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ABENTEUER Umrüstung eines Juwel Rio 400 auf LED-Beleuchtung

ABENTEUER Umrüstung eines Juwel Rio 400 auf LED-Beleuchtung
Hallo, liebe Leute,
als ich vor ein paar Wochen über das Online-Aquarium-Magazin auf die Selbstbauanleitung von GGuardiaNN hier im Forum aufmerksam wurde, hat mich der Enthusiasmus gepackt - ich wollte unbedingt auch solch ein Teil für mich. Schon allein, weil man damit so schöne Lichtverläufe programmieren kann; und selbstverständlich auch wegen der enormen Energieeinsparung.

So, nun zur Sache!

Wie es zu meiner jetzigen Beleuchtung kam:

Letzten Sommer habe ich mir das Juwel Rio 400 gekauft. Damals wurde es noch mit einem Leuchtbalken und zwei Neonröhren (OHNE Reflektoren!) ausgeliefert. Gleich beim Kauf nahm ich noch 2 Reflektoren mit. Anfangs machte ich den Fehler, zu sehr auf Verkaufspersonal zu hören, sodass ich einige Tiefschläge erlitt.
Die Pflanzen brachen plötzlich alle ein, Bodendecker wollten nicht wachsen etc. Ich dachte, ich bräuchte dringend mehr Licht! Bestellte mir also für teures Geld den Leuchtenaufrüstsatz von Juwel, also ein Leuchbalken und 2 Röhren mehr.

Zusammenfassung des derzeitigen Standes meiner Beleuchtung:
4 x 54 Watt Juwel. Fragt mich nicht, wie die Röhren genau heißen, auf jeden Fall ist es natürlich recht hell im Becken, aber auch verflucht heiß untern Deckel, sodass die Temperatur schon mal auf 28 Grad steigen kann.

Außerdem: Kein Platz mehr von oben, da alles mit Röhren zugebaut ist. Es reicht gerade mal noch zum Fische-Füttern, aber wenn man mal reingreifen muss, muss man einen Leuchtbalken herausnehmen! Meistens habe ich ihn einfach rückwärts auf die Abdeckung gelegt; trotzdem jedes Mal ein riesen Akt.

Nun habe ich zur Vorbereitung schon mal einen Leuchtbalken herausgenommen, mich gewissermaßen wieder an die ursprüngliche Beleuchtung gewöhnt. Und an den ausgebauten Balken habe ich schon mal angefangen herumzubauen :).

Mein Ziel: Die LED-Beleuchtung soll in die bereits vorhandene Abdeckung integriert werden.
Beim Original-Leuchtbalken ist längs in der Mitte ein zugeschweißter Kasten aus Plastik, in dem die Verdrahtung der Röhren untergepracht ist. Dieser Kasten bildet die Gesamthöhe des Leuchtbalkens. Seitlich sind dann jeweils zwei Fassungen für die Röhren angebracht.

MATERIAL:
LED-Stripes von led-mg.de

Ich habe 3 x 1,3m wasserfeste Stripes bestellt. 1 x RGB, 1 x cool wite, 1 x warm wite.
Dazu:
Programmierbarer LED RGB Controller ink. Fernbedienung
LED Trafo - LED Power Supply 12V DC 5A 60W
LED RGB Kabel ab Rolle - RGB Anschlußkabel für Streifen

Vorüberlegung:
Ich möchte auf keinen Fall die LED-Stripes einfach auf den Kasten obendrauf kleben, da mir das zu dicht an der Wasseroberfläche wäre. Außerdem habe ich mir in den Kopf gesetzt, eine Wasserkühlung zu integrieren, wofür ich ohnehin noch ein Aluminium-Rechteckrohr (40 x 20 x 2) unter den Stripes benötige, wodurch diese am Ende noch etwas tiefer hängen.

Also wollte ich erst einmal diesen Kasten in der Mitte loswerden. Total verschweißt, das Ding, es geht also nur mit "Gewalt".
Im Baumarkt habe ich mir kleine Trennscheiben der Firma "Dremel" gekauft, die man in die Bohrmaschine einspannen kann. Damit konnte ich mit viel Mühe (das Plastik schmilzt schnell, einige Scheiben sind abgebrochen) zunächst einmal die Unterseite ringsherum öffnen.

