indonesien, China, Singapur, Philippinen, eingeschleppt auch möglicherweise in Neuseeland, Borneo, Guam und Australien.
2 asiatische Hausgeckos (Hemidactylus frenatus)

Kaloula pulchra und Hemidactylus frenatus laufen sich auch in der Natur über den Weg.
Ein Sonnenbad muss auch mal sein
Dreier Gruppe Kaloula pulchra in der Abenddämmerung
Kaloula pulchra auf der Jagd am Abend
Die erste Anlage für meine Indischen Ochsenfrösche war ein umgebautes Aquarium.
Anlage zur Zeit
Nepenthes Bloody Mary mit der sechsten noch jungen Kanne im Terrarium.
Indische Ochsenfrösche in meinem Terrarium
Indische Ochsenfrösche in meinem Terrarium
2 asiatische Hausgeckos (Hemidactylus frenatus) leben auch noch in der Anlage
Hemidactylus frenatus beim Sonnenbad auf dem Blatt einer Spathiphyllum
Vom Ast aus hat man immer den Überblick was es so fressbares gibt.
Indischer Ochsenfrosch lauert auf eine Grille
Mal schauen was es auf der anderen Seite gibt.
Klettern macht Spaß

Haltungsparameter

Wassertemperatur 25°C, während der Paarungszeit ca. 26°C. Das Wasser muss immer sehr sauber sein. Die Tiere reagieren empfindlich auf Chlor.
Luftfeuchtigkeit: Tag: 70 bis 80 % / Nacht 80% bis 95%
Temperatur: 27°C - 29°C am Tag (Temperaturgefälle). Kurzfristig auch bis 32°C. Nacht: ca. 20°C bis 22°C

Futter

Grillen, Fliegen, Heimchen, Heuschrecken, Regenwürmer usw.

Sonstiges

Der Indischer Ochsenfrosch (Kaloua pulchra), wird auch Gemalter Ochsenfrosch, Blasenfrosch oder Reisfrosch genannt. Unter dem Namen "Hing" kennt man ihn in Kambodscha. Seine Größe beträgt ca. 7 cm bis 8 cm. Die Männchen bleiben meist etwas kleiner. Die Farben der Tiere können je nach Herkunft variieren. Die Lebenserwartung beträgt über 10 Jahre. Herkunft: Von Indien bis China, Malaysia, Indonesien, bis nach Singapur und den Philippinen, also sozusagen fast der gesamte südostasiatischen Raum. Dort lebt er in den feuchten Tropenwäldern. Kaloula pulchra ist auch ein Kulturfolger. Er lebt immer in der Nähe von kleinen Tümpeln, Teichen und auch in der Nähe von langsam fließenden Gewässern, so wie auch in der Nähe von Reisfeldern und menschlichen Behausungen in die er manchmal sogar auch eindringt. Kaloula pulchra ist ein typischer Waldbodenbewohner der aber auch gerne offene Flächen bewohnt.

Die Haltung:
Paarweise Haltung, bzw. in kleinen Gruppen 1.2, für Terrarium mit den Maßen 100 cm x 40 bzw.50 cm x 50 cm oder größer. Auf eine sehr gute Hygiene bei der Haltung dieser Frösche ist zu achten. Bodengrund bei Bedarf öfters austauschen.

Wasserteil:
Der Wasserteil in der Anlage sollte mindestens 1/4 bis 1/5 der Fläche des Terrariums einnehmen. Die Höhe des Wasserstandes kann in etwa 8 cm -12 cm betragen. Auf gute Ausstiegshilfe ist zu achten.

Bodengrund:
Hoher Bodengrund, mindestens 12 cm - 20 cm. Die Tiere vergraben sich sehr gerne. Der Bodengrund muss an einigen Stellen immer leicht feucht gehalten werden. Auf Klettermöglichkeiten sollte man auch achten, denn die Tiere klettern von Zeit zu Zeit auch mal recht gerne. (z.B. gestaltete Rückwand & Seitenwände, Äste, Wurzeln usw.)

