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Artentafel - Lethrinops furcifer

Artentafel - Lethrinops furcifer
Lebensraum

Lethrinops furcifer ist, wie alle Vertreter der Gattung Lethrinops, ein Sandcichlide und lebt dementsprechend über Sand, und dies überall entlang der sandigen Uferzonen des gesamten Malawisees. Die riesigen Sandflächen sind meist von etwas Sediment bedeckt, von einzelnen kleinen Felsplateaus respektive grossen Steinen durchzogen und es existieren auch Bestände an verschiedenen Pflanzen wie: Valisnerias und Ceratophyllum demersum (Hornkraut). Wirklich typisch für die Furcifer-Habitate sind die oftmals durch Schilfgürtel geränderten Ufer.


Wassertiefe der Furcifer-Habitate

Die Habitate des Furcifer liegen im seichten Wasser entlang der Sandufer in 5 bis 10 Meter Tiefe.


Ernährung

L. furcifer ist ein klassischer Gräberfisch. In grossen Gruppen durchstreift er sein Habitat und sucht im Sand oder im Schlamm nach Wirbellosen, kleinen Krebstierchen und Insektenlarven. Die Futtersuche findet fast ausschliesslich in der Gruppe statt. Mit dem Maul wird tief in das Sediment gestossen und der so aufgenommene Sand durchgekaut. Fressbares wird herausgefiltert und der verbleibende Sand durch die Kiemen wieder ausgestossen. Typischerweise wird die Art deshalb meist von sogenannten Verfolgerfischen begleitet, welche ihren Anteil aus den Lethrinops-Staubwolken ergattern wollen.

Interessanterweise wird auch dieser Lethrinops immer wieder in einigem Abstand über dem Bodengrund beobachtet, wie er Plankton aus dem Wasser filtert, was wiederum seine Zugehörigkeit zu den Utakas unterstreicht.


Besonderheiten

L. furcifer ist mit rund 20 Zentimeter Endgrösse der grösste ,häufig vorkommende Lethrinops im Malawisee.

Wichtig: Die Art wird von der IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Ressources) als nicht gefährdet eingestuft.


Verhalten

Lethrinops furcifer lebt, wie die meisten Sandcichliden, in grösseren Gruppen, welche ihm, im vor Fressfeinden ungeschützten Sandbiotop, ein gewisses Mass an Sicherheit bieten. Die Paarungszeit von Lethrinops furcifger liegt zwischen Mai und August. Währenddessen bilden die geschlechtsreifen Männchen grosse Brutkolonien und bauen enorme Sandburgen, was dem Biotop entlang der sandigen Uferzonen das Aussehen einer wahren Mondlandschaft verleiht.

Jedes territoriale Männchen ist ständig dabei, seine Sandburg auszubessern und das grösste und stärkste Tier besitzt in der Regel auch die grösste und höchste Sandburg.

Weibchen, nicht-territoriale und juvenile Böcke durchstreifen die nähere Umgebung solcher Brutarenen in grossen Schulen, um gemeinsam im Sediment nach Nahrung zu suchen.

Jedes, sich einem männlichen Revier nähernde, Weibchen wird vom revierbesitzenden Männchen angebalzt. Stösst das Männchen mit seinem „Zittern“ auf Interesse, folgt das paarungsbereite Weibchen diesem in seine Sandburg, wo dann in Folge auch abgelaicht wird.


Populationen

Lethrinops furcifer ist seeweit verbreitet. Die Art konnte bisher nicht in klar differenzierbare Populationen unterteilt werden, obwohl von Region zu Region die Brutfarben der Böcke leicht variieren: unterschiedliches Verhältnis der Grün- und Blauviolett-Anteile.

Der Grossteil der für den Export bestimmten Furcifer stammen aus der Senga Bay.


Haltung im Aquarium

Für die Haltung im Aquarium bietet sich die Gestaltung einer grossen Sandfläche an, welche durch wenige grössere Felsbrocken unterbrochen wird. Der Bepflanzung eines Furcifer-Beckens ist nichts entgegenzusetzen, da überall im natürlichen Lebensraum der Art Valisnerien, Hornkraut und Schilf gedeihen. Absolute Pflicht aber ist es, viele offene Sandflächen zu belassen, welche von der Lethrinops-Gruppe ständig nach fressbarem durchsucht werden.

L. furcifer kann aufgrund seiner Grösse und seines Bewegungsdrangs erst in Becken ab 800 Litern gehalten werden, sofern auch eine Mindestkantenlänge von 200 Zentimeter gewährleistet wird. Aufgrund des natürlichen Gruppenverhaltens ist es empfehlenswert, diese Art immer in grösseren Gruppen (mind. 5m/7w) zu pflegen.

Bedingt durch den sehr friedfertigen Charakter der Art und den Umstand, dass sich auch bei der gemeinsamen Haltung mehrerer Männchen, meist alle Tiere ausfärben, ist es empfehlenswert, die Gruppen mit einem nur leichten Weibchen-Überschuss zu halten. Während der Brutzeit werden zwar andere Männchen aus den entsprechenden Revieren vertrieben, jedoch passiert dies in der Regel einzig auf Basis eines kurzen „Drohens“


Vergesellschaftung

Vergesellschaftet werden sollte grundsätzlich nur mit friedfertigen Cichliden, da die Arten der Gattung Lethrinops eher durchsetzungsschwach ist. Optimalerweise sollte diesem Gräberfisch eine Art aus der Gruppe der Verfolgerfische zugesetzt werden.

Mögliche Verfolgerfische:
>> Placidochromis electra
>> Placidochromis phenochillus
>> Cyrtocara moori

Jäger / Räuber:
Jäger und Fischfresser sollten grundsätzlich vermieden werden. Ausnahmen bilden zum Beispiel des Mylochromis gracilis, welcher eher ein ruhiger Fisch ist und nur ganz kleinen Arten (Schneckencichliden) nachstellt und zudem dasselbe Biotop wie der Macrochir bevorzugt. Ebenfalls wäre Dimidiochromis compressiceps denkbar, welcher ruhig in den seichten Schilf- und Valisnerienständen Jungfischen auflauert.

Weitere:
Des weiteren bieten sich aber natürlich auch einige andere ruhige Arten zur Vergesellschaftung an:

>> Aulonocaras-Arten (Sand-Aulonocaras)
>> Aulonocara-Arten (Übergangszone)


Beckenbeleuchtung

In den natürlichen Habitaten von L. furcifer werden die Spektralfarben BLAU, GRÜN und GELB noch stark reflektiert. Für ORANGE beginnt erst bei knapp über 10 Meter Wassertiefe und für ROT aber bereits ab 5 Meter die Absorptionsphase. Optimal wäre also ein Lichtspektrum mit dominanten Grün- und Blau- und Gelb- und Orange-, sowie stark abgeschwächten Rot-Anteilen.

Für eine naturnahe Beleuchtung eines Furcifer-Beckens würden sich folgende Leuchtmittel (siehe auch BLOG "Lichtverhältnisse im Wasser / Malawisee" empfehlen:

>> Dennerle trocal color plus
>> HAGEN Aqua GLO
>> HAGEN Power GLO
>> JBL ULTRA Solar Nature
>> OSRAM 965 Biolux
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