Angefangen habe ich mit zwei Löchern jeweils bei den Röhrenfassungen, weil ich einfach mal ehen wollte, was darunter liegt. Von diesen beiden Löchern habe ich mich dann weiter vorgearbeitet. Immer zwei Schnitte parallel, dann konnte ich das Plastik dazwischen einfach hochbiegen und abbrechen. Schnell habe ich festgestellt, dass ein recht langes Aluminium L-Profil von innen an die aufzuschneidende Unterseite geschraubt war. Ich konnte es einfach an den Schrauben aushebeln, sodass die Schrauben aus dem Gewinde gerissen wurden. Irgendwann hatte ich es dann geschafft. Die ganze Küche voller Späne! :)

Nun wollte ich noch den gesamten Rand loswerden. Mit der Trennscheibe ging das nicht mehr, da die Bohrmaschine dabei im Weg war. Also zum Baumarkt eine Stichsäge kaufen.

Exkurs:
Hier kann ich jedem, der kein absoluter Profi-Handwerker ist, nur empfehlen, das billigste Modell für 30 € zu kaufen! Zur Wahl stand noch eine Bosch, die mit derselben Ausstattung (wichtig war mir "Pendelhub") 87,- € kostete! Die billge hat ausstattungsmäßig alles, was die Bosch auch zu bieten hat; allerdings für 57 € weniger! Ich fragte den Verkäufer, was der Unterschied sei. Er meinte: Das hier ist halt eine BOSCH, das andere ein billiger China-Import. Schlechter verarbeitet etc. Hm; wie soll man das selbst feststellen, ohne wirklich mit beiden gearbeitet zu haben? Ich kennt das Phänomen vielleicht: Man will Qualität kaufen und greift zunächst zum teureren Produkt. BOSCH ist einfach eine Marke, schon als Kleinkind wird daran gearbeitet, dass solche Markennamen sich in unserem Bewusstsein verankern.

Doch auf dem Weg zur Kasse gingen mir zwei Gedankenexperimente durch den Kopf:
1) Was, wenn ich in China leben würde? Dorb herrschen vollkommen andere wirtschaftliche Verhältnisse, die arbeitetn wahrscheinlich alle mit diesem billigeren Modell und finden es ganz normal.

2) Vor meinem inneren Auge spielt sich eine Doku-Soap zu meinem Projekt ab. "Heute bauen wir eine LED-Beleuchtung! Die Kosten wollen wir natürlich möglichst gering halten. Zunächst brauchen wir eine Stichsäge. Wir fahren in den Baumarkt und haben zwei zur Auswahl. Preisunterschie: 57 €!. Da wir keine Profi-Handwerke sind, die das Ding täglich auf dem Bau benutzen, entscheiden wir uns für das billigere Modell. Es genügt unseren Ansprüchen vollkommen."

Derart geläutern, machte ich an der Kasse noch einmal kehrt Griff zum günstigeren Modell. Das Ding ist einwandfrei! Und bietet 3 Jahre Garantie, was für mich mehr als ausreichend ist (Bosch 5 J.).

Bitte versteht mich nicht falsch. Sicher ist Markenware oftmals besser, sodass sich der Preisunterschied lohnt. In diesem Fall schien mir aber meine psychische Abhängigkeit vom Markennamen weitaus mächtiger zu wirken, als dass man es wirklich durch Qualitätsunterschied rechtfertigen könnte. Jedenfalls fühle ich mich sehr gut mit dieser Entscheidung :).

Ende des Exkurses

Weiter geht´s ...


Mit der neu erworbenen Stichsäge schnitt ich also ringsherum, so gut es ging, den Rand ab. Da es nirgends einen rechten Winkel gab und das Plastik total vibriert hat, war ich am Ende froh, dass ich überhaupt irgendwie das Überflüssige Material losgeworden bin. Schön ist es bei weitem nicht geworden, aber es ist schließlich nur die Unterseite, die man am Schluss ohnehin nicht mehr sieht.