Temperatur:
26°C - 29°C am Tag. Kurzfristig auch bis 32°C. Die Temperaturen in der Nacht sollten bei ca. 20°C bis 22°C liegen. Am besten ist immer dafür Sorge zu tragen, dass verschiedene Temperaturzonen in dem Aqua-Terrarium geschaffen werden.

Wassertemperatur:
Die Wassertemperatur sollte bei ca. 25°C liegen, während der Paarungszeit bei ca. 26°C. Das Wasser muss immer sehr sauber sein. Die Tiere reagieren sehr empfindlich auf Chlor.

Beleuchtung:
ca. 10 Stunden - 12 Stunden. (Je nach dem wo die Tiere herkommen)

Luftfeuchtigkeit:
Tag: 65 bis 80 % / Nacht 80% bis 95%
Mehrfach am Tag sprühen. Der Einsatz einer Beregnungsanlage ist hier sehr sinnvoll und erleichtert die Arbeit im Terrarium ungemein. Siehe unter weitere Technik

Aktivitätsphase Indischer Ochsenfrosch:
Dämmerungsaktiv und nachtaktiv. Die Tiere lassen sich aber auch manchmal am Morgen nach dem Einschalten der Beleuchtung oder auch am Abend kurz vor dem Ausschalten der Beleuchtung sehen. Auch ein kleines Sonnenbad am Morgen konnte ich schon öfters beobachten. Gelegentlich kommen die Tiere auch am späten Nachmittag kurz aus den Verstecken. Besonders nach der Beregnung sind die Tiere recht aktiv.

Ernährung:
Heimchen, Grillen, Heuschrecken, Wachsmotten, Raupen, Regenwürmer, Engerlinge, Schaben, Fliegen. Die Futtertiere sollte man nicht zu groß wählen. Futtertiere vor dem Verfüttern mit Mineralien und Vitaminen bestäuben. Die Fütterung sollte immer während der Aktivitätsphase der Tiere vorgenommen werden. Die Tiere in meinem Aqua-Terrarium konnte ich allerdings auch schon mehrfach beobachten, wie sie am Tag auf Jagd gingen. Fütterung zwei bis drei mal wöchentlich. Nicht zu viel füttern, da die Tiere ansonsten verfetten können.

Artenschutz: Nein.

Terrarientyp:
Tropenwald / Dschungel Südost-Asien. Haltung: Aqua-Terrarium oder Terrarium mit Wasserteil. Bei sehr großem Landteil können die Tiere aber auch in einem Paludarium, Riparium oder Rivarium gepflegt werden. (Wasserstand nicht zu hoch, auf gute Ausstiegshilfen ist zu achten.)

Einrichtung:
Die Tiere leben meistens in der Nähe langsam fließender Gewässer, in der Nähe von kleinen Tümpeln, Teichen und Reisfeldern. Die Tiere kommen auch in der Nähe menschlicher Siedlungen vor (Kulturfolger). Der Indische Ochsenfrosch ist manchmal tagelang nicht im Terrarium zu sehen, da er sich sehr oft gerne vergräbt. Daher ist auf einen hohen Bodengrund zu achten, um den Tieren dieses natürliche Verhalten zu gewährleisten. Auf eine dichte Bepflanzung und genügend Versteckmöglichkeiten sollte bei der Pflege dieser Tiere Wert gelegt werden. Wurzeln, Wurzelstubben und und auch flache Steine runden das Bild der Landschaft ab. Eine gestaltete Rückwand wie z.B. aus Hypertuffa sollte auch im Aqua-Terrarium bei der Haltung dieser Tiere nicht fehlen. Sie hat den Vorteil, dass man dort noch viel Bepflanzung unterbringen kann, so dass den Tieren mehr Grundfläche verbleibt. Auch die Optik wirkt somit natürlicher und die Tiere haben dazu auch noch mehr Raum bei ihren gelegentlichen Klettertouren. Kleinere Pflanzen habe dort auch eher den Vorteil gut und ausdauernd zu wachsen. Zarte Pflanzen am Boden werden meist in kürzester Zeit regelrecht untergepflügt oder plattgewalzt. Daher eignen sich für den Boden nur etwas kräftigere robustere Pflanzen, die man unbedingt eintopfen sollte. Ein oder zwei robustere Bodendecker kann man aber auch direkt in den Bodengrund einpflanzen. Übrigens, die Frösche sitzen auch recht gerne auf waagerechten Ästen oder auf Wurzeln, die mit ihren Ausläufern über die Wasseroberfläche ragen. Daher sollte man eine solche Konstellation bei der Einrichtung möglichst auch in Erwägung ziehen.