Aluminium-Rohr als Träger zum Zweck der Wasserkühlung

Die Frage war also: Woher solch ein Rechteck-Rohr nehmen? Bei Hornbach gab´s Rohre, aber nicht in den Maßen, die ich brauchte. Außerdem gab es sie nur in 1m und 2m Länge. Die 2m-Rohre kosteten um die 13 Euro oder sogar noch mehr, ich kann mich nicht mehr genau dran erinnern; außerdem waren sie meines Wissens nicht eloxiert.
Nach etwas Googlen habe ich dann die Firma "Diessner GmbH" in Wiesbaden, wo ich ja auch wohne, entdeckt. Die sind genau auf solche Produkte spezialisiert! Alle Möglichen Rohre und Gestänge aus Nicht-Eisen Metallen! Dort haben die mir genau ein Rohr mit den Maßen 40 x 20 x 2 x 1400 zugeschnitten und mir sogar zwei passende Plastikstopfen mitgegeben :).

Wasserkühlung

Nun stellte sich die Frage, wie sich die Sache mit der Wasserkühlung realisieren lässt.

Es stellen sich zwei hauptsächliche Fragen:

1) Woher kommt das Wasser zur Kühlung?
Wie gesagt beruht mein gesamtes Projekt auf der Inspiration durch GGuardiaNNs Profil. Er hat für sein Big-Buddies-Becken LED-Leuchtbalken der Firma Jansen Light & Sign eingebaut. Auf deren Produktvideo ist das Prinzip der Kühlung gut zu erkennen. Auffällig sind vor allem die dünnen Schläuche, die verwendet werden. Die Fa. Jansen Light & Sing führt das Wasser offenbar durch eine zusätzliche Pumpe zu. Micha (GGuardiaNN) schlägt eine Abzweigung vom Außenfilter vor, um keine zusätzliche Energie zu verschwenden.

Nach einigen Nachforschungen hat sich die Möglichkeit, das Wasser vom Außenfilter abzuzweigen als unrealistisch herausgestellt. Es mag aber meiner relativen Unerfahrenheit zuzuschreiben sein. Zunächst einmal habe ich keine passenden T-Stücke gefunden, die zusätzlich eine Verjüngung auf kleinere Schläuche bieten. Grundsätzlich sind T-Stücke relativ teuer. Ich hätte auch mit einem dickeren Schlauch arbeiten können, dann hätte ich aber einen weiteren (12/14) Schlauch ins Becken führen müssen, wofür ich an der Stelle keinen Platz habe. Kurz: es hätte sich sicher irgendwie verwirklichen lassen, er erschien mir aber alles viel zu aufwändig.

Bei Zoopalast hat man mir den Einsatz einer kleinen Strömungspumpe empfohlen. Und so habe ich mich für die EHEIM compact 300 entschieden. Auch hier stellte sich das Problem, dass die Pumpe einen 16 mm Abgang hat, ich haber im Alu-Profil einen dünnen Luftschlauch (4/6?) einführen möchte. Entsprechende Verjüngungsstücke gibt es dafür einfach nicht. Plötzlich hatte ich die glorreiche Idee, einfach versch. Schläuche ineinanderzustecken, bis ich auf die entsprechende Größe komme. Was nicht ganz gepasst hat, habe ich mit Silikon abgedichtet.


2) Wie wird das Wasser durch das Rechteckrohr geleitet?

GGuardiaNN schlägt vor, Gewinde zu schneiden, das war mir aber viel zu aufwändig, da ich ich schon wieder neues Werkzeug (Gewindeschneider und exakt passenden Bohrer etc.) hätte kaufen müssen. Also bin ich erstmal zum Zoopalast und hab mich umgeschaut.
Nach SEHR langen Überlegungen habe mich 90 Grad Winkel für Luftschläuche entschieden. Ich bohrte ein 5mm. Loch in das Alu-Rohr - etwas zu klein. Der nächst größere Bohrer hatte 6 mm. Gebohrt - zu groß! Ich habe versucht, den Winkel mit Silikon einzukleben, doch es gab einfach zu wenig Fläche dafür. Es hielt einfach nicht. Am Auslass habe ich dann ein weiteres 5 mm Loch gebohrt und dieses mit dem Bohrer noch ein wenig geweitet, bis ich den Winkel mit viel Druck reinstecken konnte. Das hielt gut, also hoffte ich, dass es sogar dicht sein könnte. Auch beim Einlass habe ich dann einfach das zu große Loch von innen zugeklebt. Dafür habe ich ein Stück aus der alten Abdeckung herausgeschnitten und von innen mit Silikon eingeklebt. Hält super!

Daneben habe ich ein weiteres 5 mm Loch gebohrt und den Winkel mit viel Kraft reingedrückt. Zur Badewanne, Pumpe und Schläuche angeschlossen. Es lief! Allerdings haben beide Anschlussstücke geleckt!

Wie bekomme ich die Anschlüsse dicht?

Beine neue Idee war, die Löcher ein wenig auszubohren und die Stutzen mit Teflonband zu umwickeln. Das ging aber absolut nicht! Noch dazu hatte ich nun schon wieder ein zu großes Loch! Verzweiflung!
Neue Idee: Wieder ein Stück der alten Abdeckung aus dem Müll geholt, zwei 5er Löcher gebohrt, ein wenig ausgeweitet, sodass der Stutzen gut und vor allem bis zum Anschlag reingedrückt werden kann. Dann beide Löcher ausgeschnitten :), also so, dass ich dann zwei Plastikplättchen mit je einem Loch hatte. Alles schön sauber geschmirgelt. Nun Silikon um die Stutzen herum und in die Löcher geklebt. Hält super! Und jetzt die gesamten Plättchen mit Stutzen auf das Alu-Rohr geklebt. Auch das hält super! ENDLICH DICHT!

Die eigentliche Beleuchtung!
Bei der Bestellung der Stripes ist darauf zu achten, dass man sich diese auf die genaue Länge zuschneidenlassen kann, man muss sie also nicht meterweise bestellen! Das steht in den Produktdetails; dies wird aber im Warenkorb nicht berücksichtigt, sodass man die Stripes in passender Länge per Email bestellen muss.

Meine kamen sogar bereits sauber mit Kabeln und Schrumpfschlauch konfiguiert! Ich hatte mich schon auf Löten eingestellt, aber um so besser :).
Nun habe ich die Strißes mehr oder weniger gerade in der Mitte meines Alurohrs aufgeklebt, was auch sehr gut geklappt hat. Beim ersten hatte ich mich leicht verschätzt, sodass ich ich die beiden anderen jeweils etwas ander platziert habe. Insgesamt bin ich aber zufrieden.

Anschluss der Stripes
Also hier sollte ich vielleicht sagen, dass ich in meinem ersten Beruf mal eine Ausbildung als Kommunikationselektroniker gemacht habe. Ich bilde mir also ein, einigermaßen zurechtzukommen. Aber vielleicht hat sich in den letztn 20 Jahren auch wieder so viel verändert, dass ich nicht mehr mitkomme. Wie dem auch sei:

Der RGB-Stripe kam mit einem 4-adrigen Kabel konfiguriert. Farbe der Adern: schwarz, grün, rot, blau.
Die beiden anderen Stripes kamen mit 2-adrigem Kabel, rot und schwarz-rot.
Wie Micha auch beschrieben hat, verhält es sich bei dem RGB-Stripe so, dass eine gemeinsame Masse verwendet wird (also der schwarze Draht); die jeweiligen Farben sind dann den jeweiligen Farben des Kabels zugeordnet. Das mit der gemeinsamen Masse ist wichtig, da ja auch noch die beiden anderen Stripes angeschlossen werden sollten.

Problemchen:
Ich benutze ja den Controller mit RGB-Ausgang, um die gesamte Beleuchtung zu steuern. Da ich aber nur einen RGB-Stripe verwende, können die beiden weißen Stripes einfach an beliebige Kanäle mit angeschlossen werden.

Aber an welche?

Mein Überlegung war, dass ich blaulastiges Mondlicht und rotlastige Sonnenauf- bzw. Untergänge benutzen will. Schließt man nun einen weißen Stripe an eine der Farben mit an, ist klar, dass in dieser Farbe kein reines Licht mehr zu erwarten ist, da ja immer dann, wenn diese angesteuert wird, auch der mit angeschlossene weiße Stripe mitleuchtet.
Die Farbe, die ich also am wenigsten "rein" brauche ist grün. Nach Rücksprache mit Micha habe ich also beide weißen Stripes auf grün mit angeschlossen.
Es sei noch angemerkt, dass der RGB-Stripe auch weißes Licht liefert, wenn alle drei Farben gleich stark bzw. voll angesteuert werden.