Winterruhe / Trockenzeit:
Für eine erfolgreiche Paarung und Zucht der Tiere ist eine ca. sechs bis acht Wochen andauernde Winterruhe (Trockenzeit) je nach Herkunft der Tiere notwendig. In dieser Zeit können die Terrarientemperaturen ruhig um ca. 3°C - 4°C (von der Höchsttemperatur (29°C) des Tages ausgehend) niedriger liegen. Der Wasserstand sollte in dieser Zeit auch massiv abgesenkt werden. Die Beregnung ist in dieser Zeit anzupassen, also entsprechend bei Dauer und Menge zu verkürzen.

Paarung:
Der Indische Ochsenfrosch paart sich in der Regel immer nach Regenfällen. Beim Paarungsvorgang heftet sich das Männchen mittels eines klebrigen Sekretes, welches aus den Drüsen am Unterleib des Tieres abgesondert wird, auf den Rücken des Weibchens. Es werden anschließend ca. 1000 Eier als Oberflächenfilm im Wasser abgelegt. Die Larven schlüpfen recht schnell und zwar schon nach 24 Stunden. Sie werden in etwa so um die 4 cm lang. Sie metamorphosieren nach ca. 10 -15 Tagen zu etwa 1 cm großen Jungfröschen. (Zur Zucht am besten eine Regenkammer verwenden.)

Sonstiges:
Kaloula pulchra lebt auch meist im gleichen Biotop zusammen mit Bufo melanostictus.

Verhalten:
Sehr friedliche Terrarien-Bewohner. Die Männchen können während der Paarungszeit nachts recht laut rufen.

Terrarium: Als Terrarium verwende ich ein Glasterrarium der Marke EHEIM Terrarium Typ GTE 101.

Der Indische Ochsenfrosch (Kaloula pulchra) ist gerade eine unter Terrarienhaltern gut bekannte, beliebte und recht leicht zu haltende Art. Kaloula pulchra ist allerdings absolut nicht mit dem in Nordamerika beheimateten nordamerikanischen Ochsenfrosch in irgendeiner Beziehung näher verwandt. Außerdem lebt Kaloula pulchra trotz seines Namens eigentlich weniger in Indien, sondern vielmehr in gesamt Südostasien und Indonesien, als auch in China. In Taiwan und Guam wurden die Tiere auch eingeschleppt, möglicherweise auch in Neuseeland, Borneo und Australien. So manche Literaturstellen berichten auch darüber, dass Kaloula pulchra in Singapur eingeschleppt wurde. Aber durch die IUCN (Weltartenschutzkommission) konnte allerdings verlässlich nachgewiesen werden, dass der Frosch in Singapur schon immer heimisch war. Ebenso kommt er auf den Philippinen vor. Ähnlich wie beispielsweise auch bei der europäischen Knoblauchkröte, sind die Fersenhöcker der Tiere als Grabschaufeln umgebildet und verhärtet. Der Ruf der Tiere erinnert an das Gebrüll eines Ochsen und gab somit den Tieren ihren Namen. Kaloula pulchra ist eine Amphibienart aus der Familie der Microhylidae.