Bei den weißen Stripes dachte ich mir, dass die rote Ader wohl plus und die rot-schwarte Ader minus sein sollte. Hab also die beiden rot-schwarzen Adern mit der Masse des RGB gekoppelt und die beiden anderen roten mit dem grünen Kanal.

Der Kontroller ist allerdings folgendermaßen beschriftet:

+ R G B

Wo ist die gemeinsame Masse? Naja, ich ließ mich nicht beirren und schloss einfach mal schwarz an "+" an.

Nach dem Einschalten!

Nach dem Einschalten lief zunächst ein voreingestelltes Programm ab, bei dem verschiedene Farbtöne sich abwechseln, ich glaube sogar einfach nur RGB. Es leuchtete aber NUR der RGB-Stripe in verschiednen Farben! Also noch einmal aus und einfach mal bei den beiden weißen Stripes die Adern vertauscht, also rot auf die gemeinsame Masse des RGB-Stripes. Eingeschaltet - BINGO!

Allerdings viel mir dann auf, dass die weißen immer gemeinsam mit den roten LEDs aufleuteten, statt mit den grünen! Aber: wenn ich am Controller reines Grün einstellte, leuchtete der RGB-Stripe rot und dazu auch die beiden weißen Stripes, OBWOHL ich die beiden ganz sicher mit der grünen Ader gekoppelt hatte. Also noch einmal anders angeschlossen: Das rote Anschlusskabel auf das grüne Konfigurationskabel und umgekehrt. Diese Mal alles in Ordnung!

Sollte LED-Mg also die Stripes falsch konfiguriert haben? Und hab ich etwas nicht gecheckt? Auf jeden Fall läuft es nun. - VORERST

Auf dem Aquarium!
Hab den neuen Balken eingesetzt und glein einen Tagesablauf programmiert. Gleich beim Einsetzen viel mir auf, dass der Balken DEUTLICH weniger Licht liefert als meine 2 x 54 Watt Leuchtstoffröhren, die etwa ein Jahr alt sind!

Nun ja, ich versuchte es zu akzepieren und hab gleich einen schönen 24-Stunden-Rhythmus programmiert. Mit sehr dezenten Mondlicht, Morgenröte etc.

Heute Morgen schau ich dann rein und denke. Ah, sieht gut aus, die Morgenröte. Nach einem Blick auf den Controller stelle ich dann fest, dass schon längst die Tagphase aktiviert ist (hab wohl etwas falsch programmiert). Dafür war es allerdings deutlich zu dunkel und vor allem viel zu rotstichig! Meine Rot-Blauen Kolumbianer erscheinen nur noch rot - nichts mehr vom Blau zu sehen!

WO LIEGT DAS PROBLEM?
Ich versuche mein altes Elektroniker-Wissen auszugraben:
Klar, sag ich mir, wenn zwei weiße Stripes an grün angeschlossen sind, bekommt grün viel weniger Saft, sodass insgesamt der Grünanteil des RGB-Stribes zu gering sein dürfte.
Aber war das wirklich so? Bei einer ordentlichen Parallelschaltung bekommt dennoch jedes Bauteil, was ihm nach dem Ohmschen Gesetz zusteht! Wenn also Grün mit vollem Saft angesteuert wird, sollte es leuchtet auch in voller Helligkeit leuchten! Auch wenn dazu noch weiße Stribes dranhängen. Aber in Kombination mit voll angesteuerten Rot- und Blaukanälen sollte der RGB-Stripe dennoch helles, weißes Licht liefern! Und das will ich ja bei der Tageinstellung!

Ist das nun einfach das Los der LED-Beleuchtung? Habe ich eine falsche Entscheidung getroffen?

Mal sehen!

In der Verzweiflung Netzteil gefühlt, kommt mir verdammt warm vor; mal sehen, was draufsteht: "Ausgang: 12 V, 3 A". Hm, mal in die Rechnung sehen. Ha! Ich hatte ein Netzteil mit 12 V, 5 A, also 60 Watt bestellt! Geschickt hatten sie mir aber ein 36 W Netzteil. Auf der Verpackung steht allerdings auch 60 Watt!
Wenn ich alle meine Stripes berechne, komme ich auf 39 Watt, das liegt deutlich über der Nennleistung des Netzteils. Aber wegen 3 Watt sollte das so viel ausmachen? Ich hoffe es!
Meine Theorie.
Wenn bei einem Netzteil die Grenzen überschritten werden, geht es in die Knie, d. h., es bringt nicht einmal mehr die Nennleisung. Hoffe zumindest, dass es so ist :). Denn 3 Watt mehr Leistung machen den Bock sicher nicht fett. Wenn ich mir aber die Bilder von anderen Becken mit LED ansehe, lässt mich das hoffen :).

Jedenfalls habe ich heute bei led-mg angerufen und ein neues ist unterwegs. Auch einen Retoure-Schein habe ich schon per Email bekommen. Morgen sollte es dann eintreffen. Ich halt euch dann auf dem Laufenden :)

Bisheriges Fazit:
Ich bin leider schlecht mit Werkzeugen ausgestattet; auch fand alles auf unserem Küchentisch statt. Sicher hätte man mit ordentlicher Ausstattung alles viel eleganter und vor allem schöner ;) lösen können. Deswegen kam es mir auch darauf an, Geld zu sparen und nicht alle möglichen Bohrer, Gewindeschneider etc. nachzukaufen. Schließlich sollte das Projekt auch noch bezahlbar bleiben.
Alles in Allem waren es gut zwei Tage Arbeit! Und die meiste Zeit habe ich wohl on the road in Baumärkten und bei Zoopalast verbracht.

Ich hoffe, der Eine oder die Andere können mit dem Projekt etwas anfangen.
Bin gespannt auf eure eigenen Erfahrungen! :)


Erklärung der Bilder:

Bilder 9 u. 10: Nahaufnahmen des Einlaufstutzens. Er ist an der Unterseite angebracht, sodass das Rohr von unten nach oben volläuft. Der Ablauf ist möglichst weit oben angebracht. Die Kabel werden mit Ducktape noch ein besser abgedichtet. Aber an sich ist das an der Stelle nicht so wild.

Bilder 11 u. 12: Nahaufnahmen des Ablaufstutzens

Bild 13: Beleuchtung vorher (2 x 54 W Leuchtstoffröhren)

Bild 14: LED-Beleuchtung mit zu schwachem Netzteil (12 V, 36 W.)

UPDATE 2.7.2011

Das neue Netzteil (60 W) ist gestern angekommen; nach dem Anschließen konnte ich leider keine Besserung feststellen. Gerade habe ich mir aber die neuen Bilder angesehen, und finde die neuen tatsächlich deutlich heller (Bilder 15, 16, 17), das kann aber auch an der Kamera bzw. an den sonstigen Lichtverhältnissen liegen.

Weiteres Fazit:
Die Umstellung hat riesen Vorteile, die GGuardiaNN alle schon dargestellt hat. Allerdings gehen auch extreme Helligkeitseinbußen damit einher. Momentan bin ich mir nicht sicher, ob die Pflanzen sich bei dem Dämmerlicht überhaupt noch irgendwie entwickeln werden.
Ich habe auf jeden Fall noch einen cool wite-Stripe bestellt und werde nach dem Einbau weitere Bilder veröffentlichen.

Wohin geht die Reise?