Das Klima in den südostasiatischen Lebensbereichen von Kaloula pulchra:
Das südostasiatische Wetter ist überwiegenden immer tropisch und feucht. Lediglich in Myanmar und im thailändischen Norden gibt es auch Trockenzeiten zwischen Januar und April bzw. Mai, in denen es recht heiß werden kann. Eine klar abzugrenzende Trockenzeit kennen die wechselfeuchten Tropen dagegen nicht. In Malaysia, sowie auch auf den südlichen Philippinen, wie auch auf der Insel Java, fällt ganzjährig sehr viel Niederschlag. In der unmittelbaren Nähe des Äquators von Sumatra, Singapur und Borneo, regnet es fast täglich sehr stark, vor allem gerade dann, wenn die Sonne den höchsten Stand überschritten hat. Die Temperaturen weisen dort so gut wie fast keine jahreszeitlichen Schwankungen auf und sie liegen fast immer um die ca. 30°C am Tag und zwischen 20°C und 25°C in der Nacht. Der Monsun ist bestimmend für das Klima in Südostasien. Besonders in den wechselfeuchten und in den äquatorialen Gebieten bringt der Monsun heftigste sintflutartige Niederschläge mit sich, die an den Gebirgen wolkenbruchartig abregnen. Im Frühjahr und Herbst drehen dann die Monsun-Winde wieder von Nordost bzw. Nordwest, in der Winterzeit, auf Südwest und Südost. In dieser Zeit kann es in diesen Gebieten absolut windstill sein. Heftige Niederschläge sind jedoch auch in dieser Zeitphase nicht ausgeschlossen und keine Seltenheit. Aber auch die in diesem Artikel genannten Temperaturen, sinken durchaus in der kühleren Jahreszeit, um ein paar Grad.

Klima Südostasien:
Die asiatischen Tropen, insbesondere der kontinentale Raum, werden klimatisch nicht von den Passatwinden bestimmt. Sie werden vom Windsystem der Monsunen mit reichlichen Niederschlägen versorgt. Auf die regelrecht sintflutartigen Monsun-Niederschläge im Sommerhalbjahr, folgt im Winterhalbjahr eine Trockenzeit. Derart schwankende Niederschlagsverhältnisse verhindern somit die Entstehung des typischen tropischen Regenwalds. Es entsteht somit der sogenannte "Dschungel". Es existieren viele verschiedene Regionen mit vollwertigen Monsunen, aber auch mit Monsunen, die eine geringe Beständigkeit aufweisen oder auch solchen, welche lediglich nur eine Monsun-Tendenz haben. Es kann sich daher auch durchaus immer wieder um sogenannte Monsun-Phänomene unterschiedlichster Grade und Ausprägungen in den entsprechenden Regionen handeln.

Die Einrichtung und Bepflanzung des Aqua-Terrariums für Indische Ochsenfrösche:

Auf den Boden kommt als erstes eine ca. vier Zentimeter hohe Schicht Blähton. Diese dient als Drainageschicht. Darauf legt man dann ein Hydro Fleece um ein Vermischen des Bodengrundes mit der Drainageschicht und dem Substrat zu verhindern. Ein normales Gartenvlies aus dem Baumarkt oder Gartencenter kann aber auch gerne dafür genommen werden. Hierauf gibt man dann den eigentlichen Bodengrund. Als Bodengrund-Substrat nimmt man immer ungedüngte Blumenerde, die man auch noch etwas mit Schwarztorf und einem kleinen Teil Flusssand anreichern kann. Auch Kokosfasererde oder Kokosfasern können noch gerne beigemischt werden. Diese halten vor allem sehr gut die notwendige Feuchtigkeit. Auch spezielle Terrarienerde oder Kokosfaser Ziegeln sind ein ausgezeichnetes Material. Wer nicht mischen möchte, dem kann man auch Jungle Bedding von Lucky Reptile empfehlen. Jungle Bedding ist eine recht gute Erdmischung mit Sandanteil, speziell für den Einsatz in tropischen Terrarien hergestellt. Es ist ein recht strukturstabiles Substrat mit guter Wasserspeicherfähigkeit. Der pH-Wert des Substrates von ca. 5, 5 – 6, 5, orientiert sich vor allem an der Laubstreu-Schicht tropischer Regenwälder. Auch etwas Spagnum-Moos sollte an einigen Stellen des Bodens vorhanden sein. Dies betrifft vor allem die Stellen, die dauerhaft etwas feuchter gehalten sein sollten. Die Höhe des eingefüllten Bodengrundes darf ruhig 12 cm - 20 cm betragen, da die Frösche sich gerne öfters eingraben. Etwas Rindenmulch, wie auch Laubstreu, sollte man auch großzügig an einigen Stellen in der Anlage verteilen. Die Rückwand und Seitenwände des Aqua-Terrariums kann man gut mit Hypertufa gestalten. Auch mittels Korkeichenrinde ist es gut möglich, eine schöne Rückwand oder Seitenwand zu erstellen, auf der später auch verschiedene Pflanzen ihren Platz finden. Als weitere Einrichtung dienen vor allem schöne Wurzeln und Wurzelstubben, Äste (z.B. Obstgehölz, Rebholz, Savannenholz, Holz von Korkenziehereiche, Mangrovenwurzeln oder Wurzeln der Mooreiche) und auch flache Steine sowie Rindenstücke. Die Tiere, obwohl laut Literatur eigentlich reine Bodenbewohner, klettern doch des öfteren und dazu auch noch recht gut. Daher nehmen sie im Aqua-Terrarium durchaus dankbar Klettermöglichkeiten an, inkl. der gestalteten Rückwand und Seitenwände. Ein paar Kletteräste und Wurzeln in der Anlage kommt den Tieren somit immer zugute. Den fest eingebauten Wasserteil des Aqua-Terrariums kann man sehr gut mit Sumpfpflanzen, Mooreichenwurzeln und Steinen gestalten. Eine Wasserstandshöhe von ca. 10 cm ist durchaus ausreichend. Der Bodengrund des Wasserteils kann mit Aquarien-Kies gestaltet werden, besonders dann, wenn man ihn bepflanzen möchte. Auf einfache Ausstiegsmöglichkeiten ist zu achten. Eine Filterung des Wasserteils ist auch sinnvoll, zumal man durch einen kleinen Wasserfall das gefilterte Wasser in das Becken zurück plätschern lassen kann. Aber auch ein Quellstein kann durchaus eingesetzt werden. Die Strömung sollte allerdings nicht zu stark sein. Der Vorteil bei einem Wasserfall oder einem knapp über dem Wasser liegenden Quellstein besteht vor allem in der recht guten Erhöhung der Luftfeuchtigkeitswerte. Ein paar Schwimmpflanzen runden das Bild optisch ab. Als Pflanzen für die Anlage dienen vor allem Zierspargel (Asparagus), Keulelilie (Cordyline), Zypergras (Cyperus), Zimmerkalla (Zantedeschia), Zwergpfeffer (Peperomia), Fahnenblatt (Spathiphyllum) und weitere tropische und feuchtigkeitsliebende Arten, so wie epipytisch lebende Farne wie z.B. der Nestfarn (Asplenium nidus) und tropische Moose. Jeden Tag morgens und abends sprühen, eine Beregnungsanlage erleichtert uns hier die Arbeit. Beim abendlichen Sprühen ist vor allem darauf zu achten, dass die Pflanzen über Nacht immer gut abtrocknen können. Übrigens, den Bodengrund im Terrarium kann man auch gerne an einigen Stellen mit etwas Rindenmulch bedecken. Rindenmulch besteht eigentlich aus zerkleinerter, unfermentierter Baumrinde und sollte für den Terrarien-Gebrauch keine weiteren Zusätze enthalten. Rindenmulch wird im Handel in verschiedenen großen Körnungen angeboten, also von sehr fein bis recht grob. Rindenmulch bildet vor allem eine sehr nützliche Schicht, in der sich vermehrt Kleinstlebewesen und Mikroorganismen ansammeln. Diese sind wichtig für den Boden, denn sie verbessern die Qualität. Es entsteht somit durch einen natürlichen Prozess Humus und die Bodenatmung verbessert sich. Auch wirkt der Rindenmulch sehr gut feuchtigkeitsspeichernd. Rindenmulch sollte eigentlich aus zerkleinerten und unfermentierten Rindenstücken bestehen. Leider ist es gesetzlich bis jetzt noch nicht geregelt, was wirklich im Rindenmulchsack alles enthalten sein darf. Der Mulch muss nicht etwa wie angenommen nur aus Rinde bestehen, sondern es können auch komplett Fremdstoffe darinnen enthalten sein. Der Inhalt des Rindenmulch-Sackes muss lediglich etwas mit Holz und Pflanzen zu tun haben, aber ansonsten ist wirklich alles offen. Daher sollte man zuvor den Inhalt gut prüfen oder einen Fachmann zu Rate ziehen. Übrigens, die Verrottung des Rindenmulches bindet den Stickstoff im Boden. Dieser fehlt natürlich nun den Pflanzen. Wer also diesen Stickstoffverlust wegen der Pflanzen ausgleichen muss, der sollte die in Töpfen kultivierten und eingesetzten Pflanzen mit ein paar Hornspänen versorgen, um somit den Verlust an Stickstoff auszugleichen. Und jetzt noch ein kleiner Tipp zum Schluss. Wer keinen normalen Rindenmulch nehmen möchte, dem sei Novasan oder auch Dekor-Pinienrinde empfohlen. Beide sind sehr gut für das Terrarium geeignet. Das Aqua-Terrarium sollte im Allgemeinen recht gut bepflanzt werden um somit für viele Versteckmöglichkeiten zu sorgen. Eine gute Strukturierung der Anlage ist notwendig. Gleichzeitig muss aber auch für genügend offene Stellen (Lichtungen) gesorgt werden. Der Indische Ochsenfrosch besiedelt in der Natur verschiedene, vorzugsweise aber auch offene Lebensräume, bis in Höhenlagen von 1700 m. Er ist auch ein Kulturfolger der in menschlichen Siedlungen anzutreffen ist und sogar bis in die Häuser vordringt. Als Pflanzen sollte man generell etwas robustere und kräftigere Arten auswählen. Diese Frösche sind zwar recht ruhige Gesellen, sieht man mal von ihrem Ruf ab, aber zarte Pflänzchen werden auf Dauer plattgedrückt. Vorzugsweise sitzen die Tiere gerne auch auf den Moospolstern in den Lichtungsbereichen des Aqua-Terrariums oder auf Wurzelstubben. Der Boden des Aqua-Terrariums muss an einigen Stellen leicht feucht gehalten werden, er darf aber keinesfalls versumpfen. Zwischen Land und Wasserteil ist darauf zu achten, dass keine Moose oder andere Pflanzen in den Wasserbereich hinein wachsen, da diese durch die Kapillarwirkung, das Becken auf Dauer leeren können, und somit der Landteil versumpft.