Für mich ist diese ganze Entwicklung sehr spannend. Ich muss vielleicht dazu sagen, dass ich Philosophielehrer bin; insofern gehen mir sehr viele Gedanken gleichzeitig durch den Kopf. Ich weill versuchen, alles ein wenig zu sortieren:

1. Die Rolle des "Fachhandels".
Dort werden uns hell ausgeleuchtete Becken mit üppigem Pflanzenwuchs präsentiert. Pflanzen scheinen für den Neuling ein wichtiger Grundbestandteil zu sein. Viel Licht! Viel CO2! Heißt es immer ...
Mit einiger Erfahrung habe ich festgestellt, dass die im Fachhandel ihre Pflanzen wohl regelmäßig austauschen, da sie ansonsten sonst wo hinwachsen und die Wasserwurzeln das gesamte Becken durchziehen würden, wenn man die Pflanzen einfach immer wieder an der Wasseroberfläche "zurechtstutzt". Hm, da liegt doch was im Argen, oder?
Das Aquarium scheint mir im Fachhandel eher als "Designer-Möbelstück" angepriesen zu werden. Erkennbar ist dies auch an etwas neumodischen Begriffen wie "Aquascaping" mit all seinen Kunsprodukten wie dunkles Granulat oder auch der gesamten "Nanoaquaristik".
Das alles hat sicher etwas für sich, wenn man es denn so mag.

ALLERDINGS beeinflusst es auch sehr stark unsere Wahrnehmung. Ich selbst finde immer mehr meine eigene Position in diesem ganzen Dschungel, und die geht eindeutig in Richtung "Biotop-Aquarium". Im Grunde will ich ein möglichst natürliches Becken, und nach meiner Einschätzung gehören dazu zwar je nach Habitat auch ein paar Pflanzen, aber sie sollten m. E. nicht überbewertet werden.
Zudem sind die natürlichen Gewässer unserer Fische bei weitem nicht so klar und hell wir diese super ausgeleuchteten "Pflanzenaquarien" im Fachhandel. Sprich: ich will versuchen, meine Wahrnehmung umzuschulen und gewöhne mich bewusst an ein "dunkleres" Becken. Die Argumente für einen LED-Balken sind für mich einfach sehr überzeugend. Das beginnt bei der Energieersparnis und Endet bei der perfekten Kontrolle über einen Tageslichtsimulator, Mondlicht, etc.
Ich bin sehr froh, dass ich mich an meinem Rio 400 ausprobiert habe. Der weitere cool wite-Stripe wird noch einiges an Helligikeit hinzubringen, damit begnüge ich mich dann aber auch.

DIE EINRICHTUNG DES BECKENS

Durch den Austausch hier im Forum wird mir klar, wodurch die Helligekeitswirkung eines Beckens u. a. beeinflusst wird:
Als Maßstab nehme ich immer die "Big Buddies" von GGuardiaNN, da mir sein Becken zumindest auf den Fotos gut ausgeleuchtet erscheint; auch gefällt es mir natürlich insgesamt sehr gut!

Bei der Helligkeit spielen m. E. zwei große Faktoren eine Rolle:

Erstens erscheint mir meine gesamte Einrichtung viel dunkler zu sein. Vor allem ist dies durch den dunkelbraunen Bodengrund und die beiden im Verhältnis zum Becken sehr großen Mangrovenwurzeln bedingt.

Zweitens färben die beiden Wurzeln in meinem Becken das Wasser sehr deutlich braun. Das ist mir mit meinen zwei starken Neon-Leuchtbalken kaum aufgefallen, jetzt fällt es jedoch recht stark ins Gewicht.

Insgesamt finde ich eine etwas düstere Stimmung in einem Aquarium eine natürliche und auch durchaus "ästhetische" Sache. Wobei der Begriff der Ästhetik natürlich stark diskutiert werden kann. Auch die Fische wirken nicht schlecht, allerdings habe ich ja einen Schwarm Rot-Blaue Kolumbianer, und bei denen finde ich es ein wenig schade, dass ich kaum mehr blau wahrnehmen kann.

Nun ja; jedenfalls beeinflussen all diese Gedanken sehr stark meine Wahrnehmung der neuen Beleuchtung, wodurch ich sie bei weitem nicht mehr so schlimm finde.

Auf jeden Fall lerne ich daraus für mein anstehendes Großprojekt. Es soll ja auch ein Eckbecken, ähnlich wie das von GGuardiaNN werden, allerdings etwas kleiner, mit einer Schenkellänge von 2m (ca. 1600l). Auf jeden Fall werde ich dann einen natürlichen Bodengrund wählen und im Verhältnis nicht mehr so viel braun färbendes Holz.
Zudem werde ich die LED-Leuchten sicher mit mehr Weißlicht ausstatten, wohl im Verhältnis 1xRGB, 1xWarmwite, 3xCoolwite. Runterdimmen kann ich dann bei Bedarf immer noch.
Es soll aber mit ziemlicher Sicherheit ein Westafrika-Becken werden, es darf also sehr gerne etwas düster sein.
Ich finde es immer wieder faszinierend, wie wichtig es ist, Erfahrungen zu sammeln. Zum Glück kann ich diese nun in das neue Projekt mit einbringen! :)

Während ich das schreibe, überlege ich mir sogar, ob ich nicht sogar noch zwei cool wite stripes statt nur einem einbauen könnte und sollte. Auf jeden Fall werde ich euch auf dem Laufenden halten! :)

Ich freu mich jederzei über Rückmeldung!

UPDATE am 18.7.2011

Wahnsinn, meine Wahrnehmung hat sich wirklich stark verändert. Innerhalb weniger Tage habe ich mich an das etwas dunklere Becken gewöhnt. Nach einiger Rückspräche mit GGuardiaNN wurde auch klar, dass der Abstand des Balkens zur Wasserobflächer ziemlich wichtig ist. Es ist wirklich zu empfehlen, dass der Balken etwa 15 cm. über der Wasseroberflächer angebracht wird. Ich meinesteils hab mich jetzt aber an meine Version gewöhnt.

Die Pflanzen wachsen nach wie vor! Algen habe ich dagegen so gut wie keine mehr an der Frontscheibe!! Nach einer Woche war immer ein deutlicher Algenwuchs zu erkennen, den ich entfernt habe. Nun habe ich nach zwei Wochen nichts gesehen! Nur einen leichten Film habe ich wahrgenommen, als ich mit dem Klingenreiniger drüber bin.

Ich hatte ja noch zwei zusätzliche CW-Stripes bestellt. Hätte auch mit dem Controller noch beide anschließen können. Dennoch habe ich mich nur für einen entschieden, es ist jetzt wirklich hell genug und ich bin zufrieden.

Auch die Wasserkühlung läuft nun! Auch diese begeistert mich total; ich höre nun immer eine dezentes Plätschern und die LEDs sind absolut kühl! Sie werden zwar nicht so heiß wie Neonröhren, aber dennoch waren sie gut warm, wenn man drangefasst hat. Angeblich soll sich ja durch die Wasserkühlung die Lebenszeit deutlich verlängern.

Noch ein Wort zum Controller. Ich benutze ja das "Frei Programmierbarer RGB Controller V7 ink. Funk- Fernbedienung" von led-mg.de. Es kostet dort nur halb so viel wie bei der Firma Jansen! Die Geräte sind offenbar absolut identisch - es gibt nur einen Nachteil:
Die Dinger sind nicht für die Steuerung von Aquarien konzipiert! D. h., die programmierten Schaltzeiten werden nicht genau eingehalten, sodass sich nach einam Tag gut eine halbe Stunde Zeitverschiebung einstellen kann. Habe dennoch entschieden, mit diesem Gerät weiterzuarbeiten, da es mit 45 Euro sehr günstig ist. Ich synchronisiere dann einfach tagsüber mal neu, um die Abweichung in Grenzen zu halten.
Ein GHL-Computer ist mir für dieses Projekt deutlich zu teuer. Das währe eher etwas für das Großprojekt.

Bilder werde ich am Wochenende hinzufügen, wenn meine Frau mit der Kamera zurückkommt :).

20.10.2011:
Anmerkung zum Thema Wasserkühlung:
Ich hatte mir ja noch einen weiteren CW-Stripe eingebaut, sodass nun 4 Stripes an der Alu-Profil hängen, durch das ständig Wasser zirkuliert. Neulich ist diese Kühlung für etwa zwei Tage ausgefallen, weil der Ausgang verstopft war. Ein paar Tage später ist mir aufgefallen, dass mittlerweile 18 LEDs ausgefallen sind! Ich gehe davon aus, dass das auf die ausgefallene Kühlung zurückzuführen ist.
Nachdem diese wieder angesprungen war, kam da ziemlich heißes Wasser heraus!
Ein Bild werde ich hochladen.




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