Paarungszeit:
Gerade in der Paarungszeit lassen die Männchen ihren an ein Ochsengebrüll erinnernden Ruf hören. Aber Achtung, denn der Ruf ist ziemlich laut! Wenn jemand seinen Frosch noch nie hat rufen hören, weil er zum Beispiel auf Nachtschicht war, keine Sorge, die Nachbarn werden es ihm schon am nächsten Morgen mitteilen, oder hört doch ganz einfach mal den Telefon-Anrufbeantworter ab wenn ihr nach Hause kommt. Die Männchen rufen, während sie auf dem Wasser schwimmen. Rufe mit 28–56 Impulsen pro Sekunde und einer Frequenz im Bereich von 50–1760 Hz wurden zum Beispiel in Indien registriert. Die hingegen in Thailand lebenden Tiere haben wiederum eine Ruffrequenz von etwa 250 Hz und 18–21 Impulsen pro Sekunde.

Technik und Beleuchtung im Aqua-Terrarium für Kaloula pulchra:
Die Temperaturen im Aqua-Terrarium für Indische Ochsenfrösche können je nach der Herkunft der Tiere leicht variieren. Daher sollte man die Tiere die erste Zeit sehr gut beobachten um die Haltungsparameter, so genau als nur möglich, einzustellen oder zu korrigieren. Auf eine sehr gute Luftzirkulation und Belüftung ist in der Anlage natürlich zu achten, denn die Tiere mögen keine Stauluft. Es empfiehlt sich daher durchaus, eine Zwangsbelüftung mit einer kleinen Membranpumpe im Aqua-Terrarium einzubauen. Als recht gute Beleuchtung sind vor allem Tageslicht-Leuchtstoffröhren mit geringem UV-Anteil geeignet. Über den UV-Anteil bei nachtaktiven Tieren kann man natürlich streiten, jedoch verwende ich solche Röhren generell seit Jahren, zumal ich noch keine negativen Erkenntnisse dadurch erlangt habe, im Gegenteil, die Tiere sind recht munter und vital. Ein Reflektor ist bei der Beleuchtung des Terrariums sehr sinnvoll. Für die Indischen Ochsenfrösche darf das Licht nicht zu grell sein, das lieben diese Tiere überhaupt nicht. Jedoch muss man diesbezüglich einen verträglichen Kompromiss schließen, um auch ein gutes Pflanzenwachstum zu erreichen, welches für die Tiere auch von Vorteil ist, gerade im Bezug auf die so entstehenden oder noch besser gesagt, wachsenden Versteckmöglichkeiten. Dazu kommt natürlich auch der unbestreitbare Vorteil, je mehr Pflanzen, desto besser und vor allem stabiler sind die Luftfeuchtigkeitswerte und damit auch das gesamte Terrarienklima. Sozusagen bekommen die Tiere den Schatten durch eine üppige Bepflanzung geliefert. Zarte und kleine Pflänzchen sollte man aber möglichst vermeiden, da diese kleinen Rabauken bei ihrer nächtlichen Futtersuche und ihren grabenden Tätigkeiten, diese mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit planieren oder unterackern werden. Also noch einmal, immer robustere Pflanzen für das Terrarium wählen. Eine Beheizung des Aqua-Terrariums, falls die Temperatur durch die entsprechende Beleuchtung wirklich nicht ausreichen sollte, kann durch einen kleinen aber nicht zu starken Spotstrahler realisiert werden, z.B. einen Sonnenplatz oder auch durch eine von außen angebrachte ultraflache Heizmatte an einem Seitenteil oder an der Rückwand des Terrariums. Bitte aber nicht die gesamte Fläche beheizen, lediglich nur einen kleinen Teil davon und die Matte keinesfalls im inneren des Terrariums platzieren, sondern außen. Nachts wird diese Heizung allerdings auch ausgestellt. Für den Wasserteil in der Anlage eignet sich ein ganz normaler und regelbarer Aquarienheizstab, wobei im allgemeinen die Temperatur des Wassers in einem kleinen Aqua-Terrarium durch die Umgebungstemperatur der Luft ausreichend aufgewärmt wird. Eine Überhitzung der Anlage gerade im Sommer, muss bei den Tieren allerdings immer konsequent vermieden werden. Die Beleuchtung in der Anlage wird auch nicht auf Sommerzeit angepasst, sondern behält ganzjährig immer ihre normale aktuelle Zeit. Zur Steuerung verwende ich nur digitale Zeitschaltuhren. Tiere kommen generell mit einer Umstellung auf die Sommerzeit nicht gut zurecht. Auch die Pflanzen quittieren eine Umstellung der Zeit meistens mit dem stagnieren ihres Wachstums.

Beobachtung der Pfleglinge in der Nacht:
Da Kaloula pulchra überwiegend dämmerungsaktiv und nachtaktiv ist, so ist es natürlich sehr schwer diese Tiere in ihrer Aktivitätsphase zu beobachten. Man sollte sich daher bei diesen Tieren auch immer klar vor Augen führen, dass sie nachts keine sehr hellen Lichter im Punkt Beobachtung mögen. Aus diesem Grund heraus, sollte man auch nicht jede Nacht zu Beobachtungszwecken mit einer hellen Taschenlampe in den gut bepflanzten nächtlichen Dickicht hineinleuchten. Das mögen diese Tiere absolut nicht und es würde sie auf Dauer nur unnötig stressen. Zur Beobachtung sollte man daher eher ein schwaches Mondlicht verwenden. So vermeidet man vor allem großen Stress für die Tiere und kann sie mithilfe dieses kleinen Mondlichtes sehr gut im Aqua-Terrarium beobachten. Auch die Fütterung sollte generell immer am Abend oder in der Nacht vorgenommen werden.

Mondlicht:
Da die Tiere nun einmal dämmerungsaktiv und nachtaktiv sind so kann man auch gerne ein ganz kleines Mondlicht einbauen, um seine nachtaktiven Schützlinge besser beobachten zu können. Hierbei gibt es aber einiges zu beachten. Der Mond reflektiert das Sonnenlicht auf die Erdoberfläche. Dadurch ist das Spektrum des Mondlichtes natürlich dem Spektrum des normalen Sonnenlichts recht ähnlich. Jedoch werden dabei die kürzeren Wellenlängen im Wesentlichen recht stark abgeschwächt. Die normale Farbtemperatur des Mondlichtes beträgt so in etwa 4120 Kelvin bis ca. 4500 Kelvin. Spektralmessungen und recht genaue Analysen von Mondlicht zeigen deutlich, dass das Mondlicht gelblich-weiß ist und nicht etwa blau, wie uns gerne von den Herstellern von Mondlichtern suggeriert wird. Gerade das blaue Licht steuert beim Menschen, aber auch bei anderen Lebewesen, den Tag-Nacht-Rhythmus (Melatoninunterdrückung). Nachtaktive Tiere haben ein sehr gutes Farbensehen, auch bei geringer Helligkeit. Während das menschliche Auge in der Dunkelheit keine Farben mehr zu unterscheiden vermag, so schafft das ein nachtaktives Tier recht mühelos. Mit einer blauen Beleuchtung wird aber das Farbensehen des Tieres völlig verhindert, weil eben nur eine einzige Farbe, eben das Blau, zur Verfügung gestellt wird. Wenn man daher ein Terrarium nachts für Beobachtungszwecke beleuchten möchte, so sollte immer einem stark gedimmten weißen Licht der Vorzug gegeben werden. Wichtig ist bei der Installation eines Mondlichtes auch, dass so gut wie keine Wärmeabgabe erfolgt. Auch der Mond liefert uns ja keine Wärme. Daher sollte man keine Leuchtmittel mit stärkeren Watt-Zahlen verwenden, die in irgendeiner Form eine größere Wärmemenge produzieren. Kleine LED Birnen sind daher hierfür bestens geeignet und immer die erste Wahl. Das Mondlicht sollte auch nicht die ganze Nacht brennen. Die Tiere benötigen es eigentlich nicht. Daher reicht es vollkommen aus, wenn es nur zu Beobachtungszwecken eingeschaltet wird. In keinem Fall aber, dürfen sich die Tiere durch die Beleuchtung gestört fühlen.

Infos zu den Updates

Neues Update unter Pflanzen: Nepenthes Bloody Mary / Fleischfressende Kannenpflanze im Terrarium

User-Kommentare

Mr.Shrimp am 28.08.2019 um 18:32 Uhr
Bewertung: 10
Hallo Thomas
Tolles Terrarium und echt cooler Besatz . Wir haben hier jede Menge Laubfrösche bei uns im Garten . Ist faszinierend , denen zuzuschauen . Von daher gehe ich davon aus , das es bei dir ähnlich ist . Viel Spaß weiterhin , schaue gerne wieder rein .
Lg Sven
Tom am 13.07.2019 um 13:26 Uhr
Hallo,
herzlich willkommen hier bei uns auf EB!
Da kann ich auch nur zustimmen. Es fehlen noch viele Fotos.
Grüße, Tom.
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In diesem Einrichtungsbeispiel stellt der User Thomas Kreuter das Terrarium'Terrarium Indische Ochsenfrösche (Kaloula pulchra)' mit der Nummer 40132 vor. Das Thema 'Waldterrarium' wurde nach bestem Wissen und Gewissen durch den Aquarianer umgesetzt und soll den gepflegten Tieren ein möglichst artgerechtes Leben ermöglichen.
Online seit dem 12.07.2019
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